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tisdag, mars 18, 2025

Nachrichten, 18. März

Schweden - Politik
Die Regierung hat sich entschieden den Höchstkostenschutz zu ändern und sich daher dazu entschieden dass jeder Schwede der Medikamente benötigt statt bisher 2800 Kronen in Zukunft 3900 Kronen im Jahr selbst bezahlen muss und nicht, wie mehrere Organisationen forderten, diese Kosten dem Einkommen anzupassen. Für sehr viele Pensionäre mit Grundrente, also insbesondere ältere Frauen, bedeutet dies dass sie in Zukunft, falls sie auf Medikamente angewiesen sind, ein Drittel einer Monatsrente allein für Medikamente ausgeben müssen, eine ähnliche Summe für Arztbesuche und noch mehr für Zahnbehandelungen.

Schweden - Wirtschaft
Nach einem Aufruf bei TikTok haben sich rund 100.000 Schweden dazu entschieden diese gesamte Woche die großen Lebensmittelketten des Landes zu boykottieren, da die Preise für Lebensmittel geradezu jede Woche steigen und eine immer größere Gruppe an Schweden auf Reis und Pasta übergehen muss und sich ein normales Leben nicht mehr leisten können. Auch wenn diese Aktion vermutlich nicht zu einer Preissenkung führen wird und Aktionäre nicht auf die hohen Gewinne verzichten werden, so kann die Aktion zumindest ein Zeichen setzen.

Schweden - Ausbildung
Ab dieser Woche kann man sich an den schwedischen Universitäten für sein Wunschstudium einschreiben, vorausgesetzt die Abiturienten können die notwendigen Punkte hierfür nachweisen. Wie üblich, so wählen jedoch auch dieses Jahr wieder sehr viele Abiturienten Berufe mit einer hohen Konkurrenz und Prestige statt einen Zweig mit einer sicheren Zukunft. Verständlich ist allerdings dass der Beruf mit den sichersten Zukunftsaussichten selten gewählt wird, denn hierbei handelt es sich um den Priesterbesuch.

Schweden - Ausbildung/Politik
Die königlich Technische Hochschule in Stockholm versucht einen ihrer Professoren loszuwerden da dieser unerlaubt mit einer russischen Universität zusammenarbeitet, was seit Ausbruchs des russischen Überfalls auf die Ukraine verboten ist. Noch im vergangenen Jahr erhielt der betroffenen Professor Gelder vom russischen Staat und hatte zudem einen Forschungsauftrag von einer russischen Universität. Die KTH versichert indes erst jetzt davon erfahren zu haben, da der Professor dies bisher verschwiegen hatte.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin


söndag, juni 11, 2023

Nachrichten, 11. Juni

Schweden - Wirtschaft
Nachdem bekannt wurde dass das amerikanische Unternehmen Mondelez, das auch das Schokoladeunternehmen Marabou besitzt, seine Fabriken in Russland weiterhin in vollem Umfang betreibt und von dort aus auch Waren nach Europa schickt, wird Marabou, aber auch einige andere Produkte von Mondelez, von immer mehr Läden in Schweden boykottiert, aber auch von der schwedischen Eisenbahn und dem schwedischen Fußballverbund. Mendelez wird daher immer stärker dazu gezwungen entweder die Fabriken in Russland zu schließen, oder aber zu akzeptieren dass mehrere ihrer Produkte vom schwedischen Markt verschwinden werden.

Schweden - Politik/Ausbildung
Die liberale Kultusministerin teilte mit dass sich das System mit schwedischen Privatschulen sehr stark und sehr deutlich ändern werde und die Liberalen nun mit ihrer bisherigen Bildungspolitik brechen werden. Unter anderem sollen in Zukunft Privatschulen weniger Geld für Schüler erhalten als kommunale Schulen, da die Kosten in Privatschulen geringer seien. Weiterhin soll die Gewinnverteilung in Privatschulen besser überwacht und geregelt werden, so dass das vorgegebene Ausbildugsniveau eingehalten werden müsse. Und letztendlich soll es auch möglich sein Privatschulen bei Vernachlässigung ihrer Aufgaben staatlich zu übernehmen. Genaue Pläne sollen später vorgelegt werden.

Schweden - Politik/Verkehr
Der schwedische Infrastrukturminister Andreas Carlsson hat zum 19. Juni sämtliche Verantwortliche für den Schienenverkehr zu einem Gespräch eingeladen, da es wichtig sei das sich ständig wiederholende Problem mit dem Schienenverkehr in den Griff zu bekommen, da der Warentransport sehr stark vom Transport durch den Eisenbahngüterverkehr abhängig sei. Nach dem christdemokratischen Minister sei die aktuelle Lage nicht mehr zu akzeptieren und müsse schnellstmöglich geändert werden. Über die eigene Verantwortung spricht der Minister nicht, obwohl die Regierung das Budget für den Unterhalt der Gleise kürzte und weitere Einsätze stark begrenzt.

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Copyright: Herbert Kårlin

tisdag, mars 30, 2021

Nachrichten, 30. März

Schweden - Politik
Nachdem Nyamko Sabuni ihre persönliches Ziel erreicht hat und nun für eine bürgerlich-rechte Regierung der Zukunft eintreten kann, offiziell lediglich mit der Unterstützung der nationalistischen Schwedendemokraten, haben nun bereits einige Mitglieder der führenden Liberalen ihren Austritt aus der Partei angekündigt, da sie erkannt haben dass es, was Sabuni sicher längst weiß, nicht um eine Unterstützung der Sverigedemokraterna geht, sondern um eine enge Zusammenarbeit, die auch voraussetzt dass die Linie der Schwedendemokraten in der gesamten schwedischen Politik deutlich zu spüren sein wird.

Schweden - Wirtschaft
Nachdem der schwedische Modegigant H&M in China die Arbeitsverhältnisse der Baumwollarbeiter in Xinjang kritisierte, brach erst ein Kritiksturm über das Unternehmen aus, was letztendlich dann zum Boykott der Waren in ganz China führte und H&M zum Schließen sämtlicher dortiger Läden führte. China kennt bei einer Kritik gegen die Behandlung der Uigurer, verbunden mit der Zwangsarbeit, die diese in Xinjang ausüben müssen, keinerlei Pardon, was jede Firma zu spüren hat, die auch nur in geringster Weise Kritik an der chinesischen Linie führt.

Schweden - Wirtschaft
Nach einer Studie des staatlichen Investierungsunternehmens Almi erklären rund 60 Prozent der Kleinunternehmer Schwedens dass ihre Unternehmen negativ von der Coronapandemie beeinflusst wurden und teilweise sehr deutliche finanzielle Einbussen hatten. Wie zu erwarten, ist die Hotel- und Restaurantbranche am deutlichsten von diesem Problem betroffen, denn 85 Prozent dieser Unternehmen hatten während dieser Zeit finanzielle Einbussen erlebt.

Schweden - Wirtschaft/Umwelt
Sämtliche Firmen und Investoren, die nun, insbesondere in Nordschweden, auf grünen Stahl setzen und Schweden damit eine Spitzenposition in umweltfreundlichem Stahl bieten wollen, nehmen diese Satzung sehr ernst und wollen daher auch auf durch Kernkraft gewonnenen Strom verzichten. Die Betriebe haben sich auf Grund der geringen Strompreise für Schweden entschieden und wollen nur Strom benutzen, der vollkommen fossilienfrei ist,also mit Hilfe von Sonne, Wind oder Wasser gewonnen wird. Die Firmen gehen daher auch gegen die Wünsche der Moderaten, Christdemokraten und Schwedendemokraten.

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Copyright: Herbert Kårlin



tisdag, april 25, 2017

Nachrichten, 25. April 2017

Schweden - Politik
Auch wenn sich die Regierungsparteien und die bürgerliche Opposition dazu entschieden haben eine gemeinsame Linie zur vorbeugenden Bekämpfung des Terrorismus zu gehen, führten die bisherigen Gespräche und Treffen weder zu einer klaren Linie noch zu konkreten Vorschlägen. Innenminister Anders Ygeman will bisher nicht einmal darüber reden welche Maßnahmen bereits besprochen wurden, meint jedoch, dass man innerhalb der kommenden vier Wochen ein gemeinsames Konzept ausarbeiten werde.

Schweden - Politik
Bei einem Gespräch zwischen Innenminister Anders Ygeman und der früheren Justizministerin Beatrice Ask kritisierte Ask die Regierung für die geringe Menge an Zwangsausweisungen und den schlechten Erfolg bei der Suche nach spurlos verschwundenen Flüchtlingen, da gegenwärtig 12.222 Flüchtlinge von 17.750, deren Asylantrag abgelehnt wurde, im Untergrund Schwedens leben. In der Tat hat die Regierung jedoch im vergangenen Jahr doppelt so viele Flüchtlinge zwangsweise ausgewiesen wie im Vorjahr, hat jedoch  kaum die Chance untergetauchte Personen zu finden, da dies die Suche nach einer Nadel im Heuhaufen darstellt.

Schweden - Arbeitswelt
Nachdem sich die schwedischen Parteien dabei überbieten zusätzliche Polizisten beschäftigen zu wollen und man dabei in den kommenden sieben Jahren von mindestens 10.000 zusätzlichen Staatsdienern spricht, meinen die Direktoren der drei Polizeihochschulen des Landes dass dies völlig leere Versprechen seien oder dazu führen muss dass Schweden mit unqualifizierten Polizisten übersät wird, da es gegenwärtig unmöglich sei pro Jahr allein 800 Studenten zu finden, die den ohnehin herabgesetzten Anforderungen entsprechen. Bei Einbeziehung der Pensionierungen und Berufsabspringern kann man im vorgegebenen Zeitraum maximal 3000 zusätzliche Polizisten ausbilden, wobei es schon hierbei schwierig wird ihnen zu Beginn einen erfahrenen Polizisten zur Seite zu stellen, der die theoretische Ausbildung mit praktischer Erfahrung komplettieren kann.

Schweden - Arbeitswelt/Gesundheit
Auch wenn es in Schweden mittlerweile sehr viele Ärzte gibt, so haben es die Gesundheitszentralen sehr schwer mit der notwendigen Menge an Ärzten besetzt zu werden, da hier die Krankschreibungen der Ärzte auf Grund von Stress extrem hoch sind und zudem viele der in diesem Bereich beschäftigten Angestellten nach wenigen Jahren wegen Überlastung abspringen. Nach dem Verband der Ärzte Schwedens hat sich diese Situation während des letzten Jahres weiterhin verschlechtert, da in einigen Regionen bis zu 20 Prozent der Ärzte in Gesundheitszentralen gegenwärtig nur wegen Stress krank geschrieben sind.

Schweden - Kultur
Bisher erklärten 139 schwedische Schriftsteller die diesjährige Buchmesse in Göteborg zu boykottieren, da die Organisatoren erneut der rechtsextremen Zeitung Nya Tider einen Platz gaben, da, nach Meinung der Kämpfer für die Meinungsfreiheit, indiskutabel sei, da Nya Tider gerade die Meinungsfreiheit bekämpfe. In der Tat handelt es sich bei diesen Schriftstellern überwiegend um Autoren die der Messe ohnehin nichts bieten können und öffentliche Aufmerksamkeit benötigen um ihre Bücher verkaufen zu können. Die meisten wichtigeren Autoren des Landes wollen am Boykott nicht teilnehmen, da jeder Besucher der Messe frei wählen kann wen er besuchen will und Meinungsfreiheit auch die Anwesenheit von extremistischen Verlagen einschließt.

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Copyright: Herbert Kårlin