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tisdag, september 10, 2024

Nachrichten, 10. September

Schweden - Politik
Der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson malte in einem Debattenartikel in der Tageszeitung Dagens Nyheter die wirtschaftliche Situation Schwedens weitaus besser als die Tatsachen zeigen. Kristersson versicherte, zum Beispiel, dass nach der halben Regierungsperiode die Regierung über die Inflation gewonnen habe und die Staatsfinanzen nun besser seien als die vergangenen Jahren. Nach dem Politiker bedeutet dies dass man nun mehr in die Forschung und die Infrastruktur setzen könne, zumal auch die Wirtschaftsprobleme nun überwunden seien.

Schweden - Politik/Seefahrt
Der schwedische Infrastrukturminister Andreas Carlson teilte mit dass die Regierung die seit Jahren diskutierten Stempelsteuer für die Zulassung von Schiffen abschafften werde um die schwedische Handels- und Fischfangflotte wieder zu stärken. Allerdings dürfte dieser Schritt zu spät kommen da zahlreiche der schwedischen Schiffe und Fischkutter mittlerweile bereits verkauft oder auch geschmolzen wurden da die Handelsflotte und Fischkutter seit Jahren kaum noch rentabel arbeiten konnten.

Schweden - Politik/Wirtschaft
Auch wenn die Regierung sich weigert die Infrastruktur für Offshore-Windparks zu finanzieren oder auch nur zu subventionieren, so teilte Energieministerin Ebba Busch nun mit dass der Bau anderer Windkraftwerke indirekt unterstützt werde. Die Regierung will der Gesamtheit der Gemeinden, die auf ihr Vetorecht beim Bau von Windkraftwerken verzichten, in den kommenden drei Jahren insgesamt eine Milliarde Kronen zusätzlich ausbezahlen, wobei die Gelder jedoch auch für die Entwicklung von Kernkraftwerken eingesetzt werden dürfen.

Schweden - Politik/Ausbildung
Nachdem immer weniger schwedische Schüler die Leistungen bringen die zum Besuch eines Gymnasiums gefordert werden und die Menge der guten Schüler Schwedens europaweit immer weiter sinkt, fordert die schwedische Zentrumspartei dass in weniger bedeutenden Fächern die Note nicht zum Übergang in ein Gymnasium gewertet werden sollen. Auf diese Weise hofft die Zentrumspartei das Bildungsniveau schwedischer Schüler zu verbessern und ihnen einen berufliche Zukunft sichern zu können.

Schweden - Gesundheit
Zum ersten Mal seit vielen Jahren sinkt in Schweden die Menge der Diagnosen an Hautkrebs bei Personen unter 50 Jahren. Nach den Forschern des Karolinska Instituts in Stockholm könne dies daran liegen dass die Bevölkerungsgruppe die ab den 90er Jahren geboren wurde sich der Gefahr bei Hautkrebs bewusst sei und die Mehrheit unter ihnen daher auf zu starke Sonnenbestrahlung verzichten, aber auch darauf achten dass ihre Kinder sich nun weniger durch die Sonneneinstrahlung verbrennen .

Schweden - Gesundheit
Ein neuer Forschungsbericht belegt dass rund 80 Prozent aller Frauen die ein Kind zur Welt bringen während der Geburt einen medizinischen Eingriff erleben dem sie nicht zugestimmt haben, was bedeutet dass die Mehrheit der Geburtshelferinnen und Geburtsärzte gegen das Patientengesetz verstoßen. Die Studie umfasste insgesamt 2200 Frauen, was als ausreichend gewertet wird um einen statistischen Schnitt zu ermitteln. Mehrere Geburtshelferinnen fordern seit Jahren dass Frauen mehr bei einer Geburt in die Geburtsprozess eingebunden werden sollen und über mögliche Eingriffe informiert werden müssen.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

torsdag, maj 24, 2012

Nachrichten vom 24. Mai 2012

Schweden - Politik
Beim gestrigen politischen Treffen zur Europapolitik zeigte sich, dass Schweden sich bei zwei wichtigen Fragen nicht der mehrheitlichen Meinung anpasst, sondern in den vielleicht wichtigsten Fragen gegen den Strom schwimmt und damit schwachen Ländern erheblichen Schaden zufügen kann. So will Fredrik Reinfeldt, zum Beispiel, sein Veto gegen Steuern auf finanzielle Transaktionen einlegen, obwohl Europa allein damit 500 Milliarden Kronen einnehmen könnte.

Schweden - Politik
Wenn es um Wohnraumbeschaffung in Großstädten geht, so sind die lokalen Politiker Schwedens oft die bedeutendste Bremse, da sie beim Bau von Hochhäusern nahezu grundsätzlich eine geringere Höhe fordern als die Architekten planen, da sie der Meinung sind, dass zu hohe Häuser nicht in das Stadtbild passen. Ohne jedoch in den Großstädten in die Höhe zu gehen, kann sich das Wohnproblem nur noch vergrößern.

Schweden - Wirtschaft
Nach der Tageszeitung DI (Dagens Industri) hat gestern das chinesische Unternehmen Youngman sein Angebot zum Kauf von Saab zurückgezogen, was bedeutet, dass einer der finanzkräftigsten Bietern das Saab-Geschäft ablehnt. Als Grund für den Rückzug gibt Youngman an, dass die chinesische Administration, in der der Staat jede größere finanzielle Transaktion genehmigen muss das Geschäft verhindern wird. Umso erstaunlicher ist, dass sich eine neuer chinesischer Bewerber meldete, der bisher vor allem Elektroautos entwickelte.

Schweden - Wirtschaft
Auf die Kritik der Plakataktion des schwedischen Bekleidungsriesen H&M durch den Cancerfonden, das die Bekleidungskette wegen einem tief gebräunten Model in Badekleidung anklagte verantwortungslos zu sein, da übermäßige Sonne gemieden werden soll und nicht als Ideal verkauft werden darf, antwortet H&M, dass man in diesen Fragen zwischen Werbung und Verantwortung unterscheiden muss, denn das Ziel des Bekleidungshauses ist in diesem Fall in erster Linie Bademode zu verkaufen. Diese Haltung zeigt sich auch darin, dass die beiden Abteilungen im Hause H&M deutlich getrennt arbeiten.

Schweden - Wirtschaft
Die Taufe von Prinzessin Estelle war nicht nur eine bedeutende, wenn auch notwendige, Werbeaktion für das Königshaus, sondern auch ein Freudentag für alle Konditoreien, die die typisch schwedische Prinzessinnentorte backen, denn an keinem anderen Tag des Jahres wurden so viele Tortenstücke verzehrt wie gestern. Und bei entsprechender Vermarktung der Taufe kann sich diese Situation auch in den kommenden Jahren regelmäßig wiederholen.

Schweden - Ausbildung
Nach einer Auswertung des schwedischen Hochschulamts hat die Einführung von Studiengebühren für nichteuropäische Studenten dazu geführt, dass mittlerweile 80 Prozent wenige Ausländer an schwedischen Hochschulen studieren als vorher. Vor allem asiatische Studenten können sich in vielen Fällen keine Ausbildungskosten zwischen 100.000 und 150.000 Kronen leisten. Die Politik sieht diese Entwicklung jedoch nicht als negativ, sondern ist der Meinung, dass eine Studienwahl nicht deshalb nach Schweden führen soll, weil es dort am billigsten ist, sondern man eher auf Stipendien für hochbegabte Studenten setzen soll. Studenten sind jedoch der Meinung, dass durch die geringere Anzahl an Studenten zahlreiche Kurse eingestellt werden und dadurch die Qualität des Unterrichts sinkt.

Schweden - Ausbildung
Nachdem immer mehr Privatschulen Schüler verlieren, gehen viele unter ihnen nun mit teuren Marketingtechniken auf Schülerjagd und wollen mit diesen Ausgaben das Renommee der Schulen verbessern. Einige private Gymnasien legen bereits mehr Geld in Werbung als die renommiertesten Universitäten des Landes. Nachdem jedoch die Zuschüsse und auch Schulgelder in den meisten Fällen nicht steigen, muss das Marketing von Geldern bezahlt werden, die eine gute Schulbildung garantieren sollen.

Schweden - Verkehr
Der für den öffentlichen Verkehr zuständige Ausschuss des schwedischen Parlaments fordert, dass der Staat wieder den Unterhalt der Eisenbahnlinien übernehmen muss und nicht weiterhin zahlreiche Fremdunternehmen damit beauftragen darf, da sich dies in den letzten Jahren nicht bewährte. Die Infrastrukturministerin Catharina Elmsäter Swärd sieht diese Forderungen jedoch als unberechtigt an, da sie der Meinung ist, dass das hohe Können der verschiedenen Unternehmen die Leistungsfähigkeit steigert und die Infrastruktur billiger macht.

Schweden - Verkehr
Auch wenn Schweden noch vor kurzem einen Ausnahmestatus für die reduzierte Schwefelmenge in Schiffstreibstoff forderte, so hat Europa nun entschieden, dass ab dem 1. Januar 2015 in der Ostsee, Nordsee und dem englischen Kanal kein Schiff mehr verkehren darf, das mehr als 0,1 Prozent Schwefel an die Luft abgibt, also nur noch ein Zehntel des bisherigen Wertes aufweisen darf. Im Mittelmeer wird die Reduzierung auf 0,5 Prozent ab 2020 gültig und auf den Weltmeeren ist an keinerlei Begrenzung gedacht.

Schweden - Reise
Nach einer europäischen Untersuchung von 447 schwedischen Badeplätzen, die das Land für 2012 als Badestelle ausgezeichnet hatte, müssen nun an neun der Badeplätzen deutlich sichtbare Schilder angebracht werden, die darüber informieren, dass man dort nicht baden soll, da der Gehalt an Darmbakterien zu hoch ist. Nach der Untersuchung wird das schwedische Badegewässer an der Küste von Jahr zu Jahr schlechter. Nur noch 55 Prozent der Badestellen können ein ausgezeichnetes Badewasser bieten, 20 Prozent weniger als im vorhergehenden Jahr.

Schweden - Reise
Nach einer Analyse des Tillväxtverkets kamen voriges Jahr 16,7 Millionen Touristen nach Schweden, wovon 90 Prozent mit ihrem Aufenthalt im Lande zufrieden waren. Allerdings kommen 80 Prozent der Besucher nicht erstmals nach Schweden, sondern kennen das Land schon von früheren Aufenthalten. Die meisten Besucher des Landes kommen nach wie vor aus Norwegen, Dänemark, Finnland und natürlich Deutschland. Am unzufriedensten mit ihrem Aufenthalt zeigten sich indes die Gäste aus Deutschland, unter denen neun Prozent den Urlaub in Schweden geradezu bedauern.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.
Copyright: Herbert Kårlin

onsdag, april 11, 2012

Nachrichten vom 11. April 2012

Schweden - Verkehr
Nach einem Rapport, den das VTI (Väg- och Transportforskningsinstitutet) der schwedischen Regierung überreichte, soll das Telefonieren im Auto in Schweden nicht abgeschafft oder an Freisprechanlagen gebunden werden, da dies weder einen Einfluss auf die Unfallhäufigkeit hat, noch sich die Autofahrer an entsprechende Gesetze halten werden. Das VTI setzt bei Verkehrssicherheit mehr auf die technische Sicherheitsentwicklung in zukünftigen Fahrzeugen.

Schweden - Schifffahrt
Da die schwedische Regierung die Regelung zur schwedischen Seefahrt nicht ändern will, fahren immer weniger Schiffe schwedischer Reedereien auch unter schwedischer Flagge. Allein während der letzten fünf Jahre ging die Anzahl der unter schwedischer Flagge fahrenden Hochseeschiffe von etwa 300 Fahrzeugen auf noch rund 100 zurück. In der Regel werden dem Personal dann neue Arbeitsverträge angeboten, die den Ländern angepasst sind unter denen die Schiffe dann in See stechen. Nach den Reedereien ist dies die einzige Chance wettbewerbsfähig zu bleiben.

Schweden - Recht/Wölfe
Im Västmanland wird der Gutachter Lars Björk gleichzeitig für die Jagdverbände als auch für die Regionalregierung tätig um über Schutzjagd von Wölfen und andere Fragen zur Wolfspolitik zu arbeiten, was als solches bereits eine etwas zweifelhafte Position ist. Während die Regionalregierung erwägt den Fall zu überprüfen, aber sich positiv zu Lars Björk stellt, sieht der Betroffene keinerlei Probleme in zwei gegensätzlichen Bereichen tätig zu werden, was seine geringe moralische Einstellung in Neutralitätsfragen zeigt.

Schweden - Archäologie
Im Rahmen eines Schatzsuchprojekts der Regionalregierung Gotlands wurde auf einer früheren Ansiedlung erneut ein bedeutender Silberschatz gefunden. Archäologen konnten nach dem Ausschlag eines Metalldetektors einen Behälter mit Silbermützen ausgraben, der an dieser Stelle seit rund 1000 Jahren verborgen war und vermutlich unter einem Haus versteckt wurde. Die offizielle Schatzsuche wird auf Gotland intensiviert, da immer mehr illegale Schatzsucher jedes Jahr bedeutende Werte stehlen.

Schweden - Gesellschaft/Religion
Nicht nur die Anzahl an Taufen geht bei der Svenska Kyrkan zurück, sondern, nach Informationen von Fonus und dem Verband der Begräbnisunternehmen Schwedens, steigt auch die Anzahl an bürgerlichen Begräbnissen. Innerhalb der letzten zehn Jahre erhöhte sich die Anzahl der bürgerlichen Begräbnisse von vier Prozent auf zehn Prozent. Unter den rund 90.000 Beerdigungen pro Jahr übernimmt die Svenska Kyrkan mittlerweile noch rund 80 Prozent der Beerdigungen, neun Prozent weniger als vor zwölf Jahren.

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Copyright: Herbert Kårlin

måndag, oktober 24, 2011

Nachrichten vom 24. Oktober 2011

Schweden - Politik
Wie die schwedische Umweltministerin Lena Ek mitteilt, wird Schweden wie von Europa vorgesehen, den Schwefelanteil bei Schiffstreibstoff ab 2015 von 1,0 Prozent auf 0,1 Prozent senken, wobei die einzelnen Modalitäten noch mit Europa abgesprochen werden müssen. Die Reduzierung des Schwefelanteils bei Schiffstreibstoffen kann in Europa jedes Jahr bis zu 50.000 Leben retten und das Meeresmilieu in großen Teilen Teil erhalten.

Schweden - Politik
Wie bereits mehrmals seit die Moderaterna die Regierung Schwedens bilden, so passen sie die schwedische Geschichtsschreibung immer wieder einem Wunschdenken an. So erklärte die Parteisekretärin Sofia Arkelsten bei einem Interview mit der Tageszeitung DN, dass die Partei schon immer für Gleichstellung und das Wahlrecht der Frauen waren, obwohl es die Vorläuferpartei der Moderaterna war, die Frauen das Wahlrecht noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts ganz versagen wollte und jeder Liberalisierung des Wahlrechts bis Mitte des Jahrhunderts jeden möglichen Stein in den Weg legte.

Schweden - Wirtschaft
Nachdem sich die Thai-Massagesalons in Schweden immer mehr ausbreiten und die Polizei den gestützten Verdacht auf Schwarzarbeit, Menschenhandel und Prostitution hat, ohne dies jedoch beweisen zu können, arbeitet sie nun mit dem Finanzamt zusammen, das in erhöhtem Masse die Buchhaltung der Massage-Einrichtungen untersucht. Steuerbetrug, der in einem großen Teil der Thai-Massagesalons vorkommt und Schwarzarbeit sind durch die Beamten der Finanzämter weitaus einfacher zu beweisen und können die Ausbreitung unseriöser Salons möglicherweise unterbinden.

Schweden - Verkehr
Obwohl es in ganz Europa seit zwei Jahren verboten ist mit Gefahrengut durch Tunnels zu fahren, hat die schwedische Regierung fünf Jahre verstreichen lassen ohne dies gesetzlich umzusetzen und die vorgeschriebenen Schilder an Tunnels anzubringen. In der Tat ist es dadurch nur noch in Schweden erlaubt das Leben von hunderten Personen in Tunnels aufs Spiel zu setzen, weil das Wirtschaftsministerium die europäische Verordnung nicht umsetzt.

Schweden - Gesellschaft
Die jüngste Studie von Eva Sellström belegt, dass die Segregation in den drei schwedischen Großstädten Stockholm, Göteborg und Malmö seit zwanzig Jahren steigt und Personen in armen Stadtteilen immer größere Probleme mit Drogen haben, Frauen dort häufiger rauchen und Kinder mit Untergewicht geboren werden. Durch die Privatisierung der Schulen haben Kinder in armen Gegenden auch nur die Chance in ressourcenschwache Schulen zu kommen, währen in wohlhabenden Gegenden die Gesamtsituation sich Jahr für Jahr verbessert.

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Copyright: Herbert Kårlin