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måndag, juli 08, 2019

Nachrichten, 8. Juli 2019

Schweden - Politik
Während der politischen Almedalsveckan auf Gotland zeigte Jimmie Åkesson, der Vorsitzende der Schwedendemokraten, eine völlig neue Politik, denn nicht nur, dass er nun die Christdemokraten und die Moderaten auf seiner Linie sieht und Nyamko Sabuni, die neue Vorsitzende der Liberalen, zu Gesprächen einlädt, sondern der Politiker fordert nun auch, dass an Länder, die Homosexuelle und Lesbierinnen benachteiligen, keine Entwicklungshilfe mehr von Schweden bekommen sollten, da die Vergabe dieser Unterstützung auch an das Einhalten der Menschenrechte gebunden sei.

Schweden - Politik
Ebba Busch Thor will sich immer mehr als die Führerin der Opposition profilieren, wenn auch durch Versprechen, die sie in keiner Weise finanziell absichern kann, und im Almedalen griff sie daher erneut die Zentrumspartei und die Liberalen an, die, ihrer Meinung nach, im Januar einen Basarhandel mit den Sozialdemokraten eingegangen seien statt die Werte der bürgerlichen Arteien zu stützen. Während einer ihrer Reden fordert die Politikerin nun auch Nyamko Sabuni (Liberale) auf mit Ministerpräsident Stefan Löfven zu brechen und zur bürgerlichen Politik zurückzukehren, was für Busch Thor allerdings mehr rechts als bürgerlich bedeutet,und vor allem ihr selbst mehr Macht in die Hände geben soll.

Schweden - Recht
Auch wenn das Sexualstrafrecht in Schweden bereits vor einem Jahr geändert wurde und nun auch Sex strafbar ist bei dem ein Partner nicht ausdrücklich zustimmte, so war, nach einer Analyse von Journalisten des schwedischen Rundfunks, bisher nur in etwa sieben Fällen das neue Gesetz für eine Verurteilung des Täters verantwortlich. Als sehr positiv ist jedoch zu sehen, das die Verurteilungen seit Einführung des neuen Gesetzes härter wurden, was mit Sicherheit eine abschreckende Wirkung haben wird. Allerdings liegt bisher noch kein Urteil des Obersten Gerichtshofes vor, der zu einer Rechtspraxis führen würde.

Schweden  - Umwelt
Seit den 50er Jahren stellt man fest, dass die Menge der Schmetterling in Schweden permanent abnimmt, was insbesondere mit den neuen Methoden der Landwirtschaft und dem Verschwinden von Wiesen zusammenhängt. Ohne Schmetterling werden jedoch mehrere Blumenarten nicht mehr befruchtet und werden ebenfalls ausgerottet, aber auch die Menge der Vögel muss schrumpfen, da für viele unter ihnen Schmetterlinge, oder auch Raupen, die Hautnahrung ausmachen. Bisher waren alle aufklärenden Maßnahmen sinnlos und selbst die Tagpfauenaugen werden immer seltener gesehen.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

fredag, november 09, 2018

Nachrichten, 9. November 2018

Schweden - Politik
Während die Schwedendemokraten bisher nicht mitteilten ob sie am kommenden Mittwoch für Ulf Kristersson stimmen werden, vor allem ohne Zugeständnisse vom ihm erhalten zu haben, haben sowohl die Zentrumspartei als auch die Liberalen mittlerweile die Zustimmung der Landesverbände gegen Ulf Kristersson als Ministerpräsident zu stimmen. Unsicher ist jedoch ob die beiden Parteien ein Übereinkommen mit den Sozialdemokraten treffen dürfen und ob sie gegen das geplante Kampfbudget der Moderaten stimmen dürfen, zwei Entscheidungen, die sehr wichtig für die zukünftige Politik Schwedens sein können.

Schweden - Politik/Wirtschaft
Trotz der europäischen Aufforderung, dass europäische Unternehmen weiterhin im Iran aktiv sein sollen und einer entsprechenden Empfehlung der schwedischen Regierung, ziehen sich nun nahezu alle schwedischen Firmen aus dem Iran zurück und lassen sich damit von den USA an der Leine halten. Donald Trump hatte, nachdem er das Nuklearabkommen mit dem Iran gekündigt hatte, allen Ländern, die weiterhin Geschäfte mit dem Iran machen, mit Sanktionen gedroht.  Die europäischen Unternehmen zeigen nun in allen Ländern ihre Schwäche gegenüber den USA und die wirtschaftliche Zerbrechlichkeit Europas.

Schweden - Politik/Landwirtschaft
Das schwedische Parlament stimmte nun dem Vorschlag der Regierung zu den schwedischen Landwirten, die durch die Sommerhitze bedeutende Schäden erlitten, insgesamt einen Zuschuss von 460 Millionen Kronen zu gewähren. Allerdings gehen die Gelder ausschließlich an Landwirte, die Kühe oder Schafe halten. Keine der Parteien hat gegen diesen Vorschlag Einspruch eingelegt, wobei jedoch sämtliche bürgerliche Parteien und die Schwedendemokraten ein langsichtigeres Hilfsprogramm für Landwirte fordern, insbesondere ein Reduzierung der Dieselsteuer für die Landwirtschaft.

Schweden - Recht
Nach einer kleineren Analyse des staatlichen schwedischen Rundfunks führte das neue Sexualstrafrecht dazu, dass seither mehr Täter wegen Vergewaltigung verurteilt wurden als vorher, zudem aber auch zu längeren Gefängnisstrafen verurteilt wurden. Auch wenn nahezu jeder der 20 analysierten Fälle mindestens zu einem Urteil wegen sexueller Belästigung geführt hätte, so entschieden die Richter in vier Fällen, dass es sich um eine Vergewaltigung handelte, da die Frauen sexuellen Handlungen nicht ausdrücklich zustimmten.

Schweden - Immobilien
Stefan Ingves, der Generaldirektor der schwedischen Reichsbank ging gestern mit der Information an die Öffentlichkeit, dass sich die Zinsen für Immobilienkredite innerhalb der kommenden drei Jahre verdoppeln können, in jedem Fall aber schon im kommenden Jahr bedeutend ansteigen werden. Ingves ist der Meinung, dass Personen, die in der Vergangenheit ihre Belastungen logisch ausrechneten, keine Probleme bekommen würden, eine Aussage, die von der Statistik und Meinungsumfragen allerdings nicht bestätigt wird. Die steigenden Zinsen werden es jungen Familien noch schwieriger machen Kredite für den Wohnungs- oder Hauskauf zu erhalten.

Schweden - Gesellschaft
Nach einer Meinungsumfrage des Instituts Sifo gehen die Meinungen zum im Sommer in Kraft getretenen Sexualstrafrecht innerhalb der Bevölkerung weit auseinander, wobei 90 Prozent der Frauen zwischen 18 und 25 Jahren die sogenannte Einverständniserklärung vor dem Sex als positiv sehen, jedoch nur 62 Prozent der Männer im gleichen Alter. Während 17 Prozent der Männer der Meinung ist, dass man lediglich ein Paar sein muss um automatisch die Zustimmung zum Sexualverkehr zu haben, so handelt es sich nur um neun Prozent der Frauen, die diese Meinung teilen. Und ein Drittel der Männer ist davon überzeugt, dass eine automatische Zustimmung zum Sex erfolgt, sobald man nackt nebeneinander liegt, obwohl dies bei einem Nein des Partners zur Vergewaltigung wird und zu zwei Jahren Gefängnis führen kann.

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Copyright: Herbert Kårlin

måndag, december 18, 2017

Nachrichten, 18. Dezember 2017

Schweden - Politik
Bereits im Sommer wurde ein Untersuchungsausschuss eingesetzt, der die Probleme mit dem IT-Skandal, bei dem sensible schwedische Daten ungesichert in anderen Ländern gelagert wurden, aufklären sollte, wobei der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven dabei eine absolute Offenheit der Angelegenheit versprach. Dennoch ist es den Journalisten der Dagens Nyheter bis heute nicht gelungen irgendwelche Informationen zu erhalten und sie können nicht einmal herausfinden welche Personen für die Untersuchung der Affäre eingesetzt wurden. Dieses Verfahren lässt insbesondere die Opposition spekulieren, ob die Regierung und die Regierungskanzlei nicht wichtige Informationen geheim halten wollen und nicht an einer Aufklärung interessiert sind.

Schweden - Politik
Wie das schwedische Staatsfernsehen SVT aufdecken konnte, wurden vom Unternehmen Dialect nicht nur sehr viele kleinere Unternehmen älterer Personen betrogen, sondern die Regierung machte es, mit einer Unterstützung von fünf Millionen Kronen, sogar möglich dass das Unternehmen erneut aktiv werden kann, und dies, obwohl die Dachgesellschaft, die von Dialect bedeutende Summen erhalten hatte, keinerlei Unterstützung zur Weiterführung der Firma zur Verfügung stellt, eine Rekonstruktion also als sehr zweifelhaft empfindet. Die Gelder der Regierung wurden für die ausstehenden Gehaltszahlungen angewendet und sollen, nach Aussagen des Geschäftsführers von Dialect, zu einem späteren, nicht definierten Zeitpunkt, zurückbezahlt werden.

Schweden - Recht
Während einer Pressekonferenz gab Staatsminister Stefan Löfven gestern die Änderung des neuen Sexualstrafrechts bekannt, wobei er als das größte Ergebnis betonte, dass nun vor jedem Sexualverkehr eindeutig eine Zustimmung des Sexpartners vorhanden sein muss. Juristen sehen diese Änderung jedoch vor allem als populistische Maßnahme, die in der Tat kaum eine Änderung mit sich bringen wird, da von den Betroffenen auch in Zukunft Beweise gefordert werden, die kaum zu erbringen sind. Juristen sehen daher das Gesetz nur als einen ersten Schritt in die richtige Richtung, warnen die Betroffenen von Übergriffen jedoch vor den Hoffnungen auf eine tatsächliche Änderung.

Schweden - Ernährung
Eine Analyse, die im Auftrag des schwedischen Staatsfunks Sveriges Radio erstellt wurde, zeigt, dass von 15 verschiedenen untersuchten Sorten an schwedischen Pfefferkuchen nur eine einzige mit Butter zubereitet wurde und in acht Sorten Palmöl mit verwendet wurde. Bei sechs Sorten wurde dann Kokosfett und Rapsöl verwendet. Bei drei untersuchten Sorten wurde Palmöl verwendet, das über keinerlei Zertifikat verfügt und daher nicht verwendet werden sollte, da die entsprechenden Plantagen bedeutend für das Abholzen des Regenwalds verantwortlich sind.

Schweden - Umwelt
Das Landschaftstier Skånes (Schonen), der Rothirsch, wird in der eigenen Landschaft immer weniger als Symbol gesehen, da sich die Tiere immer stärker vermehren und dadurch bereits enorme Schäden in den Wäldern anrichten. Viele Forstwirte haben es bereits ganz aufgegeben noch Rottannen anzupflanzen, da diese nahezu ohne Ausnahme von Rothirschen verzehrt oder stark beschädigt werden. Selbst junge Pflanzungen von Edellaubbäumen fallen den mächtigen Tieren immer häufiger zum Opfer. Die Forstwirte der südschwedischen Region fordern die Regierung daher auf für eine an angemessene Jagd zu sorgen, so dass das Nahrungsangebot und die Menge der Rothirsche wieder im Gleichgewicht stehen.

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Copyright: Herbert Kårlin

måndag, oktober 23, 2017

Nachrichten, 23. Oktober 2017

Schweden - Politik
Journalisten des staatlichen Fernsehens SVT konnten nun aufdecken, dass die Reichskanzlei seit Jahren bei der Datenverarbeitung mit Firmen zusammenarbeitet, die bereits in Skandale verwickelt waren und mit denen die Reichskanzlei auch kein Geheimhaltungsabkommen unterzeichnete, was gerade bei der Reichskanzlei von grundlegender Bedeutung ist, da hier sehr viele Daten benutzt werden, die, in falschen Händen, die Sicherheit Schwedens bedrohen können. Die Verantwortlichen der Reichskanzlei sehen dabei keine Probleme, obwohl die dortigen Daten bedeutend wichtiger sind als beim Straßenverkehrsamt, das vor kurzem für das gleiche Vergehen kritisiert wurde und wo dies personelle Folgen mit sich führte.

Schweden - Politik
Nach dem enormen Erfolg der Aktion #MeToo in Schweden, hat sich nun auch Gleichstellungsministerin Åsa Regner auf die Seiten der der Gewalt ausgesetzten Frauen gestellt und verspricht für nächstes Jahr ein härteres Sexualstrafrecht, obwohl diese Maßnahme das Grundproblem für die Frauen kaum aufhebt, denn schon die heutigen Gesetze, die Frauen schützen sollen, werden kaum angewandt, abgesehendavon dass in Schweden auch im Ausland geschlossenen Kinderehen akzeptiert werden und Frauen anderer Kulturen, die der Gewalt von Männern und Familien ausgesetzt sind, kaum Hilfe erhalten. Regner vergisst, dass das gesamte Kulturdenken in Schweden geändert werden muss, da Gleichstellung nicht nur bedeutet Frauen zu schützen, die sich an die Öffentlichkeit wenden, sondern vor allem Frauen, die dies nicht wagen.

Schweden - Politik/Umwelt
Die Umweltpolitik der schwedischen Regierung wird von zahlreichen Seiten kritisiert, da die klimaangepasste Sicht im Bauwesen und der Infrastruktur ausschließlich die zukünftige Entwicklung Schwedens betrifft, nicht jedoch die überwiegenden Probleme, die in der Vergangenheeit geschaffen wurden, denn die Mehrheit der Bauten und Teile der Infrastruktur, die mit der Klimaveränderung Probleme erhalten werden, wurden bereits in der Vergangenheit geschaffen.

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torsdag, oktober 06, 2016

Nachrichten, 6. Oktober 2016

Schweden - Politik
Wie zu erwarten, so findet man im Schattenbudget der Moderaterna, das gestern vorgelegt wurde, zahlreiche Maßnahmen, die die reichste Schicht Schwedens stärken soll, jedoch deutliche Einschnitte bei Flüchtlingen vorsieht. Aber auch der Normalbürger soll zur Kasse gebeten werden, da Mindestlöhne bei Erstjobs abgeschafft werden sollen, die Fahrzeugsteuer steigen soll, Lebensmittel höher versteuert werden, Arbeitslosengeld und Krankengeld gekürzt werden sollen. Im Gegenzug sollen Geringverdiener etwas weniger Steuer bezahlen als bisher.

Schweden - Politik
Gestern präsentierten auch die Sverigedemokraterna ihr Schattenbudget, das, wie zu erwarten, 29 Milliarden Kronen weniger für Migration und Integration vorsieht, sowie die Gemeinden zu Einsparungen von insgesamt 26 Milliarden Kronen zwingen soll. Im Gegenzug soll die Polizei und die Justiz deutlich mehr Geld erhalten und Kleinunternehmern mit einer Steuerersparnis rechnen können. Um die Rentner verstärkt als Wähler zu gewinnen, sieht das Budget der Sverigedemokraterna auch eine geringere Steuer auf Pensionen vor.

Schweden - Politik
Der Verband der Regionen und Gemeinden Schwedens SKL gab gestern erneut bekannt dass das Zusatzbudget von zehn Milliarden Kronen, das die Regierung für Gemeinden vorsieht, bei weitem nicht ausreichen wird und die Bürger Schwedens daher mit einer deutlichen Anhebung der Lokal- und Regionalsteuern rechnen müssen, wobei der Verband von voraussichtlich zwei Prozent spricht. Nach SKL werden die Kosten der Gemeinden bereits 2020 bei 47 Milliarden Kronen über den Einnahmen liegen, was enorme Einsparungen oder bedeutende Steuererhöhungen fordert.

Schweden - Politik
Um bei den Parlamentswahlen des Jahres 2018 das Wahlgeheimnis besser zu wahren, will die Regierung ab 2018 die Wahlzettel nicht mehr offen in den Wahlräumen auslegen, so dass jeder Anwesende sehen kann zu welcher Partei man greift, sondern die Wahlzettel sollen hinter Vorhängen liegen und daher von fremden Blicken geschützt werden. Die bisherige Methode wurde von internationalen Wahlüberwachern bereits mehrmals kritisiert, da dadurch das Wahlgeheimnis offen hintergangen wird und von Dritten während der Wahlen ein Druck ausgeübt werden kann.

Schweden - Recht
Ein Rechtsausschuss der Regierung legte gestern seinen Vorschlag zum geänderten Sexualstrafrecht vor und will insbesondere den Begriff Vergewaltigung durch einen übergreifenderen Begriff ersetzen. Bei Sexualverkehr soll grundsätzlich eine eindeutige Zustimmung beider Partner erfolgen, eine Forderung zahlreicher Frauenbewegungen. Allerdings wird das neue Gesetz kaum dafür dienen dass in Zukunft Vergewaltigungen öfter vor Gericht kommen, denn nach wie vor wird die Beweisführung ein tragendes Element sein, das bisher Frauen kaum eine Chance bot, da bei Aussage gegen Aussage, ohne handfeste Beweise, der Täter nicht angeklagt wird.

Schweden - Verkehr/Umwelt
Immer mehr Orte im Norden Schwedens fordern im Winter ein Streusalzverbot auf allen Straßen. Innerhalb vieler Orte, zum Beispiel in Kiruna, wird schon heute im Winter kein Salz mehr verwendet, aber auf wichtigen Straßen sieht das Straßenverkehrsamt die Notwendigkeit von Salz. Die Bevölkerung klagt indes darüber dass Salz eine enorme Menge an Tieren auf die Straßen lockt, die das Autofahren teilweise zu einer Lebensgefahr machen, auf jeden Fall jedoch immer ein Hindernis ausmachen.

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måndag, september 26, 2016

Nachrichten, 26. September 2016

Schweden - Politik
Auch wenn Kultusminister Gustav Fridolin immer wieder erklärt dass Privatschulen mit schnellem Gewinndenken in Schweden nicht erwünscht seien, geht nun bereits der zweite Konzern auf Risikokapitalbasis an die Börse, ein deutliches Zeichen dafür dass schnelle Gewinne wichtiger sind als schulische Leistung. Gleichzeitig ist das Ziel dieser Schulen hohe Ausschüttungen zu garantieren und den Wert der Schule zu erhöhen um nach wenigen Jahren mit hohem Gewinn verkaufen zu können. Privatschulen werden in Schweden von Steuern finanziert, auch wenn die Gewinne in Steuerparadiesen landen.

Schweden - Politik/Recht
Das Komitee für Sexualvergehen wird in den kommenden Tagen ein neues Sexualstrafrecht vorschlagen bei dem bedeutende sexuelle Übergriffe mindestens mit sechs Jahren Gefängnis geahndet werden sollen. Gleichzeitig soll der Begriff Vergewaltigung gegen sexuellen Übergriffe ausgetauscht werden und im Gesetz festgehalten werden dass bei Sexualverkehr eine ausdrückliche Zustimmung der Partner nötig ist. Als Zeichen dafür dass diese Übergriffe als schwere Verbrechen gewertet werden, wird das Gesetz jedoch auch in Zukunft kaum etwas an den Urteilen ändern, da die Beweislast dabei nicht geklärt ist und höhere Strafen einen Täter noch nie abschrecken konnten.

Schweden - Wirtschaft/Gesundheit
Auf Grund der sich rapide verschlechternden medizinischen Versorgung in Schweden haben mittlerweile bereits knapp 640.000 Schweden, neben der gesetzlichen Krankenversicherung, auch eine private Krankenversicherung, die in über 70 Prozent der Fälle von den Arbeitgebern bezahlt werden. Da Privatversicherte über eine bessere und schneller medizinische Versorgung verfügen, erwägt die Regierung nun ein Gesetz zu schaffen das diese Vorzugsbehandlung unterbinden soll, da dieses System das gesamte staatliche Gesundheitssystem aushöhlt.

Schweden - Gesellschaft
Auch wenn die Stockholmer Verkehrsbetriebe durch permanente Kontrollen an den Bahnsteigen der U-Bahn Bettler abschrecken wollten und jede Belästigung der Passagiere als Verstoß gegen das Ordnungsgesetz behandelten, zeigt sich keinerlei Erfolg, denn die Bettler an den Bahnsteigen haben nun ihren Aktionsradius vor allem in die Fahrzeuge verlegt und vermeiden dabei jede Art von Belästigung. Das Ergebnis ist dennoch dass die Anzahl der Beschwerden in den letzten Monaten nach oben ging. Als Vergehen gegen die öffentliche Ordnung gilt der Verkauf von Zeitschriften ohne Genehmigung, das Benutzten von eigenen Liegemöbeln an den Bahnsteigen, Musik zu machen und die Passagiere zu belästigen. In allen anderen Fällen gibt es auch bei den Verkehrsbetrieben in Stockholm keinen Grund einzugreifen.

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onsdag, april 20, 2016

Nachrichten, 20. April 2016

Schweden - Politik
Die Grünen Schwedens stellen weiterhin hinter den zurückgetretenen Bauminister Mehmet Kaplan, der der Regierung auch nach seinem Rücktritt noch Probleme verursacht, da Ministerpräsident Stefan Löfven noch keinen Nachfolger für Kaplan sieht und die Grünen nicht sicher sein können erneut eine Person aus ihren Reihen als Bauminister zu sehen. Immerhin muss sich Kaplan keine Gedanken über seine finanzielle Zukunft machen, denn nach einem Rücktritt stehen ihm zwölf Monate lang ein monatliches Gehalt von 127.000 Kronen zu, was bedeutet, dass er eine Summe erhalten kann für die eine Friseuse oder eine Verkäuferin zehn Jahre lang arbeiten muss.

Schweden - Politik
Eine Analysegruppe für die sogenannte „grüne Umstellung“ legte gestern der Regierung ihre Ergebnisse und Ratschläge vor. Maria Wetterstrand, eine der beiden Vorsitzenden der Gruppe, macht dabei deutlich, dass die Regierung bei ihren Beschlüssen eine wesentlich schnellere Gangart einschlagen muss als bisher wenn Schweden eine führende Position in Umweltfragen behalten will. Nach Wetterstrand wird auch die zukünftige Wirtschaft deutlich von umweltfreundlichen Umstellungen abhängig sein, unter anderem auch im Flugverkehr.

Schweden - Arbeitswelt
Obwohl in Schweden ein extremer Lehrermangel zu verzeichnen ist, ist es aus dem Ausland zugewanderten Lehrern nahezu unmöglich in Schweden zugelassen zu werden, aus rein bürokratischen Gründen. Die meisten Anträge im Ausland ausgebildeter Lehrer scheitern daran, dass in Schweden die Lehrstoffe sehr detailliert aufgeschlüsselt und bewertet werden, was in kaum einem anderen Land der Welt der Fall ist. Flexibilität und Umdenken ist jedoch in den schwedischen Ämtern immer noch sehr schwierig, was nicht nur den neuen Schweden schadet, sondern auch der schwedischen Gesellschaft. Die Regierung, und damit auch der grüne Kultusminister Gustav Fridolin, verschanzen sich hinter der Aussage, dass sie das hohe Ausbildungsniveau Schwedens nicht senken werden.

Schweden - Arbeitswelt
Journalisten der Sendung Uppdrag Granskning konnten aufdecken, dass im Prestigebau Mall of Scandinavia in Stockholm bei den Arbeitern geradezu sklavenartige Verhältnisse herrschten und herrschen, obwohl der Bauherr Peab versichert dass selbst alle Subunternehmer sich an Tarifverträge halten. Den Journalisten gegenüber erklärten verschiedenen von Leiharbeitgebern angeheuerte Arbeiter, dass sie pro Stunde 25 oder 30 Kronen bezahlen, oft 48 Stunden mit nur kurzen Pausen arbeiten müssen, dies mit Hilfe von Amphetaminen, und dass ihnen beim Anschluss an eine Gewerkschaft mit der Kündigung gedroht wird. Selbst der gesetzlich vorgeschriebene Urlaub wird von gewissen Unternehmern untersagt.

Schweden - Recht
Im Herbst des Jahres wird in Schweden das Sexualstrafrecht geändert, wobei der Tatbestand der Vergewaltigung zum sexuellen Übergriff wird und eine Frau bereits dann Klage wegen einem Übergriff führen kann, wenn sie trotz einem Nein zum Geschlechtsverkehr gedrängt wurde oder sich im betrunkenen Zustand nicht wehren konnte. Während viele Frauen diese Änderung als Sieg betrachten, dürfte sich in der Realität nichts ändern, denn noch immer bleibt die Beweislast die Gleiche, was heute fast schon pauschal zum Freispruch der Vergewaltiger führt. In der Regel müssen Frauen Verletzungen aufweisen, zerrissene Kleidung vorzeigen können und möglichst einen Zeugen haben.

Schweden - Gesellschaft
Nicht nur die Begeisterung zu Europa ist bei der schwedischen Bevölkerung stark abgekühlt, denn nach einer Meinungsumfrage von Sifo sind auch die Fragen nach einer besseren Ausbildung, die Wirtschaftslage und die Umweltpolitik kaum noch ein Thema für die Schweden. Denn für 62 Prozent der Befragten ist die Einwanderung der Flüchtlinge das gegenwärtig größte Problem, gefolgt von der Angst vor terroristischen Anschlägen. Aus diesen Zahlen geht deutlich hervor, dass die Mehrheit der schwedischen Bevölkerung den Trends folgen, die Politiker und die Presse aufstellen.

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Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden