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torsdag, januari 29, 2026

Nachrichten, 29. Januar

Schweden - Politik
Auch wenn die Liberalen Schwedens nach den letzten Meinungsumfragen im Januar dachten dass ihre Unterstützung durch die Wähler nicht noch mehr in die Tiefe gehen könne, zeigte die neue Meinungsumfrage des Instituts Indikator dass die Liberalen gegenwärtig gerade noch 1,4 Prozent der Wähler hinter sich haben, Zahlen mit denen sie auf keinen Fall wieder in den Reichstag kommen können. Aber auch die Christdemokraten erreichen nun die Sperrgrenze nicht mehr, was die Position der nationalistischen Schwedendemokraten immer mehr stärkt.

Schweden - Politik
Die schwedische Finanzministerin Elisabeth Svantesson teilte während einer Reichstagsdebatte mit dass die Regierung untersuchen werde ob Schweden nicht den Euro einführen solle und argumentierte hierbei mit der veränderten Sicherheitslage Schwedens, ohne dass sie den Zusammenhang zwischen der Währung und der Sicherheitslage Schwedens erklärte. Svantesson griff hiermit insbesondere die Forderung der Liberalen auf, vernachlässigt jedoch Wirtschaftswissenschaftler, die der Meinung sind dass die schwedische Krone stabiler sei als der Euro.

Schweden - Politik/Ausbildung
Die schwedische Ausbildungsministerin Simona Mohamsson teilte mit dass ab Herbst in allen Grundschulen Schweden die Benutzung von Smartphones während des Unterrichts verboten werde. Dieses Verbot soll auch für Freizeitaktivitäten der Schüler gelten, da nur dies einen geregelten Unterricht ermögliche. Das Gesetz soll bereits zum 1. August des Jahres gelten, wobei parallel hierzu auch die Diskussionen über ein Mobilverbot aller Jugendlichen unter 15 Jahren diskutiert.

Schweden - Politik/Gesellschaft
Die schwedische Regierung präsentierte nun ihren Plan zur Bekämpfung der Gewalt gegenüber Frauen. Der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson will in diesem Zusammenhang einen Rat zum Frauenfrieden gründen bei dem er selbst den Vorsitz übernehme und von anderen Ministern unterstützt werde, die sich gemeinsam mit Fachkräften und Wissenschaftlern zusammensetzen sollen um eine konkrete Lösung gegen Frauengewalt zu finden. In der Tat will Kristersson hiermit allerdings vor allem Wählerstimmen für die kommenden Wahlen finden.

Schweden - Politik/Recht
Die schwedische Regierung will das Gesetz zur illegalen Nutzung von IP-Fernsehen ändern und die unbezahlte und ungenehmigte Nutzung mit einer Gefängnisstrafe bestrafen, statt, wie bisher, mit einer Geldstrafe. Bei diesem Gesetzesvorschlag will die Staatsanwaltschaft sogar noch härter vorgehen als der Untersuchungsausschuss der Regierung und auch Hausdurchsuchungen weitgehend ermöglichen. Nach offiziellen Zahlen sollen gegenwärtig rund 700.000 Schweden illegal Internetkanäle nutzen und der Wirtschaft auf diese Weise einen enormen Schaden zufügen.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

fredag, mars 14, 2025

Nachrichten, 14. März

Schweden - Politik
Die schwedische Regierung wird von der Organisation für ökonomische Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sehr hart für seine Umweltpolitik kritisiert da die aktuelle Umweltpolitik dazu führen muss dass Schweden nicht nur das europäische Ziel verfehlen muss, sondern auch das schwedische Ziel. Als Hauptursache sieht die OECD die Steuersenkungen auf herkömmlichen Treibstoff und die geringe Beimischung von ökologischem Treibstoff in Benzin und in Diesel. Die Organisation weist darauf hin dass Schweden ein Musterbeispiel Europas in der Klimapolitik war, bis die rechts orientierten Parteien die Macht übernahmen.

Schweden - Wirtschaft/Ernährung
Nach dem Statistischen Amt Schwedens ging die Inflation im Februar das Jahres um 2,9 Prozent nach oben und die Lebensmittelpreise sogar um 3,9 Prozent. Dass der Durchschnittspreis für Lebensmittel überdurchschnittlich anstieg, liegt insbesondere daran dass Kaffee und Butter um nahezu 30 Prozent teurer wurden, aber auch Süßigkeiten und gesüßte Produkte um knapp zehn Prozent teurer wurden. Die schwedischen Lebensmittelketten scheinen die Krisenzeit deutlich für die Gewinnsteigerung auszunutzen.

Schweden - Arbeitswelt
Bei der aktuellen Diskussion um die Arbeitszeitverkürzung legte der Gewerkschaftsbund LO eine Studie vor die belegt dass die schwedischen Arbeitnehmern zu jenen gehören die pro Jahr am meisten Arbeitsstunden innerhalb der europäischen Länder leisten, da sie im statistischen Schnitt jedes Jahr 800 Stunden lang Arbeit leisten. Nach dieser Studie leisten innerhalb Europas nur die Niederländer mehr Arbeitsstunden als die Schweden. Die schwedische Wirtschaft bestreitet diese Aussage, ohne bisher Gegenbeweise vorlegen zu können.

Schweden - Ausbildung
Ein Untersuchungsausschuss der schwedischen Regierung kommt zum Ergebnis dass Schweden beim Mobilverbot in Schulen den Weg Dänemarks gehen solle, also jedes Handy während der Schul- und Pausenzeit verboten sein solle. Nach der Auswertung sollen Lehrer vor Schulbeginn sämtliche Handys der Schüler einsammeln und erst wieder nach Ende der Schule wieder verteilen. Nach Meinung der Schwedendemokraten sollen Schüler der Grundschule ohnehin keinerlei Handys oder Mobile anwenden.

Schweden - Wirtschaft
Mit extrem hohen Schulden meldete der schwedische Batteriehersteller Northvolt nun für sämtliche der schwedischen Firmen beim Stockholmer Amtsgericht den Konkurs an. Wirtschaftsministerin Ebba Busch will das Unternehmen auf jeden Fall wieder zum Leben erwecken und gegebenenfalls staatliche Gelder in den Wiederaufbau setzen. Der Konkursverwalter sieht dies nicht unbedingt als eine gute Lösung, spricht jedoch davon einen chinesischen Interessenten für das sehr angeschlagene Unternehmen, was allerdings bedeutet dass auch die gesamte Technik der Herstellung in chinesische Hände geraten wird.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin