Visar inlägg med etikett Parkverbot. Visa alla inlägg
Visar inlägg med etikett Parkverbot. Visa alla inlägg

torsdag, maj 05, 2022

Nachrichten, 5. Mai

Schweden - Politik
Gesten legten die meisten Parteien Schwedens ihre Frühjahrsbudgets vor, wobei sich hierbei bereits mehrere Schwierigkeiten zeigen. Da die Schwedendemokraten, die Moderaten, die Christdemokraten und die Liberalen ein gemeinsames Budget vorlegten und dabei insbesondere mehr Geld für die Verteidigung, die Polizei und den Waffenkauf für die Ukraine vorsehen, haben die Sozialdemokraten nun das Problem ihr Budget nur durchsetzen können wenn dieses von den Grünen, den Linken und der Zentrumsartei gemeinsam gestützt wird, was im Moment nahezu unmöglich scheint. Sollten sich die beiden Parteien nicht sehr schnell näher kommen, so muss die Regierung mit Sicherheit mit dem Budget der Opposition führen.

Schweden - Politik
Europa hat sich gestern für weitere Sanktionen gegenüber Russland ausgesprochen und will innerhalb von sechs Monaten den Ölimport stoppen und innerhalb von weiteren drei Monaten auch den Import von Benzin und anderen raffinierten Produkten. Auch wenn es Europa nun gelingen sollte neu Importmöglichkeiten für Öl zu finden, so dürfte dies für Schweden bedeuten dass Diesel in den kommenden Monaten noch teurer wird, ohne dass die Regierung jedoch die noch höheren Treibstoffkosten durch Subventionen ausgleichen zu wollen.

Schweden - Verkehr
Die schwedische Regierung hat sich dazu entschieden das Parkverbot von Elektroskootern auf Fahrradwegen und Gehwegen ab dem 1. August zu verbieten. Auch wenn Infrastrukturminister Tomas Eneroth diese nationale Lösung anstrebt, so ist das Straßenverkehrsamt der Meinung dass es sinnvoller sei an kommunalen Lösungen zu arbeiten, da es in allen Städten sehr unterschiedliche Voraussetzungen gebe. Die Anbieter der Elektroskooter sind von beiden Lösungen nicht überzeugt und sehen hierbei eine Bremse auf eine grüne Umstellung Schwedens.

Schweden - Gesundheit
Nachdem Dänemark nun den Grenzwert für PFAS-Chemikalien sehr deutlich herabsetzte, da einerseits Fleisch zu hohe Werte an der hormonveränderten Chemikalie aufweist und Forscher mehrerer Länder forderten dass die PFAS-Werte im Wasser sehr deutlich reduziert werden müssen um gesundheitsschädliche Folgen vermeiden zu können, fordern Umweltorganisationen Schwedens ähnliche Regeln wie in Dänemark. Für Schweden würde dies allerdings bedeuten dass man das Wasser für zwei Millionen Bewohner verbessern müsse, da jeder fünfte Schwede Wasser mit zu hohen Werten genießt.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin



måndag, februari 17, 2020

Nachrichten, 17. Februar

Schweden - Arbeitswelt
Die Angestellten des Pflegedienstes in Helsingborg beklagen sich über die Parkwächter und die Stadt gleichzeitig, da sie bei Noteinsätzen teilweise im Parkverbot halten müssen um einen dringenden Einsatz leisten zu können, jedoch die Parkwächter die Hinweise in der Windschutzscheibe, aus denen deutlich hervorgeht, dass es sich um einen Noteinsatz handelt, nicht beachten und grundsätzlich einen Strafzettel hinterlassen, die Stadt wiederum die Angestellten dazu zwingt diese Vergehen aus eigener Tasche zu bezahlen und nicht versucht eine Änderung für Notfallpersonal herbeizuführen, zumal Helsingborg für den Mangel an Parkplätzen bekannt ist und Hilfsbedürftige Personen nicht immer lange auf Hilfe warten können.

Schweden - Verkehr
Nach dem Straßenverkehrsamt Schwedens könnten sehr viele Verkehrstote verhindert werden wenn sich die Regierung zu einer Verschrottungsprämie entschließen könnte, also Besitzern älterer und unsicherer Fahrzeuge eine Prämie bezahlt würde, sollten sie ihr Fahrzeug verschrotten um ein neues Auto zu kaufen. Allein dann, wenn nur Fahrzeuge verschrottet würden, die älter als 20 Jahre alt sind, könnten, nach Analysen des Straßenverkehrsamts, mindestens 30 Verkehrstote pro Jahr verhindert werden. Die Regierung findet den Vorschlag zwar interessant, hat jedoch bisher keinerlei Schritte in diese Richtung in die Wege geleitet.

Schweden - Verkehr
44 Verkehrs- und Gesundheitsexperten fordern die Regierung auf die Höchstgeschwindigkeit innerhalb von Ortschaften auf 30 Kilometer die Stunde zu senken, da dies die Lebensgefahr bei einer Kollision zwischen Fahrzeug und Fußgänger sehr deutlich reduziere, also jedes Jahr zahlreiche Leben retten könne. Bei den heute zugelassenen Geschwindigkeiten von 50 Kilometer die Stunde ist, nach Analysen der Versicherungsgesellschaften Schwedens, das Risiko bei einer entsprechenden Kollision als Flussgänger zu sterben um rund 20 Prozent höher als bei der geforderten, herabgesetzten Geschwindigkeit.

Schweden - Gesellschaft
Nach den Zahlen des Statistischen Amts Schwedens wuchs die Bevölkerung Schwedens während der vergangenen 20 Jahre um rund 1,3 Millionen Personen, wobei die Bevölkerung in 103 der 290 Gemeinden weiterhin am sinken ist, jedoch in 187 Gemeinden wächst. Bei 72 dieser wachsenden Gemeinden ist die Ursache hierfür die Zuwanderung von im Ausland geborenen Personen. Diese Entwicklung hat allerdings eine Sonnen- und eine Schattenseite, denn mit der wachsenden Bevölkerung gewinnen die Gemeinden wieder ein Zukunftsvertrauen, da Kindergärten, Schulen, Geschäfte und Arbeitsplätze erhalten bleiben, gleichzeitig jedoch auch die Menge an Personen wächst, die auf Sozialhilfe angewiesen ist, was die Gemeinden teilweise sehr stark belastet.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

tisdag, februari 11, 2014

Nachrichten vom 11. Februar 2014

Schweden - Landwirtschaft
Nach den ersten Auswertungen des Landwirtschaftsamts ging die Rentabilität der schwedischen Bauern im vergangenen Jahr um elf Prozent zurück. Während der Gewinn bei der Getreideproduktion auf Grund des geringen Welthandelspreises sogar um 25 Prozent zurückging, ist das Problem und der geringere Rückgang bei der Tierhaltung vor allem darin zu sehen, dass in Schweden die Gesetze zum Tierschutz und Umweltschutz über jenen anderer, auch europäischer, Ländern liegt, was zu höheren Produktionspreisen führt, die jedoch durch keinerlei europäische oder schwedische Subvention ausgeglichen werden. Fleisch aus dem Import ist daher weitaus günstiger als schwedische Ware.

Schweden - Arbeitswelt
Nach Berechnungen der Tageszeitung Svenska Dagbladet verlassen mindestens 70 Prozent aller Berufssoldaten die Armee noch vor Ablauf ihres Vertrages, eine Situation, die noch negativer ist als die Regierung bei der Einführung eines Berufsheers befürchtete. Der Hauptgrund für das Abspringen ist indes nicht die Arbeit, die Arbeitszeit oder das Leben als Soldat, sondern die geringen Löhne, da ein Soldat auch nach mehreren Jahren Dienst gerade einmal 18.000 Kronen brutto verdient.

Schweden - Arbeitswelt
Der Vorsitzende des schwedischen Wirtschaftsverbands, Jens Spendrup, erklärte in einem Interview mit dem schwedischen Staatsfunk, dass es deswegen kaum Frauen in den Führungsetagen der Aktiengesellschaften gebe, weil es in Schweden zu wenige qualifizierte Frauen gibt. Zudem ist Spendrup der Meinung, dass eine Frauenquote für die Unternehmen schädlich sei. Diese Aussage führte nicht nur zu einem Sturmangriff auf Spendrup in den sozialen Medien, sondern selbst der schwedische Finanzmarktminister Peter Norman griff in die Diskussion ein und will im Parlament den Unsinn dieser Aussage hervorheben.

Schweden - Unterricht

Nachdem die Verbesserung des Schulunterrichts nach dem katastrophalen PISA-Ergebnis eine der wichtigsten Wahlfragen ist, haben sowohl Sozialdemokraten als auch Moderaterna mit Versprechen und Plänen begonnen. Während die Sozialdemokraten vor allem auf kleinere Klassen setzen wollen, was ein höheres Budget fordert, wollen die Moderaterna kein weiteres Geld in die Schulen stecken und sprechen von einer Generalreform, die alle Bereiche des Schulunterrichts betreffen. Nach verschiedenen Wissenschaftlern im Pädagogikbereich liegen jedoch beide Parteien mit ihren Ideen neben dem Hauptproblem, denn nach ihnen ist es nicht die Klassengröße oder eine Reform, die das aktuelle Problem beseitigen, sondern es ist wichtig kompetente Lehrer zu schaffen und zu finden, die Schüler auch motivieren können.

Schweden - Verkehr
Nach der Upsala Nya Tidning hat sich der Stadtrat Uppsalas entschieden ein Parkverbot für Fahrräder einzuführen. Die Ursache dafür ist, dass die zentralen Fahrradparkplätze der Innenstadt ständig überfüllt sind, da viele Bewohner der Gemeinde diese Parkplätze als Dauerabstellplätze betrachten. Nun hat sich die Stadt entschlossen jedes Fahrrad, das länger als fünf Wochen den gleichen Abstellplatz blockiert, zu entfernen und den Besitzer beim Abholen seines Fahrrads mit einer Gebühr von 300 Kronen zu belasten. Nach dem Stadtrat sind die Fahrradparkplätze für jene gedacht, die sich auch mit dem Fahrrad fortbewegen, aber gerade diese Gruppe findet in der Innenstadt immer seltener einen freien Parkplatz.

Schweden - Umwelt
Seit die Regierung im Jahre 2007 die Verschrottungsprämie in Höhe von zwischen 1000 und 3000 Kronen für Autos abschaffte, zählen die Recyclingsunternehmen rund 35 Prozent weniger Fahrzeuge als früher, aber die Hälfte der schwedischen Gemeinden findet nun abgestellte Autos in der Natur, die zum Teil eine große Gefahr für die Umwelt ausmachen und auch einen finanzieller Verlust darstellen, da sehr viele Teile im Auto in den Kreislauf zurückgeführt werden können. Auf Anfrage der Organisation Håll Sverige Rent (Halte Schweden sauber) ob die Regierung erneut eine Verschrottungsprämie in Erwägung zieht, antwortet die Umweltministerin Lena Ek mit einem klaren Nein, da die Verantwortung der Verschrottung bei Importeuren und Händlern liegt.

Schweden - Ernährung/Gesellschaft
Jedes Jahr werfen die schwedischen Haushalte knapp 240.000 Tonnen genussfähige Lebensmittel in den Abfall, was einer Umweltbelastung von 200.000 Autos im Jahr entspricht. Nach Berechnungen des Lebensmittelwerkes ist die Lebensmittelvernichtung jedoch nicht nur ungünstig auf die Umwelt, sondern bedeutet bei einer Durchschnittsfamilie auch, dass zwischen 3000 und 6000 Kronen vernichtet werden, die man sicherlich anders besser verwenden könnte. Da jedoch täglich nur kleinere Mengen an Lebensmittel im Abfall landen, sieht die Mehrheit der Schweden nicht wie viele Lebensmittel sie tatsächlich vernichten.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin