onsdag, november 06, 2019

Nachrichten, 6. November

Schweden - Politik
Nyamko Sabuni, die Vorsitzende der Liberalen, hat sich mit einem Brief an die Sozialdemokraten, Grünen und die Zentrumspartei gewandt und die Parteien gebeten den Rhythmus der Abwicklung des Arbeitsamts zu bremsen, da sich bei der schnellen Durchführung deutliche Probleme zeigen, da weder die Privatunternehmen, noch aber die Gemeinden in der Lage sind von heute auf morgen ein System aufzubauen, das entsprechend dem heutigen Arbeitsamt funktionieren kann. Der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven bestätigt den Eingang des Briefes, will diesen jedoch nicht kommentieren.

Schweden - Landwirtschaft
Auf Grund der Wettersituation dieses Sommers konnten die Landwirte Schwedens dieses Jahr 39.000 Tonnen mehr Kartoffeln ernten als im vergangenen Jahr. Bedauerlicher Weise liegt jedoch die Qualität der Kartoffeln bedeutend unter dem Durchschnittsniveau, so dass sie auch weitaus weniger Gewinn abwerfen. Da ein großer Teil der Ernte nicht der vorgegebenen Norm entspricht, der Markt in Schweden also begrenzt ist, hoffen die Kartoffelnauern nun darauf einen Teil der Ernte nach Polen verkaufen zu können.

Schweden - Landwirtschaft
Der Verband ökologischer Landwirte stellte bei einem Vergleich fest, dass die ökologische Landwirtschaft in anderen Ländern Europas weitaus mehr finanziell unterstützt wird als in Schweden. Ein finnischer Landwirt kann pro Jahr problemlos 100.000 Kronen von Europa und dem eigenen Land mehr erhalten als ein Schwede und ein deutscher Schafhalter bekommt sogar über 130.000 Kronen mehr als ein Schwede mit der gleichen Beschäftigung. Nach dem Verband ist es daher dringend nötig auch in Schweden die staatlichen Hilfen bei der ökologischen Landwirtschaft neu zu überdenken.

Schweden - Gesundheit/Medizin
Nachdem immer mehr Personen, die in den 90er Jahren geboren wurden, sich von den KrNkenzentralen abwenden um Rat und Diagnose bei Internetärzten einzuholen, geraten mehrere Krankenzentralen in erhebliche finanzielle Probleme, insbesondere dann, wenn die Krankenzentralen für bei Ihnen registrierte Patienten die Kosten für die Internetärzte übernehmen müssen. In gewissen Krankenzentralen führt dies bereits dazu, dass Personal entlassen werden muss, damit die Kosten für Internetärzte bezahlt werden können. Eine Gesetzesänderung, die dieses Problem beseitigen könnte, ist indes nicht im Gespräch.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.


Copyright: Herbert Kårlin

tisdag, november 05, 2019

Nachrichten, 5. November

Schweden - Politik
Wie schon jetzt bekannt wurde, werden beim kommenden Parteitag der Liberalen über die Hälfte aller Spitzenpolitiker der Partei ausgetauscht, natürlich mit dem Ziel eine neue Politik zu betreiben, die sich mehr an der konservativen Linie der Parteiführerin Nyamko Sabuni ausrichtet als dem früheren liberalen Gedanken, der noch zum Januarübereinkommen führte, nach dem die Liberalen die Regierung stützen um den Einfluss der Schwedendemokraten auf ein Minimum zu reduzieren. Sabuni hofft mit der Neuorientierung der Partei rechte Wähler zu gewinnen, ein Vorhaben, das bereits von den Moderaten und den Christdemokraten stark betrieben wird.

Schweden - Wirtschaft
Fünf der größten Industriegewerkschaften Schwedens haben sich dazu entschieden bei den kommenden Tarifverhandlungen eine Lohnerhöhung von drei Prozent zu fordern, bei einer Minimalerhöhung von 530 Kronen für Geringverdienern. Diese Forderung liegt damit, trotz fallender Konjunktur, über den Forderungen, die zu Zeiten des Aufschwungs gefordert waren. Es ist zu erwarten, dass die Arbeitgeber diese Forderung als überhöht betrachten und sie deshalb ablehnen werden. Zu erwarten dürfte eine Einigung sein, die höchstens bei einer Lohnerhöhung von 2,3 Prozent liegt.

Schweden - Wirtschaft
Noch bevor sich der Konjunkturrückgang beim Gewinn deutlich bemerkbar macht, teilt der schwedische Bus- und Lastwagenhersteller Scania mit, dass die Produktion im kommenden Jahr um 20 Prozent gedrosselt werde und daher nahezu alle Teilzeitkräfte und freie Berater entlassen werden. Voraussichtlich wird es sich um bis zu 800 Angestellte handeln, die das Unternehmen verlassen müssen. Im vergangenen Quartal gingen die Aufträge von Scania um elf Prozent zurück, wobei das Unternehmen allerdings damit rechnet, dass es sich im kommenden Jahr um bis zu 20 Prozent handeln kann. 1300 Angestellte, die während des Aufschwungs zusätzlich beschäftigt worden waren, haben Scania bereits wieder verlassen müssen.

Schweden - Umwelt
Nach aktuellen Schätzungen werden Datahallen in Zukunft zwischen zehn und fünfzehn Prozent der Stromproduktion eines Landes schlucken und daher in vielen Ländern zu bedeutenden Umweltsündern werden. Schweden sieht diesen steigenden Stromverbrauch als positiv, da das Netz der Fernwärme weit ausgebaut wurde, so dass die in einigen Datahallen entstehende Wärme bereits direkt in das Wärmenetz eingespeist werden kann. Leider sind weder die Datahallen von Facebook, noch jene von Amazon bisher an das Wärmenetz angeschlossen, also der beiden Unternehmen, deren Datahallen den höchsten Energieverbrauch haben.

Schweden - Umwelt
In Naimakka, einem Ort an der finnischen Grenze, wurden in der Nacht zum Sonntag bereits Temperaturen von minus 25,6 Grad gemessen, was um diese Jahreszeit einen Kälterekord Schwedens bedeutet, da diese hohen Minusgrade auch im Norden Schwedens noch nie Anfang November gemessen wurden. Allerdings bedeutet diese Temperatur auch, dass eine deutliche Kältefront mit Minusgraden sich nun immer weiter in die südliche Richtung ausdehnen wird. Der Kälterekord Schwedens liegt allerdings bei minus 52,6 Grad, ebenfalls im nördlichsten Teil des Landes.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

måndag, november 04, 2019

Nachrichten, 4. November

Schweden - Politik
Unter den rund 7000 Personen, die nach einer Entscheidung des schwedischen Migrationsamts nach Afghanistan ausgewiesen werden, findet man auch etwa 1000 Kinder, die, zumindest offiziell, nicht in Kriegsgebiete zurückgeschickt werden dürfen, was in Schweden zu einer heißen Diskussion führt und der Forderung die Ausweisung der Kinder aufzuheben. Das Migrationsamt hält indes die Ausweisungen für sinnvoll, da Afghanistan, nach Meinung des Amtes, als sicheres Land einzustufen sei, auch wenn die UN dieser Aussage widerspricht. Erschwerend kommt in diesem Fall hinzu, dass viele der Kinder nur Schwedisch sprechen und in Afghanistan keinerlei Angehörige haben, die sie aufnehmen könnten.

Schweden - Politik
Obwohl die schwedische Regierung die Ausbeutung von Naturgas verbieten wird und sich als Vorreiter für den Umweltschutz gibt, wird in Mora gegenwärtig geprüft, ob man dort keine Fabrik für flüssiges Naturgas genehmigen soll, obwohl die Gewinnung von Erdgas in dieser Umgebung sehr umstritten ist und die Fabrik den CO2 Output erhöhen wird, also gegen die politischen Versprechen laufen muss. Die Konzession soll nach den alten Gesetzen erfolgen und für 25 Jahre gelten, was eine dringende Entscheidung fordert, da diese Art von Unternehmen bereits im kommenden Jahr nicht mehr genehmigt werden darf.

Schweden - Politik/Terrorismus
Obwohl sechs Islamisten, teilweise Imame, in vier Instanzen zur Zwangsausweisung verurteilt wurden und von der schwedischen Sicherheitspolizei als staatsgefährdend eingestuft wurden, werden sie nun frei gelassen und können sich in Schweden wieder frei bewegen, da sie aus juristischen Gründen nicht in die Heimatländer gebracht werden können. Der Imam der Moschee in Eskilstuna warnt nun davor, dass dies zu einer erhöhten Terrorgefahr und Radikalisierung führen werde, da diese Personen nun von vielen Jugendlichen als Märtyrer gesehen werden. Die schwedische Regierung sucht nun nach einer Lösung bei diesem Problem, da entsprechende Gesetze nicht frühzeitig geschaffen wurden.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

söndag, november 03, 2019

Nachrichten, 3. November

Schweden - Politik/Verkehr
Auch wenn der Bau einer vierten Landebahn des Fluglatzes Arlanda in Stockholm die Mehrheit des Parlaments hinter sich hat, gelingt es der Regierung nicht einen Regierungsbeschluss in dieser Frage zu fällen, da die Grünen diese Entscheidung blockieren, da sie der Meinung sind dass das Fliegen gebremst werden müsse, egal auf welchem Wege. Swedavia, der Eigentümer und Verwalter des Fluglatzes geht indes davon aus, dass sich der Flugverkehr während der kommenden 20 Jahre in Arlanda um 50.000 Passagiere pro Tag erhöhen wird, die vierte Landebahn daher absolut notwendig sei.

Schweden - Arbeitswelt
Nach Meinung des Medlingsinstituts werden die fünf großen Industriegewerkschaften am kommenden Montag eine Lohnerhöhung im gleichen Niveau des Vorjahres vorlegen, also im kommenden Jahr eine Lohnerhöhung von 2,8 Prozent fordern, auch wenn die Arbeitgeberverbände, auf Grund des Konjunkturrückgangs, an eine geringere Lohnerhöhung denken. Die Gewerkschaften haben indes auch während der Aufschwungjahre sehr bescheidene Lohnerhöhungen gefordert und sind der Meinung, dass Lohnerhöhungen stabil sein sollten, und nicht von der Konjunktur abhängig sein dürfen.

Schweden - Kriminalität
Nach der Spezialeinheit NOA der schwedischen Polizei liegen hinter 90 Prozent der Diebstähle von Autos, Autoteilen, Bootmotoren und landwirtschaftlichen Maschinen ausländische, organisierte Banden. Die gestohlenen Güter werden in der Regel sehr schnell ins Ausland transportiert, da Fahrzeuge, die Schweden verlassen nur in extrem seltenen Fällen kontrolliert werden, da der Zoll seine Priorität in die Kontrolle von einreisenden Fahrzeugen legt. Nach der Polizei sind ausländische Banden jedoch nur zu stoppen wenn der Zoll auch ausreisende Fahrzeuge systematisch kontrolliert.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

lördag, november 02, 2019

Nachrichten, 2. November

Schweden - Politik
Die Statistik der Gemeinden und Regionen Schwedens belegt, dass gegenwärtig in 193 Gemeinden des Landes Männer an der Sitze sitzen und in 93 Gemeinden Frauen, was bereits zeigt, dass man in diesem Bereich nicht von Gleichstellung sprechen kann. Zu diesem Problem kommt hinzu, dass in rund 20 Prozent der schwedischen Gemeinden noch nie eine Frau an der Sitze stand und bei der letzten Wahl im vergangenen Jahr der Anteil der Frauen sogar etwas sank, obwohl diese Situation dazu führt, dass viele Wähler das Vertraue in die Politik und die Politiker verlieren.

Schweden - Politik
Zum ersten Mal in der politischen Geschichte Schwedens wird der Vorsitzende des Gewerkschaftsbunds LO an diesem Wochenende eine Rede vor den Linken Schwedens halten, was dazu führen kann, dass ein Teil der Gewerkschaftsmitgliedern anschließend die Linken als sinnvolle Alternative zu den Sozialdemokraten empfinden kann. Diese Rede sollte insbesondere Ministerpräsident Stefan Löfven zum Denken geben, da dieser Schritt eine endgültige Abkehr von den Sozialdemokraten werden kann, da viele der Gewerkschaftsmitglieder bereits heute, mangels Alternative, zu den Schwedendemokraten abwanderten, da sie unzufrieden mit der Rechtsruck-Politik Löfvens sind.

Schweden - Arbeitswelt
Obwohl die Regierung festlegte, dass eine Lehrerlegitimation vom Schulamt innerhalb von vier Monaten nach dem Antrag ausgestellt werden muss, zeigt eine Analyse von Journalisten des öffentlich rechtlichen Rundfunk Schwedens, dass dieser Jahr bereits über 1500 Legitimationen nicht innerhalb der vorgegebenen Zeitspanne ausgestellt wurden und gegenwärtig 300 Lehrer länger als vier Monate auf ihre Genehmigung warten, also bei einer Anstellung nicht das Lehrergehalt erhalten, aber auch keinerlei Noten vergeben dürfen.

Schweden - Umwelt
Nachdem die UN-Umweltkonferenz COP25 nun kurzfristig von Chile nach Madrid in Spanien verlegt wurde, sucht nun Umweltaktivistin Greta Thunberg dringend eine Möglichkeit von den USA aus nach Europa zurückzukehren, und dies ohne eine Flugzeug besteigen zu müssen, ein Problem, das sich schwer realisieren lässt, da Thunberg gerade noch vier Wochen für die Rückkehr bleiben, ihre Glaubwürdigkeit jedoch nur behalten kann, wenn sie ein möglichst ökologisches Verkehrsmittel nach Europa findet.

Schweden - Kultur
Schwedischen Regisseuren gelingt es immer weniger ein Publikum für ihre Filme zu locken, denn während im vergangenen Jahr immerhin noch 15 Prozent der Kinobesucher einen schwedischen Film wählten, waren es dieses Jahr bisher nur zehn Prozent, eine Zahl, die weit unter jener der Nachbarn Dänemark und Norwegen liegt, wo nationale Filme weiterhin ein großes Publikum anziehen. Ein Problem Schwedens könnte sein, dass neuere schwedische Filme sehr stereotyp sind und kaum neue Trends zeigen.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

fredag, november 01, 2019

Nachrichten, 1. November

Schweden - Politik
Die Moderaten wollen, mit Hilfe anderer konservativer und rechter Parteien, per Parlamentsbeschluss die Regierung dazu zwingen das Terroristengesetz zu ändern. Nach den Moderaten muss es strafbar sein sich als Schwede irgendeiner Gewalt befürwortenden Organisation anzuschließen, unabhängig davon, ob sich diese Organisation in Schweden oder in einem anderen Land befindet. Zum andern soll dieses Gesetz auch ermöglichen dass Straftätern die erworbene Staatsbürgerschaft in Schweden wieder genommen werden kann, auch wenn dies nur Personen betreffen kann, die zwei Staatsbürgerschaften besitzen.

Schweden - Politik/Arbeitswelt
Die schwedische Regierung will nun untersuchen, ob mittlere und kleinere Gemeinden Schwedens, nach Schließung von rund 130 Arbeitsämter, die Aufgabe der Arbeitsämter übernehmen können und dafür entsprechend finanziell entschädigt werden sollen. Diese Änderung ist dringend nötig, da die Arbeitsvermittlung privaten Firmen übergeben werden soll, die sich indes nicht in kleineren Gemeinden niederlassen wollen, da dies nicht lukrativ für die Unternehmen sein kann. Wissenschaftler halten auch die Übergabe der Arbeitsvermittlung an Privatfirmen für sehr riskant, zumal die Entscheidung ohne jedes Pilotprojekt gefällt wurde.

Schweden - Politik/Arbeitswelt
Journalisten des öffentlich rechtlichen Regionalradios Örebro konnten aufdecken dass die schwedischen Gemeinden während der letzten fünf Jahre 1,4 Milliarden Kronen dafür verwendeten um rund 7000 Angestellten eine Abfindung zu bezahlen, weil sie diese, aus den unterschiedlichen Gründen, los werden wollten. In sehr vielen Fällen handelte es sich dabei um Personen, die nach einer Krankheit und der Rehabilitierung nicht mehr den ursprünglichen Dienst aufnehmen konnten, sondern anderweitig hätten eingesetzt werden müssen, oder aber eine Umschulung benötigt hätten. Da den Journalisten nur 198 der 290 Gemeinden antworteten können beide genannte Zahlen noch weitaus höher liegen.

Schweden - Arbeitswelt
Nach den Zahlen des Akademischen Forum in Stockholm, wollen immer mehr ausländische Studenten in Schweden ihren Doktor machen. Landesweit liegt der Anteil an ausländischen Doktoranden mittlerweile bei rund 35 Prozent und im Raum Stockholm sogar um 43 Prozent. Während die Studenten die Qualität der schwedischen Universitäten schätzen, so bleiben jedoch nur sehr wenige unter ihnen nach der Doktorarbeit weiterhin in Schweden, sondern kehren dann in ihre Heimat zurück. Für Schweden bedeutet dies einen Verlust an hoch qualifizierten Kräften, auch wenn ein Teil unter ihnen später mit der schwedischen Forschung zusammenarbeitet.

Schweden - Verkehr
Nach mehreren tödlichen Unfällen an unbeschrankten Bahnübergängen forderte die schwedische Regierung das Amt für Schienenverkehr auf die besonders gefährlichen Bahnübergänge zu nennen und vorzuschlagen wie diese Übergänge sicherer gemacht werden können. Als das Amt gestern die Unterlagen präsentierte, zeigte sich, dass es sich um rund 180 von etwa 1000 Bahnübergänge insgesamt handelt, die als lebensgefährlich eingestuft werden müssen. Gleichzeitig schlug das Amt Verbesserungsvorschläge vor, deren Umsetzung allerdings Jahre dauern wird, die Lebensgefahr also nicht unmittelbar ausschaltet.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

torsdag, oktober 31, 2019

Nachrichten, 31. Oktober

Schweden - Politik
Die Regierung will nun, in Übereinkunft mit der Zentrumspartei und den Liberalen, untersuchen lassen auf welche Weise eine Einbürgerungs-Prüfung vor dem Erwerb der schwedischen Staatsbürgerschaft eingeführt werden kann, die insbesondere schwedische Sprachkenntnisse und Sozialwissen beinhaltet. Eine Ausnahme soll indes bei Kindern und Personen mit geistigen Behinderungen möglich sein. Die Moderaten kritisieren bei diesem Vorschlag, den sie als solches unterstützen, dass die Regierung nicht prüfen will unter welchen Voraussetzungen man die einmal erworbene Staatsbürgerschaft wieder verlieren kann.

Schweden - Politik/Recht
Die Linken Schwedens wollen sich dafür einsetzen, dass das Sexualstrafrecht verschärft wird, so dass Sexkäufer nicht mehr länger nur mit einer Geldstrafe belegt werden, sondern bei jedem Sexkauf eine Gefängnisstrafe die Folge ist. Stark erhöht soll die Strafe bei Fällen werden bei denen Kinder die Opfer sind. Während sich die meisten Parteien einig sind, dass bei Vergehen mit Kindern die Strafe erhöht werden müsse, wollen sie jedoch bei der Geldstrafe bei Sexkäufern bleiben, da sonst der Sexkauf noch mehr in den Untergrund gerate, was für die betroffenen Frauen zu einer Verschlechterung ihrer Situation führen müsse.

Schweden - Politik
Die stark rechts regierte Gemeinde Sölvesborg, die sich bereits mehrmals dadurch auszeichnete dass sie gegen jede Aufnahme von Flüchtlingen ist und aus den Schulbibliotheken Bücher in fremden Sprachen möglichst ganz ausschließen will, hat dieses Jahr auch die gesetzlich vorgesehene Zeremonie für Neuschweden, die in diesem Jahr Staatsbürger wurden, ausfallen lassen. Um nun rechtliche Schritte gegen die Gemeinde zu vermeiden, versprechen sie die Zeremonie im kommenden Frühjahr nachzuholen, und dabei vermutlich gleichzeitig auch die neuen Staatsbürger des kommenden Jahres einzuladen.

Schweden - Umwelt
Am Dienstag Abend wurde der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg für ihr Engagement der Umweltpreis des Nordischen Rates verliehen, was zur zweiten Überraschung des Abends in Stockholm führte, denn nachdem bereits der dänische Preisträger für Literatur den dänischen Staat des staatlichen Rassismus beschuldigt hatte, lehnten die beiden erschienenen Vertreter Thunbergs den Preis als solches ab, da die Umwelt keine neuen Preise benötige, sondern eine Aktion der Politiker des Nordens, die es nicht einmal für Wert halten auf wissenschaftliche Ergebnisse zu hören.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin