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fredag, oktober 30, 2020

Nachrichten, 30. Oktober

 Schweden - Politik
Die schwedische Regierung will hinsichtlich des kommenden, neuen Kündigungsrechts das Übereinkommen zwischen der Gewerkschaften der Angestellten und den Arbeitgebern als Grundlage sehen und auf die Forderungen der Arbeitergewerkschaften in keiner Weise eingehen, und behauptet dabei dass es sich schließlich um eine Einigung nach dem schwedischen Modell handele. Wie zu erwarten, so sind weder der Gewerkschaftsbund LO, noch aber die Linken mit dieser Lösung einverstanden, die nach Liberalen und Zentrumspartei als endgültig betrachtet werden soll. Die Regierungskrise kann daher auf keinen Fall als Aktenleiche gesehen werden.

Schweden - Recht
Wie erst jetzt bekannt wurde, untersucht das Nationale Forensische Zentrum  NFC seit 20 Jahren keinerlei von der Polizei eingesandten DNA-Spuren, die unterhalb einem gewissen Grenzwert liegen, was bedeutet, dass eine bedeutende Menge an Fällen nicht aufgeklärt werden kann. Während die Generaldirektorin des NFC dieses Aussortieren verteidigt, da die Kapazität des Zentrums begrenzt sei und, nach ihrer Meinung, diese Proben ohnehin kein Ergebnis liefern können, können Wissenschaftler belegen dass über ein Drittel der aussortieren Proben in anderen Ländern dem Lösen von Fällen dienen.

Schweden - Gesundheit
Nach Schonen (Skåne) und Uppsala wurden gestern auch die empfohlenen Beschränkungen in Stockholm, dem Östergötland und dem Västra Götaland mit unmittelbarem Wirken ausgedehnt, da sich das Covid-19 dort in immer grösserem Umfang ausdehnt. Den Bewohnern der drei Regionen werden gebeten mindestens für die drei kommenden Wochen sämtliche geschlossenen Räume zu vermeiden, also Einkaufszentren, Schwimmhallen, Konzerte, Sportanlagen und ähnliches. Zudem sollen sie nur noch mit Personen aus dem engsten Kreis verkehren, mit Personen, die sie täglich sehen. Sollte diese Empfehlung nicht die gewünschte Wirkung zeigen, so wird auch ein Lockdown nicht mehr ausgeschlossen.

Schweden - Gesellschaft
Trotz der strikten Empfehlungen des schwedischen Gesundheitsamts auf alle Feste zu verzichten, berichtete die lokale Radiostation Stockholm dass für dieses Wochenende mehrere große Halloweenfeste mit hunderten von Teilnehmern in der schwedischen Hauptstadt geplant seien, die alle über die sozialen Medien angekündigt wurden. Der Generaldirektor des Gesundheitsamts, Anders Tegnell, forderte daraufhin alle Organisatoren dazu auf ihre geplanten Feste einzustellen, denn dieses Halloween könne nicht auf diese Weise gefeiert werden, da diese Feste Corona nur noch schneller verbreiten können, was die Krankenhäuser überfordern könne.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin



söndag, oktober 11, 2020

Nachrichten, 11. Oktober

Schweden - Politik
Die Linken fordern Ministerpräsidenten Stefan Löfven anlässlich der Fernsehdebatte der Parteiführer auf eine klare Position zum Schutz der Arbeitnehmer und dem sogenannten Schwedischen Modell einzunehmen, da seine Antworten während der Debatte darüber entscheiden werden ob die Linken ein Misstrauensvotum einleiten werden oder die Regierung weiterhin stützen. Nach den Linken hat es nun Löfven in der Hand über seine Zukunft und die künftige Regierung zu entscheiden. Löfven hofft nun dass Gewerkschaften und Arbeitgeber ihre Gespräche noch, möglichst mit einem positiven Signal, vor der Debatte fortsetzen.

Schweden - Wirtschaft
Das schwedische Amt für Wirtschaftswachstum fordert von rund 2000 Unternehmen, die gleichzeitig eine staatliche Unterstützung beantragten und Gewinne an Aktionäre verteilten, nun nahezu eine halbe Milliarde Kronen zurück, da die Gewinnverteilung bei der Annahme von staatlichen Geldern verboten war. Auch wenn einige größere Aktienunternehmen wie Volvo AB oder SKF rechtzeitig auf die staatlichen Gelder verzichteten, oder aber die Gewinnverteilung stoppten, stehen nun noch 2112 Aktienunternehmen auf der Liste der Betrüger.

Schweden - Tradition
Das schwedische Gesundheitsamt bitten alle Eltern ihre Kinder davon abzuhalten während Halloween von Haus zu Haus zu gehen um Süßigkeiten zu fordern, da dies eine bedeutende Ansteckungsmöglichkeit durch das Covid-19 bieten kann, da hierbei der notwendige soziale Abstand in der Regel nicht eingehalten werden kann. Auch durch die gemeinsamen Beutel für die Süßigkeiten, die anschließend geteilt werden, können die Ansteckungen gefördert werden, die zwar bei Kindern nur in Ausnahmefällen Folgen haben, jedoch bei Erwachsenen, die mit den Kindern verkehren, Folgen haben können.

Schweden - Gesundheit
Nach einer Meinungsumfrage des Instituts Ipsos, die im Auftrag der Dagens Nyheter erstellt wurde, wollen sich 36 Prozent der Schweden nicht gegen das Covid-19 impfen lassen und nur knapp über der Hälfte der Bewohner gab an sich mit Sicherheit impfen zu lassen. 60 Prozent der Schweden vermuten Risiken bei einem Impfstoff, der so schnell entwickelt wird wie jener, der bei der Pharmaindustrie geradezu ein Rennen ausgelöst hat. Auch jene, die sich bei Erscheinen des ersten Impfstoffes nicht impfen lassen wollen, sind überwiegend der Meinung den Impfstoff der zweiten Generation zu akzeptieren.

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Copyright: Herbert Kårlin


lördag, oktober 31, 2015

Nachrichten, 31. Oktober 2015

Schweden - Politik
Nachdem mehrere bürgerlichen Parteien Schwedens, insbesondere die Christdemokraten, die aktuelle Regierung dafür stark kritisierten, dass es über ein Jahr dauern soll bis ein Gesetz zeitbegrenzte Aufenthaltsgenehmigungen für Flüchtlinge vorschreibt, hat sich Migrationsminister Morgan Johansson nun dazu entschlossen dieses Gesetz zu beschleunigen und bereits im kommenden Sommer in Kraft zu setzen, damit der Flüchtlingsstrom frühzeitiger als geplant gebremst werden kann. Nach dem neuen Gesetz wird es der absoluten Mehrheit der ankommenden Flüchtlinge nicht mehr möglich sein sich länger als drei Jahre in Schweden aufzuhalten.

Schweden - Politik
Mona Sahlin, die Koordinatorin für den Kampf gegen gewaltsbetonten Extremismus, geht nach den Brandanschlägen in mehreren Flüchtlingsunterkünften verbal hart gegen die Sverigedemokraterna vor und wirft ihnen vor diese Anschläge zu fördern, unter anderem durch das Veröffentlichen der Adressen der geplanten Unterkünfte. In der Tat handelt es sich natürlich mehr um einen politischen Kampf Sahlins gegen die nationalistische Partei, denn bei den Brandanschlägen gegen Flüchtlingsunterkünften in den 90er Jahren konnte nur selten eine Verbindung zu extremistischen Gruppen gefunden werden, denn die Brandstifter waren gewöhnliche Nachbarn, die diese Unterkünfte nicht in ihrer Nähe haben wollten.

Schweden  - Politik
Obwohl die frühere medizinische Altersbestimmung von Flüchtlingskindern wissenschaftlich ungenau war und deswegen abgeschafft wurde, fordern die Moderaterna nun die Wiedereinführung des umstrittenen Systems, da die Anzahl der Flüchtlingskinder, die ohne Angehörige in Schweden ankommen, permanent ansteigt. Kurz bevor diese Altersbestimmung abgeschafft worden waren, haben sich bereits hunderte von Ärzten geweigert diese Altersbestimmungen bei Kindern zu unternehmen, da bei diesen Methoden auch 14-jährige als Erwachsene eingestuft werden konnten und daher nicht den ihnen zustehenden Schutz in Schweden erhielten. Die Sozialdemokraten zeigen sich diesem Vorschlag offen.

Schweden - Wirtschaft
Nach Informationen der Tageszeitung Dagens Nyheter erhöhen die vergangenen Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte in Schweden auch das Risiko der Versicherungsunternehmer, was zu drei verschiedenen Reaktionen führt. Neue Unterkünfte werden auf Grund des hohen Risikos von vielen Versicherungen nicht mehr aufgenommen, andere erhöhen die Prämien emfindlich und zwingen die Besitzer der Unterkünfte auch dazu umfassende Brandschutzmaßnahmen einzuleiten wenn sie die Versicherung aufrecht halten wollen.

Schweden - Gesundheit/Gesellschaft
Das schwedische Naturschutzamt warnt Eltern vor der Anwendung zahlreicher Farben, die Kinder zu Halloween-Gespenstern machen sollen, denn bei einer Analyste stellte sich heraus, dass selbst bei Farben, die für Kinder ab drei Jahren empfohlen sind, Stoffe beigefügt wurden, die als krebserregend gelten oder Allergien hervorrufen können. Das Amt untersuchte sowohl Gesichtsfarben, falsche Haut als auch sogenannte Zombieschminke. Während für Kleinkinder auch einige harmlose Farben gefunden wurden, waren in Farben für Jugendliche nahezu grundsätzlich Stoffe zu finden, die für jüngere Kinder aus gesundheitlichen Gründen nicht zu verwenden sind.

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Copyright: Herbert Kårlin

fredag, oktober 28, 2011

Nachrichten vom 28. Oktober 2011

Schweden - Politik
Nach einer Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts Synovate im Auftrag der Tageszeitung DN haben die Sozialdemokraten Schwedens mittlerweile nur noch eine Unterstüztung von 28,1 Prozent der Bevölkerung. Die Ursache ist jedoch nicht nur die „Affäre Juholt“, sondern auch seine Weigerung an einer Fernsehdebatte teilzunehmen oder wie er die Frage nach einer Probe-Einbürgerung handhabte. Insbesondere die weiblichen Wähler entfernen sich mehr und mehr von Juholt.

Schweden - Wirtschaft
Nach einer Untersuchung von Rapport des schwedischen Fernsehens hat sich der Eigner Saabs, Victor Muller, bisher 18 Millionen Kronen in Form von Löhnen, Aktienzuteilungen, Bonusen und anderen Leistungen ausbezahlt und sich damit einen höheren Verdienst geschaffen als der Direktor von Volvo, eines gut gehenden Unternehmens. Am Nachmittag war noch nicht klar wie die Verhandlungen Saabs mit China aussehen, noch hatten die Arbeiter und Angestellten ihre Löhne erhalten.

Schweden - Wirtschaft
Eine neue Studie belegt, dass sich in 70 Prozent der Masken und Schminkgegenständen, die zu Halloween benutzt werden, mindestens ein Schwermetall enthalten ist. In der Regel handelt es sich um Kadmium, Blei oder Quecksilber, wobei bei 60 Prozent der Produkte die Kadmiumanteile über den Grenzwerten liegen. Auch wenn im Sommer die Sicherheitsregeln in Europa geschärft wurden, werden die gefährlichen Produkte weiterhin von Schweden importiert.

Schweden - Wirtschaft
Das schwedische Unternehmen Arvidsson Sundling hat sich seit 2005 darauf spezialisiert Arbeiter aus Riga zu beschäftigen, wobei Henrik Arvidsson einerseits den Arbeitern einen Stundenlohn von 80 bis 90 Kronen verspricht, andererseits jedoch diese Arbeiter für einen Preis ab 59 Kronen an die schwedischen Kunden vermittelt. Es war daher logisch, dass die Arbeiter ihren versprochenen Lohn nie erhalten haben. Erstaunlich ist dabei, dass die Polizei trotz mehrere Anzeigen bisher inaktiv blieb.

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Copyright: Herbert Kårlin