lördag, september 19, 2026

Nachrichten, 19. September

Schweden - Politik
Gestern beauftragte der schwedische Reichstagspräsident Andreas Norlén  Magdalena Andersson, die Vorsitzende der Sozialdemokraten, mit der  Regierungsbildung, wobei er vorab mit sämtlichen Parteiführern  gesprochen hatte. Allerdings kann Andersson nur die Regierung bilden  wenn die Zentrumspartei tatsächlich die Wahl Anderssons unterstützt  und bereit ist auch mit den Linken Schwedens zu diskutieren, denn der  Traum von Elisabeth Thand Ringqvist, der Vorsitzenden der  Zentrumspartei, eine Mitte-Rechts-Regierung mit den Christdemokraten  zu schaffen und die Linken als unmündig zu erklären, kann nur zu  Neuwahlen führen, bei denen die Zentrumspartei und die Liberalen dann  an der Sperrgrenze scheitern können.

Schweden - Politik
Während der gestrigen Pressekonferenz machte Elisabeth Thand  Ringqvist, die Vorsitzende der Zentrumspartei, erneut deutlich dass  sie mit den Linken Schwedens nicht sprechen werde und die Partei nicht  in einer schwedischen Regierung akzeptieren werde, auch wenn die  Wähler des Landes den Linken mehr Vertrauen schenken als Thand  Ringqvist selbst. Die Politikerin will auf jeden Fall eine Regierung  der Mitte in der jede linke Bewegung, und auch jede extrem rechte  Bewegung, ausgeschlossen sei. Ihre ideale Zusammensetzung der  kommenden Regierung schließt auch große Teile der sozialdemokratischen  Politik aus.

Schweden - Politik
Während einer Pressekonferenz kritisierte Nooshi Dadgostar, die  Vorsitzende der Linken Schwedens, die Weigerung der Zentrumspartei  sich mit der linken Partei überhaupt an einen Verhandlungstisch zu  setzen, zumal die Linken mehrmals deutlich machten dass sie in  mehreren Punkten kompromissbereit seien. Dadgostar sieht diese  Weigerung zum Gespräch als deutliche Aussage dass die Vorsitzende in  antidemokratischer Weise die Linken zum Schweigen bringen will und  gegen das Interesse der Wähler handele, die indes die Linken zur  viertgrößten Partei des Landes wählten.

Schweden - Politik
Auch wenn die Menge der Islamisten, die in Schweden wählen dürfen,  extrem gering ist, da nur knapp über 200.000 Moslems dieses Recht  haben und nur ein Teil unter ihnen als Islamisten gesehen werden  können, so behauptet Jimmie Åkesson, der Vorsitzende der  Schwedendemokraten, dass Islamister dazu geführt hatten dass die  Linken Schwedens so viele Stimmen gewonnen haben. Nach Umfragen haben  nicht einmal die rund 200.000 Moslems für die Linken gestimmt, sondern  lediglich mehrheitlich für den linken Block, was bei der extremen  Ausländerfeindlichkeit des rechten Blocks logisch ist.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und  Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

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