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onsdag, juni 23, 2021

Nachrichten, 23. Juni

Schweden - Politik
Nachdem die schwedische Regierung beim Misstrauensvotum unterlag, will nun Märta Stenevi, die Sprecherin der Grünen, Verhandlungen mit den Sozialdemokraten, der Zentrumspartei und den Linken einleiten, um möglichst ein Juniübereinkommen zu finden, das ermöglichen soll dass Stefan Löfven weiterhin an der Regierung bleiben kann. Stenevi ist der Überzeugung dass die vier Parteien so viel gemeinsam haben dass es möglich sein muss eine gemeinsame Linie zu finden und die Marktmiete bei Neubauten beim neuen Übereinkommen auszunehmen.

Schweden - Politik
Frühere Vorsitzende der Zentrumspartei und der Linken sind sich über einen Punkt einig, dass die Lösung der aktuellen Regierungskrise bei Annie Lööf, der aktuellen Vorsitzenden der Zentrumspartei liege, und Stefan Löfven nur dann mit Sicherheit an der Macht bleiben könne wenn Lööf bereit sei auf die Durchsetzung der Marktmiete bei Neubauten zu verzichten. Ohne dieses Zugeständnis sei nach den früheren Vorsitzenden eine Wahl im September nicht zu verhindern, wobei der Ausgang dieser Wahl dann absolut in den Sternen steht.

Schweden - Wirtschaft
Nach einer neuen Studie der technischen Unternehmen Schwedens ist die Industrie für die Wirtschaft Schwedens weitaus bedeutender als man bisher dachte. Nach dieser Studie ist die Industrie für rund 20 Prozent des schwedischen BNP verantwortlich, da nicht nur die Produktion steigt und nicht, wie oft angenommen, sinkt, sondern bei der Bewertung der Industrie auch Lieferanten und die steigende Anstellung von Beratern und Fachpersonal eine Rolle spielt.

Schweden - Arbeitswelt
Auch wenn der Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen auch im vergangenen Coronajahr etwas zurückging, so handelte es sich in diesem Jahr gerade einmal um 0,1 Prozent, lag also bei weitem nicht mehr auf dem gleichen Niveau der Vorjahre. Nach den offiziellen Statistiken bedeutet dies dass der Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen weiterhin bei 9,8 Prozent liegt und es noch sehr viele Jahre dauern wird bis Männer und Frauen für die gleiche Arbeit auch den gleichen Lohn erhalten werden.

Schweden - Gesundheit
Nach den Statistiken des schwedischen Sozialamts konnte man in den vergangenen sechs Monaten insgesamt bei mindestens 11.000 Personen Langzeitfolgen nach einer Erkrankung am Covid-19 feststellen. Überdurchschnittlich viele dieser Fälle konnten in der Region Uppsala festgestellt werden. Ein weiterer Unterschied ist dass es sich in staatlichen Krankenhäusern um mehr Frauen als Männer handelte und in privaten Einrichtungen um mehr Männer als Frauen. Die Ursache dieser Unterschiede konnte bisher nicht festgestellt werden.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin


söndag, september 08, 2019

Nachrichten, 8. September 2019

Schweden - Politik
Außenministerin Margot Wallström teilte rechtzeitig zu ihrem 65. Geburtstag mit, dass sie von ihrem Amt zurücktrete, um in Zukunft mehr Zeit für ihre Familie zu haben, eine Politikerin, die in den letzten fünf Jahren mehrmals ins Kreuzfeuer der Politik geraten war und zu einer Partei gehört, die die Bevölkerung möglichst bis zum 69 Lebensjahr zur Arbeit schicken will. Dass Wallström allerdings tatsächlich in Pension geht, steht im Raum, da ihr Ehemann die von ihr gegründete Consultingfirma die letzten Jahre weiterführte und die Politikerin damit in die Spuren ihrer Vorgänger treten kann und durch Vorträge vermutlich mehr einnehmen kann als durch ihre politische Tätigkeit. Bereits am Dienstag will Ministerpräsident Stefan Löfven mitteilen, wer Wallström im Amt folgen wird.

Schweden - Politik
Die schwedische Zentrumspartei konnte sich mit den Liberalen und der Regierung darüber einigen, dass bis zum Jahr 2022 jährlich 100 Millionen Kronen für Frauenhäuser vorgesehen werden, was dazu führen soll, dass in den kommenden Jahren mehr Frauenhäuser geschaffen werden, da in diesem Bereich die Nachfrage weitaus höher ist als das Angebot. Annie Lööf ist allerdings der Überzeugung dass die jetzt angesetzten Gelder nicht ausreichen werden, sondern weitaus höhere Summen nötig sein werden um den betroffenen Frauen den notwendigen Schutz garantieren zu können.

Schweden - Politik/Gesellschaft
Ab 1. Januar wird über die Reichsten Schwedens geradezu ein Geldregen hereinbrechen, da Zentrumspartei und Liberale durchsetzen konnten dass ab diesem Tag die zusätzliche Einkommenssteuer für Großverdiener abgeschafft wird, was bedeutet, dass jeder, der jährlich mehr als 703.000 Kronen verdient, mehr Geld ausbezahlt bekommt, in einigen Fällen sogar einige Millionen Kronen mehr als bisher. Unter der rot-grünen Regierung wird damit die Einkommenskluft zwischen Arm und Reich, die ohnehin schon wächst, noch größer werden. Nyamko Sabuni, die Vorsitzende der Liberalen, die bei dieser Gelegenheit nur 45.000 Kronen zusätzlich erhält, meint, dass diese Summe wohl in den Konsum fließen werde, was allen Schweden zu Gute komme.

Schweden - Tourismus
Nach dem Statistischen Amt Schwedens gingen die Übernachtungen durch den Tourismus diesen Sommer um rund sieben Prozent nach oben, was nicht nur mit der steigenden Anzahl ausländischer Touristen verbunden wird, sondern auch damit, dass dieses Jahr eine überdurchschnittlich hohe Menge an Schweden im eigenen Land Urlaub machte. Auch wenn die Ursache für diese Entwicklung nicht untersucht wurde, ist dabei zu bedenken, dass ein Urlaub für ausländische Touristen, auf Grund der schwachen Krone, dieses Jahr erstmals wieder echt preisgünstig war, andererseits aber der Urlaub eines Schweden im Ausland um bis zu zehn Prozent teurer wurde, also für Personen mit geringem Einkommen nicht mehr finanzierbar war.

Schweden - Gesellschaft
Seit vor einigen Jahren in der Domkirche in Lund sogenannte Drop-in-Hochzeiten ermöglicht wurden und man zu gewissen Zeiten an drei Stellen der Kathedrale gleichzeitig unangemeldet heiraten konnte, öffnen sich immer mehr Kirchen des Stifts Lund mit großem Erfolg den Drop-in-Hochzeiten, auch jene, die sich früher gegen diese Art der Hochzeiten ausgesprochen hatten. In diesem Zusammenhang ist allerdings auch zu bedenken, dass die Scheidungsrate in Schweden überdurchschnittlich hoch ist, unabhängig davon ob die Paare eine konventionelle Hochzeit wählten oder zur Drop-in-Hochzeit griffen.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin