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tisdag, juni 08, 2021

Nachrichten, 8. Juni

Schweden - Politik
Gestern legte die Regierung, gemeinsam mit den beiden stützenden Parteien, den Liberalen und der Zentrumspartei, die stark diskutierten Änderungen zum Arbeitsrecht vor, die die bisherigen Gesetze den veränderten Verhältnissen des Arbeitsmarkts anpassen sollen. Ab kommenden Juli sollen vor allem Arbeitgeber einen größeren Einfluss bei Kündigungen haben, das vor allem zum Nachteil für ältere Arbeitnehmer werden kann, da dann die Kompetenz bei Kündigungen wichtiger wird. Nach acht Jahren im Arbeitsleben soll in Zukunft jeder Angestellte die Möglichkeit bekommen sich bis zu einem Jahr auszubilden um den modernen Anforderungen gerecht zu werden. Die Bedingungen für diese Möglichkeit wurde bisher jedoch nicht bekannt gegeben.

Schweden - Kriminalität
Nachdem die Jugendkriminalität nach einer Studie der Universität Malmö während der letzten 20 Jahre deutlich zurückging, da sich, nach Aussagen der Forscher, die Jugendlichen abends eher zu Hause bleiben und vor dem Computer sitzen statt sich in Risikomilieus aufzuhalten, teilt die Polizei mit dass sie von dieser positiven Entwicklung allerdings nichts bemerkte, denn nach den Zahlen der Polizei gäbe es heute eine ebenso hohe Jugendkriminalität wie vor 20 Jahren, was man auch an der Menge jugendlicher Strafgefangener bemerken könne,

Schweden - Gesundheit
Nach Informationen der Tageszeitung GT folgen immer weniger Personen im Västra Götaland den Aufforderungen sich in den Gesundheitszentralen die zweite Spritze gegen das Covid-19 abzuholen, da sie sich bereits nach der ersten Spritze in Sicherheit wiegen und der Meinung sind dass sich die zweite Spritze auch noch nach dem Sommer als wirkungsvoll zeige, Die Gesundheitszentralen Westschwedens warnen nun vor dieser Denkweise und betonen deutlich dass ein Schutz gegen Corona erst nach der zweiten Spritze weitgehend gesichert sei.

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Copyright: Herbert Kårlin


lördag, december 05, 2020

Nachrichten, 5. Dezember

Schweden - Politik
Nachdem nun auch die Gewerkschaften Kommunal und IF Metall, die beide Mitglieder des Gewerkschaftsbunds LO sind, ebenfalls die von den Liberalen und der Zentrumspartei arbeitgeberfreundliche Übereinkunft zum Arbeitsrecht absegneten, haben nun die Mehrheit der Gewerkschaften eine Lockerung des Kündigungsschutzes akzeptiert, so dass die Regierung ein entsprechendes Gesetz vorbereiten wird. Allerdings wird diese Übereinkunft nicht nur einen Einfluss auf den Kündigungsschutz haben, sondern auch auf die Arbeit des Gewerkschaftsbundes LO, da nun die Einigkeit des Bundes gebrochen ist und damit die Position der Arbeitergemeinschaften für alle Zukunft geschwächt sein wird.

Schweden - Arbeitswelt
Nach den Zahlen des schwedischen Arbeitsamts waren im Oktober des Jahres doppelt so viele Taxifahrer arbeitslos gemeldet als im gleichen Monat des Vorjahres, wobei man jedoch bedenken muss dass es sich dabei um angestellte Taxifahrer handelt, nicht um jene, die selbständig arbeiten. Unter den Taxiunternehmen, vom Einzelunternehmer bis zum mittelgroßen Unternehmen, gingen einige bereits in Konkurs, andere befürchten das kommende Frühjahr nicht zu überleben, sollte bis dahin nicht die Coronaepidemie zu Ende sein.

Schweden - Gesundheit
Auch wenn das schwedische Gesundheitsamt seine endgültigen Empfehlungen für die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel erst am 14. Dezember veröffentlichen will, rät das Amt schon jetzt auf jede unnötige Reise zu verzichten und grundsätzlich ansteckungssicher zu reisen, sowie alle Vorkehrungen zu treffen um beim geringsten Krankheitsanzeichen auch entsprechend zurückzukehren, die Weihnachtsfeste im kleinsten Kreis und nur mit Personen, die man ständig trifft, zu feiern, sowie alle Weihnachtseinkäufe allein zu unternehmen, also ohne Partner und grundsätzlich ohne Familie.

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onsdag, oktober 21, 2020

Nachrichten, 21. Oktober

Schweden - Politik
Nach den gescheiterten Verhandlung zwischen dem Gewerkschaftsbund LO und den Arbeitgeberverbänden zu einem neuen Kündigungsrecht gerät Ministerpräsident Stefan Löfven nun ernsthaft in die Zwickmühle, denn der Gewerkschaftsbund PTK (Angestellte im Privatsektor) und die Arbeitgeber kamen zu einer Einigung, die sie nun gesetzlich verankert sehen wollen, während die Linken bei diesem Schritt mit einem Misstrauensvotum drohen, das voraussichtlich erfolgreich sein wird. Die Liberalen wiederum wollen nun härtere Schritte von Löfven sehen und drohen sonst die Regierungszusammenarbeit aufzugeben.

Schweden - Politik/Wirtschaft
Nachdem Schweden nun die chinesischen Firmen Huawei und ZTE aus Sicherheitsgründen vom Ausbau des 5G-Netzes endgültig ausgeschlossen hat, jedoch vier andere Unternehmen noch im Rennen sind, müssen insbesondere die Mobilunternehmen Tele2 und TRE auch ihr gesamtes Material austauschen um in Zukunft konkurrenzfähig zu sein und am Ausbau beteiligt zu sein, denn alle Firmen, die am 5G-Netz arbeiten, müssen sich auch verpflichten auf das Material von Huawei und ZTE zu verzichten, was für die Firmen mit hohen, zusätzlichen Kosten verbunden sein wird.

Schweden - Wirtschaft
Nachdem immer mehr Schwerindustrie im nördlichsten Schweden aufgebaut wird, unter anderem eine gigantische Batteriefabrik, kann es in ganz Schweden zu Engpässen in der Stromversorgung kommen, da zu Stoßzeiten der im Norden produzierten Strom nicht mehr für die industrielle Versorgung ausreichen wird, noch weniger aber um Strom, wie bisher, in den Süden des Landes zu schicken. Nachdem allein die beiden Regionen Norrbotten und Västerbotten in Zukunft so viel Strom benötigen wie Göteborg mit seinen gesamten Randgebieten, muss der im Süden ohnehin knappe Strom dann, aus wirtschaftlichen Gründen, teilweise in den Norden geschickt werden.

Schweden - Gesundheit
Niklas Arnberg, einer der bedeutendsten Virologen Schwedens meinte während einer Fernsehsendung dass es noch sehr lange dauern werde bevor er überhaupt an eine Auslandsreise denken werde, da das Problem sei dass im Urlaubsland das Covid-19 auch dann noch weit verbreitet sei, da man, selbst falls ein Impfstoff existieren sollte, nicht in allen Ländern flächendeckend geimpft werden kann. Beim Kontakt mit infizierten Personen im Urlaubsland sei es dann nur noch ein sehr kleiner Schritt das Virus als Souvenir wieder zurück nach Schweden zu bringen.

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söndag, oktober 18, 2020

Nachrichten, 18. Oktober

Schweden - Politik
Nach den gescheiterten Verhandlungen zwischen Arbeitgeberorganisationen und dem schwedischen Gewerkschaftsbund LO wollte die Regierung sämtliche Partner zu weiteren Gesprächen einladen, was nun kategorisch von sämtlichen Verhandlungspartnern abgelehnt wurde, da Gespräche über die Vermittlung von Politikern auf keinen Fall der Sache als solches und dem schwedischen Modell dienen können. Selbstverständlich sind die Wirtschaftsvertreter jedoch bereit täglich in ihren Augen notwendige Reformen zum Kündigungsrecht mit der Regierung zu diskutieren, so dass diese die entsprechenden Vorschläge an die Gewerkschaftsvertreter weiterreichen könne.

Schweden - Wirtschaft
Die skandinavische Fluggesellschaft SAS teilte gestern mit dass es nicht sicher sei dass das Unternehmen, trotz einer Unterstützung von 14 Milliarden Kronen, die Coronakrise überstehen werde, sondern sämtliche Aktionäre um weitere Gelder bitten müsse. Um ohne zusätzliche Gelder überleben zu können muss sich der Flugverkehr bereits 2021 etwas erholen, ab 2022 jedoch wieder die Größe vor Corona erreichen, trotz aller bereits eingeplanten Sparmaßnahmen. Wirtschaftswissenschaftler gehen davon aus dass sich der Flugverkehr jedoch erst ab 2026 wieder vollständig erholt habe.

Schweden - Tourismus
Die von Weihnachten hohe Nachfrage nach Skireisen von Weihnachten bis zu den Wintersportferien scheint nicht nur die Skiorte zu beunruhigen, da die Restaurants und die Geschäfte dort bei einem Coronaausbruch kaum auf Schutzmaßnahmen ausgerichtet sind, sondern auch das Gesundheitsamt ging nun damit an die Öffentlichkeit dass die geplanten Reisen möglicherweise noch in der letzten Minute eingestellt werden müssen, da nun die einzelnen Regionen auch lokale Beschränkungen aussprechen können. Die Forscherin Emma Frans wiederum meint dass das Skilaufen kaum Probleme mache, da dies im Freien stattfinde, aber auf das Afterski auf jeden Fall verzichtet werden soll.

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lördag, oktober 03, 2020

Nachrichten, 3. Oktober

Schweden - Politik
Während eines Treffens der Sozialdemokraten versicherte Stefan Löfven erneut dass der im Moment vorliegende Gesetzesvorschlag zum geänderten Kündigungsrecht nicht Gesetz werde, was gegen das sogenannte Januarübereinkommen zwischen Regierung und Liberalen und Zentrumspartei verstößt. Löfven blieb indes vage in seiner Aussage, so dass nicht sicher ist ob der aktuelle Gesetzesvorschlag generell nicht im Reichstag vorgelegt werden soll, oder aber in einer geänderten Form präsentiert werde. Seine Hoffnung ist dabei natürlich dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer ohne Gesetz übereinkommen.

Schweden - Politik
Die Christdemokraten setzen in ihrem Schattenbudget auf vier Gebiete mit denen sie hoffen mehr Wähler anziehen zu können. Zum einen wollen sie den Kampf gegen Kriminalität intensivieren, zum anderen den Arbeitsmarkt stärken, und schließlich auch das Krankenwesen und die Altersvorsorge verbessern. Der Arbeitsmarkt soll vor allem durch 14 Milliarden Kronen an Steuerreduktionen angekurbelt werden, zum einen durch geringere Steuern für die arbeitende Bevölkerung, zum anderen durch steuerliche Anreize für Unternehmen, eine Methode, die in den letzten Jahren allerdings sehr wenig Erfolg zeigte.

Schweden - Gesellschaft
Obwohl Schweden ein Land mit den härtesten Drogengesetzen Europas ist, zeigt nun eine Analyse des europäischen Drogenbüro EMCDDA dass Schweden, gemessen an der Bevölkerungsmenge, gleichzeitig die höchste Todesrate an Drogentoten aufweist. Genau genommen zählte man im Jahr 2018 insgesamt 81 Drogentote pro Million Einwohner in Schweden, viermal so viele wie im europäischen Durchschnitt. Das schwedische Gesundheitsamt kann für diese Übertödlichkeit bei Drogen, insbesondere durch Heroin, keinerlei Erklärung finden. Das sehr strenge Drogengesetz scheint jedenfalls nur Gefängnisse zu füllen, nicht aber die Menge der Drogentoten zu reduzieren.

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onsdag, juni 03, 2020

Nachrichten, 3. Juni

Schweden - Politik
Nachdem in Alters- und Pflegeheimen Schwedens überdurchschittlich viele
Personen am Covid-19 erkrankten und daran starben, versucht Ebba Busch, die Vorsitzende der Christdemokraten, dies nun, wenn auch ziemlich erfolglos, politisch auszuschlachten. Die Politikerin behautet daher, dass die Regierung die älteste Schicht Schwedens verraten habe, da sie kaum etwas unternommen habe um diese Personenschicht zu schützen. Sehr problematisch für Busch ist , dass im Raum Stockholm die Christdemokraten für Gesundheitsfragen zuständig sind, dort, wo am meisten Ältere am Covid-19 starben.

Schweden - Wirtschaft
Zahlreiche Geschäfte in Einkaufsgalerien Schwedens haben sich im März dazu entschlossen ihre Läden nur noch eine eingeschränkte Zeit zu öffnen, da der Rückgang an Kunden bei bis zu 70 Prozent lag und auf diese Weise die Kosten reduziert werden konnten. Nun werden sie, obwohl die Kunden noch nicht zurückkamen, von den Geschäftsführern der Einkaufszentren, unter anderem Emporia in Malmö, mit Geldstrafen bedroht, sollten sie nicht zu den ursprünglich vereinbarten Öffnungszeiten zurückkehren. Die gleichen Geschäftsführer hatten es auch weitgehend abgelehnt die Mieten während der Coronskrise etwas zu kürzen, was deutlich zeigt, dass ihnen der Konkurs ihrer Mieter gleichgültig ist.

Schweden - Arbeitswelt
Während Wirtschaftsverbände, Zentrumspartei und Liberale den Vorschlag zur Änderung des Arbeitsrechts als sehr ausgeglichen und notwendig betrachten und die Gewerkschaften bei der Durchsetzung der Änderungen mit Streiks drohen, gehen nun mehrere Wissenschaftler mit der Aussage an die Öffentlichkeit dass, nach ihrer Meinung und gemäß ihrer Analyse, der Vorschlag ausschließlich dem Interesse der Unternehmer dient, jedoch in keinem Punkt die Rechte der Arbeiter und Angestellten berücksichtige. Die Frage ist nun ob die beiden Stützparteien der Regierung bereit sind den Gewerkschaften in einigen Punkten Zugeständnisse zu machen oder aber die Regierung vor die größte Krise stellen wollen.

Schweden - Umwelt
Nach Abschluss der Zählung des Wolfsbestandes Schwedens wird nun deutlich, dass es zwar mittlerweile etwa 365 Wölfe in Schweden gibt, also 65 mehr als im vergangenen Jahr, die Anzahl jedoch noch immer nicht ausreicht um den Bestand der Wölfe und ihre Überleben zu garantieren, was auch bedeutet, dass die Jäger nicht mit einer Lizenzjagd rechnen können. Die Jäger des Landes gehen wiederum davon aus, dass bereits 300 Wölfe zu viel seien und daher eine Jagd dringend notwendig sei um die Rentierhaltung und die Landwirtschaft in Schweden zu schützen.

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tisdag, juni 02, 2020

Nachrichten, 2. Juni

Schweden - Politik
Auch wenn sich das schwedische Gesundheitsamt bisher jede Woche der Presse stellte um einen Lagebericht zur Verbreitung des Covid-19 abzugeben, konnten Journalisten des öffentlichen Rundfunks Schwedens nun aufdecken dass das Amt seit dem 17. März sämtliche Gespräche und Mails zwischen den regionalen Ämter für Ansteckungsgefahr und dem Gesundheitsamt geheim gehalten wurden um mit einer einstimmigen Meinung nach außen treten zu können. Wie sich mittlerweile zeigt, standen mehrere der Ärzte nicht hinter der Strategie des Gesundheitsamts, sollten jedoch ihre Kritik für sich behalten.

Schweden - Politik
Gestern wurde im Reichstag der Vorschlag zu einem neuen Arbeitsrecht präsentiert, das zum einen gegen die Wahlversprechen der Sozialdemokraten geht, zum anderen von den Linken und den Gewerkschaften in dieser Form kategorisch abgelehnt wird, da dadurch Angestellte in kleineren Betrieben über keinerlei Kündigungsschutz mehr verfügen sollen und selbst ältere Angestellte noch wenige Jahre vor ihrer Pensionierung entlassen werden können, ohne dass die Gewerkschaften in irgend einer Weise Einspruch einlegen können. Der Gewerkschaftsbund LO will, sollte dieser Vorschlag angenommen werden, jede Verhandlung mit Arbeitgeberverbänden abbrechen.

Schweden - Wirtschaft/Arbeitsmarkt
Der Lastwagenhersteller Scania teilte gestern mit dass die wirtschaftliche Lage des Unternehmens eine Umstrukturierung erfordert, die dazu führt, dass etwa 5000 Arbeitskräfte entlassen werden müssen. Nach der Geschäftsführung des Unternehmens traf selbst die letzte Finanzkrise die Firma weniger als die aktuelle Coronakrise. Da es sich bei der angegebenen Zahl um rund zehn Prozent aller Angestellter in den verschiedenen Ländern handelt, werden in Schweden etwa 1000 Angestellte bald das Arbeitsamt besuchen müssen. In erster Linie will Scania alle Berater und alle Angestellte mit zeitlich begrenzten Verträgen frei stellen, so dass nur ein Minimum an festen Angestellten den Arbeitslatz verlieren wird.

Schweden - Gesellschaft
Auch wenn Schweden bei der Bekämpfung des Covid-19 nicht unbedingt eine Idealrolle einnimmt, so entschieden sich während der letzten Wochen immer mehr deutsche und dänische Touristen Schweden wieder als Urlaubsland zu betrachten, nicht zuletzt auch deswegen, weil Schweden zu den wenigen Ländern mit wenigen Begrenzungen gehört und nie für den Tourismus geschlossen war. Allerdings suchen deutsche Touristen vor allem Zuflucht in der Natur, während dänische Touristen sich in ganz Schonen wohl fühlen, auch in Städten.

Schweden - Gesellschaft
Nach den ersten Berechnungen des schwedischen Rentenamts wird die Pension auf Einkommen im kommenden Jahr um mindestens 1,5 Prozent zurückgehen, was für den Durchschnittsschweden jeden Monat einer Pensionskürzung von etwa 180 Kronen entsprechen wird. Nach Aussagen des Amtes sollen Personen, die nur die Minimalrente erhalten oder auf Wohngeld angewiesen sind, nicht, oder nur in geringer Weise von diesen Kürzungen betroffen sein. Das Rentenamt wird genauere Zahlen im Juli bekannt geben und die endgültigen Kürzungen im Oktober des Jahres.

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onsdag, maj 27, 2020

Nachrichten, 27. Mai

Schweden - Politik
Nachdem die Regierung nun, auf Drängen der Zentrumspartei, das Kündigungsrecht ändern will, so dass vor allem bei kleineren Unternehmen kein Angestellter mehr vor einer Kündigung geschützt werden soll und Kündigungen völlig willkürlich ausgesprochen werden dürfen, ohne dass die Gewerkschaft in der geringsten Weise ein Einspruchsrecht haben soll, kündigt Jonas Sjöstedt, der Vorsitzende der Linken ein Misstrauensvotum an, sollte die Regierung mit diesem Vorschlag  weitergehen. Sowohl Moderate, als auch Sverigedemokraterna wollen das Misstrauensvotum stützen, wenn auch nur um selbst eine Chance zu bekommen die Regierung zu übernehmen, da ihnen das vorgeschlagene Gesetz im Grunde entgegenkommt. Niemand kann im Moment absehen ob die Regierung im September wagen wird das Gesetz im Reichstag vorzulegen, und wie die Linken tatsächlich darauf reagieren werden.

Schweden - Umwelt
Nachdem auf schwedischer Seite eine heiße Diskussion darüber ausbrach, dass Kopenhagen wegen eines Bauprojekts 290.000 Kubikmeter Abwasser direkt in den Öresund leiten will, konnte das dänische Fernsehen aufdecken dass Kopenhagen zwischen 2014 und 2018 bereits 35 Milliarden Liter Abwasser ins Meer leitete, ohne davon Schweden zu informieren, auch wenn bekannt ist dass nicht gereinigtes Abwasser die Meeresfauna und -flora sehr negativ beeinflusst. Allerdings kann sich Schweden nicht freisprechen in diesem Punkt, da insbesondere in Göteborg die Reinigungswerke bei starken Regenfällen überlaufen, also auch vor dort aus ungereinigtes Abwasser ins Meer gelangt, wenn auch in geringerem Umfang als von dänischer Seite.

Schweden - Umwelt/Politik
Um die Menge an gefährlichen Chemikalien in Kleidung und Schuhen zu reduzieren, plant die schwedische Regierung bei entsprechender Importware eine Zusatzabgabe von 40 Kronen pro Kilogramm Kleidung oder Schuhen. Betroffen sollen allerdings nur Produkte sein, die offiziell anerkannte gefährliche Chemikalien enthalten, die alle bereits als gesundheitsschädigend eingestuft wurden. Für den Verbraucher wird sich diese Zusatzabgabe jedoch kaum bemerkbar machen, denn beim durchschnittlichen Jahreskauf an diesen Produkten dürfte der Kunde pro Jahr etwa 100 Kronen mehr bezahlen, eine Summe, die sich beim Einzelkauf gar nicht erst bemerkbar machen wird. Es ist daher anzuzweifeln ob diese Abgabe den Import von Giftkleidung verhindern wird.

Schweden - Gesellschaft
Die Coronakrise macht den schwedischen Regionen auch bei Zahnärzten zu schaffen, da ältere Personen nun nicht mehr zu Behandlungen gebeten werden und bei aufschiebbaren Behandlungen gar nicht erst einen Termin bekommen können. Die Kosten für eingestellte oder aufgeschobene Zahnbehandlungen kostet die Regionen pro Monat bereits rund 300 Millionen Kronen, wobei hierbei nur staatliche Zahnärzte gerechnet wurden. Aber auch für ältere Kunden verursacht diese Situation sehr hohe Kosten, denn wer nun eine aufwendige Behandlung aufschieben muss, verliert auch den jährlichen Höchstkostenschutz und muss daher mit knapp 10.000 Kronen an Zusatzkosten rechnen, was bei vielen Pensionären eine gesamte Monatsrente überschreitet.

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onsdag, januari 30, 2019

Nachrichten, 30. Januar 2019

Schweden - Politik
Die vier an der Regierung beteiligten Parteien Schwedens kamen überein ein neues Visum für hoch qualifizierte Arbeitskräfte aus nicht europäischen Ländern einzuführen um es schwedischen Firmen einfacher zu manchen Schlüsselpersonal auch in außereuropäischen Ländern zu finden. Dieses neue Visum soll verhindern dass diese Arbeitskräfte wegen administrativen Fehlern der Arbeitgeber ausgewiesen werden wie bisher, also für die Fehler ihrer Arbeitgeber haften. Ab wann diese neuen Visa vergeben werden können, ist bisher allerdings noch nicht bekannt.

Schweden - Arbeitswelt
Nach Informationen der Dagens Nyheter ist heute zu erwarten dass über 4000 Angestellte des Arbeitsamts eine Kündigungsankündigung erhalten werden, die auf Grund des von den Moderaten, Christdemokraten und Schwedendemokraten durchgedrückten Budgets für 2019 nötig seien. Bei den bisherigen Angaben sprach man von maximal 2500 Kündigungen, aber selbst nach Informationen der Tageszeitung Dagens Industri ist diese Zahl nun zu niedrig, sondern wird bei mindestens 3400 Angestellten liegen. Da das Arbeitsamt umstrukturiert werden soll, gibt es für die Entlassenen auch in Zukunft keine Rückkehr.

Schweden - Arbeitswelt
Als erste und bisher einzige Gewerkschaft Schwedens zeigt sich die IG Metall nun dem Regierungsvorschlag offen den Kündigungsschutz neu zu regeln und nicht mehr grundsätzlich davon auszugehen dass der zuletzt eingestellte Arbeiter bei Arbeitsmangel als erster entlassen werden müsse. Die IG Metall kann, oder will, im Moment noch nicht sagen wie die Änderungen beim Kündigungsschutz aussehen sollen und weist darauf hin, dass das gleiche Entgegenkommen nicht unbedingt von Seiten der anderen Gewerkschaften kommen wird. In erster Linie will IG Metall allerdings auch mit Arbeitgebern über Änderungen diskutieren und keine politische Entscheidung abwarten.

Schweden - Verkehr
Das schwedische Straßenverkehrsamt ging mit der Forderung an die Öffentlichkeit dass Berufslastwagenfahrer auf den Straßen die Richtgeschwindigkeit einhalten müssen wenn man die Unfallstatistik und die Anzahl der Toten auf Schwedens Straßen reduzieren wolle, was die Fahrer nicht sehr positiv aufnahmen, denn ihrer Meinung nach sind es überwiegend im Ausland registrierte Lastwagen, die in Schweden zu schnell fahren, und falls sie selbst zu schnell fahren, so liege dies am Zeitplan, da eine Firma, die um 18 Uhr schließt auch vor 18 Uhr beliefert werden müsse.

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tisdag, november 14, 2017

Nachrichten, 14. November 2017

Schweden - Politik
Da sich der Führungsstreit innerhalb der Moderaterna durch die Wahl eines neuen Vorsitzenden mittlerweile beruhigte und die politischen Ziele der Partei wieder in den Vordergrund geraten, zeigt eine Meinungsumfrage des Instituts Sifo auch, dass die Partei ihre früheren Wähler zurückgewinnt und nun wieder eine Unterstützung von 22,4 Prozent aufweist. Da gleichzeitig die Unterstützung für die Zentrumspartei und die Sverigedemokraterna zurückging, dürfte es sich beim Zuwachs der Moderaterna vor allem um etwas unentschiedene Wähler handeln, die jedoch in den Moderaterna nun wieder eine gewisse Stabilität entdecken.

Schweden - Politik
Nachdem sich nun auch die Sverigedemokraterna deutlich für eine Lockerung des Kündigungsgesetzes einsetzen, will nun die Mehrheit das schwedischen Parlaments das sogenannte LAS-Gesetz von 1974 ändern und die Kompetenz für einem Arbeitsplatz höher einstufen als die Betriebszugehörigkeit. Nach Meinung der bürgerlichen Parteien ist das aktuelle Gesetz kontraproduktiv, da, bei Arbeitsmangel, nahezu grundsätzlich der zuletzt Eingestellte wieder entlassen werden muss, auch wenn dieser für eine gewisse Arbeit besser ausgebildet ist als manch langjährige Mitarbeiter. Die Regierung will das Gesetz unberührt lassen und argumentiert damit, dass die gewünschte Änderung ausschließlich den Arbeitgeber in die Hand spiele.

Schweden - Arbeitswelt
Nach den Zahlen des Arbeitsamts geht die Zahl der Arbeitslosen weiterhin zurück, auch wenn sich dies bei im Ausland geborenen Personen weitaus weniger auswirkt als bei gebürtigen schwedischen Arbeitslosen. Diese Entwicklung hängt insbesondere damit zusammen, dass Migranten größtenteils kein Abitur und keine hoch spezialisierte Ausbildung haben, was auch dazu führt, dass es weiterhin Mangelberufe gibt. Die Statistik des Arbeitsamts gibt keine Auskunft über Teilzeit- und Vollbeschäftigung, Arbeitslosen in Bildungsmaßnahmen und die Höhe der Gehälter der neu angestellten Personen.

Schweden - Kriminalität
Seit Januar des Jahres wurden bei der schwedischen Polizei 147 Einbrüche in Reitställen angezeigt, wobei sich die Diebe auf etwas wertvollere Sättel spezialisiert haben und bei den Reitställen damit bereits einen Verlust von etwa zehn Millionen Kronen verursachten. Da die Diebe bei den Einbrüchen keine verwertbaren Spuren hinterlassen, keine Zeugen zu finden sind, und die meisten Einbrüche im südlichen Teil Schwedens verzeichnet werden, geht die Polizei davon aus, dass es sich dabei um ausländische Banden handelt, die sich beim Pferdesport sehr gut auskennen. Keiner der 147 Einbrüche konnte bisher aufgeklärt werden, wobei auch keinerlei Verdächtige gefunden werden konnten.

Schweden - Gesundheit
Seit vergangenen Juli sind die Vorsorgeuntersuchungen für Brustkrebs in ganz Schweden kostenlos, da die Regierung hoffte mit dieser Maßnahme mehr Frauen zur Vorsorgeuntersuchung zu bringen. Alle Zahlen der Regionalregierungen weisen jedoch darauf hin, dass dieses Ziel nicht erreicht wurde, denn nach wie vor bleiben Frauen mit geringeren Einkünften und schlechterer Bildung den Untersuchungen fern, wobei insbesondere auch jüngere Frauen der Überzeugung sind dass diese Untersuchungen für sie überflüssig seien. Im Schnitt lassen sich nur zwischen 80 und 85 Prozent der Frauen auf Brustkrebs untersuchen, wobei alle Frauen zwischen 40 und 74 Jahren in Schweden regelmäßig zu diesen Untersuchungen schriftlich geladen werden. 

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fredag, oktober 28, 2016

Nachrichten, 28. Oktober 2016

Schweden - Politik
Anna Kinberg Batra ging gestern damit an die Öffentlichkeit eine blockübergreifende Lösung hinsichtlich der Gewinne im Gesundheits- und Schulwesen zu suchen, wenn auch nicht in gleicher Form wie die aktuelle Regierung. Das Ziel muss, nach Kinberg Batra, sein dass jeder über seine Schule und seinen Gesundheitsdienst, beziehungsweise Pflegedienst selbst entscheiden kann und der Gewinn der Unternehmer positiv zu sehen ist. Die Politikerin will es lediglich ermöglichen ein Privatunternehmen in den Staat übergehen zu lassen wenn dieses seine Aufgaben schwer vernachlässigt, was bisher nur in Einzelfällen nachgewiesen werden konnte. Die Sverigedemokraterna begrüßen diesen Vorstoß und wollen die Opposition bei diesem Vorhaben unterstützen.

Schweden - Politik
Anna Kinberg Batra, die Vorsitzende der Moderaterna, führt die Partei, die Fredrik Reinfeldt in die Mitte gesteuert hatte, erneut in den extrem rechten Flügel. Nun schlägt sie auch vor das Gesetz zum Arbeitsschutz aufzulösen, wobei eine sehr große Mehrheit der Lokalverbände dieser Idee positiv gegenüberstehen. Der exakte Vorschlag soll von den Moderaterna im kommenden Jahr vorgelegt werden, wobei schon heute sicher ist, dass der Kündigungsschutz bei diesem Vorschlag weitgehend beendet sein wird und vor allem Jugendliche dabei sehr unsichere Verträge erhalten dürfen.

Schweden - Politik
Obwohl die Spannungen zwischen Russland und der Nato immer bedeutender werden, nähert sich Schweden mehr und mehr dem Bündnis. So nahm gestern auch der schwedische Verteidigungsminister Peter Hultqvist am Treffen zwischen Nato und Europa teil bei dem über die engere Zusammenarbeit zwischen Europa und der Nato gesprochen wurde, insbesondere auch in Fragen der Cyberverteidigung. Jens Stoltenberg, der Generalsekretär der Nato, sieht Schweden bei den zukünftigen Planungen deutlich als Mitglied, nach dem Motto, dass Einigkeit die Stärke ausmacht, auch wenn die Nato nur dann im Norden eingreifen kann wenn in den dortigen Ländern auch Atomwaffen gelagert werden und auch einsatzbereit sind.

Schweden - Politik
Erik Bromander, der Staatssekretär der schwedischen Infrastrukturministerin Anna Johansson, musste nun sein Amt abgeben, da deutlich wurde dass er sich private Aufenthalte aus der Steuerkasse bezahlen ließ. Inwieweit Bromander nun Gelder zurückbezahlen muss und welchen Dienst er in Zukunft übernehmen wird, ist bisher unbekannt. Ministerpräsident Stefan Löfven will nach diesem Vorfall nun sämtliche Minister und Staatssekretäre hinsichtlich ihrer Reisekosten überprüfen lassen, auch wenn sich bisher nur Bromander wegen extrem vieler Reisen zu extrem hohen Kosten von der Durchschnittsgruppe absetzte.

Schweden - Umwelt
Nach der neuen zweijährigen Studie des WWF zeigen sich die Schweden sehr wenig von Umweltproblemen beeinflusst, denn wenn jeder so leben würde wie die schwedische Bevölkerung, so wären zum Überleben der Erde 4,2 der Gebilde nötig, eine Steigerung von einer halben Erde mehr als noch vor zwei Jahren. Das Hauptproblem sind das Reiseverhalten, die Lebenshaltung und der immense Import von Produkten der Schweden, die die Ressourcen der Erde stark belasten. Während man im eigenen Land die guten Umweltgesetze lobt, importiert der Bürger einfach jedes Jahr mehr Umweltzerstörung.

Schweden - Gesellschaft
Das schwedische Sozialamt kritisiert die schwedischen Frauenhäuser, da in fast allen unter ihnen männliche Kinder verboten sind, zumindest ab einem bestimmten Alter. Frauen, die Schutz benötigen, sind daher gezwungen männliche Nachkommen bei einem gewalttätigen Partner zu lassen oder jemanden in der Verwandtschaft zu finden, der sich um das Kind kümmert. Diese Regelung führt dazu, dass Jungen sehr früh zwangsweise von der Mutter getrennt werden, was weitreichende psychologische Folgen mit sich bringen kann, sowohl für die Mütter als auch für die Kinder.

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Visit Göteborg!

lördag, oktober 17, 2015

Nachrichten, 17. Oktober 2015

Schweden - Politik
Gestern trafen sich Repräsentanten sämtlicher im Parlament vertretenen Parteien Schwedens um über eine gemeinsame Politik in Flüchtlingsfragen zu verhandeln und eine Strategie zu schaffen, die akute Probleme mit Wohnungen, Schulbildung und Leistungen des Sozialamts klären sollten, was jedoch auf Grund der sehr unterschiedlichen Zukunftsvision nahezu unmöglich ist. Eine der wichtigsten Fragen ist die Fortsetzung des aktuellen Systems der permanenten Aufenthaltsgenehmigungen oder dem Schaffen von zeitbeschränkten Genehmigungen. Die Regierung will auf keinen Fall dem Vorschlag der Moderaterna mit beschränkten Genehmigungen folgen, da dies bedeuten würde, dass gut gebildete Asylanten kaum Arbeitsplätze finden können, da Firmen mögliche Dauerkräfte suchen. Die Sverigedemokraterna waren zu diesem Gespräch nicht eingeladen worden.

Schweden - Politik
Eine der größten Streitfragen beim Parteitag der Moderaterna war die Frage nach einer Änderung des Arbeitsrechts, denn die Führungsschicht wollte das bisherige, von den Sozialdemokraten in den 70er Jahren eingeführte System, beibehalten, aber immer mehr Ortsgruppen wollen das Prinzip ändern nach dem der zuletzt Eingestellte bei Entlassungen als erstes wieder entlassen werden muss. Bei einer Abstimmung zeigte sich nun, dass die Parteiführung sich nicht durchsetzen konnte und nun auf eine Änderung des Rechts zuarbeiten muss. Die Vorsitzende Anna Kinberg Batra erlebte damit ihre erste wichtige Niederlage und folgt damit ihrer Kollegin der Christdemokraten, die sich beim Parteitag ebenfalls mit einem Verlust zufrieden geben musste.

Schweden - Politik
Da es nicht mehr möglich ist den neu ankommenden Flüchtlingen in Schweden Wohnungen zu bieten, werden ab kommender Woche in Schweden Zeltstädte entstehen. Das erste Zeltlager mit 75 Zelten zu je 25 Quadratmetern für jeweils fünf Personen wird neben einem Militärgebiet bei Lund entstehen. Ungelöst ist bisher allerdings noch das Problem mit Toiletten, der Essensversorgung und dem Zugang zu Internet. Nach dem schwedischen Ausländeramt ist es möglich etwa 35.000 Flüchtlinge, zumindest vorübergehend, in Zelten unterzubringen, auch im Winter.

Schweden - Landwirtschaft
Die schwedische Regierung hat sich entschlossen den Milchbauern des Landes insgesamt 152 Millionen Kronen an zusätzlicher Unterstützung auszubezahlen und will damit die europäische Unterstützung verdoppeln. Die Auszahlung erfolgt nach der Menge der Milch die ein Bauer lieferte und soll teilweise im kommenden Monat, und teilweise im kommenden Frühjahr ausbezahlt werden. Nach Meinung der Regierung wird diese Summe vielen Landwirten das Überleben garantieren, was jedoch kaum wahrscheinlich scheint, da es sich dabei um eine Unterstützung von nur etwa fünf Öre pro Liter Milch handelt.

Schweden - Verkehr
Nach den aktuellen Zahlen ging zwar der Autoverkehr sowohl in Stockholm als auch in Göteborg mit der Einführung der Citymaut etwas zurück, steigt jedoch seit dieser Zeit regelmäßig wieder an, was jedoch durch die geplante Erhöhung der Gebühren wieder etwas gemindert werden könnte. Die Ursache des Verkehrsanstiegs in den beiden Innenstädten ist unbekannt, aber nach Meinung der Verkehrsexperten könnte es am günstigen Benzinpreis und am Wohlstand der Bevölkerung liegen. Nach Plänen der Regierung wird der Benzinpreis sich ab Januar allerdings empfindlich erhöhen.

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fredag, oktober 16, 2015

Nachrichten, 16. Oktober 2015

Schweden - Politik
Als gestern der Parteitag der Moderaterna begann, zeigte sich sehr schnell, dass die Partei zumindest Teile des Budgets der Regierung stoppen will, da einige der Punkte, nach Meinung der Partei, gegen das Interesse Schwedens laufen. Bei der aktuellen Situation ist es auch möglich, dass die Partei das Vertrauensvotum stellt, das Ministerpräsident Stefan Löfven vor sehr harte Entscheidungen stellen kann, da er nur mit der Gnade der Opposition regieren kann und diese die Grünen und Linken von der schwedischen Politik ausschließen wollen, im gleichen Masse wie die nationalistischen Sverigedemokraterna.

Schweden - Politik
Die Führungsschicht der Moderaterna will die Bettelei in Schweden nun nicht mehr verbieten, aber dennoch hohe Auflagen stellen. Ungenehmigte Zelte und Wohnwagen sollen selbstverständlich im Schnellverfahren entfernt oder beschlagnahmt werden, aber auch das Betteln in Bahnhöfen, vor Geschäften und zahlreichen anderen öffentlichen Plätzen soll verboten und unter Strafe gestellt werden, was bedeutet, dass den Bettlern dann rechtsmäßig ihre Geldgaben beschlagnahmt werden können. Auch wenn die Moderaterna sich offiziell gegen jede Zusammenarbeit mit den Sverigedemokraterna wehren, so geht ihre Politik in sehr vielen Punkten parallel zur geouteten nationalistischen Partei.

Schweden - Politik
Das schwedische Ausländeramt passt die Zahl der zu erwarteten Flüchtlinge erneut der gegenwärtigen Entwicklung an und geht davon aus, dass dieses Jahr 150.000 Flüchtlinge in Schweden ankommen werden und im kommenden Jahr der gegenwärtige Strom von rund 1500 Personen pro Tag fortsetzen wird, was allerdings bedeuten würde, dass im kommenden Jahr über 500.000 Flüchtlinge zu erwarten wären, was nahezu der Größe Göteborgs entspricht und ein Bevölkerungswachstum von über fünf Prozent verursachen würde.

Schweden - Arbeitswelt
Der Handelsverband und der Gewerkschaftsbund LO scheinen sich in der Frage auf einen gelockerten Kündigungsschutz näher zu kommen. Die Einigung scheitert im Moment vor allem noch an einigen grundsätzlichen Punkten an denen der Gewerkschaftsbund LO festhält. Im Gegenzug dazu, dass der Kündigungsschutz die ersten zwei bis drei Jahre nach einer Anstellung aufgeweicht werden soll, soll die Kündigungsfrist bei älteren Personen verdoppelt werden und alle Unternehmen sollen sich verpflichten Personen, die länger als ein Jahr lang über einen Leiharbeitsarbeitgeber angeheuert werden, fest übernommen werden müssen.

Schweden - Verkehr
Nach dem Zentralamt für Verkehrswesen wird es dieses Jahr kein sogenanntes Zugchaos geben, da man aus den letzten Jahren lernte und nun besser auf starke Schneefälle vorbereitet sei. Allerdings verspricht weder das Amt noch die Regierung dass es zu keinerlei Störungen kommt, was verständlich ist, wenn man bedenkt, dass Züge bei starken Schneefällen gar nicht mehr losfahren sollen, der Zugverkehr also dem Wetter angepasst wird, was die Planung jeder Winterreise nahezu unmöglich macht.

Schweden - Umwelt/Gesellschaft
Nach neuen Schätzungen lagern in schwedischen Haushalten rund 23.000 Tonnen elektrischer Abfall, der zum Teil wertvolle Rohstoffe enthält und daher recycelt werden sollte. Schon heute findet man in jedem Haushalt durchschnittlich 5,5 Kilogramm wertvollen Abfall gelagert und jedes Jahr kommen zu dieser Menge 500 Gramm hinzu. Allein mit dem Kupfer, das aus elektrischem Haushaltsmüll gewonnen werden könnte, könnte man 135 Millionen neue Handys herstellen.

Schweden - Gesellschaft
Der königliche Hof teilte gestern mit, dass Prinz Carl Philip und Prinzessin Sofia im kommenden April ihr erstes Kind erwarten, also kurz nachdem es auch bei Kronprinzessin Victoria Nachwuchs geben wird. Während das Königshaus die Nachricht als sehr positive Nachricht bezeichnet, müssen die Bürger Schwedens erneut mit einer höheren Abgabe, sprich Apanage, für das Königshaus rechnen, da zwei Geburten und zwei Taufen im kommenden Jahr erneut deutlich zu Buche schlagen werden.

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söndag, juni 07, 2015

Nachrichten, 7. Juni 2015

Schweden - Politik
Während ihrer ersten öffentlichen Sommerrede als Vorsitzende der Moderaterna brachte Anna Kinberg Batra sehr wenig Neues, wenn man davon absieht, dass sie einen kostenlosen Kindergarten für Kinder ab zwei Jahren fordert, was die Eltern, je nach Wohnort, um bis zu etwa 500 Kronen im Monat entlasten könnte, wenn auch mit einem sehr zweifelhaften Ergebnis, denn da sich der kostenlose Kindergarten bei Zweijährigen auf 15 Stunden die Woche beschränken soll, würden weiterhin Kinder reicher Eltern bevorzugt, die sich während der Arbeitszeit einen Vollzeitunterricht für ihre Kinder erkaufen können.

Schweden - Arbeitswelt
Arbeitgeber und die Gewerkschaften für Angestellte sind erneut über die Bedingungen zum Kündigungsschutz am verhandeln, wobei dieses Mal von einer gewissen Annäherung gesprochen werden kann, da die Gewerkschaften akzeptieren wollen, dass Kenntnisse der Angestellten in Zukunft bei Kündigungen eine wichtigere Rolle spielen soll als die Jahre der Firmenzugehörigkeit, was bisher der Fall ist. Im Gegenzug fordern die Gewerkschaften jedoch, dass sich die Arbeitgeber mehr für eine Weiterbildung ihrer Angestellten einsetzen um diese auch auf neue und zukünftige Aufgaben vorzubereiten.

Schweden - Ausbildung/Politik
Ministerpräsident Stefan Löfven geht mit seinen Gesetzesvorschlägen und Ideen immer weiter den extrem rechten Forderungen des Landes entgegen, vermutlich um Stimmen der Sverigedemokraterna und des rechten Blocks auf die Seite der Sozialdemokraten ziehen zu können. Seine jüngste Forderung ist das Schulgesetz dahingehend zu ändern, dass Lehrer aus vorbeugenden Gründen bei Unterrichtsbeginn die Handys der Schüler einsammeln dürfen. Sehr erstaunlich ist dabei, dass er dabei davon spricht, dass wieder Disziplin und Ordnung im Klassenzimmer einziehen müssen. Die Gewerkschaft der Lehrer meint allerdings, dass Löfen sich bei der Schulpolitik nicht in Detailfragen wie dieser verlieren soll, sondern ein Gesamtkonzept entwickeln sollte.

Schweden - Kriminalität
Ein Testprojekt einer schwedischen Versicherungsgesellschaft in drei Gemeinden Schwedens zeigt, dass in Gebieten in denen wertvollere Gegenstände von ihren Besitzern eine Art DNA-Markierung erhalten, die Einbrüche um bis zu 50 Prozent zurückgehen, da dadurch die Ware nicht mehr auf Trödelmärkten und anderen Stellen verkauft werden kann. Eine relativ einfache Ausrüstung der Polizei reicht aus um Diebesgut unmittelbar erkennen und den Besitzern zuordnen zu können. Eine allgemeine DNA-Markierung könnte allerdings dazu führen, dass sich Diebe dann dem Mittelstand und Geringverdienern zuwenden, die die teure Markierung nicht bezahlen können, jedoch ebenfalls manche Wertgegenstände bei sich aufbewahren.

Schweden - Tradition/Gesellschaft
Der Vergleich von Verkaufsziffern zeigt sehr deutlich, dass die schwedische Bevölkerung zu ihrem Nationaltag weitaus weniger Flaggen kauft als die Norweger oder Dänen, obwohl zu dieser Zeit auch der Verkauf von schwedischen Flaggen enorm ansteigt. Im Vergleich zu Norwegen liegt die Verkaufszahl, im Verhältnis zur Bevölkerung, jedoch bei etwa der Hälfte, was auch darauf schließen lässt, dass die schwedische Bevölkerung ihren Nationaltag weniger wichtig nehmen als die Nachbarländer.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.


Copyright: Herbert Kårlin

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