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måndag, juni 24, 2019

Nachrichten, 24. Juni 2019

Schweden  -  Politik
Nach einer Meinungsumfrage des Instituts Novus wollen bereits rund 40 Prozent der Schweden die Kernkraftwerke behalten, oder sogar neue Kernkraftwerke bauen, und nur noch 16 Prozent der Bevölkerung wollen sie auf politischem Weg abwickeln. Dies ist ein sehr deutliches Zeichen, dass man in Schweden das Unglück in Tschernobyl, das bis heute noch Nachwirkungen in Schweden zeigt, un Fukushima bereits vergessen hat. Gleichzeitig konnte Novus feststellen, dass die Kernkraftfrage nun nicht mehr unabhängig von der politischen Meinung läuft, sondern eng mit dieser Einstellung verknüpft ist, was vor wenigen Jahren noch nicht der Fall war. Die Meinungsbildung hat sich damit von Information auf den politischen Glauben verlagert.

Schweden  -  Politik
Eine Studie der Nachrichtenagentur Ekot, die der Staatsfunk Sveriges Radio betreibt, kehren immer weniger afghanische Flüchtlinge freiwillig in ihre Heimat zurück, während jedoch die Zahl der Zwangsausweisungen permanent ansteigt. 2016 handelte es sich um 24 Flüchtlinge, die zwangsweise in ihre Heimat zurücktransportiert wurden, im vergangenen Jahr handelte es sich bereits um 151 Personen und nur während der ersten vier Monate des Jahres wurden nun bereits 100 Flüchtlinge zurück nach Afghanistan transportiert. Diese massive Ausweisung ist nur durch ein Abkommen, das Schweden bereits 2016 mit Afghanistan abschloss, möglich.

Schweden -  Sport
Schweden hofft nun die olympischen Winterspiele 2026 mit einer neuen Umweltstrategie an Land ziehen zu können und verspricht dabei die Spiele so durchzuführen, dass die Umwelt davon sogar positiv beeinflusst werde, eine Aussage, die wissenschaftlich kaum haltbar ist, da man dann nur auf umweltfreundliche Weise bauen darf und bis 2026 sämtliche Flugzeuge mit 100 Prozent biologischem Treibstoff fliegen müssen. Wichtig ist dabei auch, dass sämtliche anwesenden Sportler, Sponsoren und Zuschauer sich rein vegetarisch ernähren werden. Heute wird sich zeigen, ob diese Strategie Erfolg zeigen wird.

Schweden -  Medizin
Die meist benutzte Antibabypille Zoely wurde in Schweden nun zur Mangelware und ist in zahlreichen Apotheken des Landes nicht mehr zu erhalten, eine Pille, die von viele Frauen als die einzige Möglichkeit für die Verhütung gesehen wird. Dies führt vor allem bei jungen Frauen des Landes zu Problemen, die sich nun überhaupt nicht mehr vor unerwünschten Schwangerschaften schützen, sondern Risiken eingehen bis die Pillen, voraussichtlich im Juli, wieder greifbar sein werden. Zoely ist gegenwärtig nahezu in ganz Europa nicht mehr zu erhalten.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

tisdag, juni 18, 2019

Nachrichten, 18. Juni 2019

Schweden  -  Politik/Wirtschaft
Nachdem das schwedische Alkoholmonopol Systembolaget seit 2012 in einigen ausgewählten Gemeinden testweise eine Lieferung von Alkohol ins Haus testete, wird dies nun ab 1. Juli in ganz Schweden möglich sein, wobei man wählen kann, ob man seine Lieferung dann an einer bevollmächtigen Stelle selbst abholen will oder der bestellte Alkohol bis an die Haustür gebracht wird. Die schwedische Regierung hat sich nun zu diesem Schritt entschieden, obwohl das Hauptziel der Systembolaget sein soll den Alkoholkonsum auf ein Minimum zu reduzieren. Nach der Regierung und der Leitung der Systembolaget will man mit diesem Schritt nur dem Kaufverhalten der Bevölkerung entgegenkommen.

Schweden  -  Wirtschaft/Recht
Gestern hat sich die Inspektion für Glückssiele dazu entschlossen die Lizenz des auf Malta eingetragenen Unternehmens SafeEnts mit unmittelbarer Wirkung aufzuheben, da sich die Firma nicht an die von der Regierung vorgegebenen Auflagen hält. Die Firma ließ, unter anderem, Spieler weiterspielen, die eindeutig spielsüchtig waren und, in einem Fall, innerhalb eines Monats rund eine Million Kronen verspielten, aber auch die Geldwäsche nicht ausreichend bekämpfte. Während Zivilminister Ardalan Shekarabi die Entscheidung begrüßt, will SafeEnts gegen die Rückzug der Lizenz klagen.

Schweden -  Wirtschaft/Umwelt

Das schwedische Berufungsgericht für Umweltfragen teilte gestern mit, dass die vorerstige Genehmigung für die Erweiterung des Werkes des Ölkonzern Preem neu überprüft wird, da die Raffinerie bei dieser Erweiterung der Ölraffinerie eine Umweltgefahr darstellen könnte, auch wenn die Firma, auf Grund des Kaufes von Energiezertifikaten, statistisch gesehen, keine europäische Umweltgefahr darstellt. Umweltorganisationen hatten gegen den Plan Preems geklagt, da dieses Werk die Abgabe von CO2 in Lysekil verdoppeln würde. Preem verspricht eine Investition von 15 Milliarden Kronen und will zudem über 100 Arbeitsplätze schaffen.

Schweden -  Landwirtschaft
Nach den ersten Voraussagen wird die Obsternte in Schweden dieses Jahr die schlechteste seit 20 Jahren, was damit zusammenhängt, dass der April sehr warm war und eine vorzeitige Blüte verursachte, der Mai jedoch sehr kalt wurde, so dass die Knospenbildung abgebrochen wurde, anschließend aber auch zu wenige Insekten existierten um die Blüten zu befruchten. Es ist daher zu erwarten, dass schwedische Früchte im kommenden Herbst und Winter erheblich teurer werden als üblich.

Schweden -  Sport
Mehrere bedeutende Politiker Schwedens, darunter Ministerpräsident Stefan Löfven, und einflussreiche Wirtschaftsführer haben den Lobbyaufruf der Stockholmer Handelskammer unterzeichnet, nach dem alles in die Wege geleitet werden muss um die Winterolympiade 2026 nach Stockholm zu holen. Nach der Handelskammer würde die Olympiade das Warenzeichen Schweden und Stockholm hervorheben, gleichzeitig wäre dies jedoch auch ein Ansporn für die Jugend mehr Sport zu betreiben, von der Umsatzsteigerung der Stockholmer Geschäfte ganz abgesehen.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

fredag, juni 14, 2019

Nachrichten, 14. Juni 2019

Schweden - Politik
Nachdem man in der schwedischen Wohlfahrt bis 2026 rund 80.000 zusätzliche Arbeitskräfte benötigt, da die Bevölkerung immer älter wird, vertritt Finanzministerin Magdalena Andersson die Meinung, dass dies in Zukunft keinerlei Steuererleichterung zulassen werde, auch nicht für Personen mit sehr geringem Einkommen, was die ökonomisch-politische Sprecherin der Moderaten, Elisabeth Svantesson bestreitet, denn nach ihr muss man lediglich bei anderen Ausgaben sparen, damit das nötige Geld für Steuererleichterungen zur Verfügung stehe. Allerdings will Svantesson nicht angeben in welchen Bereichen die Regierung sparen soll.

Schweden - Landwirtschaft
Schwedische Milchbauern, die in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, wird nun empfohlen ihren Kuhdünger für die Produktion von Biogas zu verkaufen, was nicht nur ein positiver Klimabeitrag wäre, sondern auch zusätzliche Einkommen mit sich bringe. Nach der Milchgenossenschaft ist das Interesse an schwedischen Bauern bedeutend, was natürlich auch dem Milchgiganten Vorteile bringt, da dieser immer mehr Lastwagen betreibt, die mit Biogas betrieben werden. Energieminister Anders Ygeman sieht das Projekt jedoch mit Zweifeln, da man nach ihm eine langsichtige Politik mit Biogas betreiben müsse.

Schweden - Wirtschaft
Die Stromkosten gingen während der letzten fünf Jahre in Schweden bedeutend nach oben, da insbesondere die drei Großkonzerne, die in 141 Gemeinden das Monopol haben, ihre Grundgebühren stark anhoben. Bei Vattenfall handelt es sich im Schnitt um 41,3 Prozent. Allerdings erhöhten sich die Grundgebühren nicht landesweit um die gleiche Weise, denn in nordschwedischen Kramfors handelt es sich sogar um eine Erhöhung von 80 Prozent. Sämtliche dieser Erhöhungen liegen innerhalb des von der Regierung vorgegebenen Rahmens, der erst 2020 wieder neu festgelegt wird.

Schweden - Sport
Nach einer Meinungsumfrage des Instituts Novus stehen mittlerweile 47 Prozent der Schweden positiv zur Veranstaltung der olympischen Winters
piele 2026 in Schweden und nur noch 41 Prozent sprechen sich deutlich dagegen aus, während 12 Prozent der Bevölkerung  hierzu keine Meinung hat, was einen völlig neuen Trend zeigt, auch wenn man weit von den italienischen Zahlen entfernt liegt, denn dort sind rund 80 Prozent der Bevölkerung für die Veranstaltung, obwohl das Land bereits heute tief verschuldet ist.

Schweden - Gesundheit
Nachdem Hautkrebs die Krebsart ist, die sich in Schweden schneller ausbreitet als jede anderer Krebsarten, hat die Regierung nun das Amt für Strahlungssicherheit aufgefordert ein Programm für eine vorbeugende Bekämpfung von Hautkrebs auszuarbeiten. Nach Sozialministerin Lena Hallgren benötigt man tiefere Kenntnisse über Hautkrebs und das Verhalten der schwedischen Bevölkerung, bevor man bessere Maßnahmen ergreifen könne, denn das Ziel sei ja nicht Sonne zu vermeiden, sondern lediglich die schädliche UV-Strahlung.

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Copyright: Herbert Kårlin

tisdag, juni 11, 2019

Nachrichten, 11. Juni 2019

Schweden - Politik
Nach der Kritik von mehreren Seiten an der sozialdemokratischen Politik, meint Ministerpräsident Stefan Löfven nun dass die Abschaffung der Zusatzsteuer für Großverdiener für ihn am schwersten zu schlucken war, dies jedoch nötig gewesen sei um die extremistischen Kräfte Schwedens davon abzuhalten Einfluss in der schwedischen Politik zu gewinnen. Sein Streben nach Macht und die Durchführung einer bürgerlichen Politik unter seiner Leitung wird bei seinen Aussagen nicht einmal gestreift, wobei er auch nicht in Aussicht stellt dass die Bevölkerung mit geringem Einkommen in irgendeiner Weise von ihrer Steuerlast erleichtert werden, auch wenn diese nun die reichste Schicht mehr unterstützen müssen.

Schweden - Politik
Nach den jüngsten Zahlen gingen die Einnahmen jeder dritten Region Schwedens im vergangenen Jahr zurück, so dass diese Regionen nun rote Zahlen aufweisen. Um dies auszugleichen, sieht man nur eine Lösung, die darin besteht zum einen Personal zu entlassen, also die Qualität von Krankenhäusern und Schulen zu verschlechtern, zum anderen aber auch die Steuern zu erhöhen, was vor allem die Kaufkraft der ärmsten Schicht Schwedens verschlechtern muss. Als Ursache hierfür geben die Regionen an, dass die Bevölkerung immer älter werde und mit dem Alter auch kränker werde.

Schweden - Sport
Um die Winterolympiade 2026 an Land ziehen zu können, will Schweden nun damit Punkte zu gewinnen, indem man ökologisch haltbare Spiele mit der Integration aller sozialer Aspekte bieten will, die zudem auf einen ökonomisch haltbaren Plan bauen. Das schwedische olympische Komitee hofft damit bis zum 24. Juni, wenn die endgültige Entscheidung fallen wird, genügend Punkte sammeln zu können um das Rennen gegen Italien zu gewinnen, obwohl Italien den Spielen eine größere wirtschaftliche Sicherheit bietet.

Schweden - Medien
Die grüne Kulturministerin Amanda Lind will dem öffentlich rechtlichen Rundfunk Schwedens neue Regeln vorschreiben und damit einen politischen Einfluss auf die Arbeit von Rundfunk und Fernsehen ausüben. Einerseits sollen Rundfunk und Fernsehen sich mehr um eine lokale Berichtserstattung kümmern, die private Anstalten nicht abdecken, zum anderen sollen jedoch Rundfunk und Fernsehen bei ihrem Marketing privaten Gesellschaften keinen Konkurrenz mehr machen dürfen, sondern ihre Aktivität in den sozialen Medien einschränken und nur noch über ihre tatsächliche Aktivitäten berichten dürfen. Die sozialdemokratische Politik Schwedens entfernt sich damit auch dem Prinzip der Pressefreiheit.

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Copyright: Herbert Kårlin

onsdag, april 10, 2019

Nachrichten, 10. April 2019

Schweden - Politik
Gestern gab die schwedische Regierung bekannt, dass sie die Bewerbung des schwedischen Olympischen Komitees durch die notwendigen Sicherungen unterstützen werde, so dass das Rennen gegen die italienische Bewerbung beginnen kann. Die Winterspiele 2026 sollen in Stockholm, Åre und Falun ausgetragen werden, sowie ein Teil in Sigulda in Lettland. Sportministerin Amanda Lind versicherte, dass die Regierung lediglich die Sicherheit garantieren werde, jedoch kein Geld für die Spiele als solches vorgesehen habe, die Steuerzahler also nicht belastet werden. Etwas erstaunlich ist dabei, dass für die Sicherheit nur 100 Millionen Kronen vorgesehen sind, denn Kanada musste hierfür sieben Milliarden Kronen aufwenden. Auch die Finanzierung der Spiele durch das Olympische Komitee entspricht kaum der Realität, so dass auch die Finanzierung der schwedischen Spiele nicht abgesichert ist.

Schweden  Gesundheit
Die wichtigste politische Frage der schwedischen Bevölkerung ist mittlerweile nicht mehr die Immigration und Integration, sondern das Gesundheitswesen. Nach einer Meinungsumfrage des SOM-Instituts in Göteborg sehen nun 45 Prozent der Bevölkerung die Krankenversorgung als das größte Gesellschaftsproblem, da immer weniger Krankenhäuser des Landes in der Lage sind eine kontinuierliche medizinische Versorgung zu garantieren, da in Krankenhäusern immer mehr gespart werden muss, gleichzeitig aber auch immer weniger Krankenschwestern bereit sind unter den gegenwärtigen Arbeitsbedingungen und der geringen Bezahlung zu arbeiten.

Schweden - Umwelt
Auch wenn die Regierung die Hälfte des zusätzlichen Frühjahrsbudgets der Umwelt und dem Klima zuspricht, so sind Umweltwissenschaftler der Meinung, dass diese Summen bei weitem nicht ausreichen werden um das Klimaziel bis 2045 auch nur annähernd zu erreichen. Die Wissenschaftler kritisieren insbesondere, dass die Gelder nur in Umwelttechnik gehen soll, denn auch wenn hier Investitionen nötig seien, so müssen auch Transportwesen, Industrie und das Gesellschaftssystem geändert werden um die Treibhausgase bis 2045 um 85 Prozent zu reduzieren, denn technische Lösungen allein können schon das Transportproblem nicht lösen.

Schweden - Tourismus
Nach den aktuellen Statistiken machte die schwedische Bevölkerung im Jahr 2018 knapp eine halbe Million Reisen weniger als im Vorjahr, was nach Reisespezialisten allerdings weder mit der Flugsteuer, dem Umweltbewusstsein oder ähnlichen Gründen zusammenhängt, sondern damit, dass Schweden im vergangenen Jahr einen außerordentlich heißen und schönen Sommer hatte. Der nächste Grund dürfte sein, dass die Krone gegenwärtig immer mehr an Wert verliert, also eine Reise in den Süden für viele bereits 2018 unerschwinglich war. Nach wie vor wurden rund 65 Prozent der Reisen per Flug unternommen, während nur knapp drei Prozent der Schweden für eine Reise die Eisenbahn wählten.

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Copyright: Herbert Kårlin