Visar inlägg med etikett Luftabwehr. Visa alla inlägg
Visar inlägg med etikett Luftabwehr. Visa alla inlägg

måndag, januari 12, 2026

Nachrichten, 12. Januar

Schweden - Politik
Der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson teilte, gemeinsam mit Verteidigungsminister Pål Jonson, mit dass die Regierung 16 Milliarden Kronen in die schwedische Luftabwehr investieren werde um im Kriegsfall die Zivilbevölkerung des Landes zu schützen. Dieser Schritt wird dadurch erklärt dass man sehr viel von der Verteidigung der Ukraine gelernt habe und diese Strategien nun auch für Schweden umsetzen werden. Aus welchen Budgets diese Gelder entnommen werden, teilte Kristersson bisher nicht mit.

Schweden - Immobilien
Nach den neuen Statistiken stiegen die Preise für Genossenschaftswohnungen im vergangenen Jahr um 1,4 Prozent und jene für Villen um 2,1 Prozent, ausgenommen in der Region Västerbotten, wo nach dem Konkurs von Northvolt dort enorm viele Häuser verkauft werden. Sehr negativ auf die Käufer wirken sich auch die Zinsen auf Immobilien aus, denn diese stiegen im letzten Jahr im statistischen Schnitt um fünf bis sechs Prozent an, trotz sinkendem Leitzins.

Schweden - Verkehr/Umwelt
Eigentlich war vorgesehen dass gestern die Nachtzüge zwischen Stockholm und Luleå wieder verkehren sollten, da die Schneeprobleme weitgehend beseitigt waren. Allerdings stieg nun die Temperatur in Nordschweden auf minus 30 bis minus 35 Grad, was bedeutet dass Teile der Strecke so stark vereiste dass eine sichere Fahrt auf diesen Gleisen nicht mehr garantiert werden kann. Da diese Kälte auf jeden Fall bis Montag anhalten wird, ist erneut unbekannt wann die Nachtzüge auf dieser Strecke wieder verkehren können.

Schweden - Gesellschaft
Nach einer Meinungsumfrage des Instituts Indikator, die im Auftrag des Schwedishen Rundfunks erstellt wurde, zeigt deutlich dass sich 55 Prozent der Schweden für weitere Waffenlieferungen in die Ukraine aussprechen, auch wenn dadurch Projekte in Schweden begrenzt werden. Gleichzeitg waren allerdings auch 25 Prozent der Befragten der Meinung dass die Ukraine einen Teil ihrer Gebiete aufgeben solle, sollte dies zu einem Friedensvertrag führen. 49 Prozent der Befragten gaben an dass es eine sehr schlechte Lösung sei wenn die Ukraine Gebiete an Russland abgebe.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin


tisdag, april 02, 2019

Nachrichten, 2. April 2019

Schweden - Politik
Die schwedische Finanzministerin Magdalena Andersson gab gestern bei ihrer Prognose bekannt, dass man beim kommenden Frühjahrsbudget mit keinerlei größeren Reformen rechnen kann, da dies das von den Moderaten, Christdemokraten und Schwedendemokraten aufgedrückte Jahresbudget dies zulässt. Erschwerend kommt hinzu, dass, nach Meinung der Regierung, die Wirtschaft nicht mehr auf die gleiche Weise wachsen wird wie die vergangenen beiden Jahre, also nicht mit Zusatzeinnahmen zu rechnen sei. Die Moderaten kritisierten bereits nun, dass die Regierung im Frühjahr keine zusätzlichen Gelder für die Polizei vorsieht, das dies maßgeblich für die Sicherheit des Landes sei.

Schweden - Politik
Nach Informationen des staatlichen Rundfunks Sveriges Radio kommt das Materialamt der Verteidigung in einer geheimen Studie zum Ergebnis, dass der Kauf des amerikanischen Luftabwehrsystems Patriot übereilt und ohne jede solide Berechnung gutgeheißen wurde. In der Tat könnte das Patriot-System statt den bisher angegebenen 12,1 Milliarden Kronen problemlos die drei- oder vierfache Menge kosten. Nach dem Amt hat die Regierung beim Absegnen des Kaufes auf jede Kostenanalyse verzichtet. Bisher ist auch nicht bekannt wie das Abwehrsystem in der gegenwärtigen Verteidigungsstrategie integriert werden kann. Die erste Lieferung des Patriot-Systems ist bereits für 2021 vorgesehen.

Schweden - Umwelt
Nachdem der Oberste Gerichtshof Schwedens das Urteil hinsichtlich eines Kalkbruchs im Ojnareskogen auf Gotland nicht überprüfen will, ist das vorherige Urteil rechtskräftig geworden, was bedeutet, dass der Schutz der Natur höher eingestuft wird als der geplante Kalkbruch. Die finnische Firma Nordkalk, die dort bedeutende Mengen an Kalk abbauen wollte, will nun den Europäischen Gerichtshof anrufen, in der Hoffnung die schwedische Regierung damit zum Schadenersatz zu zwingen, da die Regierung auch den zwischenzeitlichen Kalkabbau während der Gerichtsverhandlungen untersagte. Der Ojnarskogen gehört zum europäischen Naturschutzgebiet Natura 2000.

Schweden - Umwelt
Nach dem Branchenverband Svensk Vatten lässt der Schutz von Trinkwasser in Schweden stark zu wünschen, was damit zusammenhängt, dass es keine staatliche Pflicht dafür gibt bei bedeutenden, natürlichen Trinkwasserreservoirs auch eine Wasserschutzzone einzurichten. Nach den Zahlen des Branchenverbands werden für rund 1,5 Millionen Schweden keinerlei Schutzmaßnahmen zum Trinkwasserschutz vorgesehen, so dass Trinkwasserquellen problemlos auf Grund von Unfällen mit Risikogut verunreinigt werden können.

Schweden - Gesellschaft
Vor zwei Jahren gab die Regierung dem Sozialamt zum Auftrag zu untersuchen welche Ausmaße die Ehrengewalt in Schweden einnimmt. Als nun das Ergebnis vorgestellt wurde, zeigten sich sämtliche Organisation, die sich mit Ehrengewalt in praktischer Weise auseinandersetzten, bestürzt, denn das Sozialamt kam, nach zwei Jahren Tätigkeit, zum Ergebnis, dass eine solche Analyse nicht möglich sei, da die Gemeinden und Regionen unterschiedliche Statistiken erstellen würden, so dass man die Zahlen nicht vergleichen könne. Deutlich wurde dabei lediglich, dass sich das Sozialamt keinerlei eigene Mühe machte sich ein Bild über Ehrengewalt zu schaffen, sondern lediglich unterschiedliche Statistiken auswerten wollte.

Schweden - Gesellschaft
Nach den Zahlen des schwedischen Gesundheitsamts hat sich die Menge der Schweden, die krankhaft spielabhängig sind, während der letzten zehn Jahre verdoppelt und liegt nun bei rund 45.000 Personen. Als besonders problematisch sieht das Amt, dass es sich dabei mittlerweile um 68 Prozent an Frauen handelt, die abhängig vom Glücksspiel sind und mindestens 30.000 Kinder in Familien wohnen in denen mindestens einer der Elternteile abhängig vom Glücksspiel ist, was in den meisten Fällen zu enormen Verschuldungen führt.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

måndag, december 19, 2016

Nachrichten, 19. Dezember 2016

Schweden - Politik
Die schwedische Verteidigung will bei der kommenden Herbstübung Aurora nicht nur die amerikanische Luftabwehr mit zur bisher umfangreichsten Militärübung des Landes einladen, sondern auch die Luftabwehr Frankreichs mit ihrem modernen Abwehrsystem SAMP/T (Aster). Die schwedische Verteidigung hofft dass dabei die eigene Luftverteidigung wertvolle Kenntnisse sammeln wird. Mit dieser Entscheidung entfernt sich die schwedische Regierung deutlich der militärischen Neutralität. Offiziell soll diese internationale Übung Schwedens dem Land auch dabei helfen eine beim Kauf neuer Luftabwehrroboter sinnvolle Entscheidung zu treffen.

Schweden - Arbeitswelt
Während die Wirtschaftsverbände Schwedens bereits verbreiten dass sämtliche Verhandlungen mit dem Gewerkschaftsbund LO hinsichtlich der Arbeitsmöglichkeiten von Flüchtlingen gescheitert seien, spricht LO davon dass sie jedem sinnvollen Vorschlag weiterhin offen ist, aber eine Zwei-Klassen-Gesellschaft ablehne. Die Arbeitgeberverbände wollen durchsetzen dass der Grundlohn von Flüchtlingen nur bei 75 Prozent des geringsten per Tarifvertrag ausgehandelten Betrags liegen soll, also bis zu 40 Prozent unter dem Gehalt der gegenwärtigen Arbeitnehmer, was sich für die Pension dieser Gruppe verheerend auswirken muss, falls die Unterschiede dann nicht von Steuerzahlern bezahlt werden.

Schweden - Ausbildung
Nach einer Umfrage von Journalisten des staatlichen Fernsehens SVT ist es in 40 Prozent der schwedischen Oberstufe üblich dass Schüler zu spät zum Unterricht erscheinen und damit auch den Unterricht stören. Gleichzeitig zeigte die Umfrage auch dass die Leistungen in jenen Schulen in denen das Zuspätkommen üblich ist, schlechter sind und in diesen Schulen der Anteil an Schülern mit nicht-schwedischer Herkunft höher ist als in Schulen in denen die Schüler rechtzeitig zum Unterricht erscheinen.

Schweden - Ernährung/Wirtschaft
Wer in Schweden tatsächlich ökologischen Schinken zu Weihnachten kaufen will, muss das Inhaltsverzeichnis auf den Verpackungen sehr deutlich lesen, denn die hohe Nachfrage nach ökologischem Schinken führte dazu, dass auch jener mit Nitriten und aus wenig ökologischer Landwirtschaft als „ökologisch“ verkauft wird. Nur mit dem ausdrücklichen Krav-Label kann der Käufer sicher sein das tatsächlich gewünschte Produkt zu erhalten. Von den 400 Tonnen an Schinken, die dieses Jahr zu Weihnachten über den Ladentisch gehen, sind nur etwa 10 Tonnen mit dem Label Krav versehen.

Schweden - Gesundheit
Immer häufiger wählt die schwedische Bevölkerung den Notruf 112 und erlebt dabei dass die Wartezeiten bei etwa 15 Sekunden liegen, obwohl die offizielle Wartezeit keine acht Sekunden überschreiten soll. Diese Wartezeit liegt insbesondere daran dass im vergangenen Jahr die Anzahl der Anrufe um 115.000 anstieg, worauf das Personal nicht vorbereitet war. Die Grundursache für die steigende Zahl der Anrufe wird in der wachsenden Bevölkerungszahl, dem steigenden Anteil der älteren Bevölkerung, aber auch in der Tatsache dass ältere Personen früher erst ihre Kinder anriefen und heute direkt 112 wählen, gesehen.

Schweden - Internet
Nach der schwedischen Regierung sollen bis 2025 mindestens 98 Prozent der schwedischen Bevölkerung einen Zugang zu Internet haben, der mindestens ein Gigabyte pro Sekunde ausmacht. Der grüne Digitalisierungsminister Peter Eriksson geht dabei allerdings davon aus dass gegenwärtig 75 Prozent der Bevölkerung über einen Anschluss von mindestens 100 Megabyte pro Sekunde verfügen, was jedoch ein rein theoretischer Wert ist, der in den meisten Fällen bei einem Drittel der Angabe liegt. Auch bei Internet per Glasfieber spricht der Minister nur von der Chance eines Anschlusses und vergisst dass dieser Anschluss aus Kostengründen Mietern und Hausbesitzern meist unmöglich ist. Auch darüber wie viel Geld die Regierung in das Projekt setzen will, spricht Eriksson nicht, da die Kosten dafür bei weit über fünf Milliarden Kronen liegen würden.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin