onsdag, augusti 03, 2011

Nachrichten vom 3. August 2011

Schweden - Wirtschaft/Gesellschaft
Nach einer Untersuchung des FHI (Folkhälsoinstitut) steigt die Anzahl der Jugendlichen zwischen 18 und 24 Jahren, die von Geldspielen abhängig werden. Innerhalb von 10 Jahren hat sich die Anzahl der Jugendlichen, die im Casino, und vor allem im Internet, um Geld spielen, verdoppelt. Die Untersuchung zeigt weiterhin einen Zusammenhang zwischen den überwiegend männlichen Spielern, Alkoholkonsum, Gewalt, psychischen Problemen und einem geringen Einkommen.

Schweden - Verkehr/Gesellschaft
Erneut verwies ein Zugschaffner ein elfjähriges Mädchen, das sehr schlecht Schwedisch sprach, am Abend allein aus dem Zug, da sie, nach Meinung des Schaffners, keinen gültigen Fahrschein hatte. Das Mädchen wurde in Kumla des Zuges verwiesen, da die erwachsene Schwester mit den Fahrscheinen während der Kontrolle die Toilette besuchte, eine Situation, die sich in ähnlicher Weise während der letzten Jahren in Schweden häuft, obwohl die Leitung der schwedischen Eisenbahn dieses Verhalten selbst verurteilt.

Schweden - Gesundheit
Nach dem heutigen Europa-Beschluss dürfen in Schweden weiterhin mit Kreosot behandelte Holzmasten und Holzschwellen hergestellt und benutzt werden, was bedeutet, dass auch die rund vier Millionen Masten der elektrischen Leitungen bis vorerst 2018 nicht ausgetauscht werden müssen. Kreosot gilt als stark krebseregendes Holzschutzmittel. Europa kam heute zum Entschluss, dass es sich bei Kreosot dennoch um ein Mittel handelt, das die Umwelt weniger belastet als alle Konkurrenzmittel.

Schweden/Göteborg - Unterricht
Die Göteborger Schulinspektion richtet harte Kritiken gegen eine muslimische Freischule in Göteborg, die lange Zeit von einem Mitglied der aktuellen Regierung geleitet wurde. Kränkende Behandlung von Schülern, abwertende Behandlung von Mädchen sind an der Tagesordnung. Aber auch der Lehrplan widerspricht den Gesetzen Schwedens, da zum Beispiel der Besuch und das Beten in der Moschee mit zu den Obligationen der Schüler zählen und die Notengebung nur als willkürlich bezeichnet werden kann.

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tisdag, augusti 02, 2011

Nachrichten vom 2. August 2011

Schweden - PolitikNachdem Carl Bildt drohte bei Einsparungen, die die Opposition der Minoritätsregierung aufdrücken wollte, schwedische Botschaften zu schließen, knicken nun die Sozialisten Schwedens unter Håkan Juholt ein und wollen nun, um die Botschaften zu erhalten, auf den Druck zum Sparen verzichten, da sich Sparmaßnahmen nicht auf Botschaften und die Außenwirtschaft Schwedens auswirken darf. Carl Bildt hat daher mit seinen gut gewählten Drohungen sein erhofftes Ziel erreicht.
Schweden - WirtschaftNachdem beim schwedische Unternehmen ABB vom deutsch-holländischen Tennet ein Auftrag im Werte von 6,3 Milliarden Kronen einging, werden in den Firmen in Västerås, Ludvika und Karlskrona nun 600 Arbeitskräfte, insbesondere Ingenieure gesucht. Die Verkopplung der Windparks in der Nordsee mit dem deutschen Festland gilt für ABB als attraktive Herausforderung und soll im Laufe des Jahres 2015 abgeschlossen sein.

Schweden - Arbeitsmarkt
Auf Auftrag der Regierung hat das schwedische Arbeitsamt untersucht wie zufrieden die Teilnehmer von teils sinnlosen Beschäftigungen sind, die in der sogenannten Phase 3 landen und als unvermittelbar gelten. Das Arbeitsamt fragte von den 26.600 Personen in Phase 3 genau 1500 nach ihrer Meinung und erhielten von 850 unter ihnen eine Antwort, die zu 77 Prozent positiv antworteten. 650 wagten nicht zu antworten, da sie mit eventuellen negativen Folgen rechneten und nur 654 gaben tatsächlich eine als positiv zu wertende Antwort und 196 Personen waren mit der Maßnahme unzufrieden. Die Gewerkschaften halten die Auswertung für unrichtig und manipulativ.
Schweden - FreizeitDie schwedische Lebensrettungsgesellschaft beklagt, dass an den schwedischen Badestränden so wenig Bademeister und freiwillige Lebensretter beschäftigt werden, was die Sicherheit der Badegäste gefährdet. Die Lebensrettungsgesellschaft ist gegenwärtig nur an Badestränden in Halmstad, Falsterbo und auf Gotland vertreten. Die meisten der schwedischen Badestrände, auch im Raum Stockholm, sind völlig ohne Überwachung.
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måndag, augusti 01, 2011

Nachrichten vom 1. August 2011

Schweden - Wirtschaft
Nachdem durch eine Gesetzesänderung Unternehmer frühestens nach sieben Tagen Krankheit Zahlungen der Krankenkasse fordern können, sank die Krankmeldung von Unternehmern um 50 Prozent. Während der letzten zwölf Monate beantragten nur noch 16.000 Unternehmer Krankengeld, im Gegensatz zu 31.000 des Vorjahres, obwohl ebenso viele Unternehmer erkrankten wie im Vorjahr. Die Mehrheit unter ihnen kann sich nun jedoch das krank sein nicht mehr erlauben.

Schweden - Verkehr
Seit im Jahre 2009 der Führerschein für Mopeds in Schweden eingeführt wurde, hat sich die Anzahl an schweren Unfällen mit Mopeds halbiert. Allerdings ist der Rückgang an Unfällen nicht nur auf die nun notwendige Ausbildung zurückzuführen, sondern auch darauf, dass sich auch der Verkauf von Mopeds während der letzten zwei Jahre halbierte.

Schweden - Gesundheit
Eine Untersuchung von Testfakta stellte fest, dass über die Hälfte der Knöpfe, die bei Regenbekleidung für Kinder angewendet werden über einen sehr hohen Bleigehalt verfügen. In Einzelfällen war der Bleigehalt 22 mal so hoch wie der in Europa erlaubte Bleigehalt für Schmuck. In einem Fall lag bei Nieten ebenfalls der Kadmiumgehalt über der zulässigen Norm. Gerade bei Kindern, die bisweilen an Knöpfen saugen, kann dies zu begrenzter Intelligenzentwicklung führen.

Schweden - Freizeit
Das 13. Stockholm Pride Festival, das seit 1998 vom Verein Stockholm Gay Life organisiert wird, erstmals im Kungsträdgården statt findet und heute eröffnet wurde, erregt den Ärger der Stockholmer Gay-Kneipen, da die Kneipen eine Grundgebühr von 200.000 Kronen für den Aufbau eines Zeltes zahlen sollten und 25 Prozent des Umsatzes an die Veranstalter abgeben sollten. Da dies für die Mehrheit der Stockholmer Gay-Kneipen unerschwinglich war, wird das Bier beim Pride-Festival nun überwiegend von Nicht-Gay-Kneipen ausgeschenkt, die sich so hohe Ausgaben und Risiken leisten können.

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söndag, juli 31, 2011

Nachrichten vom 31. Juli 2011

Schweden - Politik
Nyamko Sabuni, schwedische Ministerin für Íntegration und Geschlechtergleichstellung, fordert ein Gesetz, nach dem in kommunalen Unternehmen die gleiche prozentuale Menge an Frauen wie an Männern in ähnlicher Position beschäftigt werden soll, was Frauen im Berufsleben Männern gleichstellen soll. Allerdings will Sabuni das Gesetz nicht auf Aktiengesellschaften ausdehnen, obwohl dort nur rund 25 Prozent der Führungskräfte Frauen sind.

Schweden - Wirtschaft
Die Produktion von schwedischem Wein steigt jedes Jahr leicht an, ohne dass jedoch die derzeit 15 Weinbauern des Landes von ihrem Produkt leben könnten. Eines der Hauptprobleme ist der Vertrieb des Weines, da die schwedischen Weinhändler den Transport zu den schwedischen Systembolagen selbst bezahlen müssen, was bei der Bestellung von einigen wenigen Flaschen bedeutende Kosten verursacht. Der hochqualitative Wein ist daher meist nur in den nächstliegenden Systembolag und im Ausland zu erwerben.

Schweden - Verkehr
Die Anzahl der Unfälle mit Todesfolge bei denen kein zweites Fahrzeug beteiligt ist steigt in Schweden dieses Jahr in bedeutendem Masse an. Während der ersten sieben Monate sind bereits 46 Personen bei diesen Einzel-Unfällen gestorben, 14 mehr als noch im Vorjahr in der gleichen Epoche. Die meisten der Unfälle werden bei Jugendlichen zwischen 18 und 24 verzeichnet, die häufig die Gefahren auf Straßen noch wenig abschätzen können.

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lördag, juli 30, 2011

Nachrichten vom 30. Juli 2011

Schweden - Wirtschaft
Trotz, oder vielleicht gerade, wegen der europäischen und amerikanischen Finanzkrise geht es mit der schwedischen Industrie weiterhin aufwärts. Die Gewinne und die Gewinnspannen sämtlicher Großunternehmer des Landes sind auf einem Rekordniveau, auch wenn sich dies bisher nur geringfügig auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar macht. Volvo, SKF und ABB (Asea Brown Boveri) verzeichnen bereits zu Beginn des Jahres Rekordgewinne, wobei sich der Absatz vor allem auf Asien und Lateinamerika richtet, Länder, die von der gegenwärtigen Krise kaum betroffen sind.

Schweden - Arbeitsmarkt
Homosexuelle Männer, die sich in typischen Männerberufen und lesbische Frauen, die sich in typischen Frauenberufen bewerben, werden in Schweden nach wie vor von vielen Arbeitgebern diskriminiert, wie eine Studie der Linnéuniversität in Växjö belegt. In der Regel erkennen Arbeitgeber die persönliche Neigung auf Grund von Aussagen in den Bewerbungsunterlagen, so der Freizeittätigkeit. Fragen zur sexuellen Neigung werden in Schweden grundsätzlich nicht offen gestellt.

Schweden - Ernährung
Wer in Schweden handgeschälte Garnelen kauft oder isst, darf sich nicht wundern, wenn die Tiere in Nordafrika geschält werden, dann nach Aussagen aller, die handgeschälte Garnelen in Schweden anbieten, sind sie aus Kostengründen gezwungen diese Arbeit in Billigländern ausführen zu lassen. Selbst in Lettland oder Polen beginnen die Arbeitslöhne höher zu werden als die Verschiffung nach Afrika und zurück. Dass die Umweltbelastung oder die Hygiene bei dieser Methode teilweise auf der Strecke bleiben kann, weisen alle schwedischen Anbieter von Garnelen, inklusive Restaurants, zurück.

Schweden - Freizeit
Das schwedische Umweltsamt will erneut ein Register für Freizeitboote einrichten, damit in Zukunft weniger Boote willkürlich in der Natur oder auf dem Grund eines Sees oder des Meeres entsorgt werden können. Ein entsprechendes Register war 1993 in Schweden abgeschafft worden und soll nun wegen der steigenden Umweltbelastung durch Bootseigner neu eingeführt werden. Für die Besitzer der Freizeitboote, die sich gegen die Einführung des Registers wehren, wird sich dadurch einiges ändern, da sie zwar eine jährliche Steuer für ihr Boot bezahlen müssten, jedoch nicht mehr für das Verschrotten zahlen müssten, da der Hersteller der Boote dazu gezwungen würde.

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fredag, juli 29, 2011

Nachrichten vom 29. Juli 2011

Schweden - Wirtschaft
Vladimir Antonov, der beim schwedischen Autohersteller Saab einsteigen wollte und nun von der EIB (European Investmen Bank) endgültig als Geldgeber abgelehnt wurde, hat seine Anwälte damit beauftragt, zu prüfen, ob er die schwedischen Politiker Fredrik Reinfeldt, Anders Borg und Maud Olofsson persönlich auf Schadenersatz verklagen kann, da diese ihm den Einstieg bei Saab versagten. Juristisch gesehen kann die Forderung auf persönlichen Schadenersatz möglich sein, da die schwedischen Politiker seit zwei Jahren die Einstellung der EIB zu Antonov kannten und ihm dennoch Hoffnung machten.

Schweden - Umwelt
Das gegenwärtige Sommerwetter und die geringe Anzahl an Überschwemmungen nach der Schneeschmelze führten dazu, dass die Anzahl an Stechmücken in Schweden weit unter der üblichen Menge liegt und die Blutesser in vielen Teilen des Landes nahezu abwesend sind. Lediglich am Klarälven im Värmland tauchen Schnaken in einer Menge auf, die die Bewohner dazu zwingen sich überwiegend im Haus aufzuhalten. Am Dalälven konnte man dieses Jahr selbst auf die Bekämpfung der ungeliebten Insekten verzichten.

Schweden - Reise
Immer mehr Reisende klagen in Schweden über den Service von Reiseunternehmen. Dieses Jahr stiegen die Klagen, im Verhältnis zum vorigen Jahr, um 18 Prozent an. Die häufigsten Klagen betreffen eingestellte Flüge oder extreme Wartezeiten auf Flughäfen und erst an zweiter Stelle kommen Klagen über die Qualität der vermittelten Hotels. Aber auch wenn das Amt für Reklamationen die Forderung des Reisenden für berechtigt hält, so sind die Reiseunternehmer nicht verpflichtet den Forderungen ihrer Kunden Folge zu leisten. Allerdings folgen etwa drei von vier Unternehmern den Forderungen des Amts für Reklamationen.

Schweden - Gesellschaft
Die absolute Mehrheit der europäischen Länder lehnen die Forderung Schwedens nach Freigabe von Snus ab und fordern sogar eine Verhärtung der Nikotinverordnung. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden daher in Zukunft alle nikotinhaltigen Produkte, inklusive dem rauchfreien Tabak, die gleiche Behandlung innerhalb Europas erfahren. Inwieweit Schweden die gegenwärtige Ausnahmeregelung für Snus behalten kann, wird durch die mehrheitliche Meinung der europäischen Länder daher heiße Diskussionen von Schwedens Seite fordern.

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torsdag, juli 28, 2011

Nachrichten vom 28. Juli 2011

Schweden - Politik
Seit dem Attentat in Norwegen steigt die Anzahl der neuen Mitglieder im Jugendverband der Sozialdemokraten Schwedens SSU täglich an. Immer mehr Jugendliche wollen damit ihre Solidarität mit dem Gedankengut der Sozialistischen Partei ausdrücken, die der Attentäter in Oslo untergraben wollte, da sein Ziel war, die Jugend davon abzuhalten in Zukunft die Sozialisten zu stützen, da sie die Gefahr des Islam in Skandinavien nicht ernst nehmen.

Schweden - Terrorismus
Nach Johan Olsson, Analysechef der schwedischen Sicherheitspolizei Säpo, gibt es in Schweden zur Zeit gut 100 Personen aus den rechtsextremen Kreisen, die bereit sind für ihre Ideologie zur Waffe zu greifen und damit eine ähnliche Gefahr darstellen als der Norweger Breivik, der sich aus seinem Fanatismus heraus zu einem Massenmörder und Terroristen entwickelte. Wissenschaftler der Terrorforschung sind bei ihren Schätzungen weitaus vorsichtiger, da völlig unbekannt ist, wie viele Personen von Gewalt und Endlösung sprechen und wie viele dann auch tatsächlich bereit sind Gewalt anzuwenden.

Schweden - Unterricht
Nachdem die aktuelle schwedische Regierung hinsichtlich des Studienbeitrages für Gymnasiasten ein neues Gesetz fehlerhaft formulierte, sollen Sonderschüler in Gymnasien ab Herbst keinerlei Unterstützung mehr enthalten, da in diesem Fall kein Kindergeld mehr bezahlt werden darf, aber eine Studienhilfe nicht vorgesehen ist. Da die schwedische Versicherungskasse nun einfach das alte Gesetz weiter anwendet, ist zu erwarten, dass die Regierung den Gesetzesfehler noch im Laufe dieses Herbstes bereinigt.

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