Visar inlägg med etikett Sexismus. Visa alla inlägg
Visar inlägg med etikett Sexismus. Visa alla inlägg

fredag, februari 19, 2021

Nachrichten, 19. Februar

Schweden - Politik
Ebba Busch, die Vorsitzende der schwedischen Christdemokraten und starke Befürworterin der Kernenergie, hat angekündigt dass sie die Regierung zwingen will so schnell wie möglich eine Entscheidung über ein Endlager für Kernabfall auf schwedischem Raum zu fällen und für ein weiteres Zwischenlager zu sorgen, nachdem das Energieunternehmen Vattenfall von Engpässen und einem nahezu vollen Endlager sprach. Busch will damit im Schnellverfahren zur Kernenergie zwingen, ohne dass auch nur eines der damit verbundene Probleme auf sichere Weise gelöst werden kann.

Schweden - Wirtschaft
Nach dem Statistischen Amt Schwedens lag die Inflationsrate in Schweden im Januar des Jahres bei 1,7 Prozent, also um 0,5 Prozent höher als im Vormonat und erreichte damit seit 2019 ihren Höchstwert. Nach Analytikern hängt dies insbesondere mit den hohen Strompreisen im Januar, den steigenden Kosten für Treibstoff und der geringen Menge an nachweihnachtlichen Schlussverkäufen zusammen. Nach Meinung der Regierung nimmt damit die Inflationsrate wieder ihren Normalwert an, was für die Volkswirtschaft Schwedens von großem Vorteil sei.

Schweden - Landwirtschaft
Nach den Auswertungen des schwedischen Umwelt- und Landwirtschaftsausschusses ging die Zahl der Milchproduzenten in Schweden während der letzten zehn Jahre um 47 Prozent zurück, da die Großmolkereien die Milchpreise so weit drückten dass es den Landwirten in der Milchwirtschaft nicht mehr möglich war ihre Güter zu modernisieren, selbst wenn sie auf die bisherige Weise nicht mehr rentabel waren. Immer mehr Landwirte sind gegenwärtig auch nicht mehr in der Lage ihre Rechnungen fristgemäß zu bezahlen. Die reduzierte Milchwirtschaft zwingt Schweden bereits dazu immer mehr Milchprodukte zu importieren.

Schweden - Recht
In einem Debattenartikel  in der Tageszeitung GT klagen Frauen den Mieterverein Westschwedens des Rassismus und des Sexismus an, da Frauen in diesem Regionalverein keinerlei Rechte hätten und ihre Aufgabe vor allem das Kochen von Kaffee sei, also immer noch ein System des 18. Jahrhunderts herrsche. Der Mieterverein selbst wollte auf diese Anklage der Presse keine direkte Antwort geben, sondern kündigt eine entsprechende schriftliche Antwort an, die bei Gelegenheit ausgearbeitet werden soll. Der Mieterverein als solches war bereits vor wenigen Tagen in die Kritik geraten, da keiner der leitenden Direktoren in einer Mietwohnung wohnt, sondern alle Villen besitzen und über ein Einkommen verfügen an das Mieter nie kommen werden.

Schweden - Gesellschaft
Nach den neuesten Statistiken haben noch nie so viele Schweden eine Schuldensanierung beantragt wie im vergangenen Jahr, denn erstmals handelte es sich um 28.000 Anträge, die das Amt der Gerichtsvollzieher bearbeiten musste, 38 Prozent mehr als im vorhergehenden Jahr. Etwa zwei Drittel der Anträge werden jeweils befürwortet, wobei es sich bei den Schuldnern immer mehr um jüngere Schweden handelt, die sich mit ihren Smartphones und dem Internetsurf übernehmen oder auch auf Grund von Online-Glücksspielen in bedeutende finanzielle Schwierigkeiten geraten.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin


onsdag, augusti 07, 2019

Nachrichten, 7. August 2019

Schweden - Politik
Der ehemalige Landwirtschaftsminister Eskil Erlandsson (Zentrumsartei) wurde nun in drei Fällen wegen sexueller Belästigung angeklagt, die sich in den Jahren zwischen 2016 und 2018 ereignet haben. Erlandsson weist alle Anschuldigungen zurück, obwohl er selbst von der eigenen Partei bereits vor den letzten Parlamentswahlen aufgefordert wurde sich, auf Grund der glaubhaften Anschuldigungen, nicht mehr zur Wahl zu stellen, was der Ex-Minister natürlich ablehnte. Nun wird das Amtsgericht entscheiden ob sich Erlandsson als Minister sexistisch verhalten hat und Übergriffe als normal sah oder nicht.

Schweden - Wirtschaft
Auf Grund der guten Voraussagen zur Beerenernte in Schweden wurde dieses Jahr weitaus mehr Beerenflückern aus Thailand die Arbeitsgenehmigung erteilt als sonst üblich. Nun zeigt sich jedoch, dass die Voraussagen nicht der Realität entsprechen, da es in gewissen Gegenden kaum reife Beeren gibt, in anderen Gegenden wiederum, auf Grund der Hitze, Beeren frühzeitig abfallen und daher nicht geerntet werden können. Dies führt auch dazu, dass Waldbesitzer über die Beerenflücker klagen, da diese nun ganze Gebiete einfach abernten ohne der Lokalbevölkerung noch die Chance zu lassen ebenfalls Beeren zu pflücken.

Schweden - Gesundheit/Medizin
Nach einer Analyse des staatlichen Fernsehkanals SVT hängt es ganz von der Region, in der man lebt, ab, ob sich eine Familie gegen TBE impfen lassen kann, da eine einzige Region des Landes eine kostenlose Impfung anbietet, während es in anderen Teilen Schwedens für eine vierköpfige Familie bis zu 11.000 Kronen kosten kann sich impfen zu lassen, was logischer Weise dazu führt, dass sich ärmere Familien diesen notwendigen Luxus nicht leisten können. Während das Gesundheitsamt der Meinung ist, dass die Kosten kein Hindernis bieten, sind Forscher der Auffassung, dass es sich finanziell langfristig lohnen würde in allen Risikogebieten eine kostenlose Impfung anzubieten.

Schweden - Religion
Auch wenn sich Freikirchen mehrheitlich weigern homosexuelle Paare zu verheiraten und Homosexualität weiterhin als abartig betrachten, werden zahlreiche dieser Kirchengemeinden von Gemeinden, Regionen und Regierung finanziell unterstützt, erhalten also jedes Jahr mehrere Millionen Kronen aus Steuergeldern. Politisch wird dies nun zu einem bedeutenden Problem, da eindeutig ist, dass sich diese Kirchen gegen die Grundrechte Schwedens stellen und sich auch über die Gesetze des Landes stellen.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

tisdag, november 21, 2017

Nachrichten, 21. November 2017

Schweden - Politik
Nach einer neuen Studie der Unicef haben Kinder in Schweden bis heute keinerlei Recht auf juristischen Beistand bei schwerwiegenden Problemen, da sich Schweden seit Jahren weigert, im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern Europas, die Kinderrechtskonvention der UN zu unterzeichnen, die Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren eine rechtliche Vertretung garantiert. Nach der Unicef fehlt der schwedischen Regierung jede Motivation in diesem Punkt, auch wenn Schweden nun ein entsprechendes Gesetz plant, das allerdings frühestens 2020 in Kraft treten wird, unter der Voraussetzung, dass die kommende Regierung nicht auch dieses Gesetz verzögert.

Schweden - Recht
Nachdem eine teilweise gelähmte Person, die gegen die starken Schmerzen selbst gezüchtetes Marihuana verwendete, und aus diesem Anlass in der ersten Instanz wegen Drogenmissbrauch freigesprochen wurde, hat der oberste Gerichtshof Schwedens nun das endgültige Urteil gefällt, dass der Anbau von Drogen grundsätzlich unter Strafe stellt, auch wenn beim Beklagten mildernde Umstände geltend gemacht werden können und die Strafe sich daher im untersten Bereich ansiedelt. In Zukunft müssen daher Personen mit Dauerschmerzen auf eigenen Drogenanbau verzichten und hoffen, dass ihnen das Arzneimittelamt medizinisches Cannabis zuspricht, was bisher lediglich bei zwölf Personen der Fall ist.

Schweden - Gesellschaft
In der #MeToo-Strömung gibt es in Schweden nun kaum noch eine Berufsgruppe an Frauen, die nicht von einer sexistischen Männermoral, von sexuellen Belästigungen und Vergewaltigungen zeugt. Noch nie trat in Schweden eine so große Gruppe an Frauen in einer reinen Opferrolle an die Öffentlichkeit, obwohl dieses sexistische Verhalten gewisser Männer aller Schichten allgemein bekannt ist, und in der Regel auch nicht bestraft wird. Dennoch werden kaum mehr Vergewaltigungen angezeigt als bisher, da die Mehrheit der Frauen ihren Kampf nicht konkret austragen wollen um diese Situation grundsätzlich zu ändern, sondern eine anonyme Konfrontation Mann/Frau suchen.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

söndag, november 12, 2017

Nachrichten, 12. November 2017

Schweden - Politik
Nach einer Analyse des Vereins der schwedischen Steuerzahlern haben dieses Jahr nur 36 der 290 Gemeinden des Landes ihre Lokalsteuern erhöht und vier ihre Steuer gesenkt, und im kommenden Jahr sieht die Voraussage sogar noch besser aus. Allerdings ist in diesem Zusammenhang zu bedenken, dass seit den Wahlen im Jahr 2014 bereits 162 Gemeinden ihre Steuern angehoben haben und nur 16 Gemeinden ihre Steuern kürzten. Die bedeutendsten Lokalsteuererhöhungen konnte man in dieser Zeit in Pajala feststellen, da dort die Landflucht fortsetzt und die Ausgaben pro Bürger daher ansteigen.

Schweden - Wirtschaft
Die schwedische Versicherungsgesellschaft If schließt nun die Abteilung in der der Fernsehsender SVT eine sexistische Kultur aufdecken konnte. Nach If hat die Entscheidung allerdings nichts mit den Geschehnissen zu tun, sondern war seit Monaten entschieden, was auch glaubhaft ist, auch wenn die Ursache unbekannt ist, denn das Führungspersonal, das dort von If direkt angestellt wurde, wurde mittlerweile in andere Abteilungen verlegt, so dass nur noch die gemieteten Angestellten zurückblieben und nun entlassen werden. Die Angestellten sehen dies jedoch als Strafmaßnahme, da in anderen Abteilungen Personal mit ihren Kenntnissen gesucht wird, ihnen jedoch die Übernahme nicht einmal angeboten wurde.

Schweden - Arbeitswelt
Nachdem eine weibliche Angestellte des staatlichen Rundfunks Sveriges Radio wegen sexueller Belästigungen bereits vor Wochen freigestellt wurde, hat sich die Direktion der Rundfunkanstalt dazu entschieden den Namen unter Verschluss zu halten und sämtliche Angestellte dazu verpflichten die Angelegenheit für sich zu behalten. Gleichzeitig werden, auch die belästigten Mitarbeiter, dazu verpflichtet gegenüber Kunden und Beteiligten der Sendung, die die belastete Mitarbeiter nicht mehr führen darf, das Fernbleiben der Programmleiterin mit einer Krankheit zu erklären. Die Öffentlichkeit soll vom öffentlichen Rundfunk keinerlei Informationen zu aufkommenden Fragen erhalten.

Schweden - Arbeitswelt/Recht
Die Bewegung #MeToo führte in Schweden zwar dazu, dass nahezu täglich weitere Personen sexueller Belästigungen angeklagt werden, aber trotz Hervortreten der Zeugen haben die Arbeitgeber meist nur sehr wenige Möglichkeiten die Angestellten aus diesem Grund zu entlassen, da die Arbeitsgerichte sich sehr wenig um die Anklagen wegen sexueller Belästigung kümmern. In der Regel müssen Firmen bei einer Entlassung den Betroffenen bis zu drei Jahren Gehalt weiterbezahlen, und in vielen Fällen auch noch eine „Entschädigung“ hinzufügen, was die Täter damit weitaus besser stellt als die negativ betroffenen Personen. In der Regel geben die Arbeitgeber auch nicht bekannt auf welche Weise ein Übereinkommen mit den Tätern getroffen wurde.

Schweden - Gesellschaft/Drogen
Im vergangenen Jahr konnte der schwedische Zoll 1633 Codein-Tabletten beschlagnahmen, die, meist über Internet, illegal nach Schweden kamen. Nur im ersten Halbjahr 2017 konnten die Zöllner nun bereits 5164 dieser Tabletten beschlagnahmen, wobei unbekannt ist wie viele Tabletten, trotz der Suche und der Kontrollen, den Weg zu den Drogenanwendern finden. Codein gilt in Schweden als eine der gefährlichsten Drogen, die oft schon an sehr junge Drogennutzer gehen, und zu den tödlichsten Drogen des Landes zählen, da sie kaum zu dosieren sind.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

torsdag, september 22, 2016

Nachrichten, 22. September 2016

Schweden - Politik
Nachdem einige schwedische Stromanbieter bei Ablauf eines konkreten Vertrags zu günstigen Tarifen automatisch weiter Strom liefern und auch bei einem Neuabschluss einen Pauschalvertrag anwenden, jedoch zu weitaus höheren Kosten, ohne dies den Kunden deutlich mitzuteilen, was bereits die vorhergehende Regierung Schwedens kritisierte, will die aktuelle Regierung nun Druck auf diese Unternehmen ausüben und dazu zwingen den Kunden auf den Rechnungen deutlich zu machen unter welchem Vertrag sie laufen und welchen Vertrag sie abschließen können um billigeren Strom zu erhalten. Sollte dies auch nicht den gewünschten Erfolg haben, so will die Regierung in die Preisbildung eingreifen um diese exzessiven Gebühren zu senken.

Schweden - Wirtschaft
Seit Jahren wollen Spitzenpolitiker der unterschiedlichsten Parteien, unter anderem der frühere Finanzminister Anders Borg und Fredrik Reinfeldt, das Bonussystem für kurzfristige gute Ergebnisse abschaffen, da dies dazu führen kann dass langsichtige Projekte nebensächlich behandelt werden. Nach Uppdrag Granskning haben von den 29 größten an der Stockholmer Börse zugelassenen Unternehmen nur sechs gewisse positive Konsequenzen daraus gezogen, jedoch 15 das kurzfristige Bonussystem noch ausgebaut und die Summen erhöht. Ob die Regierung Konsequenzen aus diesem Problem zieht, ist allerdings unbekannt.

Schweden - Recht
Die schwedische Polizei will sich verstärkt auf die Untersuchung von Kriegsverbrechen spezialisieren und dafür eine eigene Einheit einsetzten, aber auch alle Polizisten im Außendienst für den Kampf gegen terroristische Attentate ausbilden, da es immer wahrscheinlicher wird, dass diese Art des Terrorismus auch auf Schweden übergreifen kann. Gegenwärtig ist die Polizei in keiner Weise auf den Einsatz bei terroristischen Anschlägen vorbereitet.

Schweden - Gesundheit
Da es gegenwärtig für Ärzte unmöglich ist mit Sicherheit zu erfahren welche Medikamente ein Patient zu sich nimmt, sondern sich auf die Aussagen des Patienten verlassen muss, fordern die Ärzte die Einrichtung einer Database aus der sie entnehmen können welche Medikamente eine bestimmte Person verschrieben bekam. Nach den Ärzten ist nur die Zusammenführung aller Daten zwischen den verschiedenen Gesundheitszentralen und Krankenhäusern in der Lage eine falsche medikamentöse Behandlung zu verhindern und gegen den Tablettenmissbrauch vorzugehen.

Schweden - Gesellschaft/Politik
Die schwedische Frauenlobby hat sich mit ihren Kollegen und Norwegen und Dänemark zusammengeschlossen um geschlechterdiskriminierende Werbung im Norden zu unterbinden, insbesondere hinsichtlich sexistischer Reklame. Während Island in diesen Fragen bereits sehr weit kam und auch in Norwegen und Dänemark gewisse Gesetz zu diesem Punkt existieren, tritt Schweden seit 2008 auf der Stelle. Da man hier ein entsprechendes Gesetz als Eingriff in die Meinungs- und die Pressefreiheit betrachtet, liegen sämtliche Vorschläge in diesem Bereich auf Eis. In Schweden gibt es gegenwärtig keine Maßnahme und keine Bestimmung die sexistische Werbung verhindern könnte.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin