söndag, maj 29, 2011

Nachrichten vom 29. Mai 2011

Schweden - Politik
Der schwedische Konstitutionsausschuss kritisiert in mehreren Punkten die aktuelle Minoritätsregierung unter Fredrik Reinfeldt, insbesondere jedoch die Arbeit des Landwirtschaftsministers Eskil Erlandsson und der Infrastrukturministerin Åsa Torstensson, da sie ein falsches Bild ihrer Leistungen verbreiten, Webseiten geändert werden ohne den Originaltext zu erhalten und insbesondere im Umwelt- und Tierschutz europäische Verordnungen nicht einhalten. Sämtliche Regierungsparteien halten die Kritik des Ausschusses für unangebracht.


Schweden - Politik
Nach der jüngsten Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts Novus, im Auftrage von Sveriges Radios, wurde im Mai die Sozialdemokratische Partei mit 33,2 Prozent wieder die stärkste Partei Schwedens und liegt damit vor den Moderaterna, die 31,5 Prozent erreichten. Allerdings liegt die Regierungskoalition mit 47,1 Prozent immer noch um 0,6 Prozent vor dem rot-grünen Block. Die einzigen Verlierer sind, nach Novus, die Linken, die Grünen und die Sverigedemokraterna.


Schweden - Umwelt
Der schwedische Naturschutzverband kritisiert den Rapport von Torbjörn Fagerström und Söreb Wibe, nach dem Schweden jedes Jahr 300 Millionen Kronen an Produktionskraft verliert, weil die Regierung keine genmanipulierten Produkte zulässt, insbesondere Raps, Zuckerrüben und Kartoffeln. Der Naturschutzbund weist darauf hin, dass sich Forscher bisher nicht einig sind über Folgen, Umweltprobleme und eventuelle Folgekosten durch genmanipulierte landwirtschaftliche Produkte und daher strenge Bedingungen eingehalten werden müssen, zumal Folgekosten weitaus höher als die angesetzten 300 Millionen Kronen im Jahr ausmachen können.



Schweden - Umwelt/Wirtschaft
Der steigende Bedarf an Pellets, biologischen Treibstoff und der steigende Einsatz von Fernwärme bedroht jahrhundertealte Urwälder in Nordschweden, was auch zur Ausrottung zahlreicher Tier- und Pflanzenarten führt, da große Teile der Gebiete Privatpersonen gehören, denen der Kahlschlag dieser letzten Schutzgebiete Europas erlaubt wurde. Das staatliche Unternehmen Sveaskog bietet den Besitzern einen Waldtausch an und wollen im Gegenzug den Urwald unter Schutz stellen. Leider besteht weder genügend staatlicher Wald, der getauscht werden kann und die Tauschobjekte wurden meist vor kurzem geschlagen, so dass der Verlust für Privatbesitzer enorm wäre und sie einen so nachteilhaftigen Tausch ablehnen.

Schweden - Gesellschaft
Zahnbleaching wird in Schweden immer üblicher. Allein die Anzahl von Zahnbleaching bei Zahnärzten und in Kliniken hat sich während der letzten vier Jahre jährlich um etwa 50 Prozent erhöht. Um ein weißes Lächeln zu bekommen bezahlen manche mehrere tausend Kronen, greifen aber auch zu sehr zweifelhaften Methoden, die über Internet angeboten werden und in den Statistiken bisher nicht auftauchen. Nach dem Institut für Ontologie der Göteborger Universität garantiert jedoch nur die Behandlung beim Zahnarzt ein zahnschonendes Ergebnis, da eine schlechte Füllung, ein Sprung im Zahn bei selbständiger Behandlung oder ein zu schnelles Bleichen mehr Schaden als Nutzen bringen kann.


Schweden - Gesellschaft
One-night stands werden in Stockholm immer häufiger und liegen weit über dem Landesdurchschnitt. Nach einer kürzlichen Umfrage hatten 42 Prozent der Stockholmer beim letzten Sex einen Zufallspartner. Bedenklich ist dabei, dass nur jeder vierte unter ihnen ein Präservativ verwendete, obwohl allein im letzten Jahr im Raum Stockholm 8950 Fälle an Chlamydiose festgestellt wurden und dort auch andere Geschlechtskrankheiten bedeutend zunehmen.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.
Copyright: Herbert Kårlin

Inga kommentarer:

Skicka en kommentar