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lördag, juli 23, 2016

Nachrichten, 23. Juli 2016

Schweden - Politik
Bereits am Tag nach dem Putschversuch in der Türkei hat die türkische Regierung die schwedische Bevölkerung gebeten sämtliche Gülan-Sympathisanten zu denunzieren indem sie eine bestimmte Telefonnummer anrufen und die Personen nennen, eine Hexenjagd, die sich auch in anderen europäischen Ländern zeigt. Der Aufruf gleicht der Handlung der härtesten Diktaturen weltweit und könnte als illegale Spionageaktivität ausgelegt werden. Für die Regierung Erdogan könnte diese Aktion allerdings auch das Ende eines EU-Beitritts bedeuten.

Schweden - Politik
Auch wenn Migrationsminister Morgan Johansson noch vor kurzem erklärte dass noch dieses Jahr bei etwa 15.000 Jugendlichen, die ohne Pass in Schweden ankamen, eine Altersbestimmung erfolgen würde, die die Regierung von Kinderärzten auf das rechtsmedizinische Institut verlagerte, so teilt das Institut nun mit, dass bis Ende 2016 von maximal 400 Jugendlichen das Alter bestimmt werden kann, und erst 2017 der Rhythmus etwas erhöht werden kann. Für die schwedische Regierung ist dies ein Rückschlag, denn rund 70 Prozent aller Personen, die sich als minderjährig bezeichnen, kommen ohne jedes Ausweispapier nach Schweden.

Schweden - Wirtschaft
Obwohl die Werbung am Rande der schwedischen Straßen ohne Sondergenehmigung der Regionalregierung, verboten ist, tauchen entlang der schwedischen Straßen immer mehr Lastwagen und andere Gefährte mit eindeutiger Werbung auf, ohne dass überhaupt ein Antrag für eine entsprechende Genehmigung gestellt wurde. Auf Grund einer Gesetzeslücke und der Notwendigkeit, dass mehrere Ämter zusammenarbeiten müssen um die illegale Werbung zu beseitigen, setzen immer mehr größere Unternehmen auf diese Art von Werbung.

Schweden - Umwelt/Freizeit
Nach den aktuellen Zahlen des Meeres- und Wasseramtes Schwedens sind gegenwärtig elf offizielle Badestellen nicht zum Baden geeignet, da das Wasser eine zu hohe Menge an schädlichen Bakterien enthält. Bei einer unbekannten Menge an Badestellen ist die Wasserqualität unbekannt, da während des Sommers zu wenige Wasserproben analysiert werden. Aber auch an stark verunreinigten Badeplätzen wird regelmäßig gebadet, von Flüchtlingen, die kein Schwedisch sprechen, da die Schilder fast immer nur in schwedischer Sprache angebracht werden.

Schweden - Umwelt/Gesellschaft
Immer mehr schwedische Recyclinganlagen verweigern mittlerweile die Annahme von schwarzen Müllsäcken und fordern ausschließlich durchsichtige Säcke. Dieses Verbot soll einerseits verhindern dass sich Müllarbeiter an spitzigen Gegenständen verletzten, die in schwarzen Säcken unsichtbar bleiben, zum anderen soll dadurch verhindert werden dass die Bevölkerung unzulässige Abfälle zum Recycling schickt, da man bei durchsichtigen Säcken unmittelbar den Inhalt der Müllsäcke erkennen kann.

Schweden - Umwelt
Mit der Sommerwärme, die in Schweden einsetzte, hat sich auch eine Plage stark vermehrt, denn immer mehr Ratten bevölkern das Land, mit einer Geschwindigkeit, die in den kommenden Jahren zu erheblichen Problemen führen kann. Dass sich Ratten in der Wärme wohl fühlen, ist eine bekannte Sache, aber die Ursache für die rege Vermehrung liegt beim Menschen, denn in der Wärme sind in Schweden auch Picknicks an der Tagesordnung, und dabei landet sehr viel Abfall, der Ratten anzieht, in den Parkanlagen des Landes statt in den Mülltonnen.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

fredag, maj 22, 2015

Nachrichten, 22. Mai 2015

Schweden - Politik
Im Gegensatz zur nationalen Politik in der die politische Blockbildung als unumstößlich gilt, haben sich auf regionaler und lokaler Ebene zahlreiche blockübergreifende Regierungen gebildet, die den Einfluss der nationalistischen Sverigedemokraterna ausschließen und eine stabile Regierung schaffen, wenn auch auf Kosten der Wähler, deren politische Entscheidung dadurch kaum noch eine Rolle spielt, da in rund 100 Gemeinden, bzw. teilweise auch Regionen, eine rechts-linke Mischregierung entscheidet ohne dass die Wähler noch eine politische Richtung vorgeben können.

Schweden - Politik
Obwohl Ministerpräsident Stefan Löfven es als wichtigste Aufgabe sieht, dass jedes Unternehmen einen Tarifvertrag unterschreibt und Arbeiter nicht ausgebeutet werden können, konnten Journalisten des Aftonbladet aufdecken, dass sich Löfven persönlich kaum an seine politischen Gedanken hält, denn für den Bau seines Ferienhauses bei Örnsköldsvik beauftragte er ein Unternehmen das keinerlei Tarifverträge eingegangen ist und die Arbeitsbedingungen der Angestellten daher zumindest als zweifelhaft betrachtet werden können. Als Erklärung argumentiert Ministerpräsident Löfven, dass er dachte, dass es sich um ein Ein-Mann-Unternehmen handele und er deshalb die Frage nach einem Tarifvertrag nicht stellte, obwohl ihm Internet in einer Minute einige Fragen beantworten können hätte.

Schweden - Politik
Die bürgerliche Opposition will die Regierung dazu zwingen die Gewinnfrage in der Wohlfahrt neu zu untersuchen, allerdings unter Einbeziehung aller Aspekte. Nach Meinung der Opposition soll die von der Regierung bereits eingeleitete Untersuchung nur die Möglichkeit der Gewinnbegrenzung untersuchen um den privaten Unternehmen die Überlebensmöglichkeit zu nehmen, nicht jedoch die Vorteile dieser Unternehmen mit in die Untersuchung aufnehmen. Die Opposition fordert auch die Qualitätsfrage der Wohlfahrtsunternehmen zu bewerten, sowohl jene der kommunalen als auch der privaten Einrichtungen.

Schweden - Politik
Gestern stiegen zwei Abfangjäger der schwedischen Luftwaffe auf um einem russischen Bomber, der Richtung Öland unterwegs war, das Eindringen in den schwedischen Luftraum zu verwehren. Die russische Maschine hatte zu keiner Sekunde den internationalen Luftraum verlassen. Der schwedische Oberbefehlshaber Sverker Göranson betrachtet den russischen Flug als Aggression auf die man antworten muss, will jedoch nicht davon sprechen, dass Schweden für die Nato nahe der russischen Grenze spioniert und die Zusammenarbeit Schwedens mit der Noto die Spannung zwischen den beiden Ländern bedeutend erhöhen kann.

Schweden - Wirtschaft
Der Wirtschaftsgerichtshof hat in einem Urteil, das nicht angefochten werden kann, entschieden, dass in Zukunft Telefonverkäufer auch Privatpersonen auf ihrem Handy anrufen können ohne von den Angerufenen eine ausdrückliche Zustimmung zu haben, und dies, obwohl die absolute Mehrheit der Schweden diese Anrufe nicht haben will. Das Verbraucheramt hat in diesem Rechtsstreit eine der größten Niederlagen erlebt und kann nun nur noch auf eine politische Entscheidung hoffen. Telefonverkäufer zeigen sich in den letzten Monaten immer aggressiver und zwangen sehr häufig schwache Personen zu Verträgen, die diese auf keinen Fall wollten.

Schweden - Umwelt
Kurz vor der Badesaison in Schweden kommt der Lagebericht zu schwedischen Badegewässern und zeigt, dass dieses Jahr 16 der 444 Badeplätze nach den Analysen nicht mehr zum Baden geeignet sind. Insgesamt wurden von den den schwedischen Badestellen an denen täglich mindestens 200 Badende gezählt werden, 56 Prozent als hervorragend eingestuft, was weit unter dem europäischen Schnitt liegt. Die Ursache dieses Problems ist allerdings unbekannt.

Schweden - Umwelt/Natur
Das schwedische Naturschutzamt gab gestern bekannt, dass die 29 gegenwärtigen Nationalparks von 29 auf 34 anwachsen können. Unter anderem sollen in den kommenden Jahren Gebiete bei Arvidsjaur, auf den Schären vor Stockholm und Teile Gotlands als Nationalparks ausgezeichnet werden. Allerdings kann es noch bis 2020 dauern bis die fünf neuen Nationalparks entstehen können, denn das entsprechende Land muss erst vom Staat erworben werden und es müssen alle zusätzlichen Strukturen wie Eingänge, Informationstafeln und anderes geplant werden.

Schweden - Gesellschaft
Eine Untersuchung des Karolinska Instituts belegt, dass sich schwedische Kinder im Alter von vier Jahren nur die Hälfte ihrer Wachphase bewegen und sich nur 31 Prozent dieser Kinder so viel bewegen wie die WHO empfiehlt, nämlich eine Stunde am Tag eine Art Hochleistung bringen. Als eine der wichtigsten Ursachen gelten die Eltern, die ihre Kinder zu viel vor Tabletts, Smartphones und Computer sitzen lassen und selbst an Wochenenden die gemeinsame Freizeitaktivität stark abnimmt.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

onsdag, maj 28, 2014

Nachrichten vom 28. Mai 2014

Schweden - Politik
Die schwedische Regierung bezahlte im vergangenen Jahr 90 Milliarden Kronen an Hilfsorganisationen aus ohne zu wissen in welchen Händen das Geld tatsächlich gelandet ist. Um Abgaben an Europa, Unterstützungen für das Gesundheitswesen oder Entwicklungshilfe zu bezahlen, bedient sich die Regierung verschiedener Ämter, entscheidet jedoch konkret wer welche Summen wer erhalten soll. Auf Grund der verwickelten Abwicklung der Zahlungen ist es nun jedoch nicht mehr möglich dem Fluss der 90 Milliarden Kronen zu folgen.

Schweden - Politik
Der Europarat kritisiert Schweden erneut für seine lasche Handhabung zum Menschenhandel, da Schweden über keinerlei Handlungsplan in diesem Bereich verfügt, Anzeigen nur in seltenen Fällen zu einem Urteil führen und das Ausländeramt bereits Personen aus Schweden auswies, die Opfer krimineller Vereinigungen waren und deshalb statt ausgewiesen zu werden, einen besonderen Schutz benötigten. Nur in einem Bereich des Menschenhandels wurde Schweden gelobt, nämlich im Kampf gegen Menschenhandel zu sexuellen Zwecken.

Schweden - Politik
Die nazistische Partei Svenskarnas Parti will sich bei den kommenden Gemeindewahlen in 35 Gemeinden des Landes aufstellen. Es handelt sich dabei um die einzige Partei Schwedens in der Personen, die bereits kriminelle Taten begingen, die im Zusammenhang mit der Aktivität der Partei zusammenhängen, in die Stadt- und Gemeinderäte ziehen wollen. Die Partei selbst sieht sich allerdings nur als nationalistisch und nicht als nazistisch, obwohl 50 ihrer Kandidaten eindeutig mit nazistischen Organisationen in Verbindung sind. Die Parteispitze verteidigt indes sowohl die nazistische Anknüpfung als auch die Straftaten damit, dass alle Handlungen gemäß einer demokratischen Freiheit erfolgten und die aktuellen Gesetze des Landes geändert werden müssen.

Schweden - Gesundheit/Medizin
Nach Aussagen der Vereinigung der schwedischen Gemeinden und Regionen wird es in diesem Sommer nicht zu den bisher üblichen Problemen in der Krankenversorgung kommen, da die Krankenhäuser die fehlenden Krankenschwestern über Zeitarbeitsunternehmen anfordern werden und die fehlenden Betten bei privaten Kliniken angemietet werden. Hinzu kommt, dass die vorhandenen Krankenschwestern, gegebenenfalls über Zulagen, ihren Urlaub besser über das Jahr verteilen werden. Das Problem über eine bessere Bezahlung von neu ausgebildeten Krankenschwestern zu lösen, ist allerdings nicht im Gespräch.

Schweden - Gesundheit

Nach einem Regierungsvorschlag sollen Jugendliche, die nach den Massenimpfungen gegen die Schweinegrippe in den Jahren 2009 und 2010 an Narkolepsie erkrankten, für die folgenden Beeinträchtigungen einen Schadenersatz vom Staat erhalten können, auch wenn die Anwälte der Betroffenen schon heute sagen dass die vorgesehene Summe zu niedrig ist, da es Geschädigte gibt, die wegen ihrer Krankheit ihr Leben lang nicht arbeiten können. Die Regierung will zusätzlich fordern, dass Antragsteller während der Impfung jünger als 20 Jahren waren und glaubhaft beweisen können, dass die Krankheit von der Impfung mit Pademrix ausgelöst wurde. Das entsprechende Gesetz wird allerdings frühestens in einem Jahr in Kraft treten.

Schweden - Umwelt
Auf der EU-Liste, die die Wasserqualität der europäischen Badegewässer bewertet, landet Schweden weit abgeschlagen auf dem untersten Teil der Liste, da nach den vorliegenden Analysen nur knapp 80 Prozent der Badegewässer des Landes dem Minimalanspruch Europas gerecht wird. Während im europäischen Schnitt über 82 Prozent der Badegewässer als ausgezeichnet betrachtet werden, sind es in Schweden gerade einmal 58,5 Prozent, also knapp die Hälfte der 446 untersuchten Badeplätze.

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Copyright: Herbert Kårlin

lördag, juli 20, 2013

Nachrichten vom 20. Juli 2013

Schweden - Verkehr
Obwohl jedes Jahr etwa 6000 Personen wegen der schlechten Luftqualität in schwedischen Städten sterben und das Land wegen der schlechten Luft riskiert von Europa mit sehr hohen Strafen belegt zu werden, weigert sich Stockholm das Verbot von Spikes auszudehen, da das Verbot zu schlecht zu kontrollieren sei. Die Umweltministerin Lena Ek plädiert nun an die schwedische Hauptstadt aktiv an einer Luftverbesserung zu arbeiten und nicht darauf zu warten, dass die Regierung eine Umweltabgabe für das Fahren mit Spikes verlangt, da dieser Vorschlag frühestens in 18 Monaten realisiert werden kann.

Schweden - Gesundheit
Wer in Schweden den Notruf 112 wählt, landet in 17 Regionen Schwedens beim Unternehmen SOS Alarm, das sich vertraglich dazu verpflichtet hat, dass die Notrufe von einer ausgebildeten Krankenschwester angenommen wird, die durch gezielte Fragen eine Notsituation auch bewerten kann. Nach einer Untersuchung des staatlichen Fernsehens SVT haben im Sommer zehn Regionen ihre Krankenschwestern durch einfaches Personal ersetzt, da es ihnen auf Grund der Arbeitssituation und der Bezahlung nicht möglich ist Krankenschwestern zu finden. In allen zehn Regionen riskieren die Firmen nun gewaltige Strafen. 

Schweden - Tourismus
Erstmals in diesem Jahrhundert wurden wieder 94 Prozent der schwedischen Badegewässer nach entsprechenden Analysen wieder als zum Baden geeignet bezeichnet, im Gegensatz zu durchschnittlich 88 Prozent. Die Ursache dafür ist vor allem die geringe Regenmenge des Jahres, da es dadurch kaum zu Überschwemmungen kam. Das Hauptproblem für schwedische Badestrände kommt von Darmbakterien von Mensch und Tier, die bei starken Regenfällen in die Seen geschwemmt werden.

Schweden - Gesellschaft
In den letzten 15 Jahren hat sich die Anzahl der Ehen in Schweden um rund 70 Prozent erhöht, wobei man hierbei jedoch bedenken muss, dass sich viele unter ihnen nicht das erste Mal verheiraten. Während sich die meisten Paare nach wie vor am häufigsten an Samstagen verheiraten, hat sich eine andere Tradition geändert, denn immer mehr Frauen behalten mittlerweile nach ihrer Ehe ihren früheren Namen und wählen nicht mehr den Namen des Mannes. Nachdem sich viele Schweden das zweite oder auch dritte Mal verheiraten, sind auch grosse Hochzeitsfeiern seltener geworden, vor allem aber die Hochzeit in Kirchen.

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Copyright: Herbert Kårlin