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lördag, juni 05, 2021

Nachrichten, 5. Juni

Schweden - Politik
Ein Untersuchungsausschuss übergab gestern der schwedischen Regierung den Vorschlag ab ab kommendem Jahr bei allen Neubauten eine Miete entsprechend dem Marktwert einzuführen, die, je nach veränderter Lage und Komfort weiterhin erhöht werden kann. Während die Linken nun damit drohen die Regierung zu stürzen, sollte die Regierung den Vorschlag im Reichstag vorlegen, wollen weder Liberale noch Zentrumspartei vom jetzigen Vorschlag abweichen. Für jüngere Personen wird es in Zukunft unmöglich sein noch eine Mietwohnung im Neubau zu finden. Aber auch Geringverdiener werden damit mehr und mehr vom Wohnungsmarkt in attraktiven Gebieten ausgeschlossen.

Schweden - Politik
Als Ebba Busch, die Vorsitzende der Christdemokraten gestern während der, dies Mal digitalen, politischen Järvawoche ihre Rede hielt, forderte sie erneut die Gesundheitsversorgung des Landes zu verstaatlichen. Der zweite wichtige Punkt der Politikerin war die Kriminalität mit der großen Menge an Toten innerhalb des kriminellen Milieus. In diesem Punkt fordert Busch mehr Polizisten, weitaus höhere Strafen und die Anonymität von Zeugen. Busch zeigt damit deutlich dass sie zu einer extrem rechten Politik drängt, obwohl sich bereits zeigte dass sie damit kaum Wähler der Schwedendemokraten gewinnen kann, sondern lediglich Wähler an sie verlieren kann.

Schweden - Fischfang
Wie seit mehreren Jahren befürchtet, ging die Menge der Heringsart Strömming auf Grund des regelmäßigen intensiven Fischfangs in der Ostsee so stark zurück dass die Berufsfischer dieses Jahr kaum noch Strömming in die Netze bekommen und die nordschwedische Delikatesse Surströmming wird zur Mangelware. Firmen, die sich auf das Verarbeiten und Eindosen von Strömming spezialisierten, befürchten nun, sollte sich die Lage im kommenden Jahr nicht ändern, nicht überleben zu können. Ursprünglich befürchtete man den Strömmingsmangel nur im Bottnischen Meerbusen, nun zeigt sich jedoch dass sich das Problem auf die gesamte nordschwedische Küste erstreckt.

Schweden - Verkehr
In den Folgen der Coronapandemie und den damit verbundenen Problemen der Ansteckung haben der schwedische Zoll und die Polizei ihre Alkoholkontrollen in Blekinge nahezu vollständig eingestellt. Aus den jährlich ursprünglichen 7500 Alkoholkontrollen bei Autofahrern wurden im vergangenen Jahren gerade einmal 20 Kontrollen, was den Autofahrern natürlich bekannt ist. Die Polizei befürchtet nun dass dies zu einer verstärkten Trunkenheit am Steuer führe und die Unfallgefahr erhöht wird.

Schweden - Tourismus
Nach den schwedischen Berggemeinden und den dortigen Fremdenverkehrsvereinen wird es dieses Jahr im Sommer, insbesondere im Hochgebirge, zu einem touristischen Rekord kommen, denn schon jetzt liegen die Buchungen teilweise rund 30 Prozent über den bisherigen Rekordjahren. Die am meisten vom Tourismus betroffenen Gemeinden befürchten nun neue Coronaausbrüche, aber auch die verstärkte Umweltverschmutzung und Umweltzerstörung, die dieser neue Tourismus mit sich bringen wird.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin


fredag, september 18, 2020

Nachrichten, 18. September

Schweden - Politik
Die Moderaten Schweden wollen sehr deutlich zeigen, dass sie massiv gegen die Kriminalität vorgehen werden und schlugen deshalb gestern vor verdächtige Personen, die nach Aussagen der Polizei im Bandenwesen aktiv seien, und keine schwedische Staatsbürgerschaft besitzen, bereits auszuweisen bevor ihnen eine Straftat nachgewiesen werden kann, was die Anwälte Schwedens und der schwedische Justizminister nicht für rechtssicher halten. Ein zweiter Vorschlag, der von der Regierung positiv aufgenommen wurde, war die Forderung dass mutmaßliche Kriminelle beweisen müssen dass sie teure Wertgegenstände mit ehrlich erworbenem Geld gekauft haben, und Gegenstände ohne diesen Nachweise beschlagnahmt werden können.

Schweden - Politik
Nyamko Sabuni, die Vorsitzende der Liberalen teilte gestern während einer Pressekonferenz mit, dass Unternehmer im kommenden Budget zusätzliche zehn Milliarden Kronen an Unterstützung erhalten werden, die überwiegend für Neuinvestitionen bezahlt werden und um Arbeitgeber dazu zu verleiten Personal anzustellen. Während diese Nachricht bei Wirtschaftsverbänden und konservativen Parteien sehr positiv aufgenommen wurde, kam von der linken Seite eine harte Kritik, da diese Art von Unterstützungen in den vergangenen Jahren nie den erhofften Erfolg zeigten, sondern oft zur Arbeitsplatzvernichtung eingesetzt wurden.

Schweden - Ausbildung
Peter Honeth, der von der Regierung eingesetzte Koordinator, der die Durchführung der kommenden Hochschulprüfung im Herbst auf sichere Weise ausarbeiten sollte, schlägt nun vor die Anzahl der Teilnehmer sehr stark zu begrenzen, wobei die Zahlen vom Hochschulamt der entsprechenden Städte vorgelegt werden sollen und nur Personen zugelassen werden sollen, die diese Prüfung zum ersten Mal ablegen. Honeth empfiehlt zusätzlich dass die Teilnehmer in der Reihenfolge ihrer Anmeldung zur Prüfung geladen werden sollen und ab Erreichen der vorgegebenen Teilnehmerzahl die Anmeldungen geschlossen werde.

Schweden - Tourismus
Nach dem touristischen Saisonabschluss im Hochgebirge Schwedens zeigt sich nun dass unerfahrene Bergtouristen rund 100 Zelte einfach zurückgelassen haben, teilweise sogar mit neuer, noch verpackten Ausrüstung, was den Eindruck vermittelt, dass einige unter ihnen geradezu panikartig geflohen sind. Nach den Verantwortlichen der Bergstation am Kebnekaise hängt dies damit zusammen, dass der touristische Ansturm im Gebirge enorm war, aber die unerfahrenen Touristen mit Zelten und einer Ausrüstung ankam, die zwar für einen See bei Stockholm geeignet sei, nicht jedoch für den Bergtouristen. Die meisten der zurückgelassenen Zelte hatten einen Wert von 30 bis 80 Euro, während die billigsten Gebirgszelte auf keinen Fall unter 100 Euro zu erhalten sind, im Schnitt jedoch 300 Euro kosten.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin 

onsdag, juni 17, 2020

Nachrichten, 17. Juni

Schweden - Wirtschaft
Der Lastwagenhersteller Volvo teilte gestern mit dass 4100 Angestellte die verschiedensten Werke verlassen müssen, wobei 1250 der Angestellten in Schweden arbeiten, überwiegend in Göteborg. Das Unternehmen argumentiert mit der verschlechterten Marktlage, die diese Einsparungen und eine Umstrukturierung der Firma nötig machen. Nach Aussagen der Geschäftsleitung wurden bereits entsprechende Gespräche mit den Gewerkschaften eingeleitet. Die Arbeiter in den verschiedenen Werken sind bisher nicht von Kündigungen betroffen.

Schweden - Arbeitsmarkt
Nach neuen Analysen des schwedischen Arbeitsamts wird die Arbeitslosigkeit im kommenden Januar bei mindestens 11,4 Prozent liegen, also höher sein als bisher angenommen, wobei insbesondere die Jugendarbeitslosigkeit bereits jetzt sehr stark ansteigt. Nach dem Arbeitsamt ist es sinnvoll bereits jetzt Fortbildungskurse zu belegen, damit eine eventuelle Arbeitslosigkeit so kurz wie möglich sein wird. Die Langzeitarbeitslosigkeit wird jedoch, trotz Bildungsmaßnahmen, im kommenden Jahr auf einer Rekordhöhe landen, die während der letzten Finanzkrise nicht erreicht wurde.

Schweden - Arbeitsrecht
Da das bisherige System des Arbeitslosengelds auf eine immer stärkere Kritik stieß, soll das Arbeitslosengeld nun „der Gegenwart“ angepasst werden. In Zukunft soll die Höhe des Arbeitslosengeldes von der Höhe des Einkommens abhängig sein, gleichzeitig aber auch
von der Zeit der Mitgliedschaft in der Arbeitslosenkasse. Ein Arbeitslosengeld sollen in Zukunft nur Personen erhalten, die im vorausgehenden Jahr mindestens 120.000 Kronen verdienten, oder aber die vorausgehenden vier Monate jeweils 10.000 Kronen. Das dschaft, bei 50, 65, oder maximal 80 Prozent des vorherigen Einkommens liegen.

Schweden - Tourismus
Touristen, die dieses Jahr im schwedischen Hochgebirge wandern wollen, müssen mit einer kleinen Überraschung rechnen, denn noch liegt ungewöhnlich viel Schnee in den höheren Lagen, sogar so viel Schnee, dass dieser auch während des Sommer nicht vollkommen schmelzen wird. Wer daher nicht im Schnee wandern will, wird gebeten sich in tieferen Lagen aufzuhalten. Die Bergwacht weist auch darauf hin, dass man bei WanderungeArbeitslosengeld, das auf 300 Tage begrenzt wird, soll, je nach der Länge der Mitglien die Strecken sehr gut kennen sollte, da unter dünneren Schneedecken auch Gebirgsbäche verborgen sein können.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin