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torsdag, juli 20, 2017

Nachrichten, 20. Juli 2017

Schweden - Politik
Anna Kinberg Batra, die Vorsitzende der Moderaterna, zeigt sich sehr erstaunt darüber dass Infrastrukturministerin Anna Johansson erst ein Jahr nachdem die Probleme des Kraftfahrt-Bundesamts (Transportstyrelsen) bei ihrem Personal bekannt wurden und die Staatssicherheit in Frage stellten, darüber informiert wurde und diese dann auch noch, entgegen jeder Üblichkeit, die Angelegenheit nicht im Parlament diskutierte. Diese Situation bedeutet dass Johansson entweder lügt, oder aber über keinerlei Führungsqualität verfügt, da die Staatssicherheit ein ernsthaftes Problem ist, das nicht unter den Teppich gekehrt werden darf.

Schweden - Ausbildung/Arbeitswelt
Obwohl sich sämtliche Ämter Schwedens bemühen schlecht ausgebildete Asylanten auf die Schulbank zu bringen um zumindest eine grundsätzliche Schulbildung zu erhalten, die nötig ist um auch einen Arbeitsplatz finden zu können, sitzen gegenwärtig maximal vier Prozent der Immigranten mit unzureichender Bildung nach über zwei Jahren Aufenthalt in Schweden auf der Schulbank der Erwachsenenbildung. Nach mehreren Wissenschaftlern liegt dies daran, dass man den Asylanten nicht vermitteln konnte wie wichtig eine gute Bildung in Schweden sei, was allerdings auch ein Armutszeugnis für die schwedische Integrationspolitik ist.

Schweden - Gesundheit/Medizin
Nachdem es in Dänemark bald legal wird Cannabis zu medizinischen Zwecken anzubauen und die entsprechenden Präparate zu verschreiben, wurde nun auch das Karolinska Institut mit einer Studie beauftragt, die untersuchen soll inwieweit und ob Cannabis bei Schmerzen, insbesondere chronischen, starken Schmerzen, eingesetzt werden kann. An der Studie nehmen 100 Patienten mit Nervenschmerzen teil, wobei die Hälfte unter diesen Patienten das demnächst in Dänemark zugelassene Cannabispräparat erhalten werden und die andere Hälfte ein Placebo. Den Medizinern liegt gegenwärtig allerdings für die Studie weder die Genehmigung des Arzneimittelamts, noch jene des Amts für ethische Fragen vor.

Schweden - Gesundheit
Obwohl die Anzahl der Schweden, die an Allergien leiden, ansteigt, findet man landesweit immer noch zu wenige Allergieärzte, was dazu führt ,dass zahlreiche Patienten nicht die ihnen zustehende Hilfe erhalten können, oft schon deswegen, weil sie keine korrekte Diagnose erhalten. Das Problem wird noch dadurch verstärkt dass unter den vorhandenen 70 Allergieärzten Schwedens bereits 40 Prozent über 62 Jahre alt sind, also in den kommenden Jahren mit ihrer Pensionierung zu rechnen ist. Unter den Personen, die unter einer Pollenallergie leiden, werden gegenwärtig rund zehn Prozent korrekt behandelt.

Schweden - Ernährung
Allein während der letzten drei Jahre ging in Schweden der Verkauf von vegetabiler Milch um 44 Prozent nach oben und entspricht damit rund sechs Prozent des gesamten Milchverkaufs. Während ein Teil der Konsumenten aus Gesundheitsgründen zu Milch auf Mandel, Hafer- und Sojabasis greift, ist die Mehrheit der Konsumenten davon überzeugt damit etwas Positives für die Umwelt zu tun, was bisher jedoch keine Studie belegen kann. Unbekannt ist auch für viele der alternativen Milchtrinker die mögliche Gefahr beim Genuss von hohen Mengen an bestimmten Sorten von vegetabiler Milch.

Schweden - Gesellschaft

Während der letzten fünf Jahre ging in Schweden die Anzahl der Jäger mit Jagdschein um rund fünf Prozent zurück, was im Widerspruch dazu steht, dass in dieser Zeit die Anzahl der Personen, die Prüfung für einen Jagdschein mit Erfolg ablegten anstieg und gleichzeitig auch die Anzahl der Jagdwaffenkäufer, wobei es sich bei einem Teil der Waffen auch um Schnellfeuergewehre handelt. Nun erhielten die Landwirtschaftsuniversität und die Universität Umeå den Auftrag diese Entwicklung zu untersuchen und zu analysieren.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

lördag, augusti 13, 2011

Nachrichten vom 13. August 2011

Schweden - Politik
Gestern unterzeichneten Schweden, Norwegen und Finnland einen Vertrag über die gemeinsame Verwaltung von vor der Ausrottung bedrohten Raubtieren im Nordischen Raum. Die drei Länder wollen in Zukunft gemeinsam über politischen und umweltbedingten Fragen zu Bären, Wölfen, Luchsen und Vielfraßen arbeiten. Schweden hofft, dass sich auch Russland bald dem Verband anschließen wird, da Raubtiere keine Grenzen kennen und der Erhalt der Arten nur sinnvoll gesteuert werden kann, wenn der gesamte nordische Stamm gemeinsam betrachtet wird.

Schweden - Wirtschaft
Zu Beginn der Saison für Beerenplücker treten in Schweden neue Regeln in Kraft, die die Arbeitgeber dazu zwingen ihren Angestellten einen Minimallohn zu bezahlen und in Schweden eine Filiale ihres Unternehmens zu unterhalten, das für die staatlichen Ämter als Gesprächspartner dient. Durch die härteren Regeln hat auch das Ausländeramt nur noch weitaus wenige Arbeitsgenehmigungen erteilt als die Vorjahre. Aus 7200 Genehmigungen des Jahres 2009 blieben 2011 gerade noch 2500 Genehmigungen übrig.

Schweden - Wirtschaft
Obwohl einer der größten Sponsoren des Musikfestivals Way out West in Göteborg eine Brauerei ist, die mit überdimensionalen Banderolen für alkoholfreies Bier wirbt, ist es auf dem gesamten Festivalplatz unmöglich auch nur eine Flasche oder eine Dose alkoholfreies Bier zu kaufen. Wer bei Way out West nach Bier fragt, muss sich zwangsweise mit der alkoholischen Variante begnügen, die Veranstaltern und Brauerei auch höhere Einkünfte bringt.

Schweden - Jagd
Eine leitende Person im schwedischen Jagdverband hat seit Jahren gegen Bezahlung Jagdscheine ausgestellt ohne dass die betroffenen Personen eine einzige Prüfung ablegen mussten. In der Mehrheit der Fälle diente der Jagdschein dazu eine Waffe legal erwerben zu können. Die Jagdscheine, die jeweils rund 1000 Kronen kosteten, wurden nun für ungültig erklärt und die Besitzer müssen sich, wie auch der Verkäufer der Jagdscheine, vor Gericht verantworten.

Schweden - Gesellschaft/Kunst
Nach dem Stockholmer Staatstheater verstößt die Nulltoleranz von Graffiti in den Formulierungen der Verordnung der Stadt gegen das Grundgesetz Schwedens, das jedem Bürger erlaubt sich frei in Wort und Bild auszudrücken. Die Verwendung des Begriffes Graffiti in der städtischen Verordnung verhindert weiterhin jede Diskussion der Kunstform Graffiti in der Stadt und verurteilt daher eine international anerkannte Kunstform innerhalb Stockholms.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin