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lördag, december 09, 2023

Nachrichten, 9. Dezember

Schweden - Politik
Auch wenn im Gaza-Streifen, nach Aussagen des Gesundheitsamts in Gaza, mittlerweile 17.000 Kriegstote zu verzeichnen sind und es sich bei 70 Prozent der Toten um Frauen und Kinder handelt, weigert sich der schwedische Außenminister Tobias Billström hierbei von Übergewalt zu reden, da die Hamas beim Angriff auf Israel grausam handelte und 1200 Personen tötete. Nach Billström handelt es sich beim Angriff Israels lediglich um eine Situation der Verteidigung. In anderen Ländern herrscht mittlerweile nicht mehr die gleiche Meinung, sondern man sieht das Bombardieren Israels nun als Mord an Unschuldigen. Die schwedische Aussage kann auch den Natobeitritt weiterhin verzögern, da nationalistische Türken den israelischen Präsidenten von dem internationalen Gerichtshof sehen wollen und auf ein Umdenken Schwedens warten.

Schweden - Politik/Energie
Nachdem die Industrieminister Europas gestern entschieden haben dass die Kernkraft eine Schlüsselindustrie innerhalb der Klimaumstellung sei, bereitet Schweden nun Gesetzesänderungen vor die den Bau von Kernkraftwerken vereinfachen und beschleunigen sollen. Nach Europa soll in Zukunft das Genehmigungsverfahren für neue Kernkraftwerke maximal 18 Monate dauern, eine Forderung, die die aktuelle schwedische Regierung seit Monaten durchsetzen will, da sie befürchtet dass diese Idee nach den nächsten Wahlen wieder auf Eis gelegt werden können. Allerdings hat sich Europa bisher nicht über die Finanzierung von neuen Kernkraftwerken ausgesprochen.

Schweden - Ausbildung
Der Ausbildungsdirektor der OECD zeigt sich erstaunt über das schlechte Abschneiden Schwedens bei der aktuellen PISA-Studie, ist jedoch der Meinung dass Corona nur einen geringen Einfluss haben könne, da es in Schweden kaum Beschränkungen gab, dass die Ursache jedoch in der Segregation  und dem unterschiedlichen Niveau der Schulen zu suchen sei, aber auch darin dass in Schweden den Schülern jede Disziplin abgehe. Lehrer Schwedens sind zudem der Meinung dass Schüler auf Grund des permanenten Nutzens von Smartphones überstimuliert seien, also ein Handyverbot in Schulen eingeführt werden müsse.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

torsdag, januari 31, 2019

Nachrichten, 31. Januar 2019

Schweden - Politik
Während der ersten Reichstagsdebatte der Parteiführer zeigte sich deutlich wie zerbrechlich die aktuelle Regierung ist und dass für gewisse Parteiführer die bisherigen Spielregeln der Politik nicht mehr zählen. Während Ministerpräsident Stefan Löfven natürlich von rechts und Links kritisiert wurde, kamen die Höhepunkte von Jimmie Åkesson, dem Vorsitzenden der Schwedendenkraten und von Ebba Busch Thor, der Vorsitzenden der Christdemokraten. Busch Thor griff, was bisher in Schweden noch nie der Fall war, Annie Lööf direkt an, weil sie nicht die bürgerliche-extrem rechte Gruppe stützte und Åkesson zeigte deutlich, dass Moderate und Christdemokraten an einen neuen Partner denken müssen, wollen sie ihre Politik verwirklichen.

Schweden - Politik
Als Jonas Sjöstedt, der Vorsitzende der Linken, bei der Debatte der Parteiführer Ministerpräsidenten Stefan Löfven beschuldigte mit seiner Entscheidung einen Keil zwischen Arm und Reich zu schlagen, wollte dieser auf keinen der dafür verantwortlichen Punkte eingehen, sondern sprach von einem Fortschritt in der Umweltpolitik, einem Ausbau der Eisenbahn, besserem Zugang zum Internet und großartigen Bauprojekten, also Projekten, die bisher weder begonnen wurden, noch von Wissenschaftlern positiv bewertet werden, denn die Bautätigkeit, zum Beispiel, nahmen bereits im vergangene Jahr ab und die Umweltprojekte stützen vor allem die Wirtschaft.

Schweden - Ausbildung
Auch wenn in Schweden nur jeder vierte Schüler nicht-schwedischer Herkunft ist, so stellt das Schulamt fest, dass die Segregation zwischen den Schulen des Landes wächst, was vor allem mit der freien Schulwahl zusammenhängt. Am deutlichsten fällt dies in Stockholm auf, wo man Schulen findet die bis zu 98 Prozent an Schülern mit ausländischem Hintergrund haben, währen schon eine Nachbarschule nur über zwei bis drei Prozent dieser Kinder verfügt. Entsprechend hoch ist der Leistungsunterschied zwischen diesen Schulen. Ohne gleichmäßigere Verteilung der Schüler, was sämtliche liberalen, bürgerlichen und rechten Parteien ablehnen, werden Asylanten auch in Zukunft kaum Chancen zu einem sozialen Aufstieg haben.

Schweden - Verkehr
Im vergangenen Jahr starben in Schweden an unbeschrankten Bahnübergängen 20 Personen und allein im Januar dieses Jahres bereits fünf Personen, also weitaus mehr als während der letzten Jahre. Nach dem Amt für Schienenverkehr kann dieses Problem jedoch nur sehr langsam reduziert werden, da es in Schweden gegenwärtig rund 3500 unbeschrankte Bahnübergangsstellen gibt, jedes Jahr jedoch nur etwa 100 der Gefahrenstellen umgebaut werden können. Falls die Regierung nicht mehr Geld für diese Zwecke zur Verfügung stellt, so wird es noch 35 Jahre dauern bis diese Übergangstellen abgesichert sein werden.

Schweden - Umwelt
Sala ist die erste Stadt Schwedens, die dieses Jahr bereits sämtliche Bürger der Gemeinde aufgerufen hat Wasser zu sparen, da das Grundwasser auf einem Risikoniveau angekommen ist, eine Situation, die weitaus schlechter aussieht als im vergangenen Jahr, das bereits sehr große Probleme mit sich brachte. Nach den landesweiten geologischen Untersuchungen zum Grundwasserstand muss man den kommenden Sommer mit ausgedehnten Bewässerungsverboten und Einschränkungen bei der Wassernutzung rechnen, zumindest falls kein Wunder geschieht.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

lördag, december 23, 2017

Nachrichten, 23. Dezember 2017

Schweden - Politik
In einem vorgezogenen Wahlkampf und in der Hoffnung Wähler der Allianz auf ihre Seite bringen zu können, legt Finanzministerin Magdalena Andersson nun eine rechte Gangart ein. Bei einem Interview mit der Tageszeitung Dagens Nyheter gab sie bekannt, dass die Integrationspolitik der Regierung mit ihrer Offenheit gescheitert sei und Schweden in Zukunft keine Asylanten mehr akzeptieren könne, diese also von anderen europäischen Ländern übernommen werden müssen, Ländern, die mehr Möglichkeiten haben als Schweden. Die Ministerin zeigte sich dabei selbstkritisch und ist der Meinung, dass die Regierung nun an die Zukunft Schwedens denken muss.

Schweden - Politik
Noch kurz vor Weihnachten bringen die Grünen Schweden erneut ein wichtiges Thema in die Diskussion, nämlich die Verschwendung und Vernichtung von Lebensmitteln. Einer der beiden Vorsitzenden der Partei, Gustav Fridolin, will das Vernichten von genießbaren Lebensmittel in der gesamten Kette vom Produzenten bis zum Verbraucher mit einer Strafe belegen, da diese Lebensmittel den Ärmsten des Landes helfen könnten. Aber auch Lebensmittel, die nicht mehr genossen werden können, sollen nicht mehr im Abfall landen, denn diese sollen an die Gemeinden weitergegeben werden und der Herstellung von Biogas dienen. Als zusätzliche Maßnahme wollen die Grünen Krankenhäuser, Pflegeheime und Schulen dazu zwingen grundsätzlich auch vegetarisches Essen anzubieten, einen vegetarischen Tag einzulegen und nur noch nahproduzierte Produkte zu verarbeiten.

Schweden - Kriminalität
Im laufenden Jahr wurden bisher bei etwas über 300 Schießereien 40 Menschen getötet und 135 weitere verletzt, überwiegend durch Bandenkriege, die in der Öffentlichkeit ausgetragen werden und daher auch unschuldige Opfer fordern können. Dass dieses Problem wächst, hat verschiedene Ursachen, denn zum einen wagen immer weniger Schweden als Zeugen auftreten, zum anderen ist es ein Kinderspiel Waffen in Schweden einzuführen, und letztendlich will oder kann die Polizei das Problem nicht in den Griff bekommen, obwohl etwa 200 der Täter bekannt sind und sich bereits mehrmals durch Straftaten auszeichneten.

Schweden - Gesellschaft
Nach einer Analyse der Tageszeitung Dagens Nyheter hat sich die Zahl der Jugendlichen unter 18 Jahren, die Opfer von Vergewaltigungen wurden, in den ersten sechs Monaten des Jahres, vor dem Einsatz von #MeToo, in den Krankenhäusern Schwedens verdoppelt, wobei auch die Gesamtzahl der Vergewaltigungsopfer in dieser Zeit um 12 Prozent anstieg. Ob dieser Anstieg mit einer steigenden Gewalt gegen Frauen zusammenhängt, oder die betroffenen Frauen nun schneller Hilfe suchen, wurde bisher nicht untersucht. Für viele Frauen ist es auch problematisch vor sich selbst zuzugeben, dass der Vergewaltiger in der Regel ein Freund, ein näherer Bekannter oder eine freundliche Person bei einem Fest war.

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Copyright: Herbert Kårlin