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söndag, april 19, 2026

Nachrichten, 20. April

Schweden - Politik
Die schwedische Zentrumspartei will nach den kommenden Reichstagswahlen durchsetzen dass Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren bei Sommerarbeit keinerlei Steuer mehr auf ihr Einkommen bezahlen müssen, aber auch dass die Arbeitgeberabgaben bei dieser Gruppe an Arbeitnehmern gestrichen werden. Nach Elisabeth Thand Ringqvist soll es sich für Jugendliche lohnen im Sommer zu arbeiten, wobei die Politikerin die Kosten hierfür bisher nicht berechnet hat und für die Durchsetzung mehrere Parteien auf ihrer Seite benötigt.

Schweden - Politik
Der Antrag der Parteiführung der Linken die sogenannte Parteisteuer um 4000 Kronen im Monat zu senken, was bedeutet hätte dass Abgeordnete monatlich zusätzliche 4000 Kronen verdienen würden, wurde während des Parteikongresses in Örebro am Wochenende von der Mehrheit der Anwesenden abgelehnt. Die linken Abgeordneten müssen sich daher auch in Zukunft monatlich mit 37.530 Kronen netto begnügen, etwa der Hälfte dessen was Abgeordnete anderer Parteien erhalten.

Schweden - Politik
Sollten die links orientierten Parteien im Herbst an die Macht kommen,so wollen die Linken Schwedens einen Höchstkostenschutz bei Zahnbehandlungen durchsetzen. Nach Aussagen der Partei soll die Zahnbehandlung bis zum 23. Lebensjahr kostenlos sein und anschließend pro Jahr auf Ausgaben in Höhe von 1450 Kronen beschränkt werden, also die Kosten einer einmaligen Zahnsteinentfernung oder einer ausführlichen Zahnuntersuchung. Bisher kann eine umfassende Behandlung bis zu 100.000 Kronen kosten,die der Patient selbst tragen muss.

Schweden - Medizin/Gesellschaft
Immer mehr schwedische Eltern wollen nur noch absolut gesunde Kinder zur Welt bringen und beauftragen daher frühzeitig bis zu 100 verschiedene Chromosomenabweichungen zu testen, da ihnen die drei offiziellen Tests der Kliniken (Trisomientest 13, 18 und 21) unzureichend scheinen. Medizinische Forscher und Gesundheitsämter raten von diesen Tests,die bis zu 9000 Kronen kosten, ab, da diese Tests völlig unwissenschaftlich sind und die Treffsicherheit hierbei extrem gering ist. In der Regel sind bei diesen Tests über die Hälfte der Analysen falsch.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

onsdag, maj 27, 2020

Nachrichten, 27. Mai

Schweden - Politik
Nachdem die Regierung nun, auf Drängen der Zentrumspartei, das Kündigungsrecht ändern will, so dass vor allem bei kleineren Unternehmen kein Angestellter mehr vor einer Kündigung geschützt werden soll und Kündigungen völlig willkürlich ausgesprochen werden dürfen, ohne dass die Gewerkschaft in der geringsten Weise ein Einspruchsrecht haben soll, kündigt Jonas Sjöstedt, der Vorsitzende der Linken ein Misstrauensvotum an, sollte die Regierung mit diesem Vorschlag  weitergehen. Sowohl Moderate, als auch Sverigedemokraterna wollen das Misstrauensvotum stützen, wenn auch nur um selbst eine Chance zu bekommen die Regierung zu übernehmen, da ihnen das vorgeschlagene Gesetz im Grunde entgegenkommt. Niemand kann im Moment absehen ob die Regierung im September wagen wird das Gesetz im Reichstag vorzulegen, und wie die Linken tatsächlich darauf reagieren werden.

Schweden - Umwelt
Nachdem auf schwedischer Seite eine heiße Diskussion darüber ausbrach, dass Kopenhagen wegen eines Bauprojekts 290.000 Kubikmeter Abwasser direkt in den Öresund leiten will, konnte das dänische Fernsehen aufdecken dass Kopenhagen zwischen 2014 und 2018 bereits 35 Milliarden Liter Abwasser ins Meer leitete, ohne davon Schweden zu informieren, auch wenn bekannt ist dass nicht gereinigtes Abwasser die Meeresfauna und -flora sehr negativ beeinflusst. Allerdings kann sich Schweden nicht freisprechen in diesem Punkt, da insbesondere in Göteborg die Reinigungswerke bei starken Regenfällen überlaufen, also auch vor dort aus ungereinigtes Abwasser ins Meer gelangt, wenn auch in geringerem Umfang als von dänischer Seite.

Schweden - Umwelt/Politik
Um die Menge an gefährlichen Chemikalien in Kleidung und Schuhen zu reduzieren, plant die schwedische Regierung bei entsprechender Importware eine Zusatzabgabe von 40 Kronen pro Kilogramm Kleidung oder Schuhen. Betroffen sollen allerdings nur Produkte sein, die offiziell anerkannte gefährliche Chemikalien enthalten, die alle bereits als gesundheitsschädigend eingestuft wurden. Für den Verbraucher wird sich diese Zusatzabgabe jedoch kaum bemerkbar machen, denn beim durchschnittlichen Jahreskauf an diesen Produkten dürfte der Kunde pro Jahr etwa 100 Kronen mehr bezahlen, eine Summe, die sich beim Einzelkauf gar nicht erst bemerkbar machen wird. Es ist daher anzuzweifeln ob diese Abgabe den Import von Giftkleidung verhindern wird.

Schweden - Gesellschaft
Die Coronakrise macht den schwedischen Regionen auch bei Zahnärzten zu schaffen, da ältere Personen nun nicht mehr zu Behandlungen gebeten werden und bei aufschiebbaren Behandlungen gar nicht erst einen Termin bekommen können. Die Kosten für eingestellte oder aufgeschobene Zahnbehandlungen kostet die Regionen pro Monat bereits rund 300 Millionen Kronen, wobei hierbei nur staatliche Zahnärzte gerechnet wurden. Aber auch für ältere Kunden verursacht diese Situation sehr hohe Kosten, denn wer nun eine aufwendige Behandlung aufschieben muss, verliert auch den jährlichen Höchstkostenschutz und muss daher mit knapp 10.000 Kronen an Zusatzkosten rechnen, was bei vielen Pensionären eine gesamte Monatsrente überschreitet.

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Copyright: Herbert Kårlin

måndag, maj 21, 2018

Nachrichten, 21. Mai 2018

Schweden - Politik
Nach einer Meinungsumfrage im Mai des Jahres verfügen die Moderaterna nur noch über 20,6 Prozent an Wählern, haben also seit Januar 3,2 Prozent ihrer Wählern verloren, während die Sverigedemokraterna nun bei 19,2 Prozent an Unterstützung liegen, also 2,7 Prozent an Wählern gewonnen haben. Diese Entwicklung zeigt sehr deutlich, dass der Rechtsschwung der Moderaterna nicht den gewünschten Erfolg zeigt, sondern lediglich dazu führt, dass ein Teil der Wähler nun der Meinung ist direkt die Sverigedemokraterna wählen zu können, da diese in Fragen der Flüchtlingspolitik weitaus glaubhafter sind als eine Partei, für die jedes Versprechen gut ist, so lange man damit nur Wähler gewinnen kann.

Schweden - Verkehr
Die schwedischen Autofahrer scheinen bisher kaum bemerkt zu haben, dass es seit dem 28. Februar des Jahres verboten ist während der Fahrt am Steuer zu telefonieren, denn bisher konnte die Polizei bereits 350 Personen mit einer Strafe von 1500 Kronen belegen, weil diese das Verbot missachtet haben. Die Polizei betrachtet diese Zahl als extrem hoch, da andere Vergehen weitaus seltener festgestellt wurden. In der gleichen Zeit mussten, zum Beispiel, nur 40 Autofahrer eine Strafe bezahlen, weil sie den Gurt nicht anlegten. Diese hohe Zahl erschreckt auch, weil die Polizei gegenwärtig beim Telefonieren am Steuer keinen Strafzettel ausstellen darf, sondern die Angelegenheit ans Amtsgericht weiterleiten muss.

Schweden - Gesundheit
Nachdem die Regierung die kostenlosen Zahnbehandlungen ab kommendem Jahr auf Jugendliche bis zu 23 Jahren ausdehnte, kündigen immer mehr private Zahnkliniken ihre Übereinkunft mit der Versicherungskasse um Kinder und Jugendliche nicht mehr behandeln zu müssen. Die Ursache liegt darin, dass die meisten Regionen bei Kindern und Jugendlichen nur einen Basisbetrag ersetzen, der allerdings nicht bei älteren Jugendlichen und Immigranten ausreicht, die größere Schäden haben und aufwendige Behandlungen benötigen. Der Verband der privaten Zahnärzte fordert daher einen Kostenersatz, der die tatsächlichen Kosten einer Behandlung deckt, falls sie weiterhin Kinder und Jugendliche aufnehmen sollen. Das gegenwärtige System bedeutet nur, dass die staatlichen Zahnärzte einen hohen Ansturm an jungen Patienten haben und für ihre Arbeitszeit nicht mehr entsprechend entlohnt werden.

Schweden - Gesellschaft/Politik
Nachdem die schwedische Post seit 1. März dafür verantwortlich ist die Zollgebühren bei Sendungen aus dem außereuropäischen Ausland einzuziehen und dafür zudem eine Gebühr von 75 Kronen pro Paket verlangt, hat sich die Menge dieser Pakete, die bei der Post eingehen auf 15 Prozent der früheren Menge reduziert. Die schwedische Post nimmt an, dass diese Kosten ein Grund für den Rückgang an Paketen ist, denn bisher kamen sehr viele Pakete aus China in Schweden an, deren Wert weit unterhalb der berechneten Kosten lag, die Kunden auch wenig Interesse daran hatten diese Pakete tatsächlich abzuholen.

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Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

lördag, september 16, 2017

Nachrichten, 16. September 2017

Schweden - Politik
Bei einer sogenannten Testwahl der Liberalen in der Region Stockholm zeigte sich dass man dort mehrheitlich Jan Björklund als Vorsitzenden der Partei behalten will, was gleichzeitig bedeutet dass die Herausforderin Birgitta Ohlssen während des kommenden Parteikongresses kaum eine Chance hat für das Amt gewählt zu werden. Wie bereist angekündigt, so nahm Ohlsson dieses Ergebnis dann zum Anlass um ihren Rücktritt aus der Politik zu erklären und will auch bei den kommenden Wahlen nicht mehr für das Parlament kandidieren. Björklund hat nun, zumindest in den kommenden Jahren, keinen ernsthaften Konkurrenten mehr für das Amt als Vorsitzender.

Schweden - Politik
Victoria Kawesa, eine der beiden Vorsitzenden der Feministischen Initiative, gab bekannt dass sie von ihrem Amt als Vorsitzende zurücktritt, da sie, als allein erziehende Mutter von zwei Kindern, die Arbeitslast nicht mehr verkraftet, aber auch die Drohungen, die sie und ihre Kinder erhalten, eine zu große psychische Anstrengung ausmachen. Kawese wies bei ihrer Erklärung ausdrücklich darauf hin dass ihre Entscheidung nicht mit der Anklage wegen eines wissenschaftlichen Plagiats zusammenhänge, die intensive Arbeit an ihrem Werk als solches jedoch auch an ihren Kräften zehre.

Schweden - Arbeitswelt
Das schwedische Arbeitsamt wird dieses Jahr rund drei Milliarden Kronen, die für die Arbeitsbeschaffungsprogramme von Asylanten gedacht waren, an den Reichstag und die Regierung zurückschicken, da das Geld nicht ausbezahlt werden kann. Mach Mikael Sjöberg, dem Generaldirektor des Arbeitsamts, liegt dies an der steigenden Bandenkriminalität, die sich staatliche Gelder erschleichen will und es daher nötig macht jeden Antrag auf das Genaueste zu prüfen. Diese Prüfungen machen es, nach Sjöberg, unmöglich ausreichend Anträge zu bearbeiten. Der zweite Grund für die geringe Anzahl an bearbeiteten Anträgen ist, ebenfalls gemäß Sjöberg, das umständliche Regelwerk zur Bearbeitung der Anträge.

Schweden - Politik/Gesundheit

Bereits mit dem kommenden Herbstbudget will die schwedische Regierung vorschlagen den Beitrag für Zahnbehandlungen zu verdoppeln. Personen zwischen 23 und 29 Jahren, sowie Pensionäre über 65 Jahren, sollen demnach 600 Kronen im Jahr Zuschuss bekommen, jene zwischen den beiden Altern 300 Kronen pro Jahr. Obwohl diese Änderung die Regierung voraussichtlich 750 Millionen Kronen kosten wird, so bedeutet es, für die Betroffenen mit dem höchsten Beitrag, dass sie dafür einmal im Jahr den Mund für den Zahnarzt öffnen können, denn die geringste Behandlung übersteigt diese Summe bei weitem.

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Copyright: Herbert Kårlin