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fredag, oktober 24, 2025

Nachrichten, 24. Oktober

Schweden - Politik
Die Spitzenpolitiker der Moderaten treffen sich für vier Tage lang in Västerås um eine Strategie zum Wahlgewinn im kommenden Jahr auszuarbeiten. Am ersten Tag des Treffens zeigte sich deutlich dass die Spitze der Partei sich in allen politischen Punkten einig ist und weiterhin davon überzeugt ist eine sehr gute Politik für Schweden zu führen. Dennoch sind weit über 60 Prozent der Schweden der Meinung dass die Moderaten den falschen Weg eingeschlagen haben und die Schwedendemokraten nun mehr Wähler hinter sich haben als die Moderaten, was bedeutet dass die Moderaten deutlich werden müssen dass ihre Politik die richtige für Schweden ist.

Schweden - Politik
In einem Artikel in den Dagens Nyheter vertreten die Liberalen Schwedens die Meinung dass in schwedischen Schulen wieder Ordnung eintreten müsse, also Lehrer auch wieder zu disziplinären Maßnahmen greifen dürfen, ohne allerdings diese Maßnahmen genauer zu definieren. Sicher ist jedoch dass ungehorsame Schüler gezwungen werden sollen im Speisesaal zu helfen und Abfall zu sammeln. Gleichzeitig soll auch allen Schülern das Recht der Mitbestimmung beim Unterrichtsplan grundsätzlich genommen werden, Forderungen, die insbesondere beim rechten Extremismus gefunden werden.

Schweden - Wirtschaft/Alkohol
Das schwedische Verwaltungsgericht kommt zum Ergebnis dass private Alkoholhersteller in landswirtschaftlichen Gütern oder Kleinbetrieben nicht an die Öffnungszeiten des Alkoholmonopols Systembolaget gebunden sind, sondern ihre Öffnungszeiten frei festlegen können. Die Befürchtungen der Kritiker des Gesetzes zur Lockerung des Alkoholverkaufs, scheinen damit Realität zu werden, dass nämlich der Verkauf und der Genuss von Alkohol mit dem neuen Gesetz nach oben gehen werde.

Schweden - Kultur/Recht
Das Dramaten, das Nationaltheater Schwedens, wurde nun wegen Diskriminierung beim Ombudsmann für Diskriminierung angezeigt, da das Theater sich weigerte zwei Rollstuhlfahrern den Zugang zum Stück „Das Kapital“ zu ermöglichen. Als das Paar einen Geschenkgutschein einlösen wollte, so wurden sie an den Kundendienst verwiesen um per Mail die Plätze zu reservieren. Trotz wiederholter Mail an den Kundendienst, hat dieser nicht geantwortet. Als das Paar dann anrief, so hieß es nur noch dass die Eintrittskarten restlos verkauft waren.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin



onsdag, januari 27, 2021

Nachrichten, 27. Januar

Schweden - Wirtschaft
Nach den neuen Statistiken haben die Restaurants Schweden seit Einführung des Alkoholverbots ab 20 Uhr, das im vergangenen November in Kraft trat, 73 Prozent ihrer Gäste verloren, verglichen mit der gleichen Zeit des vorhergegangenen Jahres. Mit den gesamten Beschränkungen für Restaurants, die in Zusammenhang mit der Coronapandemie eintraten, ging die Menge der Restaurantkonkurse um 38 Prozent nach oben, wobei sich die Menge der Konkurse dieses Jahr noch steigern wird.

Schweden - Tourismus
Nach den schwedischen Reisebüros gehen zwar die Buchungen für Urlaubsreisen ab Mai des Jahres wieder deutlich nach oben, jedoch ausschließlich jene innerhalb Europas, denn Urlaubsreisen in Länder, die nicht in Europa liegen, beziehungsweise nicht dem Schengenraum angehören, liegen weiterhin auf einem absoluten Tiefststand, nicht zuletzt deswegen, da die Entwicklung von Corona in anderen Ländern, und auch die Menge der Impfungen, völlig unbekannt und unsicher ist.

Schweden - Kultur
Am 26. Januar starb der schwedische Dramatiker, Schriftsteller und Dichter Lars Norén in den Folgen einer Coronainfektion. Norén wurde 76 Jahre alt und gehörte zu den größten Dramatikern Schwedens, der zudem bereits im Alter von 16 Jahren die ersten Vorstellungen im Dramaten in Stockholm nachweisen konnte. Mit 19 Jahren veröffentlichte Norén dann seine erste Gedichtsammlung. Trotz seines enormen Erfolges war Norén nie wirklich volkstümlich geworden.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin


fredag, november 10, 2017

Nachrichten, 10. November 2017

Schweden - Politik
Die schwedische Regierung schlug gestern vor den knapp 700 Schweden, die sich bis 2013 bei einer juristischen und medizinischen Geschlechtsänderung sterilisieren lassen mussten, eine Entschädigung von 225.000 Kronen pro Person zu bezahlen. Diese Summe entspricht, lediglich dem aktuellen Geldwert angepasst, der Entschädigung anderer Schweden, die, aus unterschiedlichen Gründen, zwangsweise sterilisiert wurden. Die Entschädigung soll im kommenden Jahr nach Vorlage der Papiere, die die Geschlechtsänderung bestätigen, erfolgen, ohne dass eine Untersuchung vorgesehen ist, die das tatsächliche Sterilisieren bestätigt.

Schweden - Politik
Der Stadtrat in Malmö hat sich dazu entschlossen in Zukunft die Anforderungen bei Antragstellern auf Sozialhilfe zu verschärfen und insbesondere zu fordern, dass diese gesamte Gruppe an praktischen Arbeitseinsätzen teilnimmt, die, nach Meinung des Stadtrats, die Wiedereingliederung in das Arbeitsleben erleichtern wird. Der Stadtrat sieht diese Maßnahme als unumgänglich, da gegenwärtig jeder zehnte Bewohner der Stadt in irgendeiner Weise von der Stadt Malmö unterstützt wird. Diese Zahl liegt bedeutend über jener von Stockholm und Göteborg. Trotz einem starken wirtschaftlichen Aufschwung liegt die Arbeitslosigkeit in Malmö bei 15 Prozent, da der Anteil an schlecht oder nicht ausgebildeten Kräften sehr hoch ist und die neu entstanden Arbeitsplätze daher an Bewohner der Randgebiete gehen.

Schweden - Politik/Gesellschaft
Nach dem Rat für vorbeugende Verbrechensbekämpfung Brå steigt die Anzahl der Drohungen und die Gewalt gegen Politiker in Schweden permanent an. Nach der jüngsten Statistik waren bereits 25 Prozent der Politiker zumindest Drohungen ausgesetzt, wobei insbesondere Parlamentarier dabei einen hohen Stellenwert einnehmen. Die Drohungen findet man weitgehend in den sozialen Medien und bei Politikern, die selbst aktiv in diesem Bereich sind, was mittlerweile sehr häufig zur Selbstzensur bei führenden Politikern führt. Wenig erstaunlich ist dabei dass jüngere Politiker häufiger bedroht werden als ältere Politiker.

Schweden - Kultur/Gesellschaft
Nachdem 456 Schauspielerinnen in der Tageszeitung SvD (Svenska Dagbladet) erzählten, dass sie bereits sexuellen Belästigungen ausgesetzt waren, wobei 78 unter ihnen auch beim Dramaten engagiert waren oder sind, hat gestern die Leitung des Dramaten alle Angestellte zu einem außerordentlichen Treffen eingeladen, um deutlich zu machen dass dieses Verhalten zu Ende sein muss und in keiner Weise toleriert wird. Konkrete Maßnahmen wurden bisher nicht entschieden. Die Veröffentlichung in der SvD führte auch dazu, dass Kulturministerin Alice Bah Kuhnke die Direktoren des Dramaten, der Kungliga Operan und des Reichstheaters einberief um deutlich zu machen, dass diese sexistische Situation in Zukunft nicht mehr haltbar sei.

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Copyright: Herbert Kårlin