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onsdag, augusti 22, 2018

Nachrichten, 22. August 2018

Schweden - Politik
Ulf Kristersson, der Vorsitzende der Moderaten spricht in der Financial Times davon, dass Schweden in einer so tiefen Krise stecke wie seit der Finanzkrise der 90er Jahre nicht mehr und malte ein schwärzeres Bild Schwedens als selbst die Sverigedemokraterna, was das weltweite Vertrauen in die schwedische Wirtschaft stark beschädigen kann. Gleichzeitig sieht sich Kristersson als der Messias, der Schweden nach den kommenden Wahlen retten kann. Der Politiker hofft mit der Schwarzmalerei zusätzliche Wähler gewinnen zu können und will davon ablenken, dass seine Partei, die vor 2014 an der Regierung war, die heutigen Probleme zum großen Teil sogar geschaffen hat.

Schweden - Ausbildung
Nach dem schwedischen Universitätsamt UKÄ werden jedes Jahr 2000 Kindergärtner weniger ausgebildet als tatsächlich benötigt werden, was bei einer steigenden Anzahl von Kindern in den nächsten Jahren und einem massiven Mangel an Kindergärtnern zu einem Engpass führen und die Vorbereitung der Kinder auf die Schule sicherlich erschweren wird. Auch wenn nahezu alle Parteien versprechen die Kindergruppen in Kindergärten zu reduzieren, spricht nicht eine einzige Partei davon wie dieses Ziel mit dem bereits vorhandenen und noch steigendem Mangel an Kindergärtnern in die Praxis umgesetzt werden kann.

Schweden - Gesellschaft/Ausbildung
Gestern begann die schwedische Prinzessin Estelle, die später einmal Schweden regieren soll, ihren ersten Schultag, wenn auch in einer 2013 gegründeten Privatschule, die bereits negative Schlagzeilen aufweist und als Stiftung eingetragen ist. Nach dem schwedischen Hof begann die Ausbildung der Prinzessin allerdings bereits vor Jahren, denn sie kann bereits schreiben und lesen und versteht, dank eines englischen Kindermädchens, außer Schwedisch auch bereits Englisch. Zur Schule wurde Estelle am ersten Tag von Kronprinzessin Victoria und Prinz Daniel gebracht.

Schweden - Gesellschaft
Wie gut die Integrationspolitik Schwedens funktioniert, zeigt nun die Tatsache, dass eine islamische Gruppe alle Moslems dazu auffordert nicht an der Wahl im September teilzunehmen, da es sich dabei um eine nicht-islamische Wahl handele und die Teilnahme daher eine Sünde sei. Diese Meinung verbreitet die Gruppe auch vor der Moschee in Stockholm. Die gewaltfrei Gruppe, die allerdings eine antisemitische und homophobe Haltung einnimmt, will den extremen Islam in Schweden stärken und ist in mehreren Ländern verboten. Weder in Schweden, noch in Dänemark oder Norwegen wird ein Verbot dieser Gruppe bisher in Erwägung gezogen.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

torsdag, april 18, 2013

Nachrichten vom 18. April 2013

Schweden - Politik
Die Grenzpolizei im Västra Götaland wird von zahlreichen Menschenrechtsorganisationen und Medizinern stark kritisiert, nachdem sie einen 15-jährigen alleinstehenden Afghanen, der bereits einen Selbstmordversuch hinter sich hat, aus der Jugendpsychiatrie abholte um ihn zwangsweise nach Dänemark zu überführen, da er dort in erster Instanz um Asyl angesucht hatte. Während der Jugendliche von der Polizei abgeholt wurde, gelang es ihm sich mit einer Rasierklinge so schwer zu schaden, dass mehrere Wunden genäht werden mussten. Anschließend wurden ihm Handschellen angelegt, nur damit er Schweden noch verlassen hatte bevor das Land die Asylanfrage übernehmen musste.

Schweden - Politik
Nach Versteckspielen, widersprüchlichen Aussagen und Kundgebungen zu Gunsten von Omar Mustafa, der eine Spitzenposition innerhalb der Sozialdemokraten übernehmen sollte und nach nur einer Woche zum Rückzug gezwungen wurde, hat sich nun die Stockholmer Parteiführung zu ihrer Rücktrittsforderung erklärt. Die Parteigruppe hatte Kenntnis von den zweifelhaften Einladungen und Aussagen Mustafas und ihn gebeten bei einer Wahl deutlich zu zeigen, dass er Abstand von seinem früheren Verhalten nimmt. Mustafa hielt sich jedoch in keiner Weise an das Abkommen und zeigte auch nach der Wahl  eine Meinung, die von den Sozialdemokraten nicht getragen werden kann was wiederum zur Rücktrittsforderung führte.

Schweden - Wirtschaft

Die schwedische Bekleidungskette H&M wird sowohl für die Winterolympiade 2014 in Sotschi als auch die Sommerspiele 2016 in Rio sowohl die Kleidung für die Eröffnungszeremonie und die Schlussfeier als auch die Kleidung für das Training und die Freizeit schaffen und liefern. Als Berater für die Entwicklung der Kleidung hat H&M sowohl die ehemalige Skiläuferin Anja Pärson als auch die ehemalige Schwimmerin Therese Alshammer unter Vertrag genommen.

Schweden - Unterricht
Nach einer Studie in Sollentuna lernen Kinder, die im Unterricht Tabletts oder Computer anwenden schneller und besser lesen und schreiben als Schüler, die nach wie vor zum Kugelschreiber greifen. Getestet wurde bei der Untersuchung sowohl die Länge der Texte, die Wortmenge, der Inhalt und die Grammatik. In allen Bereichen zeigten Schüler mit Tabletts oder Computer einen bedeutenden Vorsprung. Nach dem Leiter der Studie, Åke Grönlund, kann dies damit zusammenhängen, dass Schüler mit Stiften eine zu hohe Energie aufwenden müssen um allein die Worte auf Papier festzuhalten.

Schweden - Ernährung
Nach einer Studie des schwedischen Lebensmittelamtes haben Lachse, Heringe, Meerforellen und andere fetthaltige Fische der Ostsee, des Vänern und des Vättern nach wie vor zu hohe Werte an Dioxin, PCB und anderen Umweltgiften als dass deren Genuss als ungefährlich bewertet werden kann. Es wird voraussichtlich noch Jahre dauern bis die Fische in den genannten Gewässern wieder voll für den Genuss geeignet sein werden, vorausgesetzt, dass nicht weitere Gifte ins Wasser gelangen.

Schweden - Gesellschaft
Der erhoffte Estelle-Effekt, den sich das schwedische Königshaus mit Prinzessin Estelle erhoffte und der dringend nötig ist, blieb nach einer Studie des Göteborger SOM-Instituts aus, denn auf er Vertrauensskala der schwedischen Bevölkerung findet man das Königshaus nach wie vor auf Platz 12 von 21, also unterhalb des Durchschnitts, sehr weit entfernt von den Werten der 90er Jahre. Dass Estelle keinen Aufschwung brachte, dürfte allerdings auch damit zusammenhängen, dass sie als öffentliche Person der Öffentlichkeit vorenthalten wird und selbst die Fotos vom Königshaus stammen.

Schweden - Gesellschaft

Nach den Auswertungen des Statistischen Amts Schwedens steigt die Bevölkerungsmenge Schwedens weitaus schneller als bisher angenommen, so dass die Zehn-Millionen-Schwelle bereits im Jahre 2017 und nicht erst 2018 überschritten sein wird. Das bedeutendste Wachstum sieht das Amt bei der Bevölkerung über 80 Jahren, die überproportional schnell ansteigt. Beim aktuellen Wachstum dieser Schicht, werden in Schweden in etwa 20 Jahren rund 800.000 Bewohner älter als 80 Jahre sein, was mit bedeutenden Kosten für die Gesellschaft verbunden sein wird.

Schweden - Gesellschaft
Nach dem Statistischen Amt Schwedens wurde Johansson im letzten Jahr vom ersten Platz der häufigsten Familiennamen Schwedens abgedrängt und von Andersson ersetzt. Zum Jahreswechsel zählte das Amt insgesamt 251.621 Personen mit dem Familiennamen Andersson, knapp 100 mehr als Johansson. An dritter Stelle folgt dann, bereits etwas abgeschlagen, Karlsson und nicht Svensson wie viele glauben, denn Svensson kommt erst an neunter Stelle. Alle zehn häufigsten Familiennamen Schwedens enden mit „son“, was nicht verwunderlich ist, da rund 30 Prozent aller schwedischen Familiennamen diese Endung haben.

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Copyright: Herbert Kårlin

tisdag, januari 22, 2013

Nachrichten vom 22. Januar 2013

Schweden - Politik
Nur wenige Tage nachdem die Ministerin für Integration und Gleichstellung, Nyamko Sabuni, für ihren Vorstoß in Fragen der Frauenquote in den Führungsetagen kritisiert wurde, teilte sie gestern mit, dass sie mit unmittelbarem Wirken aus der Regierung ausscheidet. Die Ministerin hat keine klaren Gründe für ihren Rücktritt genannt und wollte ursprünglich erst mit den kommenden Wahlen ausscheiden. Als ihre Nachfolgerin wurde noch gestern die Maria Arnholm der Volkspartei ernannt.

Schweden - Politik

Maria Arnholm, die neu ernannte Ministerin für Integration und Gleichstellung hat bereits bei ihrer Antrittsrede betont, dass sie gegen jede gesetzliche Regelung ist, die mehr Frauen in die Führungsetage befördern soll und entspricht damit dem Wunsch der von Männern dominierten Hochfinanz und Wirtschaft. Nach Maria Arnholm ist es jedoch wichtig einen gleichen Lohn bei gleicher Arbeit anzustreben, obwohl ihr bekannt ist, dass es schon heute die Hintertür gibt die Arbeitsaufgaben von Männern und Frauen unterschiedlich zu beschreiben und dadurch eine schlechtere Bezahlung der Frauen zu verteidigen.

Schweden - Politik
Obwohl es nach der schwedischen Flüchtlingspolitik nötig ist, dass alle Gemeinden des Landes dabei ihre Verantwortung übernehmen und Flüchtlinge aufnehmen, gibt es in Schweden gegenwärtig 18 Gemeinden, die sich aus den unterschiedlichsten Gründen weigern auch nur einen einzigen Flüchtling aufzunehmen. Unter diesen Gemeinden findet man auch Helsingborg, Klippan, Karlsborg und Katrineholm. Nachdem in den kommenden Jahren voraussichtlich die doppelte Menge an Wohnungen für Flüchtlinge nötig sind als heute, wird nur ein Gesetz das die Gemeinden zu einer gewissen Quote zwingt, das Problem lösen können.

Schweden - Wirtschaft
Nach dem Wirtschaftsdirektor des schwedischen Königshauses verfügen die 70 königlichen Stiftungen gegenwärtig über knapp vier Milliarden Kronen, wovon jedes Jahr zwischen 150 und 170 Millionen Kronen an die verschiedensten Projekte verteilt werden. Während die Gelder früher vor allem der Bekämpfung der Armut dienten, gehen heute die Gelder überwiegend an Forschung, Kultur, Ausbildung oder auch an soziale Einrichtungen. Während eines Seminars betonte der Wirtschaftsdirektor des Hofes allerdings auch, dass Donatoren für die Stiftungen gesucht werden.

Schweden - Recht
Nach einer Reportage über die Ausdehnung von Schießübungen in einer militärischen Anlage bei Karlsborg im Herbst 2011 wurde nun ein Journalist von Sveriges Radio und sein Begleiter nach dem Schutzgesetz, ersatzweise wegen Hausfriedensbruch, angeklagt.  Beide erklären sich als nicht schuldig, da die Anlage nicht abgegrenzt war und daher auch nicht ersichtlich war, dass sie für ihre Reportage in ein militärisches Gebiet eindrangen.

Schweden - Unterricht
Nach einer Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts Novus im Auftrage des Svenska Dagbladets machten rund 90 Prozent der Schulkuratoren die Erfahrung, dass es vielen Schülern heute psychisch schlechter geht, da die sozialen Medien einen sehr hohen Druck auf sie ausüben. Gleichzeitig gingen jedoch die staatlichen Unterstützungen zurück, so dass den Betroffenen heute weniger geholfen werden kann als früher.

Schweden - Gesellschaft
Wer glaubte, dass nach der königlichen Taufe der Vorname Estelle in Schweden zu einem    Modenamen wird, hat sich schwer getäuscht, denn im letzten Jahr wurden sogar noch weniger Mädchen der Name Estelle gegeben als im Jahr davor. Insgesamt wurden im Jahr 2012 nur noch 55 Estelles eingetragen. An der Spitze der Mädchennamen liegt nach wie vor Alice, Elsa, Julia, Ella und Maja, wobei man 2012 insgesamt 938 Mal Alice als Vornamen eintragen ließ. Nur Gotland macht hier eine Ausnahme und vergab bei Mädchen am häufigsten den traditionellen schwedischen Vornamen Freja.

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Copyright: Herbert Kårlin

fredag, oktober 12, 2012

Nachrichten vom 12. Oktober 2012

Schweden - Politik
Das schwedische Parlament hat sich entschieden den Abgeordneten ab 1. November pro Monat 2,3 Prozent mehr zu bezahlen und es betont dabei, dass es sich dabei lediglich um die gleiche Erhöhung handelt wie bei Industriearbeitern, wo diese Erhöhung zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern ausgehandelt wurde. Sie vergessen dabei jedoch auch mitzuteilen, dass es sich bei den Parlamentariern um eine Einkommenssteigerung von 1300 Kronen handelt, während ein Industriearbeiter nur knapp 700 Kronen mehr erhält, ein Unterschied, der sich auch auf die spätere Rente auswirkt.

Schweden - Politik
Noch im Frühling des Jahres erklärte die schwedische Ministerin für Entwicklungshilfe, Gunilla Carlsson, dass Entwicklungshilfe nicht mehr pauschal an die Staatskassen der betroffenen Länder überwiesen werden soll, sondern gezielt an Projekte gebunden wird damit die Gelder auch bei jenen ankommen, die sie benötigen. Außerdem kündigte die Ministerin an, dass Folgezahlungen nur noch gegen Belege bezahlt werden, die beweisen, dass die Gelder auch das versprochene Resultat brachten. Gestern machte Gunilla Carlsson nun eine Kehrtwendung und entschied alles beim Alten zu lassen, ohne jedoch eine genauere Erklärung zu liefern.

Schweden - Politik/Kernkraft
Nach dem Eindringen von Greenpeace-Aktivisten in zwei geschützten Gebieten der Kernkraftanlagen Forsmark und Ringhals fordert die schwedische Umweltministerin Lena Ek die Betreiber Vattenfall und Eon auf unmittelbar an besseren Sicherheitsvorkehrungen zu arbeiten, damit die Kernenergie bei der schwedischen Bevölkerung wieder als sicher erachtet wird und Vertrauen gewinnt. Nach Lena Ek ist es die Aufgabe der Betreiber dafür zu sorgen, dass auch die äußersten Zäune einer Anlage nicht problemlos aufgeschnitten werden können.

Schweden - Wirtschaft
Noch bevor die laufende Affäre von Telia Sonera mit Usbekistan geklärt ist, ziehen bereits neue schwarze Wolken über dem Unternehmen auf, denn nach der Zeitschrift Veckans Affärer lief auch der Kauf von Ncell in Nepal über mysteriöse Wege, denn auch hier steckt ein Mitglied der königlichen Familie hinter der Gesellschaft und auch hier gingen die Gelder Umwege über Kasachstan, Westindien und Zypern. Ncell wird bereits von den nepalesischen Finanzbehörden unter die Lupe genommen. Telia Sonera will zu dieser Angelegenheiten keinerlei Kommentare geben.

Schweden - Arbeitsmarkt
Auf Grund den massiv ansteigenden Kündigungen in Industriebetrieben fängt sich nun auch die Arbeitsmarktministerin Hillevi Engström an zu beunruhigen, insbesondere, weil im Oktober die Menge der Kündigungen erst richtig in Fahrt zu kommen scheint, auch in Bereichen in denen die neuen Arbeitslosen keine Chance haben einen neuen Arbeitsplatz zu finden, denn weder bei Glashütten noch in Papierfabriken werden irgendwo im Land neue Kräfte benötigt. Allein bis zum letzten September wurden dieses Jahr bereits 45.647 Personen gekündigt, rund 50 Prozent mehr als im vorigen Jahr während der gleichen Zeitspanne.

Schweden - Verkehr
Das schwedische Straßenverkehrsamt weist dringend darauf hin Winterreifen aufzuziehen, nachdem es bereits an diesem Wochenende möglich ist, dass es selbst in Südschweden zu einzelnen Schneefällen kommt. Erstes Glatteis tauchte bereits gestern morgen in Südschweden auf. In Mittel- und Nordschweden muss man in den kommenden Tagen mit stärkerem Schneefall rechnen, so dass ein Fahren ohne Winterreifen lebensgefährlich werden kann.

Schweden - Unterricht
Da es in Schweden keinerlei Gesetz darüber gibt ob Handys während des Unterrichts angewendet werden dürfen oder nicht, kann jeder Direktor einer Schule selbst entscheiden wie die Schulregeln aussehen sollen. Im gleichen Ort kommt es daher vor, dass in einer Schule während des Unterrichts jedes Handy abgeschaltet sein muss, während die Schüler der Nachbarschule nicht nur damit Fakten suchen dürfen und Mathematikaufgaben lösen, sondern auch untereinander SMS verschicken oder während des Unterrichts Musik hören.

Schweden - Tourismus
Bereits als Prinzessin Estelle geboren wurde, hatte die königliche Familie entschieden, dass Estelle Touristen ins Stockholmer Schloss bringen soll und damit die Kassen füllen darf, da der Eintritt gegenwärtig bei 150 Kronen liegt. Mitte Oktober wird nun die neue Estelle-Ausstellung im Schloss eröffnet wo die Besucher alles über die Geburt und die Taufe erfahren sollen, aber auch das Taufkleid, einige der Geschenke und andere Ausstellungsstücke zu sehen bekommen. Hinzu kommt ein Film, der die Vorbereitungen zur Taufe dokumentieret und nur im Schloss zu sehen ist. Estelle wurde zum touristischen Modell noch bevor sie ihre eigene Meinung dazu äußern kann.

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Copyright: Herbert Kårlin

måndag, augusti 20, 2012

Nachrichten vom 20. August 2012

Schweden - Politik
Nach den sich häufenden Affären in staatlicher Ämtern, Ministerien und Stiftungen wollte die Tageszeitung Dagens Nyheter vom schwedischen Ministerpräsidenten Fredrik Reinfeldt erfahren, ob er Maßnahmen anstrebe, die solche Fälle in Zukunft zumindest seltener machen.  Nach dem schwedischen Regierungschef sind weitere Überprüfungen und Sicherheitsvorkehrungen jedoch nicht nötig, da diese, unter der gleichen Regierung, bereits vor einigen Jahren erfolgten und es sich bei den aufgedeckten Affären nur um Einzelfälle handelt und die aktuellen Richtlinien klar formuliert sind.

Schweden - Umwelt
Um zu verhindern, dass Beifang, der regelmäßig auf den schwedischen Fischkuttern landet, unerlaubterweise zurück ins Meer geworfen wird, fordern die Fischereiämter und Europa, dass auf den Fischkuttern Kameras installiert werden, damit entsprechende Vorfälle auch bewiesen werden können und zu Sanktionen führen. Die schwedischen Fischer stellen sich geschlossen gegen diese Maßnahme, da sie nicht rund um die Uhr überwacht werden wollen, auch wenn sie zugeben müssen, dass die Kameraüberwachung gegenwärtig die einzige Möglichkeit ist, das Zurückwerfen von unerwünschtem Fang zu verhindern.

Schweden/Gotland - Umwelt
Das finnische Unternehmen Nordkalk, das auf Gotland in großem Rahmen Kalk abbauen will, hat nun auch mit der Regionalregierung der Insel Schwierigkeiten bekommen, da das gotländische Länsstyrelse das Kontrollprogramm von Nordkalk nicht akzeptiert, das garantieren soll, dass das Feuchtgebiet über das die Transportbänder laufen, keinerlei Schäden erleidet. Die Geschäftsführer von Nordkalk sprechen nur von einer unterschiedlichen Warte und erklären, dass das Schutz- und Kontrollprogramm absolut freiwillig ist und nicht von der Regionalregierung gefordert werden kann. Allein diese Aussage bestätigt, dass die Naturschützer bei ihren Befürchtungen recht haben könnten und sich Nordkalk nicht um eventuelle Umweltprobleme auf Gotland kümmert.

Schweden - Tourismus
Die schwedische Bergwacht macht darauf aufmerksam, dass die Hütten auf dem Kebnekaise gegenwärtig in desolatem  Zustand sind und eine davon kurz vor dem Verfallen ist. Wanderer auf dem höchsten Berg Schwedens müssen bedenken, dass die Hütten gegenwärtig nicht mehr zu beheizen sind und daher dringendst eine Reparatur benötigen. Die Hütte auf der Spitze des Berges gilt gegenwärtig als unbenutzbar, was schlecht ausgerüstete Wanderer bei plötzlich schlechtem Wetter in eine sehr prekäre Situation versetzen kann.


Schweden - Sport
Innerhalb eines Monats soll in Solvalla auf einer aktuellen Pferdetrabstrecke eine Rennstrecke für STCC (Swedish Touring Car Championship) entstehen, damit dort eines der wichtigsten schwedischen Rennen des Jahres stattfinden kann. Gegenwärtig kann man dort von einer Rennstrecke allerdings noch nichts sehen. Nach STCC dauert es jedoch nur 100 Stunden Arbeit und jede Menge Asphalt und Beton um die Trabbahn zu verwandeln. Solvalla soll anschließend eine der bedeutendsten Austragungsstellen Schwedens für den Motorsport werden.
Schweden - Sport
Beim diesjährigen Mitternachtslauf in Stockholm, der bereits seit Mai vollkommen ausgebucht war, kam es erneut zu zwei Zwischenfällen. Dieses Jahr hatten sich zwei Frauen so übernommen, dass sie während des Laufes mit Herzversagen zusammenbrachen und nur dich unmittelbare Hilfe durch Sanitäter, die vor Ort waren, gerettet werden konnten. Obwohl die Mitternachtsläufe in Stockholm und Göteborg sich nur über je zehn Kilometer erstrecken, überschätzen jedes Jahr einige Teilnehmer ihre tatsächlichen Fähigkeiten und glauben selbst ohne regelmäßiges Training die notwendigen Leistung bringen zu können. Vor zwei Jahren war es in Stockholm selbst zu einem Todesfall während des Mitternachtslaufs gekommen.

Schweden - Gesellschaft
Am Samstag nahmen rund 400 Personen bei einer Demonstration in Malmö teil, die die Botschaft hatte, dass ein Jude in der Stadt auch mit seiner Kippa unterwegs sein sollte ohne angegriffen zu werden und diese nicht mit einem Rücksack zu tauschen hat, wie sich die schwedische Demokratieministerin Birgitta Ohlsson ausdrückte. Die Demonstration kam zu Stande, weil in den letzten Jahren immer mehr Juden in Malmö einen steigenden Antisemitismus erlebten und 2009 das Wiesenthal-Zentrum Juden sogar abriet einen Aufenthalt in Malmö zu planen.

Schweden - Gesellschaft
Als die schwedische Kronprinzessin Victoria bekannt gab, dass ihre Tochter den Rufnamen Estelle erhält, war die Voraussage, dass in Zukunft dieser Vorname wieder einen Aufschwung bekommen würde und vermutlich wieder zu einem der häufigsten Vornamen des Landes werde. Die Realität zeigt nach knapp sechs Monaten jedoch, dass dieser Einfluss völlig ausblieb, denn nach wie vor erhalten in Schweden jeden Monat nur 15 bis 20 Neugeborene den Namen Estelle. In ganz Schweden zählt man gegenwärtig gerade einmal 1433 Estelles, also eine verschwindend geringe Anzahl.

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torsdag, maj 24, 2012

Nachrichten vom 24. Mai 2012

Schweden - Politik
Beim gestrigen politischen Treffen zur Europapolitik zeigte sich, dass Schweden sich bei zwei wichtigen Fragen nicht der mehrheitlichen Meinung anpasst, sondern in den vielleicht wichtigsten Fragen gegen den Strom schwimmt und damit schwachen Ländern erheblichen Schaden zufügen kann. So will Fredrik Reinfeldt, zum Beispiel, sein Veto gegen Steuern auf finanzielle Transaktionen einlegen, obwohl Europa allein damit 500 Milliarden Kronen einnehmen könnte.

Schweden - Politik
Wenn es um Wohnraumbeschaffung in Großstädten geht, so sind die lokalen Politiker Schwedens oft die bedeutendste Bremse, da sie beim Bau von Hochhäusern nahezu grundsätzlich eine geringere Höhe fordern als die Architekten planen, da sie der Meinung sind, dass zu hohe Häuser nicht in das Stadtbild passen. Ohne jedoch in den Großstädten in die Höhe zu gehen, kann sich das Wohnproblem nur noch vergrößern.

Schweden - Wirtschaft
Nach der Tageszeitung DI (Dagens Industri) hat gestern das chinesische Unternehmen Youngman sein Angebot zum Kauf von Saab zurückgezogen, was bedeutet, dass einer der finanzkräftigsten Bietern das Saab-Geschäft ablehnt. Als Grund für den Rückzug gibt Youngman an, dass die chinesische Administration, in der der Staat jede größere finanzielle Transaktion genehmigen muss das Geschäft verhindern wird. Umso erstaunlicher ist, dass sich eine neuer chinesischer Bewerber meldete, der bisher vor allem Elektroautos entwickelte.

Schweden - Wirtschaft
Auf die Kritik der Plakataktion des schwedischen Bekleidungsriesen H&M durch den Cancerfonden, das die Bekleidungskette wegen einem tief gebräunten Model in Badekleidung anklagte verantwortungslos zu sein, da übermäßige Sonne gemieden werden soll und nicht als Ideal verkauft werden darf, antwortet H&M, dass man in diesen Fragen zwischen Werbung und Verantwortung unterscheiden muss, denn das Ziel des Bekleidungshauses ist in diesem Fall in erster Linie Bademode zu verkaufen. Diese Haltung zeigt sich auch darin, dass die beiden Abteilungen im Hause H&M deutlich getrennt arbeiten.

Schweden - Wirtschaft
Die Taufe von Prinzessin Estelle war nicht nur eine bedeutende, wenn auch notwendige, Werbeaktion für das Königshaus, sondern auch ein Freudentag für alle Konditoreien, die die typisch schwedische Prinzessinnentorte backen, denn an keinem anderen Tag des Jahres wurden so viele Tortenstücke verzehrt wie gestern. Und bei entsprechender Vermarktung der Taufe kann sich diese Situation auch in den kommenden Jahren regelmäßig wiederholen.

Schweden - Ausbildung
Nach einer Auswertung des schwedischen Hochschulamts hat die Einführung von Studiengebühren für nichteuropäische Studenten dazu geführt, dass mittlerweile 80 Prozent wenige Ausländer an schwedischen Hochschulen studieren als vorher. Vor allem asiatische Studenten können sich in vielen Fällen keine Ausbildungskosten zwischen 100.000 und 150.000 Kronen leisten. Die Politik sieht diese Entwicklung jedoch nicht als negativ, sondern ist der Meinung, dass eine Studienwahl nicht deshalb nach Schweden führen soll, weil es dort am billigsten ist, sondern man eher auf Stipendien für hochbegabte Studenten setzen soll. Studenten sind jedoch der Meinung, dass durch die geringere Anzahl an Studenten zahlreiche Kurse eingestellt werden und dadurch die Qualität des Unterrichts sinkt.

Schweden - Ausbildung
Nachdem immer mehr Privatschulen Schüler verlieren, gehen viele unter ihnen nun mit teuren Marketingtechniken auf Schülerjagd und wollen mit diesen Ausgaben das Renommee der Schulen verbessern. Einige private Gymnasien legen bereits mehr Geld in Werbung als die renommiertesten Universitäten des Landes. Nachdem jedoch die Zuschüsse und auch Schulgelder in den meisten Fällen nicht steigen, muss das Marketing von Geldern bezahlt werden, die eine gute Schulbildung garantieren sollen.

Schweden - Verkehr
Der für den öffentlichen Verkehr zuständige Ausschuss des schwedischen Parlaments fordert, dass der Staat wieder den Unterhalt der Eisenbahnlinien übernehmen muss und nicht weiterhin zahlreiche Fremdunternehmen damit beauftragen darf, da sich dies in den letzten Jahren nicht bewährte. Die Infrastrukturministerin Catharina Elmsäter Swärd sieht diese Forderungen jedoch als unberechtigt an, da sie der Meinung ist, dass das hohe Können der verschiedenen Unternehmen die Leistungsfähigkeit steigert und die Infrastruktur billiger macht.

Schweden - Verkehr
Auch wenn Schweden noch vor kurzem einen Ausnahmestatus für die reduzierte Schwefelmenge in Schiffstreibstoff forderte, so hat Europa nun entschieden, dass ab dem 1. Januar 2015 in der Ostsee, Nordsee und dem englischen Kanal kein Schiff mehr verkehren darf, das mehr als 0,1 Prozent Schwefel an die Luft abgibt, also nur noch ein Zehntel des bisherigen Wertes aufweisen darf. Im Mittelmeer wird die Reduzierung auf 0,5 Prozent ab 2020 gültig und auf den Weltmeeren ist an keinerlei Begrenzung gedacht.

Schweden - Reise
Nach einer europäischen Untersuchung von 447 schwedischen Badeplätzen, die das Land für 2012 als Badestelle ausgezeichnet hatte, müssen nun an neun der Badeplätzen deutlich sichtbare Schilder angebracht werden, die darüber informieren, dass man dort nicht baden soll, da der Gehalt an Darmbakterien zu hoch ist. Nach der Untersuchung wird das schwedische Badegewässer an der Küste von Jahr zu Jahr schlechter. Nur noch 55 Prozent der Badestellen können ein ausgezeichnetes Badewasser bieten, 20 Prozent weniger als im vorhergehenden Jahr.

Schweden - Reise
Nach einer Analyse des Tillväxtverkets kamen voriges Jahr 16,7 Millionen Touristen nach Schweden, wovon 90 Prozent mit ihrem Aufenthalt im Lande zufrieden waren. Allerdings kommen 80 Prozent der Besucher nicht erstmals nach Schweden, sondern kennen das Land schon von früheren Aufenthalten. Die meisten Besucher des Landes kommen nach wie vor aus Norwegen, Dänemark, Finnland und natürlich Deutschland. Am unzufriedensten mit ihrem Aufenthalt zeigten sich indes die Gäste aus Deutschland, unter denen neun Prozent den Urlaub in Schweden geradezu bedauern.

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måndag, maj 21, 2012

Nachrichten vom 21. Mai 2012


Schweden - Politik
Nachdem sich die Entwicklung des schwedischen Kriegsfahrzeuges „Visby“ um insgesamt mindestens sieben Jahre verzögert, das Budget bereits jetzt weit überschritten wurde und die vorgesehenen Waffen an Bord noch nicht ein einziges Mal getestet wurden, fordert die schwedische Volkspartei die Regierung auf das Projekt zu verschrotten. Das Spezialfahrzeug für die Marine sollte zahlreiche Sonderaufgaben erledigen für die man im allgemeinen mehrere Schiffe benötigt. Die Hersteller, die bisher nicht ein einziges Fahrzeug zu Wasser lassen konnten, schieben die Schuld der Verzögerung auf Zulieferer.

Schweden - Politik
Nach dem Präsidenten Eritreas gab es bis heute keine diplomatischen Verhandlungen hinsichtlich der Freilassung des schwedischen Journalisten Dawid Isaak zwischen Schweden und Eritrea, obwohl der schwedischen Außenminister Carl Bildt das Gegenteil behauptet. Auf die Frage, ob der Journalist noch am Leben sei, will der Präsident des Landes nicht antworten.

Schweden - Wirtschaft
Nachdem immer mehr Pensionäre Schwedens ihre Kredite für ein Eigenheim oder ein Bostadsrätt abbezahlt haben, jedoch von einer relativ geringen Rente leben müssen, wachsen nun unseriöse Kreditinstitute, die absolute sichere Kredite auf den Hausbesitz bieten womit die Rente aufgestockt werden kann. Da diese Kreditinstitute jedoch in gemischte Aktien und Anleihen investieren und hohe Zinsen berechnen, ist zu erwarten, dass in naher Zukunft immer mehr Pensionäre mit dem Besuch eines Gerichtsvollziehers rechnen müssen.

Schweden - Wirtschaft
Nach der Tageszeitung SvD muss Südafrika neu gedruckte Geldscheine im Werte von 3,6 Millionen Kronen, Ausgabewert 320 Millionen Kronen, zerstören, weil die schwedische Papierfabrik Tumba pappersbruk nicht nur die gleiche Seriennummer auf die Scheine druckte wie bei jenen Scheinen, die in Südafrika gedruckt wurden, sondern auch deshalb, weil die Scheine zu klein geraten sind und daher von den installierten Automaten in Südafrika nicht erkannt werden können. Tumba will den Vorfall nicht kommentieren oder bestätigen.

Schweden - Arbeitsmarkt
Nachdem sich die Situation zwischen der Gewerkschaft, die junge Forscher vertritt und den Universitäten als Arbeitgeber festgefahren hat, will nun der schwedische Kultusminister Jan Björklund zum 1. Januar nächsten Jahres das Problem gesetzlich klären und den Vorschlägen der Universitäten folgen, was bedeutet, dass junge Forscher grundsätzlich auf vier Jahre befristeten Vertrag erhalten, der nicht, wie von der Gewerkschaft gefordert, vorsieht, dass der Zeitvertrag in ein festes Arbeitsverhältnis übergehen kann.

Auch wenn in Schweden mittlerweile nur noch etwa die Hälfte der Kinder getauft werden, was sich auch darin zeigt, dass immer mehr Schweden aus der Svenska Kyrkan austreten, ist die Taufe der zukünftigen Kronprinzessin Estelle ein Muss, da in Schweden nur diejenige oder derjenige den Thron besteigen darf, der getauft ist und auch Mitglied der Svenska Kyrkan ist. Nur eine Verfassungsänderung kann diese Pflicht ändern.

Schweden - Gesellschaft
Nach einer Untersuchung, die die schwedische Versicherungsgesellschaft If in Auftrag gab, haben bereits elf Prozent der Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren, sowie 23 Prozent der Frauen zwischen 20 und 24 Jahren sexuell provozierende Bilder auf Internet veröffentlicht. Die Mehrheit dieser Frauen gibt an, dass die Veröffentlichung nur auf Druck oder moralischen Zwang erfolgte. Jedes zehnte der Mädchen gab sogar an, dass die Veröffentlichung erst nach seriösen Drohungen erfolgte.

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