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onsdag, april 01, 2026

Nachrichten, 1. April

Schweden - PolitikNach der jüngsten Meinungsumfrage des Instituts Verian vertreten die sogenannten Tidöparteien, also die Regierungspartei einschließlich der Schwedendemokraten, mehr bedeutende Regierungsfragen als die links orientierten Parteien, haben also gewisse Vorteile bei den kommenden Reichstagswahlen. Allerdings dominieren die rechts orientierten Parteien nicht in einem Bereich der Umwelt, des Sozialsystems, der Gleichstellung oder gerechten Regeln in der Arbeitswelt, sondern die Themen der Regierung kreisen um Sicherheit, Militär, Migration, Integration und ähnliche Themen mehr, die vor allem auch bei antidemokratischen Ländern bedeutend sind.

Schweden - Politik
Die schwedische Regierung hat nun einen Untersuchungsausschuss eingesetzt der feststellen soll unter welchen Voraussetzungen und in welcher Weise man Wehrpflichtige auch zu internationalen Natoeinsätzen schicken kann, und dies auch in Friedenszeit. Diese Frage wurde diskutiert seit Schweden der Nato beitrat, ohne indes die Grundlagen und die Regeln hierfür festzulegen. Der schwedische Verteidigungsminister Pål Jonson will insbesondere wissen ob die Regeln zur Wehrpflicht den neuen Voraussetzungen angepasst werden müssen.

Schweden - Wirtschaft/Industrie
Die schwedische Stahlindustrie befürchtet dass die steigenden Strompreise in Schweden ein harter Schlag für die Industrie werden und möglicherweise kleinere Unternehmen zum Konkurs zwingen, da die gesamte Stahlindustrie bei noch höheren Strompreisen nicht mehr konkurrenzfähig sei. Das Problem hierbei ist vor allem auch dass ein extrem hoher Stromverbrauch, der bei der Umweltanpassung der Industrie nötig ist, auch zu hohen Strafen führt, da der Transport von Strom in Schweden sehr zu wünschen lässt und daher geregelt werden musste.

Schweden - Medizin/Gesundheit
Nach einer neuen Analyse haben mittlerweile zwar mehr Kranke einen festen Arzt in den Krankenzentralen des Landes, aber noch immer ist die Nachfrage weitaus höher als das Angebot, denn der notwendige Dienst kann bisher nur von 30 Prozent der Kranken beansprucht werden. Die Gesundheitszentralen und die hierfür zuständigen Regionen werden seit Jahren darauf hingewiesen dass eine gute und sichere Gesundheitsversorgung nur dann möglich ist wenn ein einziger Arzt eine Person der Region behandelt.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

tisdag, mars 30, 2021

Nachrichten, 30. März

Schweden - Politik
Nachdem Nyamko Sabuni ihre persönliches Ziel erreicht hat und nun für eine bürgerlich-rechte Regierung der Zukunft eintreten kann, offiziell lediglich mit der Unterstützung der nationalistischen Schwedendemokraten, haben nun bereits einige Mitglieder der führenden Liberalen ihren Austritt aus der Partei angekündigt, da sie erkannt haben dass es, was Sabuni sicher längst weiß, nicht um eine Unterstützung der Sverigedemokraterna geht, sondern um eine enge Zusammenarbeit, die auch voraussetzt dass die Linie der Schwedendemokraten in der gesamten schwedischen Politik deutlich zu spüren sein wird.

Schweden - Wirtschaft
Nachdem der schwedische Modegigant H&M in China die Arbeitsverhältnisse der Baumwollarbeiter in Xinjang kritisierte, brach erst ein Kritiksturm über das Unternehmen aus, was letztendlich dann zum Boykott der Waren in ganz China führte und H&M zum Schließen sämtlicher dortiger Läden führte. China kennt bei einer Kritik gegen die Behandlung der Uigurer, verbunden mit der Zwangsarbeit, die diese in Xinjang ausüben müssen, keinerlei Pardon, was jede Firma zu spüren hat, die auch nur in geringster Weise Kritik an der chinesischen Linie führt.

Schweden - Wirtschaft
Nach einer Studie des staatlichen Investierungsunternehmens Almi erklären rund 60 Prozent der Kleinunternehmer Schwedens dass ihre Unternehmen negativ von der Coronapandemie beeinflusst wurden und teilweise sehr deutliche finanzielle Einbussen hatten. Wie zu erwarten, ist die Hotel- und Restaurantbranche am deutlichsten von diesem Problem betroffen, denn 85 Prozent dieser Unternehmen hatten während dieser Zeit finanzielle Einbussen erlebt.

Schweden - Wirtschaft/Umwelt
Sämtliche Firmen und Investoren, die nun, insbesondere in Nordschweden, auf grünen Stahl setzen und Schweden damit eine Spitzenposition in umweltfreundlichem Stahl bieten wollen, nehmen diese Satzung sehr ernst und wollen daher auch auf durch Kernkraft gewonnenen Strom verzichten. Die Betriebe haben sich auf Grund der geringen Strompreise für Schweden entschieden und wollen nur Strom benutzen, der vollkommen fossilienfrei ist,also mit Hilfe von Sonne, Wind oder Wasser gewonnen wird. Die Firmen gehen daher auch gegen die Wünsche der Moderaten, Christdemokraten und Schwedendemokraten.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin



torsdag, oktober 24, 2019

Nachrichten, 24. Oktober

Schweden - Politik
Nach einer neuen Meinungsumfrage, die auch von Sifo und Demoskop gestützt wird, gewinnen die nationalistischen Schwedendemokraten immer mehr Wähler von den anderen Parteien und liegen nun sieben Prozent vor den Moderaten und nur noch ein Prozent hinter den Sozialdemokraten. Falls diese Entwicklung fortsetzt, so werden die Sverigedemokraterna nach den nächsten Wahlen eine weitaus wichtigere Rolle spielen als bisher. Hinzu kommt, dass die Schwedendemokraten auch kurz davor sind bei der Wählerunterstützung die Sozialdemokraten zu überrunden und die größte Partei Schwedens zu werden. Dies wird vor allem von den Moderaten und den Sozialdemokraten unterstützt, da diese mehr über mehr über Kriminalität und Flüchtlinge sprechen, jene Gebiete, in denen die Wähler weitaus mehr Vertrauen zu den Schwedendemokraten haben als zu den herkömmlichen Parteien, die mit diesen Themen nur Wähler anziehen wollen.

Schweden - Politik
Die schwedische Regierung will die vorzeitige Entlassung aus dem Gefängnis nach Verbüßen von zwei Dritteln der Strafe deutlich erschweren, eine Maßnahme, die von der Mehrheit der schwedischen Parteien gestützt wird. Nach Justizminister Morgan Johansson soll eine vorzeitige Entlassung in Zukunft nur noch dann in Frage kommen, wenn sich die Strafgefangenen an Reintegrationsmaßnahmen teilnehmen und deutlich zeigen, dass sie nach der Entlassung nicht daran denken erneut in die Kriminalität zu fallen. Ohne eine gute Führung und Rehabilitationseinsätzen soll es nicht mehr möglich sein vor Verbüßen der Gesamtstrafe das Gefängnis zu verlassen.

Schweden - Wirtschaft
Auch wenn es den schwedischen Großbanken hervorragend geht und die Gewinne wachsen, so teilte die Handelsbank bei der Präsentation der Bilanz des dritten Quartals 2019 mit, dass ein Teil der ausländischen Aktivitäten auf Grund einer Umstrukturierung der Aktivitäten aufgegeben werden, was zur Entlassung von etwa 800 Angestellten führen wird. Auch wenn es sich überwiegend um Angestellte in Niederlassungen in anderen Ländern handelt, so weist die Geschäftsführung darauf hin, dass es auch, wenn auch in geringerem Masse, in Schweden zu Entlassungen kommen wird.

Schweden - Arbeitsmarkt
Dass im kommenden Jahr rund 20.000 Wohnungen weniger gebaut werden als noch vor zwei Jahren, hat für die Baubranche bedeutende Konsequenzen, denn schon heute steht fest, dass tausende von Bauarbeitern, insbesondere in Stockholm und in Malmö, im kommenden Jahr arbeitslos werden. Das Problem der Baubranche ist insbesondere darin zu suchen, dass die Bauprojekte in Schweden extrem teuer sind, andererseits aber der Zwang zum Amortisieren Personen mit geringerem Einkommen ganz vom Immobilienmarkt ausschließt, da sich diese Gruppe nicht einmal mehr neu gebaute Mietwohnungen leisten kann.

Schweden - Umwelt
Auch wenn die schwedische Regierung sehr lautstark beteuert, dass derjenige, der die Umwelt verschmutzt, dafür auch bezahlen soll, so zeigt eine Analyse von Journalisten des Fernsehkanals SVT, dass gerade die größten Umweltsünder kaum zur Rechenschaft gezogen werden, denn es handelt sich um die Großindustrie, die auch bei Stromkosten bevorzugt behandelt wird und kaum dafür bezahlen muss. Das Großunternehmen SSAB, zum Beispiel, verbrennt jedes Jahr rund 1,8 Millionen Kohle in seinen Hochöfen, was bei kleineren Firmen bedeuten würde dafür eine Milliarde Kronen an Energiesteuern zu bezahlen. Da jedoch die Stahlindustrie in Schweden von diesen Abgaben ausgenommen ist, muss SSAB für diese gigantische Umweltverschmutzung nicht eine Krone bezahlen. Nach der Geschäftsführung von SSAB hält sich das Unternehmen lediglich an die Vorgaben der Regierung, wie jedes andere seriöse Unternehmen, und verschmutzt weiter.

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Copyright: Herbert Kårlin