Schweden - Politik
Gestern beauftragte der schwedische Reichstagspräsident Andreas Norlén Magdalena Andersson, die Vorsitzende der Sozialdemokraten, mit der Regierungsbildung, wobei er vorab mit sämtlichen Parteiführern gesprochen hatte. Allerdings kann Andersson nur die Regierung bilden wenn die Zentrumspartei tatsächlich die Wahl Anderssons unterstützt und bereit ist auch mit den Linken Schwedens zu diskutieren, denn der Traum von Elisabeth Thand Ringqvist, der Vorsitzenden der Zentrumspartei, eine Mitte-Rechts-Regierung mit den Christdemokraten zu schaffen und die Linken als unmündig zu erklären, kann nur zu Neuwahlen führen, bei denen die Zentrumspartei und die Liberalen dann an der Sperrgrenze scheitern können.
Schweden - Politik
Während der gestrigen Pressekonferenz machte Elisabeth Thand Ringqvist, die Vorsitzende der Zentrumspartei, erneut deutlich dass sie mit den Linken Schwedens nicht sprechen werde und die Partei nicht in einer schwedischen Regierung akzeptieren werde, auch wenn die Wähler des Landes den Linken mehr Vertrauen schenken als Thand Ringqvist selbst. Die Politikerin will auf jeden Fall eine Regierung der Mitte in der jede linke Bewegung, und auch jede extrem rechte Bewegung, ausgeschlossen sei. Ihre ideale Zusammensetzung der kommenden Regierung schließt auch große Teile der sozialdemokratischen Politik aus.
Schweden - Politik
Während einer Pressekonferenz kritisierte Nooshi Dadgostar, die Vorsitzende der Linken Schwedens, die Weigerung der Zentrumspartei sich mit der linken Partei überhaupt an einen Verhandlungstisch zu setzen, zumal die Linken mehrmals deutlich machten dass sie in mehreren Punkten kompromissbereit seien. Dadgostar sieht diese Weigerung zum Gespräch als deutliche Aussage dass die Vorsitzende in antidemokratischer Weise die Linken zum Schweigen bringen will und gegen das Interesse der Wähler handele, die indes die Linken zur viertgrößten Partei des Landes wählten.
Schweden - Politik
Auch wenn die Menge der Islamisten, die in Schweden wählen dürfen, extrem gering ist, da nur knapp über 200.000 Moslems dieses Recht haben und nur ein Teil unter ihnen als Islamisten gesehen werden können, so behauptet Jimmie Åkesson, der Vorsitzende der Schwedendemokraten, dass Islamister dazu geführt hatten dass die Linken Schwedens so viele Stimmen gewonnen haben. Nach Umfragen haben nicht einmal die rund 200.000 Moslems für die Linken gestimmt, sondern lediglich mehrheitlich für den linken Block, was bei der extremen Ausländerfeindlichkeit des rechten Blocks logisch ist.
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