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onsdag, januari 26, 2022

Nachrichten, 26. Januar

Schweden - Politik
Die schwedische Regierung teilte gestern mit dass Unternehmer, die Events für mindestens 250 Teilnehmer anbieten Kosten in Höhe von 90 Prozent ersetzt bekommen, also 20 Prozent mehr als bisher, wobei diese Kosten auch jene von Subunternehmen sein können. Insgesamt stellt die Regierung hierfür 22,5 Millionen Kronen zur Verfügung, also fünf Millionen mehr als bisher vorgesehen waren. Diese Unterstützung soll für alle Veranstaltungen gelten, die bis zum 31. März geplant sind, unabhängig davon ob die Begrenzungen bereits vorher aufgehoben werden oder nicht.

Schweden - Arbeitswelt
Das schwedische Unternehmen Läkarleasing musste in seiner norwegischen Zweigstelle jede Vermittlungstätigkeit einstellen, darf also gegenwärtig keinerlei medizinisches Personal mehr für Zeitverträge vermitteln. Die Ursache hierfür liegt darin dass Läkarleasing dem vermittelten Personal nicht die gesetzlich vorgeschriebenen Summen für Überstunden bezahlte. Das schwedische Unternehmen spricht von einem Versehen und will das Problem abstellen um in Norwegen weiterhin aktiv bleiben zu können.

Schweden - Verkehr
Die schwedische Regierung will ab dem 1. August des Jahres das Parken von E-Scootern auf Fußgängerwegen und Radfahrwegen verbieten und es den Städten auch ermöglichen alle falsch geparkten E-Scooter zu entfernen und den Betreibern nur gegen eine Abgabe zurückzugeben. Das Straßenverkehrsamt hofft auf diese Weise das aktuelle Problem mit diesen Gefährten beseitigen zu können, zumal alle Städte konkrete Parkplätze für E-Scooter anbieten wollen, und teilweise bereits anbieten, wenn auch ohne das erhoffte Ergebnis.

Schweden - Medizin
Seit Beginn der Coronapandemie wurden in Schweden insgesamt 169.000 geplante Operationen eingestellt, was vor allem mit den Personalproblemen der Krankenhäusern zusammenhängt. Diese Menge ist immens, da man in einem Durchschnittsjahr in ganz Schweden nur 560.000 Operationen durchgeführt werden. Hinzu zu diesem Problem kommt dass bereits zu Beginn der Pandemie 133.000 Personen auf eine Operation warteten, die Warteschlange sich daher auf über 300.000 Personen erstreckt. Gegenwärtig werden nur Operationen von Tumoren und dringende Krebsoperationen durchgeführt.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin



måndag, juni 18, 2018

Nachrichten, 18. Juni 2018

Schweden - Politik/Recht
Die EU-Kommission hat der schwedischen Regierung untersagt das ausgedehnte Rauchverbot auf öffentlichen Plätzen in der aktuellen Form zum 1. Januar 2019 einzuführen, auch wenn es keinerlei Vorbehalte zur Wahl der angegebenen Plätze gibt. Die Ursache liegt daran, dass die Regierung auch im neuen Gesetz längst überholte Formulierungen behalten hat, die Zusätze zu Snus nicht gesetzlich geregelt wurden und andere Teile des Gesamtgesetzes nicht mit den europäischen Regelungen übereinstimmen. Die Opposition kritisiert nun die Regierung, weil sich diese zu spät an die EU-Kommission wendete um das geplante Gesetz prüfen zu lassen. Eine neue Gesetzesvorlage kann nun erst wieder nach den kommenden Wahlen eingereicht werden.

Schweden - Politik/Arbeitswelt
Vor vier Jahren ging die heutige rot-grüne Regierung Schwedens mit dem Versprechen in den Wahlkampf Zeitverträge in allen Bereichen abzubauen. Auf Anfrage der Tageszeitung Dagens Nyheter musste jedoch die gleiche Regierung gegenüber Journalisten nun bekannt geben, dass in der Regierungskanzlei 2018 noch 201 Personen mit einem Zeitvertrag arbeiten, also die Regierung selbst ihr Versprechen auch nicht annähernd eingehalten hat. Nicht erstaunlich ist daher auch, dass der schwedische Arbeitsminister den Dagens Nyheter nicht für eine klare Antwort zur Verfügung stand.

Schweden - Verkehr
Nach Informationen der Tageszeitung Sydsvenskan ist nicht nur der Unterhalt der Eisenbahnlinien in ganz Schweden zu einem Problem geworden, sondern im Schnitt stehen auch grundsätzlich zehn Prozent der Öresundzüge wegen mangelndem Unterhalts regelmäßig in den Werkstätten. In der vergangenen Woche handelte es sich sogar um 21 der 111 Züge, was nicht nur zu eingestellten Zügen führte, sondern auch dazu, dass Passagiere teilweise nur noch Stehplätze fanden. Obwohl dieses Problem bereits seit drei Jahren besteht, ist ein Ende der Situation bisher nicht abzusehen.

Schweden - Gesundheit
Nachdem in Teilen Schwedens bereits der einzige zugelassene Impfstoff gegen TBE zu Ende ging, ist nun auch das einzige vom Arzneimittelamt zugelassene Medikament gegen den grünen Star zu Ende gegangen und es ist unbekannt wann das Medikament wieder in Schweden greifbar sein wird. Die rund 100.000 Patienten, die auf die Tropfen angewiesen sind und ohne Behandlung riskieren blind zu werden, können das Medikament, sobald ihre Reserve zu Hause zu Ende ist, nur noch im Ausland oder über Internet erhalten, auch wenn dies nur mit Hilfe einer Lizenz möglich ist, oder sie müssen zu einem Notfall während eines Auslandsaufenthalts werden.

Schweden - Gesellschaft
Die schwedischen Abiturfeiern, die in der Regel von einer Fahrt auf der Ladefläche eines Lastwagens, der mit Banderolen versehen ist, begleitet wird, waren dieses Jahr sehr negativ in die Kritik geraten, da mehrere Abschlussklassen Banderolen benutzten, die eindeutig zur Machokultur gehören und Vergewaltigungen von Frauen als Nebensache betrachten. Einige dieser Umzüge konnten von der Schulleitung oder der Polizei unmittelbar gestoppt werden, andere konnten ihre Botschaft bis zum Ende der Fahrt verbreiten. Allgemein und auf den sozialen Medien werden diese Banderolen stark kritisiert, zumal man bei Schülern dieses Alters auch nicht mehr von einem Jungenstreich reden kann, sondern einem bewussten Handeln.

Schweden - Gesellschaft
Während für sehr viele Länder, unter anderem Deutschland, Schweden geradezu als vorbildliches Land gilt, hat sich diese Meinung bei den unmittelbaren Nachbarn Dänemark und Norwegen mittlerweile geändert. Nach einer Studie des Svenska Institutet sind dort 36 Prozent der Bevölkerung der Meinung, dass Schweden naiv und politisch lediglich korrekt sei, und in dem es sehr viele sozialen Probleme gibt. Bei den Nachbarn, die sehr deutlich über alle Probleme Schwedens informiert sind, ist das Land bei weitem nicht mehr als Beispiel zu sehen, sondern als ein Land in dem die Probleme weitaus schneller wachsen als in den eigenen Ländern. Auf internationalem Niveau wird Schweden weiterhin als vorbildliches Land gesehen.

Schweden - Gesellschaft
Zwischen 2013 und 2017 ging in Schweden die Anzahl der Kinder, die vom Sozialamt zwangsweise in ein Heim oder zu einer Pflegestelle übergeben wurden um 27 Prozent nach oben, wobei die meisten Fälle in den drei Großstädten zu verzeichnen sind. Nach einer Analyse von Journalisten des staatlichen Fernsehens SVT handelte es sich 2017 um 4675 Kinder, wobei es jedoch unmöglich ist festzustellen warum die Zahl so stark in die Höhe ging, noch aus welchen Gründen die Kinder von den Eltern entfernt wurden, da es keinerlei Statistik darüber gibt, obwohl dies notwendig wäre um an vorbeugenden Maßnahmen arbeiten zu können.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

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torsdag, januari 19, 2017

Nachrichten, 19. Januar 2017

Schweden - Politik
Nach den Zahlen der Grünen Schwedens hat die Partei im vergangenen Jahr rund 3000 Mitglieder verloren und seit den Wahlen im Jahre 2014 sogar ein Drittel aller Mitglieder, was nach der Parteisekretärin allerdings als normal zu betrachten ist, da ihrer Meinung nach die Mitglieder der Grünen zyklisch erscheinen und in Wahljahren ein starker Aufschwung zu erleben ist. Tatsächlich verliert die Partei ihre Mitglieder jedoch wegen den internen Parteiproblemen und auf Grund ihrer Politik, die sich immer weiter von den ursprünglichen grünen Werten abwendet.

Schweden - Politik
Seit fünf Jahren haben Politiker Schwedens, Finnlands und Norwegens über eine sogenannte Samenkonvention verhandelt um der Urbevölkerung der nördlichen Teile dieser Länder die Situation zu vereinfachen, ihre traditionellen Rechte und die Menschenrechte zu garantieren. Mehrere Samenverbände und Fachkräfte für Menschenrechte hoffen nun dass der bisherige Vorschlag nie umgesetzt wird, da in der Konvention nicht die Samen, sondern die Wünsche der nationalen Regierungen festgelegt werden. In Schweden achtete man nicht einmal darauf die den Samen rechtlich zustehenden Rechte über die Jagd und den Fischfang zu garantieren.

Schweden - Politik
Als im vergangenen Sommer die Strafen für Mord in Schweden erhöht wurden und damit die lebenslängliche Haft zum Normalfall dafür wurde, und ein Gefangener bei einem lebenslänglichen Urteil nicht mehr bereits nach im Schnitt sieben Jahren, sondern erst nach 16 Jahren frei gelassen wird, hoffte man damit Verbrecher abzuschrecken, was nach der bisherigen Anzahl der Morde jedoch nicht gelang. Aus diesem Grund wollen alle Parteien Mord noch strenger bestrafen, ausgenommen der Linken, die die lebenslange Strafe nicht mehr als zeitgerecht ansehen und die Strafe daher auf 18 bis 24 Jahre Haft beschränken wollen.
Schweden - Wirtschaft/ErnährungAuf Grund des Kälteeinbruchs im Süden hat Gemüse in Schweden nun Rekordpreise erreicht, wobei der Preis für Tomaten um rund 50 Prozent und für Paprika um 40 Prozent nach oben ging, jener für Gurken durchschnittlich nur um 20 Prozent, was sich beim Einkauf deutlich spüren lässt. Besonders teuer wurde das gesamt ökologische Gemüse aus Italien und Spanien, da dieses der Kälte weitaus stärker ausgesetzt ist und in geringerer Menge angebaut wird als herkömmliche Produkte.
Schweden - Arbeitswelt

Nach mehreren gewerkschaftlichen Fachzeitschriften ist Reinigungspersonal doppelt so oft als Personen in anderen Berufen lediglich per Zeitvertrag beschäftigt, wird also nur für tatsächliche geleistete Stunden bezahlt und hat kaum einen Kündigungsschutz. Gegenwärtig sind in Schweden bereits 30 Prozent des Reinigungspersonals nicht mehr fest beschäftigt, wodurch die Arbeitgeber sehr viele Ausgaben sparen, da sie Personal nach jeweiligem Bedarf einsetzen und dabei nicht einmal Pausen bezahlen müssen. Besonders stark betroffen von diesen zeitbegrenzten Verträgen ist das männliche Reinigungspersonal.

Schweden - Kriminalität
Nach den Zahlen des staatlichen Fernsehens SVT fällt jede fünfte Person nach Verbüßen einer sogenannten lebenslangen Haft in die Kriminalität zurück, was im Verhältnis zu 2006 ein positives Ergebnis ist, da damals, als man bereits nach fünf Jahren wieder frei kommen konnte, 37 Prozent der Täter nach der Freilassung rückfällig wurden. Nach Forschern kann dies, zumindest indirekt, mit den heute längeren Strafen, bei denen man bei Lebenslänglich frühestens nach 12 Jahren entlassen werden kann, liegen. Heute sind die Personen, die entlassen werden, in der Regel weitaus älter als früher und reagieren daher nicht mehr sehr impulsiv.

Schweden - Gesundheit
Nach der Zeitschrift Vårdfokus stieg die Wartezeit bei den Notaufnahmen der schwedischen Krankenhäusern im vergangenen Jahr erneut an . Gegenwärtig muss ein Patient im Jahresschnitt bei der Notfallabteilung drei Stunden und neun Minuten auf einen Arzt warten. In den großen Krankenhäusern des Landes muss man in der Notaufnahme allerdings mit einer Wartezeit von mindestens vier Stunden rechnen, wobei von diesem Problem, statistisch gesehen, vor allem ältere Personen betroffen sind.

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Copyright: Herbert Kårlin

söndag, juli 03, 2016

Nachrichten, 3. Juli 2016

Schweden - Politik
Auch wenn in Schweden im April 2014 ein Gesetz geschaffen wurde das die Parteifinanzierung aufdecken soll, zeigt sich nun dass das Gesetz seine Lücken ließ, die es ermöglichen dass Firmen weiterhin hohe Summen an der Veröffentlichungspflicht vorbeischleusen, denn statt die Partei direkt zu finanzieren, fließen die Gelder nun an Lokalverbände, die ihrerseits, unter Ausschluss der Öffentlichkeit, die Gelder an die Parteizentrale schicken können. Bei den Moderaterna kann man, zum Beispiel, feststellen, dass im vergangenen Jahr 18 Millionen Kronen von den Lokalverbänden erhielten, die nicht bekannt geben müssen woher das Geld kommt.

Schweden - Politik
Die schwedische Regierung teilte gestern mit dass das staatliche Energieunternehmen Vattenfall seine Kohlengruben in Deutschland verkaufen kann, was ein deutlicher Rückschritt der Umweltpolitik Schwedens darstellt, denn allein die Umweltverschmutzung der neu zu öffnenden Gruben in Deutschland entsprechen 24 Jahren der in Schweden entstehenden Luftverschmutzung. Problemtisch dürfte diese Entscheidung für die Grünen Schwedens sein, die diese Entscheidung unterstützen und damit ihr letztes und wichtigstes Wahlversprechen auf der Strecke lassen, denn es ist unwahrscheinlich, dass sie nach dieser Entscheidung viele ihrer Wähler behalten können.

Schweden - Wirtschaft
Der schwedische Tabakgigant Swedish Match gibt den Kampf um einen europaweiten Verkauf von Snus nicht auf, was seit 1992 verboten ist. Dieses Mal geht die Klage über Großbritannien mit der Begründung, dass eine Europadirektive zum Tabakverkauf geändert wurde und der Verkauf von Snus daher europaweit freigegeben werden müsse. Der Europäische Gerichtshof wird voraussichtlich in zwei Jahren über den Fall entscheiden, wobei Swedish Match dabei jedoch wenig Chancen auf einen Gewinn hat, da es bei Snus nicht nur um Tabak und Nikotin geht, sondern auch um Zusätze, die in anderen europäischen Ländern bei Tabakprodukten nicht zugelassen sind.

Schweden - Arbeitswelt
Seit 2007 steigt in Schweden die Anzahl der Zeitverträge, was für die dadurch steigende Menge an Angestellten ohne festen Vertrag erhebliche Nachteile bringt, da sie bei Krankheit in immer ausgedehnterer Strecke wie Arbeitslose behandelt werden und daher auch kein Krankengeld erhalten und kein Recht auf Weiterbildung oder Umschulung erwerben können. Im Zweifelsfalle werden diese Personen an das Arbeitsamt verwiesen, entsprechend Arbeitslosen. Sozialversicherungsministerin Annika Strandhäll will dieses Problem nun angehen, allerdings nicht ohne weiteren Untersuchungsausschuss, dessen Ergebnis vermutlich erst nach den nächsten Parlamentswahlen seine Vorschläge vorliegen werden.

Schweden - Kriminalität/Gesellschaft
Es gibt kaum noch ein Musikfestival in Schweden bei dem junge Frauen nicht mitten in der Menschenmasse vergewaltigt werden (Bråvalla in Norrköping) oder aber unter sexuellen Belästigungen (alle Musikfestivals)  leiden müssen, was, wegen der sehr lauten Musik und dem Singen des Publikums, selbst von Nebenstehenden nicht bemerkt wird. Allein nach dem ersten Abend eines Festivals in Karlstad gingen zahlreiche Anzeigen junger Frauen ein, die fast alle erzählten, dass sie von einer Gruppe junger Männer gezielt umringt wurden um sexuell belästigt zu werden, wobei das Anfassen der Brüste und der Hintern noch als kleineres Übel betrachtet wurde. Weder Veranstalter, noch Polizei, haben eine Strategie dieses Problem verhindern zu können.

Schweden - Gesellschaft
Nur in den ersten sechs Monaten des Jahres ertranken in Schweden bereits 61 Personen, die höchste Ziffer seit die Lebensrettungsgesellschaft eine Statistik über Ertrinkungstote führt. In rund 90 Prozent der Fälle handelt es sich bei den Ertrunkenen um Männer, überwiegend im mittleren und gehobenen Alter. Nach Meinungsumfragen ist die Fehleinschätzung ihrer Schwimmfähigkeit die Hauptursache für das Ertrinken, denn gerade Männer sind fälschlicherweise davon überzeugt problemlos 200 Meter schwimmen zu können. Nach der Versicherungsgesellschaft Trygghansa glaubt die Mehrheit der Schweden, dass vor allem Kinder und Flüchtlinge ertrinken, nicht jedoch dass es sich dabei um Männer handelt.

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Copyright: Herbert Kårlin

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onsdag, maj 07, 2014

Nachrichten vom 7. Mai 2014

Schweden - Politik
Nach einem Regierungsabkommen werden die finnische und die schwedische Verteidigung in Zukunft enger zusammenarbeiten, gemeinsame Übungen planen und auch Personal zwischen den Ländern austauschen, was das erste Schritt zu einer länderübergreifenden Militärallianz sein kann. Die Zusammenarbeit betrifft sowohl die Armee, als auch die Luftwaffe und die Marine. Langfristig denken die beiden Länder auch an einen gemeinsamen Einkauf von Waffen und Geräten.

Schweden - Politik
Auch wenn die gegenwärtige bürgerliche Regierungsallianz die Regeln für Krankengeld bedeutend verschärfte und bürokratischer gestaltete, halten sich nach Informationen der Dagens Nyheter weder Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt, noch Wirtschaftsministerin Annie Lööf, Kultusminister Jan Björklund und 14 andere Minister an die geschaffenen Regeln. Obwohl sie krank waren, haben sie weiterhin ihre vollen Gehälter akzeptiert und sich nicht krank gemeldet, da dies jeweils mehrere tausend Kronen an Gehaltsabzug verursacht hätte. Obwohl sie während der Krankheit ihre Arbeit nicht ausführen konnten, beanspruchten sie die Steuergelder jener, die bei jeder Krankheit erst einmal einen unbezahlten Karenztag haben.

Schweden - Wirtschaft
Seit dem 1. Januar des Jahres müssen auch alle Markthändler Schwedens über eine geeichte Registrierkasse verfügen, was nun, zu Beginn der Saison für viele dieser Händler, mit einem Rechtsstreit und teilweise auch einem Boykott beginnt, denn die Registrierkassen, die das Finanzamt fordert, sind nicht für einen Betrieb im Freien zugelassen und können bei höher Feuchtigkeit sogar Strom führen. Während ein Teil der Händler nun erst einmal geeignete Kassen für den Markthandel fordern und bis dahin ohne Registrierkassen weiterarbeiten, droht das Finanzamt jedem Händler, der ohne entsprechende Kasse ertappt wird, eine Strafe von 10.000 Kronen an, da Gesetz nun einmal Gesetz sei und die Verantwortung für sichere Registrierkassenbei den Händlern liegt.

Schweden - Artbeitsmarkt
Nach dem Gewerkschaftsbund ST ist die Regierung der Arbeitgeber, der seinen Angestellten am häufigsten Zeitverträge mit unsicherer Zukunft bietet und nicht die freie Wirtschaft. Jede vierte Anstellung in der Regierung baut auf Praktika, denen Zeitverträge folgen und Vikariate, genau das Prinzip, das von Europa bereits wiederholt kritisiert wurde. Oft werden die staatlichen Angestellten auch nur von einer Abteilung in die andere verschoben, damit erneut ein zeitbegrenzter Vertrag ausgestellt werden kann und kein Recht auf einen unbegrenzten Vertrag erhalten müssen.

Schweden - Kriminalität
Als in der Osterwoche die Statue des Bergsprängaren vom Glasstorget in Nora spurlos verschwand, hat sich die Stadt zu einer neuen Methode entschlossen, die das Kunstwerk zurückbringen soll. Nora hat sich bei der Rückgabe des Werkes nicht nur dafür entschlossen dem oder den Tätern Amnestie zu gewähren, sondern ihnen auch einen „Finderlohn“ in Höhe von 10.000 Kronen auszubezahlen ohne eine einzige Frage zu stellen. Der Finderlohn entspricht dem doppelten Wert, den die Diebe nach dem Einschmelzen erringen können. Für Nora ist die Skulptur deswegen so interessant, da der Künstler bereits tot ist und keine Gussform für sein Werk hinterlassen hat.

Schweden - Tourismus
Nach dem Reichsverband der Campingplätze Schwedens ging die Anzahl der Übernachtungen auf den Anlagen des Landes während der letzten vier Jahre um 42 Prozent nach oben. Allein im vergangenen Jahr zählte der Verband 14,5 Millionen Übernachtungen, allein zehn Prozent davon in Wohnmobilen, deren Anteil jedes Jahr weiter ansteigt, auch wenn noch ein weiter Weg bleibt bis sie die Wohnwagen verdrängen, die gegenwärtig noch für 71 Prozent der Übernachtungen benutzt werden. Insbesondere norwegische und holländische Touristen haben mittlerweile die Campingkultur Schwedens entdeckt. Deutsche Gäste stellen sich mit ihren Wohnmobilen immer noch oft unerlaubterweise zum Übernachten auf einen Parkplatz, was als illegales Campen geahndet werden kann.

Schweden - Gesellschaft/Sicherheit
Wer dieses Jahr auf der Stadtmauer Visbys nach Flaggen Ausschau hält, wird sehr enttäuscht sein, da der Sicherheitsbeauftragte der Stadt vorerst jede Flaggenstange auf der Mauer aus Sicherheitsgründen verboten hat. Da die Mehrheit der Flaggenstangen bisher aus Nadelbäumen gewonnen wurde, knickte vergangene Woche eine der Stangen bei starkem Wind um, was glücklicherweise zu keinem Unfall führte. Nach der neuen Verordnung der Stadt Visby werden alle Stangen, die in Zukunft auf der Stadtmauer angebracht werden können, aus Glasfiber sein müssen.

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fredag, januari 10, 2014

Nachrichten vom 10. Januar 2014

Schweden - Politik
Die schwedische Regierung will die von Europa kritisierte Regelung zu Vikariaten und Zeitverträgen auf keinen Fall ändern, da, nach Meinung der Regierung, dies zu einer höheren Arbeitslosigkeit führt und die Firmen „ehrlich genug sind die aktuellen Regeln nicht zu missbrauchen“, was wiederum die Gewerkschaften behaupten. Gegenwärtig können mehrere unterschiedliche unsichere Arbeitsverträge aneinander gereiht werden ohne dass der oder die Betroffene je einen festen Vertrag erhält. Eine Antwort aus Europa zu dieser Angelegenheit wurde von der Regierung sofort als „top secret“ eingestuft, was vermutlich bedeutet, dass mit einer Klage vor dem europäischen Gerichtshof zu rechnen ist.

Schweden - Politik
Nach den Grünen Schwedens ist der neue Reformvorschlag der Allianzregierung für eine zehnjährige Schulpflicht nichts anderes als ein leeres Versprechen, denn der Gedanke der Regierung ist die Vorschulklasse in Schulklasse umzubenennen und voraussichtlich zum Zwang zu machen ohne jedoch die Klassengröße zu reduzieren oder die Ausbildung zu verbessern, was weitaus wichtiger wäre als der Klasse einen neuen Namen zu geben. Nach den Grünen soll der Vorschlag, der erst kurz vor den Wahlen in den Gremien besprochen werden soll, nichts anderes als eine leere Wahlpropaganda.

Schweden - Wirtschaft/Arbeitswelt
Nach einem Vergleich vor den Gerichten in Thailand werden nun 250 Beerenpflücker, die im vergangenen Sommer ohne jeden Lohn in ihre Heimat zurückkehren mussten, vom Zeitarbeitsunternehmen in Thailand, das die Pflücker nach Schweden schickte, nachträglich entlohnt. Allerdings handelt es sich dabei nur um etwas über die Hälfte der Betroffenen, die bereits in Umeå öffentlich protestierten oder sich in Thailand nachträglich dem Protest anschlossen. Das Schicksal weiterer 200 Beerenpflücker ist auch auch nach dem Urteil ungewiss.

Schweden - Arbeitswelt
Nach der Zeitschrift Dagens Samhälle gehen die Löhne für städtische Abgeordnete und von den Gemeinden angestellte leitende Direktoren immer weiter auseinander und der Unterschied liegt mittlerweile bei 38 Prozent, denn während der Vorsitzende eines Stadtrats nur etwas über 60.000 Kronen im Monat verdient, erhält ein Direktor eines städtischen Unternehmens im Schnitt über 120.000 Kronen. Die Stadträte kritisieren indes nicht die hohen Löhne der Angestellten, sondern fordern für ihre hohe Verantwortung eine höhere Entlohnung, die jenen des freien Marktes näher kommen soll.

Schweden - Unterricht
Nachdem sich die beiden privaten Gymnasien Energigymnasiet in Väsby und jenes in Täby trotz mehrfachen Kritiken durch das Schulamt weigerten die Probleme zu beheben, hat sich das Schulamt an das Verwaltungsgericht gewendet um die Schulen zu einem Umdenken zu bringen. Erstmals hat sich nun das Gericht dazu entschieden die beiden Schulen zu einer Strafe von je 300.000 Kronen zu verurteilen, die sich bei einer neuen Klage in ein Vielfaches verwandeln können, damit diese Schulen die Schulzeit und die Hilfe für bedürftige Schüler den schwedischen Regeln anpassen und den Schülern einen Zugang zu einer Schulbibliothek ermöglichen.

Schweden - Umwelt
Die Lavaret und Lachse im Kalixälven sind nach Beobachtungen der dortigen Fischer von einer mysteriösen Krankheit betroffen, denn die dort gefangenen Fische haben teilweise keine Flossen und die Haut löst sich ohne jede Erklärung ab. Da es sich bei den Problemen sowohl um Parasiten oder Viren handeln kann als auch um die Folgen giftiger Abwässer muss nun die Gemeinde Kalix Wasseranalysen durchführen um die Ursache dieses Phänomens aufzudecken.

Schweden - Gesellschaft

Als auf einem Spielplatz der westschwedischen Gemeinde Uddevalla plötzlich Geräte auftauchten, die eindeutig Figuren des bei Kindern beliebten Computerspiels Angry Birds darstellen, begannen sich Eltern zu beunruhigen, da sie dies als Werbung betrachten, was die sozialdemokratische Opposition der Gemeinde noch dadurch stärkt, dass sie die Motive als Produktplatzierung bezeichnet. Der Stadtrat weist dies jedoch weit von sich und spricht davon, dass diese Motive gewählt wurden, weil Angry Bird bei Kindern extrem beliebt ist und schweigt über Lizenzgebühren.

Schweden - Gesellschaft
Nach der deutlichen Kritik Norwegens und jener der internationalen Presse hat sich König Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia nun doch dazu entschieden am 17. Mai zur 200-Jahresfeier der norwegischen Verfassung zu reisen, die unter die dänisch-norwegische Union einen absoluten Schlussstrich setzte. Bisher hatte sich der König geweigert, da „ein schwedischer König nicht den Nationalfeiertag eines anderen Landes feiert“. Carl XVI. Gustaf ist nun dazu bereit in diesem einmaligen Fall eine Ausnahme zu machen.

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Copyright: Herbert Kårlin