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torsdag, mars 01, 2018

Nachrichten, 1. März 2018

Schweden - Politik
Nach der jüngsten Meinungsumfrage des Instituts Sifo, die im Auftrag des staatlichen Nachrichtenbüros Ekot erstellt wurde, gewinnen die Moderaterna keine weiteren Wähler mehr, sondern mussten sogar ein Prozent der neu gewonnenen Wähler zurück an die Zentrumspartei geben. Dies bedeutet, unter der Voraussetzung, dass die Christdemokratern wieder die Vier-Prozent-Sperre überschreiten werden, dass linker und rechter Block etwa gleichmäßig knapp über 40 Prozent der Wähler hinter sich vereinen, was eine Mehrheitsregierung im kommenden Herbst vollkommen ausschließt.

Schweden - Politik
Die schwedischen Christdemokraten unter der Führung von Ebba Busch Thor wollen mit den Versprechen einer besseren Gesundheitspolitik und der Altersvorsorge wieder weit über die vier-Prozent-Sperre kommen und weiterhin mit den anderen bürgerlichen Parteien regieren. Allerdings ist das Programm relativ schwach, da alle Parteien sehr ähnliche Versprechen machen und insbesondere die Sozialdemokraten mit den gleichen Versprechen an die Wahl gehen. Busch Thor kann lediglich damit punkten, dass die Schlange zur Krankenversorgung, entgegen des Versprechens der Sozialdemokraten, während der aktuellen Wahlperiode nach oben ging, die Regierung mit ihren Versprechen daher nicht glaubhaft sei.

Schweden - Arbeitswelt
Auch wenn das Statistische Amt Schwedens meldet, dass die Lohnerhöhungen des vergangenen Jahres bei durchschnittlich 2,5 Prozent lagen, belegt das Medlingsinstitut bei seinem Jahresbericht, dass die Kaufkraft der Mehrheit der Arbeitnehmer im Jahr 2017 gesunken ist, da die Inflation höher war als die Lohnsteigerung der meisten Arbeitnehmer. Rechnerisch gesehen wäre eine reale Lohnerhöhung von 0,7 Prozent zu verzeichnen gewesen, aber da vor allem Angestellte im öffentlichen Dienst weitaus höhere Lohnerhöhungen erhielten als Arbeiter und Angestellte der freien Wirtschaft, kann nur diese Gruppe von einer realen Lohnerhöhung sprechen.

Schweden - Verkehr
Die starken Schneefälle und die extreme Kälte über Schweden führten gestern zu einem wahren Verkehrschaos mit hunderten von Unfällen und verlassenen Fahrzeugen auf der Autobahn. Da die starken Winde die Schneeräumarbeiten nahezu unmöglich machten, die Sicht stellenweise bei nahezu Null lag und Salz bei dickeren Schneeschichten keinerlei Wirkung zeigt, bat das Straßenverkehrsamt insbesondere die Autofahrer in Teilen Skånes (Schonen) und im Raum Stockholm ihr Auto in der Garage zu lassen und nur dann das Haus zu verlassen, wenn dies unbedingt nötig sei.

Schweden - Kriminalität
Die Aufarbeitung von alten Protokollen und Beweismitteln zur Ermordung des früheren Ministerpräsidenten Olof Palme zeigt eine Manipulation der Beweisführung vor Gericht und führt dazu, dass der aktuell mit dem Fall beauftragte Staatsanwalt zur Meinung gelangte, dass Christer Pettersson, der damalige Hauptverdächtige, absolut nichts mit dem Mord zu tun hatte, sondern die Polizei ihn unbedingt als Täter verurteilt sehen wollte um den Fall abschließen zu können. Der Mord an Olof Palme ist bis heute nicht geklärt, wobei es gegenwärtig auch keinen Verdächtigen für die Tat gibt, auch wenn sich der
Staatsanwalt sehr positiv gibt.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

tisdag, februari 27, 2018

Nachrichten, 27. Februar 2018

Schweden - Politik/Media
Seit Wochen wird die italienische Tageszeitung La Stampa von einer Flut an Hassmails und negativen Aussagen in den sozialen Medien überrollt, sobald die Zeitung irgendeinen Artikel über Schweden schreibt, unabhängig des Inhalts, was die Zeitung damit in Verbindung bringt, dass dieses Jahr sowohl in Schweden als auch in Italien Parlamentswahlen stattfinden und viele Italiener Schweden gewissermaßen als Vorbild sehen. Als die Zeitung die Server lokalisierte von denen sämtliche dieser negativen Attacken ausgingen, befanden sich diese in Litauen und der Ukraine, was jedoch absolut nichts darüber aussagt wo die Trollfabrik, die sich auf La Stampa spezialisiert, tatsächlich liegt.

Schweden - Politik/Umwelt
Auch wenn in Schweden immer mehr umweltfreundlicher Treibstoff in Fahrzeugen angewandt wird und die neuen Motoren die Umwelt weniger belasten, zeigt eine Voraussage des Straßenverkehrsamts dass Schweden sein Klimaziel bis zum Jahr 2030 auf keinen Fall erreichen kann, zumindest nicht, was die Umweltbelastung durch den Verkehr betrifft. Um das gesetzte Ziel zu erreichen, wäre es nötig, die Umweltbelastung durch Fahrzeuge jährlich um acht Prozent zu reduzieren, aber im vergangenen Jahr erreichte man gerade einmal ein Viertel davon, nämlich zwei Prozent.

Schweden - Verkehr/Umwelt
Zum Kälteeinbruch mit starker Eisbildung, unter dem Schweden seit Sonntag leidet, kamen am Montag noch starke Schneefälle im zentralen Schweden hinzu, was dazu führte, dass es zu sehr vielen Unfällen kam und einige der wichtigsten Verkehrsstrecken zeitweise ganz gesperrt werden mussten. Auch die Schneeräumung am Flughafen Arlanda in Stockholm konnte den Schneefällen nicht Herr werden, so dass viele Flüge ganz eingestellt werden mussten und zahlreiche andere Maschinen nur mit starken Verspätungen starten oder landen konnten.

Schweden - Umwelt
Um den Bestand an Hummer an der schwedischen Westküste aufrecht zu halten, will man in den kommenden drei Jahren 4500 Baby-Hummer mit einer Größe von etwa zwei Zentimetern bei Sotanäs aussetzen, da die Jungtiere eine weitaus größere Überlebenschance haben als die Eier, die auch für viele Meerestiere eine Delikatesse sind. Sollte sich dieser Versuch als positiv zeigen, so kann das Aussetzen der Jung-Hummer auf die gesamte Westküste ausgedehnt werden. Allerdings wird es mehrere Jahre dauern bis man weiß, ob damit der Hummerbestand tatsächlich erhalten werden kann.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

måndag, november 16, 2015

Nachrichten, 16. November 2015

Schweden - Politik
Nach Ministerpräsident Stefan Löfven ist Schweden nach der Tat in Paris keinen größeren Gefahren ausgesetzt als bisher, daher bleibt die terroristische Gefahreneinstufung auf Niveau drei (von fünf), erhalten. Löfven versichert auch, dass die Zusammenarbeit zwischen Must, Säpo, Verteidigung und FRA ausgezeichnet sei und daher eine eventuelle Gefahr rechtzeitig erkannt werde. Allerdings gibt der Ministerpräsident auch zu, dass es eine hundertprozentige Sicherheit nie geben kann. Nach der Sicherheitspolizei Säpo reisen allerdings jeden Monat mindestens zehn Schweden nach Syrien um an den Seiten der IS zu kämpfen.

Schweden - Politik
Mona Sahlin, die Koordinatorin zur Bekämpfung der gewaltsbetonter Gewalt in Schweden, fordert die Gemeinden des Landes auf eine Strategie zu entwickeln, die darauf ausgerichtet ist, dass sich in Zukunft weniger Jugendliche extremistischen Gruppen wie der IS anschließen oder sich in anderer Weise Gruppen mit extremistischem Gedankengut nähern. Nach Sahlin unternehmen weder religiöse Gemeinschaften noch Gemeinden genügend um gefährdete Personen rechtzeitig zu entdecken, wobei Sahlin allerdings auch keine Richtlinien vorschlagen kann die Gemeinden den Gemeinden eine Hilfe bieten könnten.

Schweden - Politik
Auch wenn der Flüchtlingsstrom nach Malmö, trotz intensiver Grenzkontrollen, unvermindert anhält, zeigt sich nun auch, dass viele Flüchtlinge zu Verzweiflungstaten greifen und nun selbst die hohen Zäune um die Aufnahmelager des Ausländeramts überklettern, da dies für viele die einzige Möglichkeit ist zu Angehörigen in Finnland oder Norwegen zu gelangen, da der Transit durch Schweden untersagt wird. Der nächste Schritt der Verzweifelten könnte sein, dass sie bald versuchen ebenfalls per Gummiboot nach Schweden zu gelangen, was kaum weniger gefährlich ist als die Überfahrt von Afrika nach Italien.

Schweden - Recht
Auch wenn Ministerpräsident Stefan Löfven keine bedeutende terroristische Gefahr für Schweden sieht, so wurde nach dem Attentat in Paris die Überwachung vieler öffentlichen Plätze erhöht und die Sicherheit größerer Veranstaltungen wird ernster genommen. Gleichzeitig werden auch neue Gesetze geschaffen, die nicht nur die Unterstützung von Reisen in Gebiete der IS unter Strafe stellen, sondern auch die Waffengesetze sollen verstärkt werden. Selbst das Bestellen von Waffen soll bereits unter Strafe gestellt werden, nicht mehr nur der Besitz.

Schweden - Natur/Tourismus
Das schwedische Wetteramt SMHI warnt ab heute vor starken Regenfällen im Süden Schwedens und bedeutenden Schneefällen im Värmland, Dalarna und im Jämtland. In den höheren Lagen des Jämtlands ist heute mit etwa zehn Zentimeter Neuschnee zu rechnen, was den Auftakt zum Wintersport bieten kann. Entlang des Küstenstreifens Nordschwedens bleiben die Temperaturen vorerst mild, was zu verstärktem Regen führen kann. Die Temperaturen dort bleiben voraussichtlich im Plusbereich.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin