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onsdag, juni 11, 2014

Nachrichten vom 11. Juni 2014

Schweden - Wirtschaft
Nach dem Netzwerk Geek Girl Meetup haben Frauen mittlerweile in den meisten schwedischen Wirtschaftsbereichen im Schnitt 25 Prozent der Führungsstellen, während es im IT-Bereich gerade einmal die Hälfte davon sind, die zudem im Schnitt nur 96 Prozent des männlichen Gehalts erhalten. Noch erschreckender ist dabei jedoch die Statistik nach der der Anteil der Frauen in führenden Positionen im IT-Bereich sinkt und immer mehr Männer an Machtpositionen platziert werden. Diese Zahlen sind umso bedenklicher, wenn man bedenkt, dass nach der Europakommission bereits 2015 etwa 90 Prozent aller beruflichen Tätigkeit nur mit IT-Kenntnissen ausgeführt werden können.

Schweden - Gesundheit
Nach einer Studie des Volksgesundheitsinstituts steigen Ansteckungen mit Antibiotika-resistenten Bakterien in Schweden weiterhin an. Allein im vergangenen Jahr kann das Institut nachweisen, dass über 10.000 Schweden von resistenten Bakterien infiziert wurden, die mit keinerlei Antibiotika bekämpft werden konnten. In der Regel handelte es sich dabei um ESBL-Bakterien, obwohl auch MRSA- und VRE-Bakterien nachgewiesen werden konnten. Obwohl die Verschreibung von Antibiotika im vergangen Jahr bereits um acht Prozent zurückging, benutzen im vergangenen Jahr noch rund 20 Prozent aller Schweden Antibiotika, ein Problem, das das Resistenzrisiko verstärkt.

Schweden - Ernährung/Gesundheit
Nach einer Studie der
Reichsrevision nimmt eine Vielzahl der schwedischen Gemeinden die Lebensmittelkontrollen nicht ernst und gefährdet damit die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bevölkerung. Nach der Studie haben ein Drittel der Gemeinden des Landes lediglich eine Teilzeitkraft für sämtliche Routinekontrollen in Restaurants, dem Lebensmittelhandel und der Landwirtschaft, wobei es nicht nur darum geht möglichst viele Unternehmen regelmäßig zu besuchen, sondern bei Mängeln auch Nachkontrollen durchzuführen sind. Diese Studie wird auch vom Lebensmittelamt bestätigt, das mehr und regelmäßige Kontrollen als Gesundheitsfrage der Gesellschaft sieht.

Schweden - Tourismus
Wer im Sommer einen Aufenthalt in Schweden plant und dabei sein Auge auf eine der Stugor im Land geworfen hat, eines der meist roten Sommerhäuschen, sollte den Raum Stockholm und Gotland bereits streichen, da hier nur noch sehr wenige Stugor frei sind, die zudem kaum unter 1000 Euro die Woche zu erhalten sind. Auch die Wassernähe sollte mittlerweile eher zur Seite gestellt werden, denn zu günstigen Preisen findet man nur noch Ferienhäuschen im Värmland oder auch in Västerbotten, oft in Wintersportorten. Unter 4000 Kronen ist allerdings auch dort kaum noch etwas zu finden.

Schweden - Gesellschaft
Nachdem die Polizei immer besser mit Hotels zusammenarbeitet um dort die Prostitution zu verhindern, hat sich nun ein neues organisiertes Netz geschaffen, das davon profitiert, dass immer mehr Schweden ihre Wohnungen im Urlaub vermieten. Junge Frauen mieten immer häufiger diese Wohnungen für ein oder zwei Wochen, angeblich für Urlaubszwecke, an um dort jedoch ihre Kunden zu empfangen. Meist handelt es sich dabei um Frauen, die nur wenige Wochen in der gleichen Stadt bleiben um die Spuren weitgehend zu verwischen. Die Polizei vermutet internationale Organisationen hinter dieser Methode der Prostitution.

Schweden - Gesellschaft
Nach einer Studie des Statistischen Amts hätten im Mai 77 Prozent der Schweden bei einer Volksbefragung der Einführung des Euro ein klares Nein geantwortet. Lediglich 13 Prozent der Bevölkerung wünscht sich so schnell wie möglich die Einführung des Euro in Schweden. Wie schon bei den letzten Studien, so stehen nach wie vor mehr Männer dem Euro positiv gegenüber als Frauen. Allerdings sehen nach wie vor 48 Prozent der Schweden die Mitgliedschaft des Landes in der EU als positiv und nur noch 22 Prozent halten die Mitgliedschaft für eine schlechte Idee.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

torsdag, maj 02, 2013

Nachrichten vom 2. Mai 2013

Schweden - Politik
Die Redner der linken Parteien Schwedens gaben gestern keine neuen Signale, sondern sprachen nur über die in ihren Augen wichtigsten Punkte. Während die Sozialdemokraten die Arbeitslosigkeit der Jugendlichen in den Vordergrund stellten, war es für die Linken vor allem der hohe Gewinn der Risikokapitalunternehmen, die an Alten, Kranken und Bedürftigen verdienen und das Geld in Steuerparadiese schicken. Der Parteiführer der Sozialdemokraten wählte dieses Jahr Malmö als seine Arena, während der Führer der Linken in Göteborg sprach.

Schweden - Politik
Beim Umzug der extrem rechten Svenskarnas Parti in Jönköping kam es, wie bereits erwartet, zu bedeutenden Unruhen bei denen vier Personen festgenommen wurden, 29 zur Polizeiwache folgen mussten und drei Autos in Flammen aufgingen. Immer mehr extrem rechte Gruppierungen Schwedens benutzen mittlerweile den 1. Mai um ihre Botschaft zu verbreiten, obwohl sie, nach Meinung der Sozialdemokraten, absolut nichts mit der Arbeiterbewegung zu tun haben, sondern es sich dabei um nazistische, antidemokratische Parteien und Gruppierungen handelt.

Schweden - Immobilien
Nach einer Untersuchung der Svensk Fastighetsförmedling steigt der Anspruch der Schweden hinsichtlich ihrer Stugor und Ferienwohnungen, denn 56 Prozent der Bevölkerung fordern mittlerweile eine Dusche, noch mehr fordern fließendes Wasser und knapp über 50 Prozent auch eine moderne Toilette in der Sommerunterkunft. Nur 17 Prozent der Schweden können sich einen Urlaubsaufenthalt in einer Stuga ohne moderne Bequemlichkeiten vorstellen, wobei die Häuschen auch in der Natur liegen sollen, jedoch zu viel Natur und Isolation bereits stört.

Schweden - Immobilien
Während die Preise für Genossenschaftswohnungen (Bostadsrätt) in nahezu ganz Schweden immer mehr steigen, kann man außerhalb der Zentren sehr günstig an eine Wohnung kommen. So kosten gegenwärtig drei Zimmer in Falköping das gleiche wie ein halber Quadratmeter im Stockholmer Stadtteil Södermalm. Falköping hat gegenwärtig die billigsten Immobilienpreise Schwedens, obwohl Göteborg gerade einmal eine Stunde davon entfernt ist. Nach wie vor gibt es auch einige etwas abgelegene Orte in Schweden, die Baugrundstücke für eine symbolische Krone verkaufen.

Schweden - Umwelt
Forscher der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg und der Universität in Stockholm haben durch eine Kollaboration eine Röntgenmethode entwickelt, die es ermöglicht giftige Farbe bei Freizeitbooten selbst dann noch zu entdecken, wenn diese Farbe mehrmals übermalt wurde und daher optisch nicht mehr sichtbar ist. Die Frage ist nun nur noch diese Technik in der Praxis anzuwenden damit die umweltschädlichsten Boote nicht mehr ins Wasser kommen, sondern erst saniert werden.

Schweden - Gesellschaft
In großen Teilen Schwedens war die Walpurgisnacht von Samstag auf Sonntag mit großen Unruhen, Misshandlungen und Alkoholmissbrauch verbunden. Während in Lund, Uppsala und Stockholm zahlreiche Schlägereien und Gewalt verzeichnet wurde, verhielten sich die Feiernden in Göteborg dieses Jahr erstaunlich ruhig. Neben den Ausschreitungen kam es auch zu zahlreichen Unfällen, die glücklicherweise alle ohne Todesopfer ausgingen. Walpurgis gehört in Schweden zu den Nächten mit der häufigsten Gewalt und dem höchsten Alkoholkonsum des Jahres.

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Copyright: Herbert Kårlin

måndag, juli 04, 2011

Nachrichten vom 4. Juli 2011

Schweden - Politik
Die politische Woche Almedalsveckan in Visby entwickelt sich zu einem gigantischen Schauplatz für staatliche Organisationen, das den Steuerzahler über fünf Millionen Kronen kostet. Allein die schwedische Verteidigung investiert 900.000 Kronen für die Präsenz auf Gotland. Dieses Jahr wollen sich 38 staatliche Organisation Gehör verschaffen, indem sie 300 öffentlich Angestellten eine Woche Urlaub mit leichter Tätigkeit in Visby finanzieren, wobei weder Politiker, noch Organisationen dabei den Einsatz der Sozialen Medien sinnvoll nutzen, sondern vor allem mit der Präsenz glänzen.


Schweden - Arbeitswelt
Nach dem Statistischen Amt Schwedens stellen 65 Prozent der Arbeitgeber keine von einer anderen Arbeit krank geschriebenen Personen ein, auch nicht, wenn sie bei der Anstellung von Langzeitkranken Subventionen erhalten. In der Privatindustrie verhalten sich sogar 71 Prozent der Arbeitgeber negativ zu vorher oder zur Zeit krank geschriebenen Arbeitssuchenden. 28 Prozent der privaten Arbeitgeber stellen sich immerhin noch neutral zu dieser Gruppe an Personen.


Schweden - Arbeitswelt
Rund 60 Prozent aller Arbeitsplätze werden in Schweden über persönliche Kontakte oder Beziehungen gefunden. Weitere 20 Prozent der Arbeitsstellen werden über Personalvermittler, sogenannte Headhunters vermittelt und nur weitere 20 Prozent der Stellen stehen dem normalen Arbeitssuchenden zur Verfügung, eine Entwicklung, die eine immer größere Schicht an Arbeitssuchenden vom Arbeitsmarkt ausschließt. Schwedische Headhunters  dagegen konnten in den letzten zehn Jahren durch Arbeitsvermittlung ihre Gewinne verzehnfachen und erreichen dieses Jahr voraussichtlich einen Umsatz von einer Milliarde Kronen.


Schweden - Immobilien/Freizeit
Nach dem Internetdienst Bovision stieg die Anzahl unverkaufter Stugor und Ferienhäuser in Schweden im Laufe des letzten Jahres um 31 Prozent. Gegenwärtig sind 6689 Objekte auf dem freien Markt zu erwerben. Das hohe Angebot führt in vielen Teilen Schwedens zu einem Preisverfall, so dass zahlreiche kleinere Stugor mittlerweile für rund 100.000 Kronen im Handel sind. Das teuerste Objekt findet man gegenwärtig bei Stockholm, wo man 15 Millionen Kronen für eine Ferienhaus bezahlen muss.

Schweden - Unterricht
Während im schwedischen Parlament nur die Folkpartiet eine Verstaatlichung der schwedischen Freischulen fordert, wollen, nach einer Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts Novus, 56 Prozent der Bürger allgemeine staatliche Schulen. Die gleiche Untersuchung zeigt, dass 80 Prozent der Schweden nicht glauben, dass das gegenwärtige Schulsystem allen Schülern die gleichen Chancen bietet.


Schweden - Gesellschaft
Nach einer Untersuchung der Universität Uppsala hat sich das Sexualverhalten der schwedischen Jugendlichen während der letzten zehn Jahre bedeutend verändert, wobei insbesondere ungeschützter Sex, und damit Geschlechtskrankheiten und Ansteckung durch Aids, wieder stark am Steigen sind. Auch die Anzahl der sexuellen Partner hat sich in diesem Zeitraum verdoppelt. So hatten 23-jährige Frauen mittlerweile im Durchschnitt elf verschiedene Sexpartner.

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Copyright: Herbert Kårlin

onsdag, juni 22, 2011

Nachrichten vom 22. Juni 2011

Schweden - Politik
Nachdem Europa ab diesem Jahr fordert, dass Studenten aus nichteuropäischen Ländern über ein Visum mit biometrischen Daten und Fingerabdrücken verfügen müssen, ist es zahlreichen Studenten, die bereits ihre Studiengebühr bezahlt haben, nicht möglich ihr Studium anzutreten, da die schwedischen Botschaften mehrerer Länder nicht über die notwendige Einrichtung verfügen. Obwohl andere Länder, zum Beispiel Italien, die Einreise erlauben und dann im Land selbst das Visum ausstellen, will der schwedische Migrationsminister Tobias Billström eine ähnliche Erleichterung nicht ohne politische Entscheidung genehmigen und verbietet damit hunderten von Studenten eine Studienaufnahme in Schweden.

Schweden - Politik
Der schwedische Finanzminister Anders Borg schließt jede Griechenlandhilfe von schwedischer Seite aus, da es sich bei den gegenwärtigen Entscheidungen um eine bilaterale Entscheidung der Euroländer handelt, denen Schweden nicht beigetreten ist. Anders Borg kritisiert bei seiner Debatte im Parlament ebenfalls die griechische Opposition, die, nach seinen Aussagen, verantwortungslos die Zukunft Griechenlands aufs Spiel setzt.

Schweden - Recht
Der schwedische Reichsstaatsanwalt legte nun seine Vorschläge zum am 10. Juli in Kraft tretenden Gesetz zur Verschmutzung öffentlicher Plätze vor. Nach seinen Anweisungen sollen in Zukunft Personen, die Bierdosen, Einweggrille oder Verpackungen wegwerfen eine Strafe von 800 Kronen bezahlen und wer Flaschen mit Brennstoff für Grille zurück lässt muss mit einer Anklage wegen Verbreitung gefährlicher Stoffe rechnen. Hingegen soll die Polizei die Augen schließen, wenn jemand eine Kippe oder Kaugummi auf Gras oder Straßen wirft, obwohl die Hälfte allen Abfalls auf Tabakreste zurückzuführen ist.


Schweden - Arbeitswelt
Während sich voriges Jahr nicht einmal die Hälfte aller schwedischer Arbeiter eine einwöchige Urlaubsreise leisten konnten, machten 67 Prozent der Angestellten einen entsprechenden Urlaub. Unter den höheren Angestellten waren es sogar 73 Prozent. Ähnlich sieht die Situation mit einer Stuga aus, zu der immer weniger Arbeiter Zugang haben. Im allgemeinen wird diese Tatsache der Krise des Jahres 2009 und den geringen Arbeitslöhnen von Arbeitern zugesprochen.


Schweden - Mode
Ab dem 17. November bietet die schwedische Bekleidungskette H&M (Hennes och Mauritz) weltweit eine von Donatella Versace entworfene Herbstkollektion in seinen Warenhäusern und online an. Es handelt sich dabei  um 40 Damenmodelle mit 20 Accessoires und 20 Herrenteile mit 10 Accessoires. Am 19. Januar wird dann eine weitere, ebenfalls von Versace entworfene Frühjahrskollektion, mit 15 Kleidungsstücken und sieben Accessoires nur online angeboten werden.


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Copyright: Herbert Kårlin

fredag, april 22, 2011

Nachrichten vom 22. April 2011

Schweden - Politik
Nachdem das Europaparlament beim Europa-Pakt den angeschlossenen Ländern die Hoheit über die Lohnpolitik eines Landes erhalten will, sieht der schwedische Finanzminister Anders Borg keine Hindernisse mehr sich ebenfalls dem Bündnis anzuschließen. Die einzige Voraussetzung für Anders Borg ist jedoch, dass die Unabhängigkeit der Lohnpolitik auch im Vertrag zum Europa-Pakt schriftlich aufgenommen wird.

Schweden/Libyen - Politik
Der libysche Verein und zahlreiche spontane Demonstranten vor der libyschen Botschaft fordern, dass Schweden die libysche Botschaft schließt, da der aktuelle Botschafter von Gaddafi eingesetzt wurde. Sie fordern weiterhin, dass auch die Flagge der Revolutionäre an der Fassade des Gebäudes erhalten bleiben soll. Letzten Abend drangen einige Demonstranten in die Botschaft ein und verbrannten dort eine libysche Flagge, bevor sie von der Polizei vorübergehend festgenommen wurden.


Schweden - Ausbildung
Bis zum 15. April, dem letzten Einschreibedatum, haben sich 350.000 Schweden um einen Studienplatz beworben, mehr als jedes Jahr zuvor. Die beliebtesten Studienort waren, wie bereits früher, Stockholm, Lund, Göteborg und Uppsala. Die meisten Bewerber wollten Jura, Medizin und Wirtschaftswissenschaften studieren, was dazu führt, dass bisweilen nur jeder Fünfte auch an seiner Wahluniversität studieren kann. An der Universität Göteborg ist zudem die Ausbildung zum Psychologen extrem gefragt, denn auf die wenigen zur Verfügung stehenden Studienplätze kommen 4676 Bewerbungen.

Schweden - Freizeit
Nach dem Verband schwedischer Makler sucht die Mehrheit der Schweden ein Ferienhaus oder eine Stuga an der schwedischen Westküste (25 Prozent) oder in den Schären vor Stockholm (22 Prozent), wobei ein Boot möglichst am Rande des Grundstücks festgemacht werden können soll. 65 Prozent der Schweden wollen so nahe wie möglich am Wasser wohnen und 58 Prozent bezahlen bis zu 50.000 Kronen mehr, wenn ein Bootsplatz zur Verfügung steht.

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