tisdag, januari 07, 2014

Nachrichten vom 7. Januar 2014

Schweden - Politik
Die Wirtschaftsministerin und Vorsitzende der Zentrumspartei Annie Lööf spricht sich weiterhin dafür aus, dass Risikokapitalgesellschaften eine bedeutende Rolle in Schulen, Altersvorsorge und anderen Bereichen Schwedens spielen sollen und schließt dabei das Gewinndenken der Firmen als positiv ein. In ihren Augen zählt nur die Qualität, die man in Zukunft besser überprüfen soll, die auch ein Wirtschaftsunternehmen mit Hauptsitz im Ausland bringen kann. Eine Verstaatlichung von Schulen, Pflegedienst und Altersvorsorge ist für Lööf vollkommen ausgeschlossen.

Schweden - Politik
Nach den Grünen und der Fraueninitiative Schwedens hat die Steuerpolitik der gegenwärtigen Allianzregierung dazu geführt, dass die Kluft zwischen den Einkommen von Männern und Frauen weiterhin auseinanderging, da die Steuersenkungen der Regierung insbesondere höhere Einkommen betreffen. Die Politik der Gleichstellung hat nach beiden Parteien während der letzten sieben Jahre vollkommen versagt, da sich die Situation der Frau in zahlreichen Bereichen verschlechterte statt sich zu verbessern.

Schweden - Kriminalität
Die Zusammenarbeit der schwedischen und der holländischen Polizei und der Austausch von DNA zeigt sich sehr erfolgreich, denn bereits nach einem Monat gab der Abgleich der DNA zwischen den beiden Ländern 150 Treffer. In zwei Fällen können damit auch in Schweden begangene Schwerverbrechen geklärt werden, einmal eine Vergewaltigung und im anderen Fall einen Raubüberfall. Die schwedische Polizei hofft durch eine Zusammenarbeit mit anderen europäischen Polizeibehörden einen weiteren Teil der bisher rund 30.000 nicht identifizierten DNA-Proben Straftätern zuordnen zu können.

Schweden - Unterricht
Obwohl das schwedische Schulgesetz vorschreibt, dass der Schulgang und die damit verbundenen Aktivitäten grundsätzlich kostenlos sein müssen, stellt die Kinderhilfsorganisation Majblomman fest, dass sich nur 16 Prozent der schwedischen Schulen an das Gesetz halten und alle anderen Schulen versteckte Kosten verlangen, angefangen von Zusatzkosten für sportliche Aktivitäten bis zu Picknickpaketen, was vor allem für kinderreiche Familien ein großes Problem verursacht oder deren Kinder von gewissen Aktivitäten ausgrenzt.

Schweden - Gesellschaft/Politik
Auch wenn der schwedische König sein Land regelmäßig bei wichtigen Angelegenheiten im Ausland vertritt, hat er es abgelehnt, gemeinsam mit Königin Silvia, im Mai an der 200-Jahresfeier zur Grundlage Norwegens teilzunehmen, im Gegensatz zum dänischen Königshaus. Als Erklärung gibt der schwedische Hof bekannt, dass der schwedische König grundsätzlich an keinen Ereignissen dieser Art teilnimmt. Die Historiker Norwegens sehen diese Entscheidung des Königs als sehr unglücklich, da Norwegen ohne das Geschlecht Bernadotte unter Umständen noch heute nicht existieren würde.

Schweden - Gesellschaft
Nach den Zahlen, die die Journalisten der Dagens Nyheter verglichen, bringt die Weihnachtszeit für die Ehepaare Stockholms nicht nur friedliche Gefühle mit sich, denn die Anträge auf Scheidungen geht dort im Januar sprunghaft nach oben. Im Januar gehen bei den Amtsgerichten Stockholms bis zu 50 Prozent mehr Anträge ein als in anderen Monaten, da viele Paare der schwedischen Hauptstadt die ständige Gemeinsamkeit um diese Zeit nicht verkraften und dabei entdecken wie verschieden sie doch sind.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

måndag, januari 06, 2014

Nachrichten vom 6. Januar 2014

Schweden - Politik
Auch wenn der Wahlkampf für die kommenden Parlamentswahlen noch nicht ernsthaft begonnen hat, so zeigt sich bereits, dass sich die Regierungsallianz mit sehr moderaten Versprechen an die Wähler wenden wird, da in vielen Punkten die Einigung zwischen den vier Parteien fehlt und Steuersenkungen als ausgeschlossen gelten. Der Wahlkampf wird daher um die gleichen Punkte wie bei den Sozialdemokraten kreisen, nämlich den Abbau der Arbeitslosigkeit und die Aufwertung der Schule. Um rechte Wähler zu gewinnen, hat sich die Regierungsallianz auch entschlossen die Strafen für mehrere Verbrechen zu erhöhen und härter gegen jede Art von Kriminalität durchzugreifen.

Schweden - Wirtschaft
Das Billigwarenhaus Gekås in Ullared konnte zu seinem 50. Jubiläum erneut alle bisherigen Rekorde brechen, und dies in gleich zwei Kategorien. Der Umsatz von Gekås erreichte im Jahre 2013 insgesamt 4,8 Milliarden Kronen, also 400 Millionen mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig zählte man im vergangenen Jahr 4,8 Millionen Kunden, was teilweise zu sehr langen Schlangen vor den Eingängen führte. Gekås ist das bekannteste Billigkaufhaus Schwedens an dem täglich Reisebusse zum Einkauf Halt machen, neben den Tagesausflügen zum Billigeinkauf.

Schweden - Arbeitsmarkt
Trotz der massiven Versprechen des schwedischen Kultusministers Jan Björklund den Lehrerberuf aufzuwerten und attraktiver zu machen, haben sich für das im Frühjahr beginnende Studium zum Oberstufenlehrer in naturwissenschaftlichen Fächern kaum Studenten beworben. Genau drei Studienanfänger wählten Biologie als Hauptfach und die Zahlen für Mathematiklehrer oder Chemielehrer sind kaum vielversprechender. Auf Grund dieser Notlage und dem extrem schlechten PISA-Ergebnis fordert der Wissenschaftsrat bereits eine einjährige und bezahlte Lehrerausbildung für alle Studenten, die lediglich ein naturwissenschaftliches Studium erfolgreich beendeten.

Schweden - Gesundheit
Eine Studie des Akademiska Sjukhuset in Uppsala belegt, dass Kälte das Risiko für eine Totgeburt stark erhöht. Nach einer Auswertung von 14.000 Geburten aus den Jahren 1915 bis 1929 erhöhte sich die Sterblichkeit eines Fötus um jedes Grad, das unter der statistischen Durchschnittstemperatur lag, um acht Prozent. Mediziner sind daher der Meinung, dass moderne Häuser eine Vielzahl an Kleinkindern retteten, die ohne die entsprechende Wohnungswärme oft schon im Mutterleib gestorben wären.

Schweden - Umwelt
Nach dem schwedischen Wetterdienst SMHI wird es bereits in einer Woche in Schweden kälter werden und, ausgenommen im südlichsten Teil des Landes, wird der Winter mit Minusgraden und Schnee seinen Einzug halten. Allerdings sollte man sich auch in Mittelschweden noch keine zu großen Hoffnungen auf eine Schneedecke machen, da die voraussichtliche Schneemenge dort gering ist und der warme Boden den Schnee sehr schnell schmelzen lassen wird. Nur in Lappland ist bald mit bis zu minus 20 Grad wirklich der Winter zu erwarten.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

söndag, januari 05, 2014

Nachrichten vom 5. Januar 2014

Schweden - Politik
Die neue gewählte Erzbischöfin Schwedens, Antje Jackelén, drückte bei einem Interview mit dem schwedischen Staatsfunk ihre Unruhe darüber aus, dass die Sverigedemokraterna einen immer größeren Einfluss im Land gewinnen, da, in ihren Augen, Teile des Parteiprogramms nicht mit den christlichen Werten im Einklang stehen. Jackelén kritisiert dabei insbesondere den Hass, den die Sverigedemokraterna dem Islam gegenüber ausdrücken und darüber auch noch stolz sind, da dies nichts mit christlicher Liebe und Toleranz zu tun hat.

Schweden - Politik
Die Schulpolitik des schwedischen Kultusministers Jan Björklund (Volkspartei) belastet erneut die Zusammenarbeit der Parteien der aktuellen Allianzregierung, denn Björklund fordert immer häufiger die Verstaatlichung aller Schulen des Landes, da nur dies zu einem gleichen Unterricht im ganzen Land führen kann. Da keine der anderen an der Regierung beteiligten Parteien eine Verstaatlichung anstrebt, sondern alle Privatschulen auf Risikokapital aufrecht halten wollen, gerät auch die Rolle des Ministers bei den kommenden Wahlen in ein neues Licht, zumal selbst die Sozialdemokraten und der Lehrerverband eine Verstaatlichung gegenwärtig ausschließen.

Schweden - Wirtschaft
Obwohl Schweden bereits in der Vergangenheit wegen seiner Alkoholpolitik von Europa kritisiert wurde, will die Christdemokratin Maria Larsson, Ministerin für Volksgesundheit, nun das Gesetz erneut verschärfen und den Postimport von Alkohol nach Schweden verbieten. Zweifellos wird dies erneut zu einem Verfahren vor dem europäischen Gerichtshof führen, da das Gesetz ausschließlich dazu dienen soll jede Konkurrenz auszuschalten und das Alkoholmonopol des Staates zu verstärken. Nach Larsson kann es nur die Systembolaget sein, die innerhalb Schwedens Alkohol ins Haus liefert.

Schweden - Verkehr
Obwohl die Citymaut offiziell dafür eingeführt wurde die Staubildung in Stockholm und Göteborg zu verringern und für eine gesündere Luft zu sorgen, zeigt sich nun, dass die Gelder dem Ausbau der Infrastruktur dienen sollen, denn Stockholm wird die Gebühren ab 1. Januar 2016 um bis zu 75 Prozent erhöhen und Göteborg bereits ein Jahr früher um bis zu 25 Prozent. In Stockholm sollen die Zusatzeinnahmen dem Ausbau der U-Bahn und dem Bau einer Brücke dienen. Da voraussichtlich ab Januar 2015 auch ausländische Fahrzeuge von der Citymaut betroffen sein werden, werden sich so manche Besucher Schwedens auf ein höheres Urlaubsbudget vorbereiten müssen, zumal auch die Parkgebühren voraussichtlich angehoben werden.

Schweden - Umwelt
Sowohl der schwedische Wetterdienst SMHI als auch zahlreiche Forscher Schwedens haben keinen Zweifel daran, dass der ungewöhnlich warme Dezember des Landes in Zusammenhang mit den Klimaveränderungen steht und sich diese Situation in den kommenden Jahren häufen wird. Während das Wetteramt vor allem von den Wärmerekorden in den verschiedensten Orten Schwedens spricht, hat sich das Naturwissenschaftliche Museum in Stockholm entschlossen in Form einer Ausstellung über die Klimaveränderungen in Schweden zu informieren.

Schweden - Gesundheit
Nachdem bereits vor einem Monat multiresistente Staphylokokken (MRSA) bei vier Neugeborenen im Östra Sjukhus in Göteborg festgestellt wurden, berichtet die Göteborgs-Posten, dass im Dezember bei drei weiteren Neugeborenen die multiresistenten Bakterien nachgewiesen wurden. Das Krankenhaus weiß allerdings weder ob es sich bei den zwei Vorkommnissen um den gleichen Bakterienstamm handelt, noch woher die MRSA kommen, nimmt jedoch an, dass es sich bei allen sieben Kleinkindern um eine einzige Quelle handelt.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

lördag, januari 04, 2014

Nachrichten vom 4. Januar 2014

Schweden - Politik
Der schwedische Reichsrevisor Claes Norgren erklärt gegenüber den Dagens Nyheter, dass der Verkauf von staatlichen Unternehmen und die Verwaltung von staatliche Unternehmen wie Eisenbahn, Stromgesellschaften und Apotheken durch die aktuelle Regierung den Steuerzahler Milliarden an Kronen gekostet hat, da die Geschäfte geradezu stümperhaft geführt werden und selbst Risikoanalysen fehlen. Kontrolleinrichtungen für staatliche Unternehmen fehlen in großem Maß und Fachkräfte kann man an entscheidenden Positionen kaum finden.

Schweden - Politik
Nachdem eine von der Politik unabhängige Kommission feststellte, dass Schweden bei Zwangsausweisungen selbst die Grundrechte der Menschen missachtet und dabei internationale Abkommen regelmäßig verletzt, droht nun die europäische Organisation für Grenzüberwachungen Frontex die Zusammenarbeit mit Schweden zu kündigen, was für Schweden mit bedeutenden Mehrkosten für die eigene Grenzsicherheit verbunden sein wird. Die schwedische Grenzpolizei antwortet darauf nur lapidar, dass man glaubte alles richtig gemacht zu haben, obwohl die Kritiken von Seiten Europas, von Menschenrechtsorganisationen und der Presse in den letzten Jahren regelmäßig auftauchten.

Schweden - Politik
Nachdem immer mehr kleinere Gemeinden Schwedens, die eine relativ hohe Anzahl an Flüchtlinge im Rahmen der von der Regierung geschaffenen Etablierungsreform bei sich aufnehmen, darüber klagen, dass diese Reform weder den Orten, die von der Entvölkerung bedroht sind, hilft, noch den Flüchtlingen, da die Mehrheit unter ihnen so schnell wie möglich in größere Städte zieht und sprachlich nicht darauf vorbereitet ist, erklärt Integrationsminister Erik Ullenhag, dass er dieses Verhalten versteht, auch wenn er aus diesem Verständnis keine Konsequenzen zieht, sondern den kleineren Orten indirekt vorwirft nicht attraktiv genug für Flüchtlinge zu sein.

Schweden - Wirtschaft
Da nach dem schwedischen Finanzamt die Taxibranche Schwedens jährlich mehre hundert Millionen Kronen an Steuern hinterzieht, will die schwedische Infrastrukturministerin Catharina Elmsäter-Svärd nun ein Gesetz vorbereiten nach dem alle Angaben der Taxameter vom Taxiunternehmer mindestens einmal die Woche an ein zentrales Amt weitergeleitet werden müssen bei dem das Finanzamt einen direkten Zugriff auf diese Daten hat, was einen fortgesetzten Betrug durch Taxifahrer und Taxiunternehmer unmöglich macht. Das neue Gesetz soll bereits zum 1. Januar 2015 in Kraft treten.

Schweden - Wirtschaft
Nachdem auf den Bildern der nordkoreanischen Skianlage Masik deutlich schwedische Schneekanonen des Herstellers Areco zu sehen sind, stellt sich die Frage wie Nordkorea an das Material kam, das nach den Sanktionen der UN seit 2006 nicht an Nordkorea geliefert werden darf. Der schwedische Hersteller will von einem Verkauf der Schneekanonen an die Diktatur nichts wissen und erklärt, dass sein Wiederverkäufer in China glaubhaft versichert das Material nicht an die Diktatur geliefert zu haben. Neben den schwedischen Schneekanonen sieht man auf den Fotos auch Material aus Deutschland, Kanada und Italien.

Schweden - Wirtschaft
Während auf der einen Seite immer mehr Schweden wegen der dort hohen Löhne in Norwegen arbeiten, zeigt sich nun, dass sich andererseits immer mehr norwegische Unternehmer in Schweden niederlassen. Im Durchschnitt sind sie Kosten für einen Arbeitgeber in Schweden für jede Arbeitsstunde eines Angestellten um über 100 Kronen billiger als in Norwegen. Für immer mehr norwegische Unternehmen ist der Umzug ins Nachbarland aus diesem Grund die einzige Überlebensmöglichkeit.

Schweden - Arbeitsmarkt
Auf Grund des enormen Mangels an Krankenschwestern und der Weigerung dieser Berufsgruppe einen höheren Lohn zu garantieren, stiegen die Kosten für Krankenschwestern, die über Leiharbeitsunternehmen in Notfällen eingestellt werden mussten, während der letzten zwei Jahre um knapp 40 Prozent an und lag allein im Jahre 2013 bei über 200 Millionen Kronen. Allerdings gingen durch die gemieteten Krankenschwestern nicht nur die Kosten massiv in die Höhe, sondern es verschlechtert sich auch die routinierte Arbeit in Krankenhäusern und Ärztehäusern, da zu gewissen Zeiten überwiegend Krankenschwestern eingesetzt werden müssen, die weder die Kranken noch die üblichen Routinen der Häuser kennen.

Schweden - Gesellschaft/Politik
Nach den Statistiken des schwedischen Finanzamts gingen die Steuerersparnisse durch RUT- und ROT-Abzüge im vergangenen Jahr leicht zurück, auch wenn eine steigende Schicht an Schweden vom RUT-Abzug profitierte, also Steuern durch die Vergabe von haushaltsnahen Diensten sparte. Im Jahre 2012 brachte der RUT-Abzug den vor allem wohlhabenden Familien Schwedens eine Steuerersparnis von knapp 2,4 Milliarden Kronen. Diese Summe ging an 17.000 Unternehmen, die sich auf diese Art von Diensten spezialisierten und zum Teil überdurchschnittlich hohe Stundenlöhne berechnen.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

fredag, januari 03, 2014

Nachrichten vom 3. Januar 2014

Schweden - Politik
Die ökonomisch-politische Sprecherin der Sozialdemokraten, Magdalena Andersson, fordert die Regierung auf „alle Karten zum Verkauf des Staatsunternehmens Arbeitslivsresurs auf den Tisch zu legen“ und die Geheimhaltung aus dem Jahre 2011 aufzuheben. Die Regierung hatte 2011 das Unternehmen zur Rehabilitierung und dem Couching von Arbeitslosen an das norwegische Risikokapitalunternehmen Investor verkauft und den Verkauf als „Top Secret“ eingestuft. Nach Unterlagen der Regierungskanzlei sind mehrere der Eigner des Unternehmens Investor in der Schweiz registriert, und dies im Kanton Freiburg, der die geringsten Steuern fordert. Arbetslivsresurs wird überwiegend aus schwedischen Steuern finanziert.

Schweden - Politik
Während Stockholm und Göteborg die UN-Kinderrechtskonvention bei illegalen Einwanderern als nicht existent betrachten, geht die Stadt Malmö einen anderen Weg und  bietet illegalen Einwanderern mit Kindern eine kostenlose Wohnung und gewährt den Kinder auch die offizielle Sozialhilfe. Als problematisch wird dabei jedoch betrachtet, dass die Antragsteller in diesem Fall eine offizielle Adresse haben müssen und daher unter Umständen auch von der Ausländerpolizei gefunden werden können. Illegale Einwanderer, die von anderen Städten nach Malmö kommen um hier eine Unterstützung zu erhalten, bekommen allerdings lediglich eine Rückfahrkarte in den Ort in dem sie sich versteckten.

Schweden - Wirtschaft
Nach Angaben des Branchenverbands Bil Sweden wurden im Jahre 2013 insgesamt 269.000 neue Fahrzeuge in Schweden registriert, was als „normal“ betrachtet wird. Die Aufschlüsselung der Zahlen nach Automarken zeigt, dass man unter den sechs meistverkauften Fahrzeugen viermal Volvos findet und zweimal Volkswagen, was deutlich zeigt, dass die Schweden nach wie vor eine Vorliebe für ihre traditionelle Automarke haben. Mit insgesamt 20.252 Fahrzeugen war der Volvo V70 II der am häufigsten verkaufte Neuwagen des Jahres, gefolgt vom Volkswagen Passat mit 14.331 Exemplaren.

Schweden - Medizin
Nach den aktuellen Statistiken liegt die Anzahl der Abtreibungen in den 16 der 21 Regionen Schwedens in denen der sogenannte KUB-Test durchgeführt wird, bedeutend höher als den anderen Regionen. Der KUB-Test, eine Mischung aus Blut- und Ultraschalluntersuchung bei dem eine Chromosomenänderung festgestellt werden kann, die unter anderem beim zu erwarteten Kind zum Down Syndrom führen kann, lässt Eltern bereits beim geringsten Risiko zu einem frühzeitigen Abort greifen. Die Einführung des KUB-Tests geht darauf zurück, dass Frauen in immer höheren Alter Kinder zur Welt bringen und dies zu einem erhöhten Risiko des Down Syndroms führt. Auf Grund der Test kann, nach Meinung der Mediziner, die Anzahl der Kinder mit Down Syndrom in Schweden bei etwa 130 Fällen pro Jahr stabil gehalten werden.

Schweden - Umwelt
Neun schwedische Forscher fordern in einem Artikel in den Dagens Nyheter die Regierung auf das Grundwasser in Schweden unter einen höheren Schutz zu stellen, da gegenwärtig nur etwa 14 Prozent der Grundwasserreserven des Landes überwacht werden, andererseits aber bereits jede dritte Wasserprobe durch landwirtschaftliche Mittel verunreinigt ist. Die Experten weisen in ihrem Beitrag weiterhin darauf hin, dass Schweden wegen seiner laschen Überwachung der Grundwasserreserven schon mehrmals kritisiert wurde.

Schweden - Gesellschaft
Nach einer Studie des schwedischen Mieterverbands geben die Hälfte aller schwedischen Regionen an, dass bei ihnen eine bedeutende Wohnungsnot für jüngere Personen herrscht, was bedeutet, dass ein Fünftel der Schweden im Alter zwischen 20 und 27 Jahren bei den Eltern lebt und gegenwärtig rund 300.000 Personen dieser Altersgruppe dringend nach einer Wohnung suchen. Obwohl die Zahlen zeigen, dass damit die Wohnungsnot innerhalb von zehn Jahren um 36 Prozent anstieg, erklärt der schwedische Wohnungsminister Stefan Attenfall, dass sich nun, mit den neuen Maßnahmen der Regierung (die seit sieben Jahren an der Macht ist), dies ändern wird und sich die Bauaktivitäten in Zukunft beschleunigen werden.

Schweden - Gesellschaft
Nach den Statistiken des Migrationsamtes beantragten im vergangenen Jahr 54.000 Personen in Schweden Asyl, eine Steigerung von 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Allein aus Syrien zählte das Amt 16.317 Anträge, die größte Gruppe der Antragsteller. Bereits im November hatte Schweden 48.928 Antragstellern Asyl in Schweden gewährt, verglichen mit 85.561, die in Deutschland das Aufenthaltsrecht erhielten. Im Jahr 2013 stellten in Schweden 3852 Kinder, die allein einreisten, einen Antrag auf Asyl, also weder von Eltern noch Verwandten begleitet waren.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

torsdag, januari 02, 2014

Nachrichten vom 2. Januar 2014

Schweden - Politik
Die Politikerin Abir Al-Sahlani (Zentrumspartei) nimmt nach den gegen sie vorgebrachten Betrugsvorwürfen weiterhin eine Pause. Al-Sahlani, die jede betrügerische Absicht bestreitet, erhält damit weiterhin ihre üblichen Honorare ohne eine Leistung bringen zu müssen und wird im Parlament auch weiterhin nicht ersetzt. Ob die Partei diese Situation bis zu den Wahlen im Herbst fortsetzt, ist ungewiss. Die Politikerin stellt sich jedoch im Herbst weder für die Parlamentswahlen, noch für die Europawahlen.

Schweden - Wirtschaft
Das schwedische Verbraucheramt stellte im vergangenen Jahr fest, dass sie Anzahl der Personen, die mit sogenannten Stromberatern unzufrieden sind, sich im Laufe eines Jahres nahezu verdoppelt hat. In der Regel bieten diese Ratgeber einen kostenlosen Dienst an, der alle aktuellen Strompreise vergleicht und dann dem Kunden zum für ihn billigsten Angebot rät. In der Tat sind diese Berater jedoch von Stromanbietern bezahlt, verfügen über undurchsichtige Geschäftsbedingungen und ändern in gewissen Fällen den Stromlieferanten eines Kunden ohne dessen ausdrückliche Zustimmung.

Schweden - Gesundheit
Nach einer Studie von Forscher der Universität Uppsala schadet Schlafmangel dem Gehirn auf gleiche Weise wie ein Gehirnschaden. Bei allen 15 Versuchspersonen konnten die Forscher feststellen, dass bei permanentem Schlafmangel Gehirnzellen auf irreversible Weise zerstört werden. Zellen, die nach einer schlaflosen Nacht zerstört wurden können sich wieder aufbauen, nicht jedoch wenn es sich um zwei oder mehr Nächte handelt. Da an der Studie nur Erwachsene teilnahmen, weiß man nicht welche Folgen ein Schlafmangel bei Kindern hat.

Schweden - Gesellschaft
Nach den jüngsten Statistiken des MSB (Myndigheten för samhällsskydd och beredskap) starben im vergangenen Jahr 104 Personen in Schweden durch Brände, was in etwa dem Durchschnitt der letzten Jahren entspricht. Nach wie vor gilt als die Hauptursache für diese Brände das Rauchen. In den meisten Fällen hatten die Betroffenen nach Alkoholeinfluss oder auch im Bett geraucht und sind dabei eingeschlafen ohne dass die Zigarette ausgemacht wurde.

Schweden - Gesellschaft
Auch wenn die Nacht auf den ersten Januar in ganz Schweden sehr unruhig war und die Polizei alle Hände damit zu tun hatte bei Schlägereien und Streitigkeiten einzugreifen und die Feuerwehr mehrere Brände löschen musste, so gilt diese Nacht, im Vergleich zu den vorhergehenden Silvesternächten, als relativ ruhig. Allein im Västra Götaland wurden in der Nacht allerdings neun Vergewaltigungen angezeigt, etwa zehn Prozent der tatsächlichen Fälle, und 57 Personen mussten wegen Alkoholexzess die Nacht dort in der Ausnüchterungszelle verbringen.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

onsdag, januari 01, 2014

Nachrichten vom 1. Januar 2014

Schweden - Wirtschaft
Nachdem sieben schwedische Großbanken ihren Kunden nun ein Jahr lang den Bezahldienst Swish ermöglichten bei dem man über Mobiltelefone kleinere Summen in Echtzeit von Privatkonto zu Privatkonto schicken konnte, werden nun ab heute mehrere Banken diesen Dienst mit mindestens einer Krone pro Überweisung berechnen. Da Swish bereits von über 700.000 Personen benutzt wird, zeigt sich hier, trotz der „geringen“ Abgabe, ein lukratives Zusatzgeschäft für schwedische Banken.

Schweden - Recht/Unterricht
Die Gemeinde Alingsås zeigte den Vater eines Mädchens an, weil er seine Tochter damit beauftragt hatte mit ihrem Mobiltelefon den Lärm während des Unterrichts aufzunehmen und das Tondokument dann über Youtube verbreitete. Dem Ort ist es damit gelungen einen Vater zum Schweigen zu bringen, der lediglich zeigen wollte, dass der Lärm im Klassenzimmer zu einem Lernproblem führt, denn nach der Anzeige nahm der Vater das File vom Netz, das bis dahin immerhin rund 20.000 Mal gesehen, bzw. gehört wurde.

Schweden/Göteborg - Kriminalität
Göteborg stellt für das vergangene Jahr einen traurigen Rekord auf, denn nachweislich wurden dort im Laufe des Jahres 2013 dreizehn Personen getötet und zwei weitere sind spurlos verschwunden und der Verdacht liegt nahe, dass auch diese getötet wurden. Die Hälfte der Morde ist nach wie vor ungeklärt und die Spuren sind so gering, so dass auch nicht mit einer schnellen Lösung gerechnet werden kann.

Schweden - Kriminalität
Nach einer Auswertung der Statistiken des Rates für vorbeugende Verbrechensbekämpfung BRÅ kommen die Dagens Nyheter zum Ergebnis, dass die Anzahl der Gewaltverbrechen  in Schweden während der letzten zehn Jahre um nahezu 40 Prozent angestiegen sind. Allerdings zeigt die Statistik auch, dass die Gewaltverbrechen in ländlichen Regionen weitaus mehr anstiegen als im städtischen Raum, denn das Jämtland zeigt in dieser Zeit eine Steigerung von 76 Prozent an Gewaltverbrechen, wobei die Dunkelziffer von Vergewaltigungen hierbei nicht eingerechnet wurde.

Schweden/Göteborg - Verkehr
Nach den offiziellen Messungen ging der Verkehr in Göteborg nach Einführung der Citymaut weitaus weniger als erwartet zurück, denn während man zu Beginn etwa 20 Prozent weniger Fahrzeuge zählte, die die Mautstellen passierten, waren es Ende 2013 nur noch elf Prozent, wobei allerdings der Verkehr am Rande des Mautgebietes zunahm. Da jedoch bereits die verlorenen elf Prozent an Autofahrern dazu führte, dass die erwarteten Einnahmen für Göteborg geringer sind als geplant, wird die Gebühr spätestens zum 1. Januar 2015 um 28 Prozent angehoben, falls die Volksbefragung die Citymaut nicht ganz stoppen wird.

Schweden - Tourismus
Die aktuellen Temperaturen in Süd- und Mittelschweden sind so hoch, dass selbst der Einsatz von Schneekanonen unsinnig ist. Bisher sind daher in der südlichen Hälfte Schwedens nahezu sämtliche Skianlagen geschlossen und das Personal wurde nach Hause geschickt. Da zahlreiche Skiorte eine Schneegarantie bieten, müssen die Anlagen auch die Kosten für die vorgebuchten Aufenthalte zurückbezahlen sollten sich die Kunden nicht von sich aus für einen schneefreien Aufenthalt entscheiden. Nach den Wettervorhersagen wird sich das Wetter auch in der ersten Januarwoche nicht auf Winter umstellen.

Schweden - Gesellschaft
Nach einer Untersuchung der Ausbildungseinrichtung Eductus können etwa ein Drittel aller jener, die „Schwedisch für Einwanderer“ (SFI) belegen, mit der neuen Sprache nichts anfangen, da sie im täglichen Leben mit keinen Schweden in Kontakt kommen, obwohl über 90 Prozent der Migranten einen schwedischen Kontakt suchen oder ihn wünschen. Ohne diese Kontakte verschwinden jedoch die Kenntnisse der schwedischen Sprache wieder und die Integration und die Arbeitsaufnahme wird zum Problem. Die schwedische Bevölkerung zeigt sich bisher gegenüber den Neuschweden sehr wenig offen und beschränkt den Kontakt meist auf einen freundlichen Gruß.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin