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söndag, maj 26, 2019

Nachrichten, 26. Mai 2019

Schweden - Politik
Der Mehrheit der Kandidaten, die sich für die Europawahl präsentieren versprechen eine volle Transparenz hinsichtlich Gesprächen, die sie mit Lobbyorganisationen und Unternehmen führen werden, wobei einige davon auch weitaus weiter gehen wollen als von Europa empfohlen. Lediglich die Kandidaten der Christdemokraten und der Moderaten wollen keinerlei Versprechen geben, da Oppositionsgruppen nicht unbedingt wissen sollen welche Kontakte die beiden Parteien pflegen. Offen ist natürlich inwieweit die Kandidaten sich lediglich vor der Wahl offen geben wollen, um anschließend jedoch völlig anders zu handeln.

Schweden - Politik
Die letzte Debatte der Parteiführer Schwedens führte vor allem zu Angriffen auf die Spitzenkandidatin der Christdemokraten, Sara Skyttedal, nicht nur weil ihre Aussagen zur Abortfrage sehr undeutlich blieben, sondern auch, weil sich die Politikerin mehr persönlich mit ihrem Luxus präsentiert, statt mit einem Image, das ihr auch eine Nähe zu den Wählern gibt, denn nur wenige Christdemokraten können sich wohl einen Sportwagen, Gucci-Taschen und ständig teuren Champagner leisten mit dem sie jeden ihrer angeblichen Siege feiert, Vor allem Heléne Fritzon, die Spitzenkandidatin der Sozialdemokraten machte deutlich auf die Charakterzüge Skyttedals aufmerksam.

Schweden - Politik
Noch bevor die Wahllokale heute morgen in Schweden öffneten, hatten bereits rund 1,5 Millionen der 7,5 Millionen möglichen Wähler, ihre Stimme für die Europawahlen abgegeben, etwa zehn Prozent mehr als im Jahr 2014. Da es sich bereits hierbei um einen neuen Rekord handelt, nimmt man an, dass dieses Jahr weitaus mehr Schweden als üblich ihre Stimme abgeben werden um ihre Einstellung zu Europa deutlich zu machen. Allen Voraussagen nach wird die Feministische Initiative nicht mehr in Europa einziehen und die Liberalen, die europafreundlichste Partei Schwedens, mit viel Glück, nur noch einen Sitz erreichen.

Schweden - Gesundeheit
Nach Informationen des staatlichen Rundfunks Sveriges Radio gingen die Verschreibungen von Antibiotika in Schweden während der letzten zehn Jahre deutlich zurück, was mit dem Kampf und der Aufklärungsarbeit zu antibiotikaresistenten Bakterien in Zusammenhang gebracht wird. Landesweit wurden im vergangenen Jahr rund eine Million weniger Antibiotika-Rezepte verschrieben als vor zehn Jahren. Dennoch werden auch in Schweden immer noch zu häufig Antibiotika verschrieben, teilweise bei Krankheiten, bei denen Antibiotika keinerlei Wirkung zeigen.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

lördag, juli 04, 2015

Nachrichten, 4. Juli 2015

Schweden - Politik
Bei ihrer Rede in Almedalen setzte Anna Kinberg Batra, die Vorsitzende der Moderaterna, ganz auf die Arbeitsbeschaffung von Jugendlichen und von Personen, die im Ausland geboren wurden. Kinberg Batra will in dieses Projekt zehn Milliarden Kronen setzen, was nach Berechnungen der Moderaterna, zu 10.000 neuen Arbeitsplätzen führen wird. Als Rezept nimmt die Vorsitzende Steuererleichterungen für Arbeitgeber, aber auch für Arbeitnehmer, die weniger als 19.000 Kronen im Monat verdienen, obwohl diese Methode während der letzten Regierungsperiode kaum Erfolg zeigte.

Schweden - Politik
Nachdem bereits die absolute Mehrheit der Christdemokraten das Dezemberabkommen mit der aktuellen Regierung kündigen wollen und Neuwahlen bevorzugen, zeigt sich auch bei den Moderaterna ein immer größerer Widerstand gegen das Abkommen, da dies bedeutet, dass der rechte Block, obwohl er eine höhere Wählerunterstützung hat als der linke, die aktuelle Regierung stützen muss. Gleichzeitig fordert auch eine immer größere Gruppe der rechten Parteien eine Zusammenarbeit mit den Sverigedemokraterna, möglichst bevor sie noch mehr Wähler auf ihre Seite ziehen können.

Schweden - Politik
Die schwedische Außenministerin Margot Wallström gab gestern bekannt, dass die ehemalige Umweltministerin Lena Ek der Christdemokraten und die Diplomatin Marika Fahlén als Ehrenbotschafter in die Lobbyarbeit einsteigen, die dazu führen soll, dass Schweden im Sicherheitsrat aufgenommen wird. Bereits früher wurde auch der ehemalige Außenminister Carl Bildt und der frühere Ministerpräsident Göran Persson zu Ehrenbotschaftern ernannt. Nach Wallström soll das Netzwerk der Politiker und ihre Erfahrung dazu beitragen, das Schweden den angestrebten Sitz erhalten soll um der Weltpolitik teilnehmen zu können.

Schweden - Politik
Erstmals mussten im Juli die schwedischen Parteien ihre finanziellen Unterstützungen aufdecken, wobei es auch verboten ist größere anonyme Summen (ab 22.000 Kronen) zu akzeptieren. Obwohl die Moderaterna über die höchsten Einnahmen verfügen, so geht aus den vorgelegten Papieren hervor, dass sie nicht einen einzigen privaten größeren Spender haben. Allerdings gibt die Partei an, dass der größte Teil der Summe von Landesverbänden kommt, die angeblich sehr aktiv sind. In der Tat müssen Landesverbände bisher allerdings nicht aufdecken woher sie ihre Gelder bekommen, was auch bedeuten kann, dass Wirtschaftsunternehmen, die die Moderaterna stützen wollen ihre Gelder nun den Lokalverbänden schicken.

Schweden - Politik
Gustav Fridolin, einer der Vorsitzenden der Grünen und gegenwärtig Kultusminister, versuchte sich in Almedalen nicht nur den bürgerlichen Parteien, insbesondere der Zentrumspartei, zu nähern, sondern legte seinen gesamten Schwerpunkt auf die Schulpolitik um Umweltfragen nur am Rande zu erwähnen, eine Taktik, die schwere Folgen für die Umweltpartei haben kann, da es in diesem Punkt ohnehin bereits zu zahlreichen Rückziehern kam seit die Grünen mit an der Regierung sind.

Schweden - Politik
Das schwedische Migrationsamt rechnet dieses Jahr mit der Ankunft von 12.000 Kindern und Jugendlichen in Schweden, die ohne Angehörige einreisen und einen Asylantrag stellen werden. Die meisten der Ankommenden sind zwischen 13 und 17 Jahre alt und kommen aus Afghanistan, Somalia und Eritrea. Die hohe Menge dieser Gruppe führt jedoch zu immer größeren Problemen, da für die Jugendlichen Unterkünfte gefunden werden müssen und Plätze in Schulen zu schaffen sind, insbesondere in Gegenden, die ohnehin schon am Rande der Belastung sind.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin