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fredag, oktober 28, 2016

Nachrichten, 28. Oktober 2016

Schweden - Politik
Anna Kinberg Batra ging gestern damit an die Öffentlichkeit eine blockübergreifende Lösung hinsichtlich der Gewinne im Gesundheits- und Schulwesen zu suchen, wenn auch nicht in gleicher Form wie die aktuelle Regierung. Das Ziel muss, nach Kinberg Batra, sein dass jeder über seine Schule und seinen Gesundheitsdienst, beziehungsweise Pflegedienst selbst entscheiden kann und der Gewinn der Unternehmer positiv zu sehen ist. Die Politikerin will es lediglich ermöglichen ein Privatunternehmen in den Staat übergehen zu lassen wenn dieses seine Aufgaben schwer vernachlässigt, was bisher nur in Einzelfällen nachgewiesen werden konnte. Die Sverigedemokraterna begrüßen diesen Vorstoß und wollen die Opposition bei diesem Vorhaben unterstützen.

Schweden - Politik
Anna Kinberg Batra, die Vorsitzende der Moderaterna, führt die Partei, die Fredrik Reinfeldt in die Mitte gesteuert hatte, erneut in den extrem rechten Flügel. Nun schlägt sie auch vor das Gesetz zum Arbeitsschutz aufzulösen, wobei eine sehr große Mehrheit der Lokalverbände dieser Idee positiv gegenüberstehen. Der exakte Vorschlag soll von den Moderaterna im kommenden Jahr vorgelegt werden, wobei schon heute sicher ist, dass der Kündigungsschutz bei diesem Vorschlag weitgehend beendet sein wird und vor allem Jugendliche dabei sehr unsichere Verträge erhalten dürfen.

Schweden - Politik
Obwohl die Spannungen zwischen Russland und der Nato immer bedeutender werden, nähert sich Schweden mehr und mehr dem Bündnis. So nahm gestern auch der schwedische Verteidigungsminister Peter Hultqvist am Treffen zwischen Nato und Europa teil bei dem über die engere Zusammenarbeit zwischen Europa und der Nato gesprochen wurde, insbesondere auch in Fragen der Cyberverteidigung. Jens Stoltenberg, der Generalsekretär der Nato, sieht Schweden bei den zukünftigen Planungen deutlich als Mitglied, nach dem Motto, dass Einigkeit die Stärke ausmacht, auch wenn die Nato nur dann im Norden eingreifen kann wenn in den dortigen Ländern auch Atomwaffen gelagert werden und auch einsatzbereit sind.

Schweden - Politik
Erik Bromander, der Staatssekretär der schwedischen Infrastrukturministerin Anna Johansson, musste nun sein Amt abgeben, da deutlich wurde dass er sich private Aufenthalte aus der Steuerkasse bezahlen ließ. Inwieweit Bromander nun Gelder zurückbezahlen muss und welchen Dienst er in Zukunft übernehmen wird, ist bisher unbekannt. Ministerpräsident Stefan Löfven will nach diesem Vorfall nun sämtliche Minister und Staatssekretäre hinsichtlich ihrer Reisekosten überprüfen lassen, auch wenn sich bisher nur Bromander wegen extrem vieler Reisen zu extrem hohen Kosten von der Durchschnittsgruppe absetzte.

Schweden - Umwelt
Nach der neuen zweijährigen Studie des WWF zeigen sich die Schweden sehr wenig von Umweltproblemen beeinflusst, denn wenn jeder so leben würde wie die schwedische Bevölkerung, so wären zum Überleben der Erde 4,2 der Gebilde nötig, eine Steigerung von einer halben Erde mehr als noch vor zwei Jahren. Das Hauptproblem sind das Reiseverhalten, die Lebenshaltung und der immense Import von Produkten der Schweden, die die Ressourcen der Erde stark belasten. Während man im eigenen Land die guten Umweltgesetze lobt, importiert der Bürger einfach jedes Jahr mehr Umweltzerstörung.

Schweden - Gesellschaft
Das schwedische Sozialamt kritisiert die schwedischen Frauenhäuser, da in fast allen unter ihnen männliche Kinder verboten sind, zumindest ab einem bestimmten Alter. Frauen, die Schutz benötigen, sind daher gezwungen männliche Nachkommen bei einem gewalttätigen Partner zu lassen oder jemanden in der Verwandtschaft zu finden, der sich um das Kind kümmert. Diese Regelung führt dazu, dass Jungen sehr früh zwangsweise von der Mutter getrennt werden, was weitreichende psychologische Folgen mit sich bringen kann, sowohl für die Mütter als auch für die Kinder.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

söndag, maj 22, 2016

Nachrichten, 22 . Mai 2016

Schweden - Politik
Nachdem die Nato weitere Verbündete gegen die sogenannte Bedrohung aus Russland sucht, waren bei der letzten Sitzungen auch die Außenminister Schwedens und Finnlands mit eingeladen, natürlich nicht ohne Hintergedanken und eventuellen heimlichen Gesprächen, denn die Nato möchte sowohl Schweden als auch Finnland als festen Partner sehen, da diese sehr nahe an Russland liegen und die Stationierung von Atomwaffen in beiden Ländern ein deutliches Zeichen gegenüber Russland setzen könnte.

Schweden - Politik
Im vergangenen Jahr versprach die Regierung den schwedischen Frauenhäusern 25 Millionen Kronen, bezahlte jedoch nur knapp die Hälfte davon aus und ließ den Rest zurück in das Regierungsbudget fließen. Dabei fehlte es nicht an Anträgen, aber da die Gelder weder für zusätzliche Betten benutzt werden durften, noch um zusätzliches Personal zu bezahlen, wurden sehr viele der Anträge abgelehnt. Für das laufenden Jahr versprach die Regierung Frauenhäusern nun 100 Millionen Kronen, aber erneut wird dieses Mal nur die Hälfte der Summe ausbezahlt und der Rest für andere Zwecke benutzt.

Schweden - Politik/Bildung
Die Moderaterna fordern während ihres Parteitags in Malmö eine Änderung des Schulgesetzes damit es dem Staat möglich sei Privatschulen, die den Schülern nicht die im durchschnitt geforderten Kenntnisse vermitteln, zu übernehmen, obwohl es gerade die Moderaterna sind, die den exzessiven Ausbau der Freischulen fordern. Gleichzeitig will die Partei auch den Schultag um eine Stunde verlängern, in der Oberstufe des Gymnasiums um die Mathematikkenntnise zu verbessern.

Schweden - Ausbildung
Die Gewerkschaft der schwedischen Lehrer fordert mehr Studienplätze für Studenten, die Schwedisch für Einwanderer (SFI) studieren wollen. Um gleichzeitig mehr Studenten zu diesem Ausbildungsbereich anzulocken, schlägt die Gewerkschaft auch vor die Ausbildung dieser Studenten zu finanzieren und auch einen Umstieg in dieses Fach zu erleichtern. Gegenwärtig unterrichten etwa 3400 Lehrer Schwedisch für Einwanderer, allerdings nur 39 Prozent unter ihnen haben auch eine entsprechende Ausbildung hinter sich.

Schweden - Medizin
Nach Zahlen des schwedischen Gesundheitsamts, die dem Staatsfunks Sveriges Radio vorliegen, leben in Schweden gegenwärtig bis zu 40.000 Frauen mit Genitalverstümmelungen. Allerdings fallen diese Frauen im schwedischen Gesundheitsnetz überwiegend durch die Maschen, denn selbst bei der Erstuntersuchung von Flüchtlingen werden Frauen nur in wenigen Fällen nach Verstümmlungen gefragt, obwohl dies die Voraussetzung dafür ist bei vielen unter ihnen zumindest Schmerzen lindern zu können oder ihre gesundheitliche Situation zu verbessern. Lediglich in Stockholm wird bei neu ankommenden Flüchtlingen zumindest auf diese Frage hingewiesen.

Schweden - Umwelt/Landwirtschaft
Das schwedische Umweltgericht hat den Antrag der Landwirte auf Weiterverwendung des Unkrautvernichtungsmittels Stomp abgelehnt, was bedeutet, dass Schweden das einzige Land Europas ist in dem bei Zwiebelpflanzungen, bei Bohnen, Lauch und einigen anderen Gemüsearten Stomp nicht mehr verwendet werden darf, was nach den Landwirten bedeutet, dass Schweden bei diesen Gemüsearten in Zukunft nicht mehr wettbewerbsfähig sei. Außerdem sei diese Entscheidung unsinnig, da in Schweden mehr Zwiebeln gegessen als produziert werden, also sehr viele Zwiebel mit Stomp-Behandlung ganz legal eingeführt werden dürfen.

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Copyright: Herbert Kårlin

söndag, februari 07, 2016

Nachrichten, 7. Februar 2016

Schweden - Politik
Nach einer Umfrage des Staatsfernsehens SVT ist die Mehrheit der führenden Lokalpolitiker der Centerpartiet (Zentrumspartei) der Meinung, dass die Flüchtlingsaufnahme in den Gemeinden in denen sie gewählt wurden, sehr gut funktioniert und Asylanten für die Zukunft Schwedens eine wichtige Rolle spielen werden. Gleichzeitig ist auch die Mehrheit unter ihnen gegen vorübergehende Aufenthaltsgenehmigungen zu denen sich Regierung und Moderaterna vor kurzem einigten. Die befragten Politiker gaben auch an, dass mehr für die Integration getan werden muss und der Wohnungsbau besser auf Asylanten angepasst werden muss.

Schweden - Politik
Da im vergangenen Jahr in Schweden nur etwa ein Drittel aller Zwangsausweisungen von Flüchtlingen durchgeführt werden konnten, legte die Polizei nun bei der Regierung Vorschläge vor nach denen Ausweisungen in größerem Umfang durchgeführt werden können. Neben mehr Geld für Charterflüge betreffen die Vorschläge vor allem eine möglichste frühzeitige Zusammenarbeit mit allen betroffenen Ämtern. Die Polizei will so früh wie möglich alle Namen und Daten zu Flüchtlingen erfahren und die Heimatländer der Flüchtlinge zu einer Zusammenarbeit auffordern. Gruppen, die für die Rechte der Flüchtlinge arbeiten, stehen vor allem der Kontaktaufnahme mit Heimatländern kritisch gegenüber, da dies sehr viel Vertrauen der Flüchtlinge in die Migrationsämter kosten kann.

Schweden - Wirtschaft
Der schwedische Molkereigigant Arla gerät in den letzten Tagen immer mehr in die Kritik, denn während die Landwirte immer weniger für ihre Milch erhalten und bereits im vergangenen Jahr die bisher üblichen Weihnachtsgeschenke für die Angestellten gestrichen wurden, erhielten die Direktoren großzügige Bonusse und Journalisten konnten aufedecken dass die Ehefrau des Generaldirektors, zu Lasten der Bauern, zu einer Reise nach Paris eingeladen wurde. Nun teilte Arla mit, dass die Führungsschicht teilweise ausgetauscht wird und rund 500 Angestellte die Firma verlassen müssen. Bonusse werden allerdings weiterhin gewährt.

Schweden - Gesellschaft/Politik
Nachdem sich Risikokapitalunternehmen bereits im Schulbereich, im Pflegedienst und dem Gesundheitswesen durchsetzten, bieten diese privaten Unternehmen nun auch Frauenhäuser in privater Verwaltung an und machen damit den gemeinnützigen Organisationen, die sich seit den 70er Jahren für ausgesetzte Frauen einsetzen, Konkurrenz. Die ersten Gemeinden Schweden haben bereits zu dieser Alternative gegriffen und finanzieren nun Privatunternehmen, die keinerlei Erfahrung in diesem Bereich haben, aber das hier verborgene öffentliche Kapital entdeckten.

Schweden - Gesellschaft
Während die Wirtschaft versucht immer mehr Geräte mit Internet oder einem App im Handy zu kombinieren, damit der Anwender weiß ob er die Zähne zu unregelmäßig putzt oder sich zu viel Fett im Körper befindet, zeigt sich die schwedische Bevölkerung beim Kauf dieser Gadgets sehr zurückhaltend. Nach der Agentur Accentur, die die Umfrage anstellte, halten die Schweden diese Gadgets für zu teuer, können die sinnvolle Anwendung nicht sehen und sind darüber beunruhigt dass sie nicht wissen was mit den zahlreichen Informationen geschieht, die oft in der Cloud mehr oder wenig offen zugänglich sind und auch leicht abzufangen sind.

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Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

söndag, januari 31, 2016

Nachrichten, 31. Januar 2016

Schweden - Politik
Nun kommt auch die letzte Meinungsumfrage von Novus, die im Auftrag des schwedischen Staatsfunks Sveriges Radio erstellt wurde, zum Ergebnis dass die Moderaterna Wähler gewinnen und die Sozialdemokraten die Unterstützung verlieren, auch wenn nach Novus noch ein Gleichstand von je 24,6 Prozent Unterstützung besteht. Nach Novus liegen die Sverigedemokaterna nun bei 18,9 Prozent an Wählerunterstützung und haben damit einen Teil ihrer Wähler wieder verloren. Gemeinsam mit sämtlichen Umfragen der letzten Monaten, so liegen auch nach Novus die Christdemokraten Schwedens unterhalb der Vier-Prozent-Sperre.

Schweden - Wirtschaft/Ernährung
Nachdem immer mehr schwedische Einzelhändler und Lebensmittelketten Kalbfleisch aus Holland und Deutschland aus ihrem Angebot nehmen, da dieses auf Grund der hohen Rückstände an Antibiotika kaum noch gekauft wird, haben sich schwedische Großhändler und Exporteure aus Holland und Deutschland einen neuen Markt geschaffen, nämliche schwedische Restaurants, die den günstigen Importpreis begrüßen und die von der schwedischen Bevölkerung nicht gewünschte Ware in immer größerem Umfang verarbeiten, da dabei die Herkunftsangabe des Fleisches nicht mehr angegeben werden muss.

Schweden - Kriminalität
In Stockholm wurde nun, nach mehrjähriger Untersuchung, ein 39-jähriger Schwede angeklagt weil er sich in die Computer der schwedischen Polizei gehackt hatte und von dort selbst geschützte Daten kopierte um diese an Kriminelle weiterzuverkaufen. Sehr beunruhigt ist die Polizei auch darüber, dass es der gleichen Person gelungen ist von der Staatsanwaltsschaft und Gerichten wertvolle Daten zu erhalten, die zu massivem Betrug, aber auch zu Bedrohungen für die betreffenden Personen werden können.

Schweden - Kriminalität
Nach Informationen des Svenska Dagbladet kam es bei der schwedischen Polizei während der vergangenen vier Monate zu über 5000 Einsätzen die mit Flüchtlingen in Verbindung stehen und daher den Code 291 erhielten, die Informationen also unter Geheimhaltung stehen. Aus diesem Grund ist es auch unbekannt bei wie vielen dieser Einsätze ein Flüchtling zur Bedrohung wurde oder eine kriminelle Tat beging oder wie oft die Polizei Flüchtlinge vor Übergriffen schützen musste.

Schweden - Umwelt/Recht
Das Verwaltungsgericht in Uppsala hat nun die diesjährige Lizenzjagd auf Wölfe im Västmanland entdültig abgelehnt. Nach dem Gericht sind Wöfe nach Europarecht geschützt und dürfen daher auch nicht in Form einer Lizenzjagd getötet werden. Allerdings ist diese Entscheidung immer noch kein Endurteil da mit einem Einspruch beim Kammergericht zu rechnen ist, das dann ein definitiv endgültiges Urteil fällen muss. Vorübergehend gestoppt, zumindest bis zum Urteil des Verwaltungsgerichts, wurde die Lizenzjagd auf Wölfe im Värmland, im Västmanland und im Län Örebro. Bereits gejagt wurde in Dalarna und Gävleborg.

Schweden - Gesellschaft/Politik
Obwohl die Regierung im vergangenen Jahr 25 Millionen Kronen mehr für Frauenhäuser vorsah und zwischen 2016 und 2019 weitere 400 Millionen im Budget  vorgesehen sind, ist es den Frauenhäusern Schwedens nicht möglich dadurch mehr hilfsbedürftige Frauen aufzunehmen, da das Geld nicht für zusätzliche Betten und Unterkünfte verwendet werden darf, sondern lediglich für Sicherheitsmaßnahmen, psychologische Unterstützung und ähnliches. Nachdem dieses Problem öffentlich wurde, verspricht Åsa Regnér, Ministerin für Gleichstellung, die Vergabe des Geldes neu zu überprüfen. Für die Frauenhäuser sind in Schweden die einzelnen Gemeinden verantwortlich.

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lördag, maj 04, 2013

Nachrichten vom 4. Mai 2013

Schweden - Politik
Nach einer Studie des Göteborger SOM-Instituts gehören Integration und Migration mittlerweile zu den wichtigsten Fragen der schwedischen Gesellschaft und stiegen vom achten Platz auf den vierten. Bei Jugendlichen unter 25 Jahren sind diese Fragen, nach der Arbeitslosigkeit, sogar bereits an die zweite Stelle gerückt. Nachdem die Regierung und die Opposition jedoch diese beiden Fragen vermeiden wann immer sie können, führt dieses Problem dazu, dass jugendliche Wähler immer mehr von rechtsextremen Gruppen angezogen werden und deren Einfluss auf die schwedische Politik stärken.

Schweden - Politik
Obwohl der schwedische Migrationsminister Tobias Billström bereits im Jahre 2010 versprach, dass Eltern von schwedischen Kindern nicht getrennt werden dürfen, auch nicht wenn einer der Partner keine Aufenthaltsgenehmigung hat, werden noch heute regelmäßig Familien auseinandergerissen, weil das Gesetz so wackelig ist, dass das Ausländeramt nach wie vor einen Elternteil zwangsweise ins Heimatland ausweisen kann, damit dieser von dort aus eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen kann. Bei vielen Ländern bedeutet dies oft eine monatelange Wartezeit oder auch eine jahrelange Trennung, falls anschließend das Geld für die neue Einreise fehlt.

Schweden - Wirtschaft
Nach zahlreichen Sparmaßnahmen, aber auch Entlassungen, kann der staatliche Energiekonzern Vattenfall nun mitteilen, dass der Gewinn während der ersten drei Monate des Jahres erneut bei acht Milliarden Kronen liegt, also etwa dem gleichen Niveau wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dieser hohe Gewinn ist umso erstaunlicher, da die Strompreise in diesem Jahr relativ niedrig waren und der Gewinn daher im Grunde geringer hätte ausfallen müssen.

Schweden - Terrorismus
Nach einem Bericht, der gestern der schwedischen Demokratieministerin Birgitta Ohlsson vorgelegt wurde, hat Schweden bei der Bekämpfung von islamischem Terrorismus noch einen weiten Weg vor sich und kann von Ländern wie Deutschland, Großbritannien oder auch Dänemark noch viel lernen. Als größtes Problem sieht man Personen, die gegenwärtig in Al-Quaida nahen Gruppen in Syrien kämpfen und bei ihrer Rückkehr riskieren in den Heimatländern terroristische Zellen aufzubauen. Schweden ist in diesem Punkt kaum auf die Rückkehrer vorbereitete, obwohl bekannt ist, dass gegenwärtig mindestens 30 schwedische Bürger in extremen Gruppen in Syrien kämpfen.

Schweden - Unterricht
Um gegen das Lehrerproblem anzugehen will die von der Regierung unterstützte Organisation Teach for Sweden ab kommendem Herbst hochqualifizierte Studenten dazu gewinnen zwei Jahre lang in ihrem Fach an einer Schule mit schlechtem Leistungsniveau zu arbeiten und innerhalb dieser zwei Jahre eine pädagogische Ausbildung zu erhalten, die anschließend auch das Lehrerdiplom garantiert. Auch wenn sich einige Studenten bereits für das Projekt gemeldet haben, wollen mehrere Hochschulen, unter anderem die Universität Göteborg, an diesem Projekt nicht teilnehmen, da dies nicht zu Dauerlehrer führen wird, da hochqualifizierte Studenten mit guten Abschlüssen kaum länger als die zwei Jahre an einer Schule arbeiten werden.

Schweden - Gesundheit
Nach einer Studie des Strahlungssicherheitsamts kann die Strahlung von Handys keinen Krebs verursachen, auch nicht wenn Kinder bereits in frühem Alter zu Handys greifen. Forscher sehen diese Studie allerdings als wenig überzeugend, da das Strahlungssicherheitsamt überwiegend von den Telefongesellschaften finanziert wird und die Frage auf internationaler Ebene nach wie vor kontrovers ist. Erstaunlich ist bei der Studie jedoch, dass das staatliche Amt die Strahlung zwar als mit Sicherheit ungefährlich bezeichnet, aber trotzdem zur Vorsicht rät und empfiehlt die Handys nicht zu nah am Körper zu tragen.

Schweden - Gesellschaft
Nach einer Untersuchung des staatlichen Fernsehens SVT fanden im vergangenen Jahr 3090 Frauen Hilfe in einem der schwedischen Frauenhäuser, während 3319 Frauen, die unmittelbare Hilfe benötigten, abgelehnt wurden, weil es nahezu unmöglich ist für Frauen, die, im Grunde vorübergehend, in einem Frauenhaus wohnen, eine Wohnung zu finden. Ohne finanzielle Hilfe der zuständigen Gemeinden wird das Problem noch größer werden, denn allein in den letzten vier Jahren hat sich die Anzahl der abgelehnten Frauen verdoppelt. Seit 2007 haben die schwedischen Gemeinden die Aufgabe akut bedrohten Frauen zu helfen und Schutz zu bieten, was kaum eine Gemeinde des Landes leistet.

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Messetermine in Göteborg

måndag, april 23, 2012

Nachrichten vom 23. April 2012

Schweden - Politik
Nach ihren etwas merkwürdigen Aussagen zu Waffenlieferungen in diktatorische Länder, versichert die schwedische Wirtschaftsministerin Anni Lööf am Sonntag, dass sie natürlich weiß, dass für China seit 1989 ein Waffenembargo gilt. Sie erklärt jedoch, dass es nicht immer einfach ist zu entscheiden welche Warenlieferungen in ein Land wie China angebracht sind und welche nicht geliefert werden sollen, da auch Diktaturen zum Wohl Schwedens führen. Sie versichert ebenfalls, dass die Zentrumspartei weiterhin für eine Verschärfung der Gesetze hinsichtlich von Waffenlieferungen in Diktaturen ist, auch wenn sie mittlerweile erheblich an Vertrauen verloren hat.

Schweden - Arbeitsmarkt
Obwohl, wie die Tageszeitung GP schreibt, mittlerweile feststeht, dass sogenannte Jobcoaches Arbeitssuchenden keine höhere Chance auf dem Arbeitsmarkt bieten und teilweise sogar die Anstellungschance reduzieren, wollen Regierung und Arbeitsämter dieses Jahr erneut hunderte von Millionen Kronen in Jobcoaches setzen, die von privaten Arbeitsvermittlungsbüros gestellt werden. Nach den neuen Bestimmung sind dabei die Privatfirmen die einzigen Gewinner und die Arbeitssuchenden die tatsächlichen Verlierer.

Schweden - Arbeitsmarkt/Ausbildung
Um mehr jüngere Forscher an die schwedischen Universitäten zu locken, will Ausbildungsminister Jan Björklund nun die bisherigen Regeln für Doktoranden verbessern und ihnen langfristigere Anstellungen mit sicherem Einkommen bieten. Die bedeutendste Änderung soll sein, dass Doktoranden während des vierjährigen Vertrages bereits nach einem Jahr einen angemessenen Lohn erhalten sollten und auch nach einer Geburt ihre Arbeit wieder fortsetzen können. Bisher mussten die meisten Doktoranden aus finanziellen Grünen ihre wissenschaftliche Karriere beenden.

Schweden - Arbeitsmarkt

Die Bewegung der Krankenschwesternschülerinnen Schwedens zeigt erste Erfolge, da private Unternehmen und kleinere Krankenhäuser den Forderungen nach einem Mindestlohn von 24.000 Kronen nachkommen um Engpässe im Sommer zu vermeiden. Die großen Universitätskrankenhäuser weigern sich jedoch weiterhin auch nur die geringste Lohnerhöhung zu akzeptieren, obwohl sie in Einzelfällen bereits bis zu 300 Aushilfskräfte im Sommer benötigen, die gegenwärtig nicht zu finden sind. Die Universitätskrankenhäuser argumentieren dabei, dass sie einem nur im Sommer angestellten Neuling nicht mehr bezahlen können als einer langjährigen, gut ausgebildeten Krankenschwester.

Schweden - Gesundheit
Eine Untersuchung von Gunnar Bergström des Karolinska Instituts in Stockholm zeigt, dass Angestellte, die trotz Krankheit zur Arbeit kommen, weder sich selbst noch der Gesellschaft einen Gefallen tun, da diese Personengruppe in der Regel nach Jahren an schwereren Krankheiten leidet, die sowohl die Betroffenen als auch die Gesellschaft mehr kostet als hin und wieder einige wenige Tage zu Hause. Als Ursache sieht der Forscher, dass die betroffene Schicht den Körper langfristig überbelastet, was selbst zur frühzeitigen Arbeitsunfähigkeit führen kann.

Schweden - Umwelt
Die schwedische Regierung erhält von mehreren Seiten Kritik wegen ihren Statistiken zum Umweltschutz, die, unter anderem, dazu führten, dass Stockholm die grünste Hauptstadt Europas wurde, obwohl Feinpartikel, zum Beispiel, über der europäischen Norm liegen. Ursache des grünen und umweltfreundlichen Schwedens ist die Auslagerung aller Umweltprobleme. Flugreisen oder die Auslagerung von Produktionsstätten mit folgendem Import belasten bei diesen Berechnungen grundsätzlich nicht Schweden. Wer mit dem Fahrrad zur Arbeit kommt, aber zweimal die Woche einen Flug ins Ausland unternimmt, reduziert bei diesen Berechnungen sogar die Belastung der Luft durch CO2. Auch wer ein Produkt aus China kauft verbessert die schwedische Umwelt, da Umweltbelastungen im Ausland in Schweden nicht ins Gewicht fallen.

Schweden - Umwelt/Tiere
In Malmö ist bereits im letzten Herbst eine tödliche Vogelgrippe entdeckt worden, die bisher jedoch ausschließlich Haustauben betrifft. Ursache der Krankheit ist ein sogenannter Paramyxovirus, der mit jenem der gefürchteten Vogelgrippe verwandt ist. Nachdem die ersten Fälle der Krankheit im Herbst auftauchten, befürchtet man nun eine Verbreitung innerhalb der Stadt. Nicht bekannt ist bisher, ob dieser Virus auch andere Vögel befallen kann und ob er nur sehr lokal auftritt.

Schweden - Gesellschaft
Mangels Wohnungen und mangels staatlicher Unterstützung müssen immer mehr Frauen, die gewaltsamen Übergriffen ihrer Männer ausgesetzt sind, in Frauenhäusern abgelehnt werden. Allein im letzten Jahr mussten Frauenhäuser 1366 Frauen abweisen und damit in die Hölle zurückschicken, 336 mehr als noch im Vorjahr, da sie mit bestem Willen keinen freien Platz mehr hatten. Noch bei seiner Weihnachtsrede lobte der schwedische Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt die Arbeit der Frauenhäuser, ohne jedoch daran zu denken, dass ihre Arbeit auf einer staatlichen Unterstützung beruht, die er den Frauen verweigert.

Schweden - Gesellschaft
Noch diese Woche wird Schweden 9.500.000 Bewohner zählen, da das Bevölkerungswachstum des letzten Jahrzehnts rapide aufwärts ging. Erst im August 2004 erreichte man die magische Zahl von neun Millionen. In spätestens zehn Jahren wird das Land bereits die Zehn-Millionen-Grenze überschreiten, was natürlich auch bedeutet, dass sich die Wohnungsnot und der Mangel an Arbeitsplätzen noch deutlicher zeigen wird.

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Copyright: Herbert Kårlin