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fredag, februari 03, 2023

Nachrichten, 3. Februar

Schweden - Politik
Nach einer neuen Meinungsumfrage des Instituts Novus, die im Auftrag der Fernsehanstalt SVT erstellt wurde, sind die Sozialdemokraten Schwedens weiterhin im Aufwind und verfügen über eine Wählerunterstützung, die sie seit 2009 nicht mehr hatten. Die Moderaten fielen auf eine Unterstützung von 19,7 Prozent zurück und die Schwedendemokraten auf 16,9 Prozent, was zu starken Spannungen in der Regierung führen kann, da beide Parteien ihre Handlungskraft beweisen müssen um in der Gunst der Wähler zu steigen, die beiden rechten Parteien jedoch unterschiedliche Interessen haben.

Schweden - Politik
Gestern wurde, wie zu erwarten war, Muharrem Demirok zum Vorsitzenden der schwedischen Zentrumspartei gewählt, obwohl dieser ein sehr umstrittener Kandidat war und es sehr schwer haben wird die Partei aus der Krise zu führen. Demirok wurde in seiner Jugend nicht nur wegen zweier Gewalttaten verurteilt, sondern er hat, was das Aftonbladet aufdecken konnte, über seine türkische Verwandtschaft enge Verbindungen zum türkischen Präsidenten Tayyip Erdogan, was der Politiker damit abtut dass eine Familie in politischen Fragen nicht unbedingt einig sein müsse. Dennoch wird ihn dies sehr angreifbar machen.

Schweden - Politik
Bereits vor den Wahlen arbeiteten die aktuellen Regierungsparteien, inklusive der Schwedendemokraten, daran das Verbot des Uranabbaus in Schweden aufzuheben. Nachdem nun das staatliche Bergbauunternehmen LKAB auch damit an die Öffentlichkeit ging dass im Boden Nordschwedens, der historisch gesehen den Samen gehört, zahlreiche seltene Metalle zu finden sind, die bisher vor allem aus China importiert werden müssen, hofft die Regierung auch den Prozess des Uranabbaus wieder fördern zu können. Indem die Regierung sämtlichen Bergbau für allgemeines Interesse erklären will, sollen die Interessen der Samen und der Schutz der nordischen Natur weitgehend abgeschafft werden.

Schweden - Wirtschaft
Bereits seit mehreren Jahren sinkt in der schwedischen Wirtschaft der Anteil, der für Löhne angesetzt wird, während der Gewinn der Unternehmen immer höher anstieg, eine Situation, die, nach Meinung mehrerer Nationalökonomen, bald zu einem Problem werden kann und möglicherweise auch zu bedeutenden Konflikten und Streik führen kann, da die Angestellten der Meinung sind dass sie von den Arbeitgebern nur noch ausgebeutet werden und die geringen Gehaltserhöhungen bei Tarifverträgen das soziale Gleichgewicht aushöhlen. Problematisch ist hierbei insbesondere dass gegenwärtig die Reallohn, auf Grund der Inflation und der Wirtschaftskrise permanent sinkt.

Schweden - Verkehr
Unter der rund einen Million Fahrzeuge, die im vergangenen Jahr beim TÜV in Schweden untersucht wurden, zeigten rund 20 Prozent unter ihnen schwerwiegende Fehler, die dazu führten dass die Fahrer mit ihren Fahrzeugen nach einer Reparatur erneut zum TÜV kommen mussten. Jedes dritte Fahrzeug hatte Schäden, die ohne neues Vorfahren repariert werden mussten. Die häufigsten schweren Fehler waren bei Beleuchtungsproblemen und im Bremssystem zu finden, was das Benutzen der Fahrzeuge geradezu lebensgefährlich macht.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin



måndag, december 03, 2018

Nachrichten, 3. Dezember 2018

Schweden - Politik
Nach einer Meinungsumfrage des Instituts Novus hinsichtlich des Vertrauens, das die schwedische Bevölkerung in die Vorsitzenden der Parteien haben, zeigt sich, dass nun Ebba Busch Thor, die Vorsitzende der Christdemokraten über eben soviel Vertrauen unter den Wählern verfügt wie Stefan Löfven, der Vorsitzende der Sozialdemokraten. Sämtliche andere Parteiführer haben während der letzten Wochen Vertrauen verloren, wobei Annie Lööf, die sich nicht entscheiden kann wen sie bei der Regierungsbildung unterstützen will, steil abstürzte und nun sogar weniger Vertrauen besitzt als Jimmie Åkesson, der Vorsitzende der Sverigedemokraterna. Selbst die beiden Vorsitzenden der Grünen, die ohnehin schon am Ende der Liste zu finden waren, haben weiterhin Vertrauen verloren.

Schweden - Arbeitswelt
Auch wenn Schweden sich ständig für die Gleichstellung und gleiche Löhne bei gleicher Leistung ausspricht, kann man den Zahlen des Statistischen Amtes nun entnehmen, dass die Kluft zwischen männlichen und weiblichen Arbeitnehmern in Stockholm während der letzten zehn Jahre um 2400 Kronen pro Monat weiter auseinanderging. Statistisch gesehen verdient eine Frau in Stockholm nun bereits 5500 Kronen weniger im Monat als ein Mann. Allerdings ist das größte Problem nicht darin zu suchen, dass bei gleicher Leistung weniger bezahlt wird, sonder darin, dass die Lohnentwicklung bei von Frauen dominierten Berufen hinter der Entwicklung der Durchschnittslöhne zurückbleibt.

Schweden - Wirtschaft/Politik

Politische Maßnahmen und wirtschaftliche Entscheidungen, die dazu führen sollten dass man  überall in Schweden in etwa die gleichen Stromkosten haben soll, zeigen während der vergangenen Woche in Skåne (Schonen) ihre Nachteile, denn auf Grund der geringen Windströmungen konnten die Windkraftwerke so wenig Leistung bringen, dass es in der gesamten Region zu Engpässen in der Stromversorgung kam und sich die Kilowattpreise daher verdoppelten. Die Handelskammer der Region hält diese Situation für unzumutbar und unverantwortlich und hofft, dass sowohl Regierung als auch Stromunternehmen nun umdenken.

Schweden – Gesellschaft
Die freiwilligen Helfer während der zahlreichen Brände des vergangenen Sommers, zeigen nun eine sehr unterschiedliche Einstellung zu ihrer Hilfe, denn während bereits über 300 Helfer eine ihnen zustehende Ersatzleistung beantragten, ist der Großteil der Helfer der Meinung dass sie ihren Beitrag nicht für Geld leisteten, sondern um zu helfen. Insgesamt stehen freiwilligen Helfern 5,5 Millionen Kronen für Reisekosten und Ersatz der Arbeitszeit zur Verfügung.

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Copyright: Herbert Kårlin

tisdag, november 07, 2017

Nachrichten, 7. November 2017

Schweden - Politik/Recht
Da im Bauwesen in Schweden von großen Bauunternehmen oft mehrere andere, unabhängige Unternehmen mit Teilarbeiten beauftragt werden, die sich teilweise nicht an die offiziellen Löhne halten, oder auch gar keine Löhne ausbezahlen, will die Regierung nun ein Gesetz schaffen, das den ursprünglichen Hauptauftragsnehmer für eine gerechte Lohnzahlung haftbar machen soll, was von den Gewerkschaften begrüßt, von den Verbänden der Bauunternehmer jedoch kritisiert wird, da dies ein unkalkulierbares Risiko für sie ausmachen kann, zudem aber auch die Baupreise erhöhen wird. Dieses Gesetz ist auch umstritten, weil es das sogenannte schwedische Modell außer Kraft setzt, nach dem Löhne grundsätzlich zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeber ausgehandelt werden müssen.

Schweden - Politik/Recht
Nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts im Juni des Jahres, ist zu befürchten, dass rund 40 Prozent aller Behinderten in Zukunft einen geringeren Anspruch auf einen persönlichen Assistenten haben und dadurch mit erheblichen Einschränkungen rechnen müssen. Aus diesem Grund will die Regierung nun das Gesetz ändern um den Behinderten wieder ein mehr oder weniger normales Leben zu bieten. Allerdings soll dieses Gesetz erst kurz vor Sommer des nächsten Jahres in Kraft treten, was die Christdemokraten stark kritisieren, zumal die Regierung den Gesetzesentwurf bereits um ein Jahr verzögerte und, nach Meinung der Christdemokraten, eine Gesetzesänderung bereits im Dezember des Jahres vom Parlament unterstützt würde.

Schweden - Arbeitswelt
Nach der Aufdeckung, dass auch Leif Östling, der Vorsitzende des Verbands schwedischer Unternehmer, in Steuerparadiesen, auf völlig legale Weise, Gelder am schwedischen Finanzamt vorbeischleuste, und dies bei einem Fernsehinterview auch noch als völlig normales Verhalten einstufte, bekam der Wirtschaftsgigant nicht nur Kritik über die sozialen Medien und die Gewerkschaften, sondern auch aus den eigenen Reihen, da man, zumindest nach außen, die Rolle der schwedischen Steuern akzeptieren muss, da nur die Steuereinnahmen die Aufrechthaltung der aktuellen Gesellschaft ermöglichen. Östlin, der schon mehrmals mit sehr zweifelhaften Aussagen aufgefallen war, nahm nun, nachträglich, auch Abstand von seiner Aussage, die, in seinen Augen, nicht genügend überdacht war.

Schweden - Gesellschaft
Nach der Statistik der Stadt Malmö hat sich die Zahl der heimatlosen Kinder in der Stadt innerhalb der letzten drei Jahre verdoppelt, was bedeutet, dass dort gegenwärtig 1070 Kinder in Notunterkünften oder in von der Stadt bezahlten Hotels leben. In über 70 Prozent der Fälle kommen diese Kinder aus Familien, die zugewandert sind und daher keine Arbeitsstelle haben und großteils von der Fürsorge leben. Nach der Stadtverwaltung könnte man für diese Gruppe problemlos Wohnungen finden, falls die Regierung die freie Wohnungswahl bei Asylanten abschafft, da gerade Malmö ein Wunschort für eine überdurchschnittliche Menge an Asylanten ist, da sie hier bereits Angehörige haben. Die Anzahl der obdachlosen Familien als solches blieb in den letzten drei Jahren konstant.

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Copyright: Herbert Kårlin

lördag, mars 09, 2013

Nachrichten vom 9. März 2013

Schweden - Politik
Nach den jüngsten Auswertungen der Meinungsforschungsinstitute hat das Treffen der Führer der Allianzparteien im Elternhaus von Annie Lööf, der Vorsitzenden der Zentrumspartei, allen vier Parteien geschadet, denn alle haben nun einen Teil ihrer Wähler verloren. Selbst gemeinsam sind sie mittlerweile nicht mehr in der Lage 40 Prozent der Wähler zu erreichen, was noch bedeutend schlechter aussieht, wenn man bedenkt, dass weder Zentrumspartei noch Christdemokraten die 4-Prozent-Schwelle erreichen. Gewinner ist die Opposition, die gegenwärtig die Stimmen von über 48 Prozent der Schweden erhalten würde. Problematisch ist jedoch, dass die Sverigedemokraterna nach wie vor über mehr als zehn Prozent der Wähler ansprechen.

Schweden - Wirtschaft
Als die skandinavische Fluggesellschaft SAS gestern seinen Quartalsrapport vorlegte, so konnte man lesen, dass die Gesellschaft bei einem Umsatz von 9,5 Milliarden Kronen in dieser Zeit einen Verlust von 823 Millionen Kronen verzeichnete. Nach der Geschäftsleitung werden jedoch zahlreiche Änderungen, 45 neue Fluglinien und die Gehaltseinsparungen von zwölf Prozent dazu führen, dass die Bilanz bis zum Jahresende ausgeglichen sein wird und im kommenden Jahre wieder mit Gewinnen zu rechnen ist.

Schweden - Recht
Nachdem es dem Nordischen Ministerrat bereits gelungen ist mit 40 Ländern Abkommen über einen Informationsaustausch zu unterzeichnen, der es ermöglicht zu erfahren welche Schweden in den teilweise als Steuerparadiesen bekannten Ländern Gelder untergebracht haben, haben nun die vier nordischen Länder 400 Steuerspezialisten eingesetzt, die nach Personen suchen, die möglicherweise Gelder im Ausland versteckt haben ohne dieses in einem nordischen Land zu versteuern. Bereits nach Bekanntgabe der Abkommen haben zahlreiche Schweden ihre Gelder zurückgeholt und nachträglich versteuert.

Schweden - Recht
Die aktuelle Waffenamnestie nach der Personen, die ihre nicht registrierten Waffen bei der Polizei abgeben können ohne dafür verfolgt zu werden, hatte für eine Polizeistation in Stockholm ungeahnte Folgen, da ein 87-jähriger nicht mit den üblichen Schusswaffen auftauchte, sondern mit zwei Granaten. Da nur Spezialpersonal Granaten hantieren kann, musste die Polizeistation vorübergehend evakuiert werden, damit die Granaten auf eine eventuelle Explosionsgefahr untersucht werden konnten. Es zeigte sich, dass die beiden Granaten ungefährlich waren. Nun findet man auf der Hompage der Polizei den Hinweis, dass es sich bei der Amnestie nur um Schusswaffen handelt und nicht um Handgranaten.

Schweden - Recht
Nach der harten Kritik wegen der Suche nach illegalen Einwanderern in der Stockholmer U-Bahn hat die Grenzpolizei der schwedischen Hauptstadt, trotz Unterstützung durch die Justizministerin Beatrice Ask, die Aktion gestern abgebrochen. Da die Regierung jedoch gemäß dem REVA-Beschluss darauf dringt verstärkt nach Personen zu suchen, die sich illegal in Schweden aufhalten, gilt diese Entscheidung lediglich für die Kontrollen in der Tunnelbanan, denn die 4000 spezial ausgebildeten Beamten werden selbstverständlich dem Regierungsauftrag Folge leisten. In Kritik ist mittlerweile auch geraten, dass die Grenzpolizei Kindern Illegaler vor der Schule auflauert um die Eltern zu finden.

Schweden - Arbeitswelt
Obwohl die Regierungsallianz offiziell behauptet, dass der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen während ihrer Regierungszeit um ein Prozent geschrumpft sei und Frauen mittlerweile im Durchschnitt 94 Prozent des Gehalts der männlichen Kollegen verdienen, zeigt die Statistik, dass Frauen mittlerweile weitaus weniger verdienen als Männer, denn während die Differenz des Jahresgehalts im Jahre 2006 nur 45.000 Kronen im Schnitt ausmachte, lag der Unterschied im Jahre 2012 bereits bei 63.000 Kronen. Ursache ist die geänderte Steuerpolitik und die geänderten Regeln der Arbeitslosenversicherung, die Männer, nämlich die besser verdienende Schicht, mehr sparen lässt als Frauen und damit das reale Gehalt erheblich steigen lässt.

Schweden - Kultur
Nach dem neuesten Bechdeltest, der Filme nach seinen Vorurteilen zur Frauenrolle auswertet, haben zwei Drittel der schwedischen Erfolgsfilme der letzten zehn Jahre vollkommen versagt. Um den Test zu bestehen müssen in den Filmen lediglich zwei Frauen des Filmes, die namentlich genannt werden, ein einziges Mal über etwas anderes reden als über Männer. Zwischen 2008 und 2012 haben von 15 Filmen nur Snabba Cash und Åsa Nisse wälkom to Knohult diesem Kriterium entsprochen, im Gegensatz zu Erfolgen wie Jägarna2, Män som hatar kvinnor oder die Arn-Filme.

Schweden - Kultur
Die Literaturwissenschaftlerin Sara Danius, Tochter der umstrittenen Autorin Anna Wahlgren, wurde nun, nachdem sie bereits Mitglied im Vetenskapsrådet und der Vitterhetsakademien ist, auch in die Svenska Akademien gewählt, wo sie nach Knut Ahnlund auf dem Stuhl Nummer 7 Platz nimmt. Danius hat sich insbesondere auf die französische Literatur des 20. Jahrhunderts spezialisiert und arbeitete über Marcel Proust und Gustave Flaubert. Die Professorin an der Hochschule in Södertörn fühlt sich geehrt in die Akademie aufgenommen worden zu sein, befürchtet jedoch, dass sie nun einige andere Aufgaben nicht weiter ausüben kann.

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Copyright: Herbert Kårlin

tisdag, januari 22, 2013

Nachrichten vom 22. Januar 2013

Schweden - Politik
Nur wenige Tage nachdem die Ministerin für Integration und Gleichstellung, Nyamko Sabuni, für ihren Vorstoß in Fragen der Frauenquote in den Führungsetagen kritisiert wurde, teilte sie gestern mit, dass sie mit unmittelbarem Wirken aus der Regierung ausscheidet. Die Ministerin hat keine klaren Gründe für ihren Rücktritt genannt und wollte ursprünglich erst mit den kommenden Wahlen ausscheiden. Als ihre Nachfolgerin wurde noch gestern die Maria Arnholm der Volkspartei ernannt.

Schweden - Politik

Maria Arnholm, die neu ernannte Ministerin für Integration und Gleichstellung hat bereits bei ihrer Antrittsrede betont, dass sie gegen jede gesetzliche Regelung ist, die mehr Frauen in die Führungsetage befördern soll und entspricht damit dem Wunsch der von Männern dominierten Hochfinanz und Wirtschaft. Nach Maria Arnholm ist es jedoch wichtig einen gleichen Lohn bei gleicher Arbeit anzustreben, obwohl ihr bekannt ist, dass es schon heute die Hintertür gibt die Arbeitsaufgaben von Männern und Frauen unterschiedlich zu beschreiben und dadurch eine schlechtere Bezahlung der Frauen zu verteidigen.

Schweden - Politik
Obwohl es nach der schwedischen Flüchtlingspolitik nötig ist, dass alle Gemeinden des Landes dabei ihre Verantwortung übernehmen und Flüchtlinge aufnehmen, gibt es in Schweden gegenwärtig 18 Gemeinden, die sich aus den unterschiedlichsten Gründen weigern auch nur einen einzigen Flüchtling aufzunehmen. Unter diesen Gemeinden findet man auch Helsingborg, Klippan, Karlsborg und Katrineholm. Nachdem in den kommenden Jahren voraussichtlich die doppelte Menge an Wohnungen für Flüchtlinge nötig sind als heute, wird nur ein Gesetz das die Gemeinden zu einer gewissen Quote zwingt, das Problem lösen können.

Schweden - Wirtschaft
Nach dem Wirtschaftsdirektor des schwedischen Königshauses verfügen die 70 königlichen Stiftungen gegenwärtig über knapp vier Milliarden Kronen, wovon jedes Jahr zwischen 150 und 170 Millionen Kronen an die verschiedensten Projekte verteilt werden. Während die Gelder früher vor allem der Bekämpfung der Armut dienten, gehen heute die Gelder überwiegend an Forschung, Kultur, Ausbildung oder auch an soziale Einrichtungen. Während eines Seminars betonte der Wirtschaftsdirektor des Hofes allerdings auch, dass Donatoren für die Stiftungen gesucht werden.

Schweden - Recht
Nach einer Reportage über die Ausdehnung von Schießübungen in einer militärischen Anlage bei Karlsborg im Herbst 2011 wurde nun ein Journalist von Sveriges Radio und sein Begleiter nach dem Schutzgesetz, ersatzweise wegen Hausfriedensbruch, angeklagt.  Beide erklären sich als nicht schuldig, da die Anlage nicht abgegrenzt war und daher auch nicht ersichtlich war, dass sie für ihre Reportage in ein militärisches Gebiet eindrangen.

Schweden - Unterricht
Nach einer Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts Novus im Auftrage des Svenska Dagbladets machten rund 90 Prozent der Schulkuratoren die Erfahrung, dass es vielen Schülern heute psychisch schlechter geht, da die sozialen Medien einen sehr hohen Druck auf sie ausüben. Gleichzeitig gingen jedoch die staatlichen Unterstützungen zurück, so dass den Betroffenen heute weniger geholfen werden kann als früher.

Schweden - Gesellschaft
Wer glaubte, dass nach der königlichen Taufe der Vorname Estelle in Schweden zu einem    Modenamen wird, hat sich schwer getäuscht, denn im letzten Jahr wurden sogar noch weniger Mädchen der Name Estelle gegeben als im Jahr davor. Insgesamt wurden im Jahr 2012 nur noch 55 Estelles eingetragen. An der Spitze der Mädchennamen liegt nach wie vor Alice, Elsa, Julia, Ella und Maja, wobei man 2012 insgesamt 938 Mal Alice als Vornamen eintragen ließ. Nur Gotland macht hier eine Ausnahme und vergab bei Mädchen am häufigsten den traditionellen schwedischen Vornamen Freja.

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lördag, november 19, 2011

Nachrichten vom 19. November 2011

Schweden - Politik
Nachdem sich zahlreiche Parlamentarier der unterschiedlichsten Parteien während der letzten Jahre ihre Wohnung in Stockholm in voller Höhe aus Steuergeldern erstatten ließen, obwohl sie diese mit ihren Partnern teilten, werden nun die Anträge auf Wohnungshilfe für Parlamentarier geändert, so dass bereits aus dem Antrag hervorgeht, dass bei gemeinsamer Nutzung der Wohnung der Partner seinen Teil der Miete selbst tragen muss.

Schweden - Politik
Die schwedischen Jugendverbände kritisieren die Entscheidung der Regierung für die Zukunftskommission, die über die kommenden Jahrzehnte Schwedens diskutiert, nur Personen eingesetzt zu haben deren Durchschnittsalter bei 47 Jahren liegt. Die Kommission soll Wege bis 2050 finden ohne dass jüngere Schweden um ihre Meinung gefragt werden und mit der Hinsicht, dass 2050 die Gruppe der Entscheider ein Durchschnittsalter von 86 Jahren haben wird, was dazu führen kann, dass bei den Lösungen die heutige Jugend eine für sie unbrauchbare Zukunft findet.

Schweden - Wirtschaft
Der Gewerkschaftsbund der Ingenieure lehnt den Vorschlag der Vermittler in jedem Punkt ab, der im ersten Jahr eine Lohnerhöhung von 1,5 Prozent und im zweiten Jahr um 1,4 Prozent vorschlägt, bei einer vertraglichen Bindung von 22 Monaten. Die Ingenieure halten insbesondere die geringe Lohnerhöhung während dieser Zeit für unakzeptabel, da die Gewinne und die Löhne für die Führungsschicht weit über der Norm liegen.

Schweden - Arbeitswelt
Die neue Bestimmung nach der Reinigungsunternehmen, die Personal aus nichteuropäischen Ländern beschäftigen, nachweisen müssen, dass sie über genügend Kapital verfügen, das ihnen ermöglicht alle Löhne für die kommenden zwei Jahre zu garantieren, wird von seriösen Reinigungsunternehmen Schwedens stark kritisiert. Rund 90 Prozent der Reinigungsunternehmen des Landes haben gegenwärtig weniger als zehn Angestellte und können daher in vielen Fällen die entsprechende Summe nicht nachweisen, auch wenn sie ihre Angestellten korrekt bezahlen.

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torsdag, oktober 13, 2011

Nachrichten vom 13. Oktober 2011

Schweden - Politik
Da nun auch die Zentrumspartei und die Volkspartei niedrigere Löhne für Jugendliche fordert, fordern nun die Gewerkschaften, dass sich Politiker nicht in die Lohnfrage einmischen sollen, da dies die Aufgabe von Arbeitgebern und Gewerkschaften ist und die Politik durch ihre Forderungen die Aufgabe der Gewerkschaften behindert, zumal gegenwärtig über Minimallöhne diskutiert wird. Politik und Arbeitgeber behaupten, dass geringere Einstiegslöhne zu mehr Arbeitsplätzen führen, während die Gewerkschaften sagen, dass dies bisher in keinem Land der Fall war und dadurch nur junge Arbeitnehmer diskriminiert werden.

Schweden - Arbeitsmarkt
Nach den Analysen des schwedischen Arbeitsamts wird sich die europäische Krise spätestens zu Beginn des kommenden Jahres deutlich auf den Arbeitsmarkt des Landes auswirken und die Zahl der Arbeitslosen wird erneut ansteigen. Bereits heute sinkt die Anzahl der Vermittlungen von Arbeitsplätzen wieder und in vielen Firmen macht sich die Krise auch in den Auftragsbüchern bemerkbar.

Schweden - Landwirtschaft
Die Landwarte Hallands klagen über die tierfeindlichen Regeln der Regionalregierung, die fordert, dass Kühe bis zum 15. Oktober im Freien gehalten werden müssen, obwohl die letzten Tage die Temperatur mehrmals unter Null Grad geriet und Kühe bereits untr Erfrierungsschäden leiden. Die Landwirte fordern, dass die Regionalregierung nicht nach Datum, sondern nach dem Bedarf der Tiere, also der Temperatur, Regeln aufstellt.

Schweden - Gesellschaft/Recht
Nach dem Dagbladet in Sundsvall fordert das Finanzamt von sechs illegalen Schnapsbrennern, die bereits von den Gerichten verurteilt wurden, nun insgesamt 37 Millionen Kronen Steuern, also 500 Kronen für jeden Liter gebrannten Schnaps. In Sundsvall wurden nach einer ausgiebigen Aktion von Polizei, Zoll und Finanzamt insgesamt 70 Personen wegen illegalem Brennen von Alkohol verurteilt.

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