Schweden - Arbeitswelt/Politik
Nach den extremen Problemen der schwedischen Eisenbahngesellschaft SJ muss nun die Geschäftsführerin Monica Lingegård ihren Posten verlassen, auch wenn sie ihr Amt noch bis zum 1. März kommenden Jahres durchführen kann, da erst dann der Nachfolger ihre Aufgabe übernehmen wird. Trotz der starken Kritik an ihrer Arbeit und ihrer schlechten Leistungen erhält Lingegård zusätzlich eine Abfindung in Höhe von 6,5 Millionen Kronen, also dem Wert eines Hauses in relativ guter Lage. Wie sehr üblich bei staatlichen Unternehmen wird Lingegård ab März auch wieder einen gut entlohnten Arbeitsplatz erhalten, vermutlich jedoch mit etwas weniger Verantwortung.
Schweden - Kriminalität
Allein in der vergangenen Woche wurden bei der westschwedischen Polizei 15 Einbrüche in überwiegend deutsche Wohnmobile angezeigt, wobei nicht nur Fahrzeuge auf Rastplätzen davon betroffen waren, was seit Jahren eine Gefahr ist, sondern auch auf einem Campingplatz. Die Verbrecher hatten grundsätzlich in den frühen Morgenstunden ein Loch in den Fahrerteil der Wohnmobile gebohrt und konnten dann ungestört,ihren Diebstahl ausführen, ohne dass die Bewohner der Fahrzeuge aufwachten. Seit Jahren rät die schwedische Polizei Wohnmobile nur auf sicheren Campingplätzen unterzubringen und nicht auf Rastplätzen zu übernachten.
Schweden - Immobilien
Normalerweise steigt der Verkauf von Immobilien grundsätzlich nach dem Sommerurlaub. Dieses Jahr zeigt sich das Geschäft indes sehr tröge und das Angebot von Genossenschaftswohnungen liegt weiterhin weit über der Nachfrage, so dass Projekte die seit längerer Zeit zum Verkauf stehen, kaum gefragt sind. Und selbst beim Verkauf von Villen warten Immobilienmakler noch auf den erwarteten Aufschwung. Das Problem liegt immer noch am geringen wirtschaftlichen Aufschwung und dem Leitzins von zwei Prozent.
Schweden - Gesellschaft/Arbeitswelt
Nach den Statistiken von Eurostat hat die schwedische Bevölkerung das drittlängste Arbeitsleben der europäischen Länder, denn ein 15-jähriger, der in diesem Alter eine Arbeit aufnimmt, muss mindestens 43 Jahre lang arbeiten und ein Studienabsolvent kann oft nicht vor seinem 68. Lebensjahr in Pension gehen. Dies garantiert zwar höhere, staatliche Steuereinnahmen, zwingt aber auch zahlreiche Schwerarbeiter länger zu arbeiten als ihre Körper verkraften.
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