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torsdag, februari 06, 2020

Nachrichten, 6. Februar

Schweden - Politik
Gestern teilte die schwedische Regierung mit dass sie bereits zum 1. Juli des Jahres das Gesetzt zur Zwangs- und zur Kinderehe verschärfen will und ein Ausreiseverbot für Kinder durchsetzen will, die riskieren während des Aufenthalts verheiratet zu werden oder einer Geschlechtsverstümmelung unterzogen zu werden. Auch Erwachsene, die ein Kind heiraten, sollen dann dann mit bis zu zwei Jahren Gefängnis bestraft werden. Problematisch dürfte allerdings weiterhin sein zu erfahren welche Kinder riskieren bei einer Heimatreise verheiratet werden sollen, um anschließend auch nicht mehr nach Schweden zurückzukehren.

Schweden - Politik
Die Linken wollen im Reichstag eine Änderung des Straßenverkehrsordnung beantragen nach dem Fahrer, die die Geschwindigkeit überschreiten nicht mehr nur nach der Menge der überschrittenen Kilometer bestraft werden, sondern dass das Einkommen des Autofahrers in Betracht gezogen wird, so dass ein Autofahrer mit geringem Einkommen in etwa die Höhe der heutigen Strafe bezahlt, eine Person mit sehr hohem Einkommen jedoch eine entsprechend hohe Strafe, damit auch dieser Autofahrer die Strafe spürt und nicht nur als Kaffeegeld betrachtet. Diese Art der Strafe gibt es bereits im Nachbarland Finnland.

Schweden - Politik
Nachdem bereits vor wenigen Tagen die Moderaten eine verschärfte Änderung in Fragen der Arbeitskrafteinwanderung forderten, trat nun die Regierung mit nahezu identischen Vorschlägen an die Öffentlichkeit, da Sozialdemokraten, Grüne, Liberale und Zentrumspartei angeblich bereits vor einiger Zeit zur gleichen Meinung kamen und sich nun zu diesen Änderungen entschieden hätten. Wer auf Grund der Arbeitskrafteinwanderung nach Schweden kommt, soll in Zukunft die Familie nur noch nachholen können wenn er diese nachweislich problemlos mit seinem Einkommen versorgen kann. Außerdem sollen Ämter die Möglichkeit bekommen zu kontrollieren ob die Arbeitskräfte dann auch die vertraglichen Löhne ausbezahlt bekommen, und es muss sich um eine Vollbeschäftigung handeln, nicht mehr, wie bisher, um eine Teilzeitbeschäftigung. Arbeitende Kräfte in Mangelberufen sollen in Zukunft auch nicht mehr ohne wichtige Gründe ausgewiesen werden können.

Schweden - Wirtschaft/Arbeitsmarkt
Nach einer Studie des Gewerkschaftsbunds LO ging die Einkommenskluft zwischen führenden Direktoren in der Privatwirtschaft und Arbeitern seit 1980 immer weiter auseinander, was es unmöglich mache dass Wirtschaftsführer sich noch in die Lebenssituation von Arbeitern versetzen können, also gesamtwirtschaftlich falsche Entscheidungen fällen. Nach der Studie verdiente ein leitender Direktor im Jahr 1980 durchschnittlich neun mal soviel wie ein Arbeiter, im Jahr 2018 handelte es sich im statistischen Schnitt bereits um 65 mal das Arbeitereinkommen, wobei der Generaldirektor von Volvo sogar etwa 100 mal soviel verdient wie ein Arbeiter am Fließband, der zudem eine weitaus unkomfortable Arbeitszeit hat.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

torsdag, mars 19, 2015

Nachrichten, 19. März 2015

Schweden - Politik
Auch wenn Ebba Busch Thor noch nicht endgültig zur Vorsitzenden der Christdemokraten Schwedens gewählt wurde, zeigt sich dennoch bereits, das der bereits von Göran Hägglund begonnene Rechtsruck der Partei fortsetzt, denn die Partei will den Einwanderungsstrom durch Asylanten massiv bremsen und damit die Wähler der Sverigedemokraterna auf ihre Seite ziehen. Die Partie will auch dafür kämpfen, dass arme Einwanderer aus Europa, die in Schweden betteln und auf der Straße leben, problemlos von illegalen Wohnplätzen vertrieben werden dürfen, wobei bei letzterem Europa aufgefordert werden soll mehr dafür zu tun, dass in den Heimatländer der betroffenen Bevölkerung darauf Druck ausgeübt werden muss, dass die Armut abgeschafft wird.

Schweden - Politik
Nur eine Woche nachdem Saudi Arabien seinen Botschafter aus Schweden abberief, haben nur auch die Vereinten Emirate Ihren Botschafter nach Hause gerufen. Das Außenministerium Schwedens gibt sich unverständlich, da die Verhältnisse zwischen den beiden Ländern immer sehr gut schienen. Gleichzeitig wurde dem schwedischen Botschafter Schwedens in den Emiraten mitgeteilt, dass das Land sich öffentliche Aussagen verbiete, wie sie von Außenministerin Margot Wallström im schwedischen Parlament vorgebracht wurden. Die Kritik ist berechtigt, da sich eine Außenministerin öffentlich nicht negativ über ein Land aussprechen darf mit dem es freundschaftliche Beziehungen unterhalten will.

Schweden - Politik
Nach dem letzten Jahresrapport der schwedischen Sicherheitspolizei Säpo kam im vergangenen Jahr die Spionagegefahr in Schweden nahezu ausschließlich von russischer Seite. Seit der Krise in der Ukraine wird nach Säpo in Schweden alles ausspioniert, angefangen von militärischen Einrichtungen bis zu wissenschaftlichen Errungenschaften und der Lage der politischen Flüchtlinge im Lande. Auch die Rekrutierung von Spionen hat sich im letzten Jahr massiv verstärkt, was die Sicherheit Schwedens auf eine große Probe stellt.

Schweden - Arbeitswelt/Wirtschaft
Nach einer Untersuchung des Gewerkschaftsbunds LO wird die Einkommenskluft zwischen der schwedischen Wirtschaftselite und der normal arbeitenden Bevölkerung des Landes immer größer. Noch in den 80er Jahren verdiente ein Generaldirektor eines an der Börse notierten Unternehmens nur neunmal soviel wie ein Industriearbeiter. Heute verdient der gleiche Direktor bereits 50 Mal die Summe des Arbeiters, was bedeutet, dass diese Direktoren innerhalb eines Jahres so viel verdienen wie ein Industriearbeiter während seines gesamten Arbeitslebens. Auch wenn die LO nicht fordert, dass ein Direktor eines Großunternehmens das gleiche verdienen soll wie ein Industriearbeiter, so empfindet man dort, dass der Einkommensunterschied wieder reduziert werden muss.

Schweden - Arbeitswelt
Obwohl man in Schweden dringend hochqualifizierte Fachärzte benötigt, stellt die Reichsrevision nun fest, dass es für einen nichteuropäischen Arzt im Durchschnitt vier bis sieben Jahre dauert bis er in Schweden zugelassen wird, selbst wenn der Spezialist 20 oder 30 Jahre Erfahrung in seinem Heimatland nachweisen kann. Das Hauptproblem ist dabei die Wartezeit auf Sprachausbildungen und das Warten auf Kompetenzkurse, die Schweden für die Lizenz fordert. Gegenwärtig sind 21 Berufe von diesem Problem betroffen. Während ein Arzt aus einem nichteuropäischen Land nachweisen muss dass er die Hochschulreife in schwedischer Sprache zu besitzen, reicht es bei einem europäischen Arzt aus, dass der Arbeitgeber der Meinung ist, dass der Arzt ausreichend Schwedisch kann um in seinem Beruf arbeiten zu können.

Schweden - Recht
Der schwedische Baugigant Skanska wird verdächtigt in Tschechien im Jahre 2010 Bestechungsgelder in Höhe von 35 Millionen Kronen bezahlt zu haben um dort eine Autobahn bauen zu dürfen. Die Reichseinheit gegen Korruption hat nun in dieser Frage eine Untersuchung eingeleitet. Bei einer Kontrolle im Jahre 2011 war bereits entdeckt worden, dass Skanska offiziell den tschechischen Unterhändler Geosan mit einem Teil des Auftrages betraute, gegen 35 Millionen Kronen. In der Tat leistete jedoch Geosan keinerlei Arbeit, behielt jedoch die gesamte ausbezahlte Summe, eine Methode, die dazu dienen sollte, dass die Bestechung nicht zu offensichtlich wurde.

Schweden - Gesundheit
Bei einer Routineanalyse von Farben, die bei Tätowierungen verwendet werden, stellte das schwedische Arzneimittelamt fest, dass 15 der 29 verwendeten Farben Stoffe beinhalten, die in Schweden nicht zugelassen sind, da sie Krebs fördern, Allergien hervorrufen können oder aber die Erbmasse verändern. Einige der Farben enthielten sogar sehr hohe Gehalte an Blei, Barium oder Arsenik. Nach Bekanntgabe des Ergebnissen wurden 20 der bisher verwendeten Farben aus dem Markt zurückgezogen. Hinsichtlich der Inhaltsangabe wurden zwei der getesteten Farben der schwedischen Gesetzgebung gerecht.

Schweden - Gesellschaft
Nach dem Staatsfernsehen SVT werden es vor allem Frauen im höheren Alter teilweise finanziell schwer haben, da sie während ihres Berufslebens oft Teilzeitarbeiten akzeptieren, öfter bei ihren Kindern zu Hause bleiben als Männer und zudem weniger verdienen als Männer. All dies wirkt sich auf die spätere Pension aus. Da Frauen statistisch gesehen auch älter werden als Männer, wird der finanzielle Schock meist nach dem Tode des Mannes oder einer späten Scheidung auftauchen. Sogar zu Sozialfällen werden in der Regel Frauen, die beruflich selbständig waren oder aber in erwachsenem Alter in Schweden einwanderten.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

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