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torsdag, augusti 22, 2019

Nachrichten, 22. August 2019

Schweden - Politik
Während einer Fernsehdebatte griff Ebba Busch Thor, die Vorsitzende der Christdemokraten Sozialministerin Lena Hallengren an und beschuldigte diese für den extremen Mangel an Wohnungen für ältere Personen mit Problemen verantwortlich zu sein, obwohl die vorhergehende bürgerliche Regierung für den Abbau von 10.000 dieser Plätze verantwortlich war und Busch Thor in Uppsala in ihrer politischen Funktion die längste Warteschlange Schwedens geschaffen hatte. Busch Thor will nun unter allen Umständen ältere Wähler auf ihre Seite ziehen, obwohl ihre gesamte Politik in eine Richtung geht, die nur wohlhabende Personen stützen soll.

Schweden - Politik
Nach einer Umfrage von Journalisten des staatlichen Fernsehkanals SVT gibt es gegenwärtig in 127 von 280 Gemeinden Schwedens zu wenig Plätze in Heimen für bedürftige Ältere und Demenzkranke, was einer Steigerung von rund zehn Prozent innerhalb eines Jahres entspricht und die Angehörigen jener, die keinen Platz finden, stark herausfordern. Die aktuelle Regierung hat bisher keinen Plan wie dieses Problem abgebaut werden kann, zumal die bürgerlichen Parteien auf private Unterkünfte setzen wollen und andere staatliche Eingriffe blockieren.

Schweden - Tourismus/Verkehr
Kein Busunternehmen des Nordens sammelt bei den Verbraucherämtern so viele Klagen und Beschwerden wie das deutsche Unternehmen Flixbus, das mit seinen Billigreisen geradezu eine aggressive Werbung macht um Kunden zu gewinnen. Während im gesamten vergangenen Jahr nur elf Klagen eingegangen waren, hat sich diese Zahl allein bis August dieses Jahres bereits verdreifacht, wobei die Unfreundlichkeit der Chauffeure und die häufigen Verspätungen noch die geringsten Anlässe für Klagen sind. Die Geschäftsführung von Flixbus versichert jede Klage und Beschwerde sehr ernst zu nehmen, ohne dass jedoch bisher irgend eine Verbesserung zu bemerken ist.

Schweden - Recht/Umwelt
Nachdem sich seit Ende Juli ein gigantisches Zeltlager mit mindestens 1000 Besuchern des Rainbow Gathering im Waldgebiet bei Jokkmokk befindet, ohne je die Stelle gewechselt zu haben oder eine Genehmigung bei den Grundbesitzern einzuholen, haben die Besitzer nun die Polizei damit beauftragt das Lager zwangsweise aufzulösen und die Zelte abzureisen, die sich, nach  Rainbow Gathering, noch bis Anfang September am gleichen Ort befinden sollen. Die Grundbesitzer weisen bei ihrer Klage darauf hin, dass das Jedermannsrecht den Zeltaufbau an einer Stelle nur für sehr kurze Zeit vorsehe und es nicht zumutbar sei dass Camper privates Land sechs Wochen lang besetzen ohne hierfür eine Genehmigung zu haben.

Schweden - Jagd
Nachdem im vergangenen Jahr jeder dritte erlegte Bär im Magen Nahrungsreste hatte, die auf unzulässige Lockmittel hinwiesen, hat sich die Polizei in Nordschweden dazu entschieden dieses Jahr die seit gestern laufende Bärenjagd, bei der landesweit 300 Bären erlegt werden dürfen, genauestens zu überwachen, insbesondere darauf zu achten, dass die Tiere nicht mit Haselnusscreme, Gebäck oder anderen Leckereien angelockt werden um auf die einfachste Weise erlegt zu werden. Die Polizei will sich allerdings auch die Jagdlizenzen der Jäger genau ansehen, da in den vergangenen Jahr auch illegale Bärenjagd durchgeführt wurde.

Schweden - Gesellschaft
Das Amt der Gerichtsvollzieher teilt mit, dass allein in den ersten sechs Monaten des Jahres 11.000 Personen einen Antrag auf Schuldensanierung stellten, so viel Personen wie noch nie zuvor. Nach den Gerichtsvollziehern sind rund 20 Prozent der aufgekommenen Schulden auf Glücksspiele zurückzuführen, was ein wachsendes Problem ist. Im Durchschnitt werden zwei Drittel alles Anträge genehmigt, was bedeutet, dass die betroffenen Personen dann fünf Jahre lang mit dem offiziellen Existenzminimum auskommen müssen, anschließend jedoch keinerlei Schulden mehr haben, da diese dann abgeschrieben werden.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

söndag, november 08, 2015

Nachrichten, 8. November 2015

Schweden - Politik
Außenministerin Margot Wallström und Verteidigungsminister Peter Hultqvist kritisieren in einer öffentlichen Pressedebatte die bürgerlichen Parteien mit der Aussage, dass sich diese sich darauf fixiert hätten blind für einen Beitritt Schwedens in die Nato einzutreten, als ob dies bedeuten würde damit die eigene Verteidigung dann vernachlässigt werden kann und Schweden damit automatisch von der Nato geschützt würde. Nach Wallström und Hultqvist ist es wichtiger die internationale Zusammenarbeit zu pflegen, auch mit der Nato, und nicht blind nach einer Mitgliedschaft zu streben.

Schweden - Politik
Während das schwedische Migrationsamt noch dieses Jahr mit 50.000 Plätzen in Zelten rechnet und im kommenden Jahr sogar mit 90.000 Plätzen, teilen nun Zivilschutz und Verteidigung mit, dass sie diese Menge an Zelten auf keinen Fall zur Verfügung stellen können. Im besten Fall können in dieser Zeit Zelte für 4000 Personen zur Verfügung aufgestellt werden. Das Hauptproblem sind jedoch nicht der Mangel an Zelten, sondern es steht nicht genügend Grund zur Verfügung um mehr Zelte auszustellen, zudem benötigt man hierfür eine Baugenehmigung, die ebenfalls nicht kurzfristig erteilt werden kann.

Schweden - Wirtschaft
Auch wenn in Schweden dringend Wohnräume jeder Art für Flüchtlinge gesucht werden, zeigt sich nun ein Hindernis besonderer Natur, dann immer mehr Personen, die ihre Hotels, Jugendherbergen oder andere Einrichtungen in Wohnungen für Asylanten umwandeln wollen, können die neue Aktivität nicht beginnen, da sie die Gebäude dann nicht mehr versichern können. In der Tat lehnen jedoch die größeren Versicherungen die Kunden nicht ab, sondern fordern bei einer veränderten Anwendung lediglich hohe Sicherheitsauflagen, die erst einmal mit Kosten verbunden sind. Die Versicherungsgesellschaften sehen sich zu diesem Schritt gezwungen, da es immer häufiger wird dass Unterkünfte für Flüchtlinge angezündet werden, as Versicherungsrisiko für diese Art von Einrichtungen also bedeutend steigt.

Schweden - Arbeitswelt
Um mehr Abiturienten zum Lehrerstudium zu bringen, entschied sich die Regierung kurzerhand den Beruf „aufzuwerten“ und Lehrern mit einer hohen Schicklichkeit und auf Grund ihrer bedeutenden Leistung, was der Direktor einer Schule entscheidet, eine Gehaltserhöhung von bis zu 3500 Kronen im Monat zu bieten, eine Entscheidung, die weder von den Lehrern noch den Studenten positiv aufgenommen wird, da dies bedeutet „schlechte“ und „gute“ Lehrer zu schaffen, die nach subjektiven Kriterien geteilt werden, eine Unterscheidung, die man bei keiner anderen Berufsgruppe Schwedens finden kann. Statt mehr Lehrer zu schaffen, riskiert das Projekt eher noch mehr Studenten von diesem Beruf abzuhalten als bereits heute.

Schweden - Umwelt/Recht
Auch wenn der späte Herbst in Schweden als optimale Zeit für den Fang von Barschen gilt, so werden die Angler nun vor ein neues Problem gestellt. Aus ökologischen Gründen gibt es in immer mehr Seen des Landes nun nicht mehr nur ein Mindestmaß für geangelte Fische, sondern auch eine Maximallänge, da sehr große Weibchen wichtig für die Fortpflanzung sind. Wie bereits Hecht und Zander, die über 38 Zentimeter messen müssen, so müssen nun teilweise auch Barsche in dieser Größe wieder in Freiheit versetzt werden. Die Verbände der Sportfischer hoffen auf Verständnis bei ihren Mitgliedern und bitten diese die Bestimmung auch einzuhalten.

Schweden - Gesellschaft
Eine neue Meinungsumfrage des Instituts Ipsos im Auftrag der Dagens Nyheter belegt, dass sich die Meinung der Schweden in Fragen der Flüchtlingsaufnahme wandelt, denn im Oktober wollten bereits 42 Prozent der Schweden weniger, oder auch bedeutend weniger, Flüchtlinge aufnehmen als bisher und nur noch 26 Prozent sind der Meinung dass man die Aufnahmekapazität steigern sollte. Da die Regierung jedoch weder an die in Zukunft nötigen festen Wohnungen oder die Integration denkt, so wird sich diese Tendenz in den kommenden Monaten weiter verstärken, da die Ghettobildung in Städten unausweichlich scheint.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin