torsdag, april 09, 2026

Nachrichten, 9. April

Schweden - Politik
Das schwedische Migrationsamt teilte gestern mit dass, zumindest vorerst, bis zum 8. Juni des Jahres keine Asylanten und Flüchtlinge mehr in den Iran zwangsweise ausgewiesen werden, eine Bestimmung die am 1. Januar des Jahres in Kraft trat und nun umdrei Monate verlängert wird. Entscheidungen bleiben jedoch bestehen und werden umgesetzt sobald sich die Lage im Iran wieder stabilisiert habe. Noch Ende vergangenen Jahres waren selbst Jugendliche in den Iran transportiert worden deren Eltern in Schweden leben.

Schweden - Wirtschaft/Arbeitswelt
Die schwedischen Arbeitgeberverbände teilten schon jetzt den Gewerkschaften mit dass sie sich im Herbst mit Lohnerhöhungen in Tarifverträgen zurückhalten sollen, da es nicht möglich sei ständig so hohe Lohnerhöhungen zu bezahlen wie in der Vergangenheit, da die Konkurrenz aus China sämtliche Firmen Schwedens stark unter Druck setze. Die Taktik ist indes nicht neu, da die Unternehmen, trotz steigender Gewinne, die Gehaltserhöhungen seit Jahren regelmäßig unterhalb der Inflationsrate halten wollen.

Schweden - Arbeitswelt
Schon jetzt bietet Gävleborg Angestellten mit Berufen im Gesundheitswesen für jede Woche Urlaubsverzicht im Sommer jeweils 15.000 Kronen an, natürlich in der Hoffnung dass viele unter ihnen auf zwei Wochen Urlaub verzichten, da sonst der Gesundheitsdienst in den Krankenhäusern nicht aufrecht zu halten ist. Die Gewerkschaften zeigen sich von dieser Methode nicht begeistert, da die Angestellten im Gesundheitswesen extrem überlastet sind und dringend ihre vier Wochen Urlaub im Jahr benötigen.

Schweden - Gesellschaft
Im vergangenen Jahr wurde das schwedische Verb botoxa (Botox anwenden) im Wörterbuch der Schwedischen Akademie aufgenommen, da es unter Jugendlichen nahezu zum täglichen Wortschatz gehört. Nach einer neuen Studie des Instituts Novus erwägen 27 Prozent aller Frauen zwischen 18 und 34 Jahren sich Botox spritzen zu lassen um ihr Aussehen der Norm anzupassen. Etwa vier Prozent der Frauen dieser Gruppe gingen von der Überlegung bereits in die Tat über, wobei die Ursache in den sozialen Medien zu suchen ist, wo selbst Schönheitschirurgen von „Baby-Botox“ sprechen um die Behandlung als völlig harmlos darzustellen, von Influencern die durch Empfehlungen Geld verdienen, noch ganz abgesehen.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

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