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lördag, mars 09, 2013

Nachrichten vom 9. März 2013

Schweden - Politik
Nach den jüngsten Auswertungen der Meinungsforschungsinstitute hat das Treffen der Führer der Allianzparteien im Elternhaus von Annie Lööf, der Vorsitzenden der Zentrumspartei, allen vier Parteien geschadet, denn alle haben nun einen Teil ihrer Wähler verloren. Selbst gemeinsam sind sie mittlerweile nicht mehr in der Lage 40 Prozent der Wähler zu erreichen, was noch bedeutend schlechter aussieht, wenn man bedenkt, dass weder Zentrumspartei noch Christdemokraten die 4-Prozent-Schwelle erreichen. Gewinner ist die Opposition, die gegenwärtig die Stimmen von über 48 Prozent der Schweden erhalten würde. Problematisch ist jedoch, dass die Sverigedemokraterna nach wie vor über mehr als zehn Prozent der Wähler ansprechen.

Schweden - Wirtschaft
Als die skandinavische Fluggesellschaft SAS gestern seinen Quartalsrapport vorlegte, so konnte man lesen, dass die Gesellschaft bei einem Umsatz von 9,5 Milliarden Kronen in dieser Zeit einen Verlust von 823 Millionen Kronen verzeichnete. Nach der Geschäftsleitung werden jedoch zahlreiche Änderungen, 45 neue Fluglinien und die Gehaltseinsparungen von zwölf Prozent dazu führen, dass die Bilanz bis zum Jahresende ausgeglichen sein wird und im kommenden Jahre wieder mit Gewinnen zu rechnen ist.

Schweden - Recht
Nachdem es dem Nordischen Ministerrat bereits gelungen ist mit 40 Ländern Abkommen über einen Informationsaustausch zu unterzeichnen, der es ermöglicht zu erfahren welche Schweden in den teilweise als Steuerparadiesen bekannten Ländern Gelder untergebracht haben, haben nun die vier nordischen Länder 400 Steuerspezialisten eingesetzt, die nach Personen suchen, die möglicherweise Gelder im Ausland versteckt haben ohne dieses in einem nordischen Land zu versteuern. Bereits nach Bekanntgabe der Abkommen haben zahlreiche Schweden ihre Gelder zurückgeholt und nachträglich versteuert.

Schweden - Recht
Die aktuelle Waffenamnestie nach der Personen, die ihre nicht registrierten Waffen bei der Polizei abgeben können ohne dafür verfolgt zu werden, hatte für eine Polizeistation in Stockholm ungeahnte Folgen, da ein 87-jähriger nicht mit den üblichen Schusswaffen auftauchte, sondern mit zwei Granaten. Da nur Spezialpersonal Granaten hantieren kann, musste die Polizeistation vorübergehend evakuiert werden, damit die Granaten auf eine eventuelle Explosionsgefahr untersucht werden konnten. Es zeigte sich, dass die beiden Granaten ungefährlich waren. Nun findet man auf der Hompage der Polizei den Hinweis, dass es sich bei der Amnestie nur um Schusswaffen handelt und nicht um Handgranaten.

Schweden - Recht
Nach der harten Kritik wegen der Suche nach illegalen Einwanderern in der Stockholmer U-Bahn hat die Grenzpolizei der schwedischen Hauptstadt, trotz Unterstützung durch die Justizministerin Beatrice Ask, die Aktion gestern abgebrochen. Da die Regierung jedoch gemäß dem REVA-Beschluss darauf dringt verstärkt nach Personen zu suchen, die sich illegal in Schweden aufhalten, gilt diese Entscheidung lediglich für die Kontrollen in der Tunnelbanan, denn die 4000 spezial ausgebildeten Beamten werden selbstverständlich dem Regierungsauftrag Folge leisten. In Kritik ist mittlerweile auch geraten, dass die Grenzpolizei Kindern Illegaler vor der Schule auflauert um die Eltern zu finden.

Schweden - Arbeitswelt
Obwohl die Regierungsallianz offiziell behauptet, dass der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen während ihrer Regierungszeit um ein Prozent geschrumpft sei und Frauen mittlerweile im Durchschnitt 94 Prozent des Gehalts der männlichen Kollegen verdienen, zeigt die Statistik, dass Frauen mittlerweile weitaus weniger verdienen als Männer, denn während die Differenz des Jahresgehalts im Jahre 2006 nur 45.000 Kronen im Schnitt ausmachte, lag der Unterschied im Jahre 2012 bereits bei 63.000 Kronen. Ursache ist die geänderte Steuerpolitik und die geänderten Regeln der Arbeitslosenversicherung, die Männer, nämlich die besser verdienende Schicht, mehr sparen lässt als Frauen und damit das reale Gehalt erheblich steigen lässt.

Schweden - Kultur
Nach dem neuesten Bechdeltest, der Filme nach seinen Vorurteilen zur Frauenrolle auswertet, haben zwei Drittel der schwedischen Erfolgsfilme der letzten zehn Jahre vollkommen versagt. Um den Test zu bestehen müssen in den Filmen lediglich zwei Frauen des Filmes, die namentlich genannt werden, ein einziges Mal über etwas anderes reden als über Männer. Zwischen 2008 und 2012 haben von 15 Filmen nur Snabba Cash und Åsa Nisse wälkom to Knohult diesem Kriterium entsprochen, im Gegensatz zu Erfolgen wie Jägarna2, Män som hatar kvinnor oder die Arn-Filme.

Schweden - Kultur
Die Literaturwissenschaftlerin Sara Danius, Tochter der umstrittenen Autorin Anna Wahlgren, wurde nun, nachdem sie bereits Mitglied im Vetenskapsrådet und der Vitterhetsakademien ist, auch in die Svenska Akademien gewählt, wo sie nach Knut Ahnlund auf dem Stuhl Nummer 7 Platz nimmt. Danius hat sich insbesondere auf die französische Literatur des 20. Jahrhunderts spezialisiert und arbeitete über Marcel Proust und Gustave Flaubert. Die Professorin an der Hochschule in Södertörn fühlt sich geehrt in die Akademie aufgenommen worden zu sein, befürchtet jedoch, dass sie nun einige andere Aufgaben nicht weiter ausüben kann.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

söndag, november 25, 2012

Nachrichten vom 25. November 2012

Schweden - Politik
Die Sozialdemokraten Schwedens greifen bei ihrer neuen Parteipolitik zum Begriff Zukunftspartei um sich einen modernen Anstrich zu geben und haben dabei vergessen, dass es in Schweden seit 1995 bereits eine Partei gibt, die sich Zukunftspartei nennt und sich im extremen rechten Flügel ansiedelt. Die Führungsschicht der Sozialdemokraten sieht bei dieser Parallele  kein Problem, denn für sie soll Zukunftspartei nur ausdrücken, dass sie an morgen denken, auch wenn ihr Programm bisher mehr aus der Schublade kommt als der Zukunft.

Schweden - Wirtschaft
Auf Grund der zahlreichen Klagen und Beschimpfungen in den sozialen Medien im vorigen Jahr, haben dieses Jahre nahezu alle Weihnachtskataloge mit Kindern die sichere Karte gezogen und verhindern damit wegen dem Herausheben von Frauenrolle und Männerrolle in die Kritik zu geraten. Noch nie haben so viele Jungen gebügelt, mit Puppen gespielt oder stehen hinter einem Spielzeugofen wie dieses Jahr, während die Mädchen mit einem Feuerwehrauto spielen oder mit Werkzeug in den Händen abgebildet sind. Die Kritiker vergessen dabei jedoch, dass nicht das Foto in einem Katalog die Rollen verteilt, sondern vor allem die Erziehung zu Hause.

Schweden - Wirtschaft
Nach der dänischen Zeitung Berlingske Tidende werden die Personalkürzung bei der Fluggesellschaft SAS ausschließlich Angestellte in Norwegen und Dänemark treffen, während man in Stockholm vermutlich sogar bald zusätzliches Personal in der Verwaltung benötigt. Natürlich wird man den Angestellten in Kopenhagen und Oslo in diesem Fall einen Arbeitsplatz in Schweden anbieten, was jedoch wegen der Wohnungsnot in Stockholm und der Familie in Oslo oder Kopenhagen für wenige Angestellte in Frage kommt. Bereits nach wenigen Tagen zeigt sich nun, dass nur die schwedische Seite beim neuen Abkommen als gewisser Gewinner zu sehen ist.

Schweden - Recht
Die schwedische Justizministerin Beatrice Ask will zum 1. Juli 2014 eine neue Regelung und härtere Strafen bei Geldwäsche einführen, da diese Art von Kriminalität gegenwärtig nur oberflächlich geregelt ist, obwohl Geldwäsche in Schweden zu einem immer bedeutenderen Problem wird. Nach Beatrice Ask sollen insbesondere härtere Strafen von Geldwäsche abhalten, auch wenn man bisher feststellte, dass hohe Strafen gegen organisierte Kriminalität noch nie eine Wirkung zeigte. Das Problem liegt eher daran, dass es in Schweden gegenwärtig rund 4000 Wechselbüros gibt, die man kaum überwachen kann.

Schweden - Verkehr
Nachdem jeder siebte Autofahrer bereits einmal hinter dem Steuer einnickte und dadurch wegen Übermüdung zu einer Gefahr auf der Straße wurde, will das Straßenverkehrsamt nun nach Methoden suchen, die die Müdigkeit eines Autofahrers messen und beweisen lassen, damit das existierende Gesetz zur Verkehrsgefährdung auch zur Anwendung kommen kann. Bisher reicht es, dass der Autofahrer vor der Polizei angibt, dass er trotz offensichtlicher Müdigkeit, selbst nach einem Unfall, nicht müde war, sondern eine andere Ursache für das Fahrverhalten oder den Unfall verantwortlich war.

Schweden - Unterricht
Obwohl das Reichsinternat in Sigtuna bereits voriges Jahr wegen Mobbing und kriminellen Handlungen der Schüler vom Schulamt kritisiert wurde, gingen zwischenzeitlich neue Klagen beim Schulamt ein. Unter anderem soll ein Mädchen gezwungen worden sein sexuelle Handlungen vor männlichen Schülern auszuführen. Der Direktor der Schule ist sich keinerlei Unachtsamkeit bewusst und hält Kränkungen in seiner Schule für ausgeschlossen. Der Direktor ist der festen Meinung, dass Angelegenheiten wie in Sigtuna einfach in allen Schulen vorkommen.

Schweden - Umwelt
Nach dem schwedischen Amt für Naturschutz handelt die Bevölkerung des Landes hinsichtlich elektrischem und elektronischem Abfall umweltfeindlich, denn jedes Jahr wirft jeder Schwede im Durchschnitt 16,27 Kilogramm elektrischen oder elektronischen Abfall weg, teilweise weil die Geräte wegen ihrer Bauweise nicht zu reparieren sind, teilweise aber auch voll funktionsfähige Geräte, die man nicht mehr haben will. Auch wenn man in den Recyclinganlagen versucht so viel wie möglich in den Kreislauf zurückzuführen, so kostet dies enorme Mengen Energie, die ebenfalls der Umwelt schaden. Nach dem Umweltsamt ist daher dringend eine Umerziehung der Bevölkerung nötig.

Schweden - Gesellschaft/Immobilien
Die Frauenhäuser Schwedens fordern Regierung und Gemeinden dazu auf sich auf ihre Verantwortung zu besinnen und Mietwohnungen für Frauen zu schaffen, die sich wegen häuslicher Gewalt an die Frauenhäuser wenden. Gegenwärtig ist es in kaum einer Gemeinde möglich allen Frauen zu helfen, die dringend Hilfe benötigen, obwohl die Frauenhäuser bereits heute viele bedürftige Frauen in Jugendherbergen unterbringen. Aber selbst dies ist keine Lösung, da auch hier die Plätze knapp sind. Gegenwärtig muss ein Teil der Frauen sogar zu ihren Männern zurückkehren, obwohl sicher ist, dass sie dort gequält, misshandelt oder auch vergewaltigt werden.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin