Visar inlägg med etikett Kilometergeld. Visa alla inlägg
Visar inlägg med etikett Kilometergeld. Visa alla inlägg

lördag, oktober 22, 2022

Nachrichten, 22. Oktober

Schweden - Politik
Der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson teilte gestern mit dass er in kürze den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan treffen werde um mit ihm persönlich über den Natobeitritt Schwedens zu diskutieren. Kristersson beteuerte dabei dass er sich an die im Sommer getroffene Vereinbarung zwischen Schweden, Finnland und der Türkei halten werde, was wiederum zur Folge hatte dass Erdogan zwar dem Treffen entgegensieht, aber seine Zustimmung von der Auslieferung zahlreicher „Terroristen“, die teilweise sogar die schwedische Staatsbürgerschaft haben, abhängig macht und er, vor einer Unterstützung Schwedens, Tatsachen sehen wolle.

Schweden - Politik
Die Regierung hob bereits kurz nachdem sie die Macht in Schweden übernahm das kürzlich unterzeichnete Abkommen zum Kilometergeld bei Fahrten zur Arbeit auf, das bisher lediglich von den Schwedendemokraten kritisiert worden war. Ab sofort gelten daher wieder die alten Regeln, jedoch mit dem Unterschied dass Autofahrer nun statt den bisherigen 18,5 Kronen pro zehn Kilometer, nun 25 Kronen pro zehn Kilometer von der Steuer abziehen können. Nach der Regierung hilft dies insbesondere der Landbevölkerung Kosten für Arbeitsfahrten ersetzt zu bekommen, kann jedoch nicht erklären warum diese Möglichkeit auch stadtnahen Arbeitnehmern zusteht, die problemlos die öffentlichen Verkehrsmittel nehmen können.

Schweden - Politik
Auch wenn die Schwedendemokraten in ihrer Hochburg Sölvesborg bei den letzten Wahlen erneut rund 40 Prozent der Wählerstimmen erhielten, haben sie den Einfluss in der Stadt verloren, da die Moderaten die bisherige Zusammenarbeit nicht mehr verlängern wollten. Louise Erixon, die Frontfigur der Schwedendemokraten in Sölvesborg, sieht dies als Verrat an den Wählern der Stadt an, ohne jedoch darüber nachzudenken warum die Moderaten auf eine längere Zusammenarbeit verzichten wollen, sondern mit den Sozialdemokraten, der Zentrumspartei und der lokalen Partei SoL die Stadt regieren wollen. Die Christdemokraten wollten weiterhin eine rechte Regierung mit den Schwedendemokraten in Sölvesborg sehen.

Schweden - Wirtschaft
Das Telefonunternehmen Telia teilte gestern mit dass das Unternehmen im dritten Quartal des Jahres einen Bruttogewinn von 2,4 Milliarden Kronen machte, weitaus mehr als im gleichen Quartal des Vorjahres. Der Umsatz von Telia stieg in diesen drei Monaten um 22,4 Milliarden Kronen, ebenfalls verglichen mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Trotz Krise und wachsender Inflation machen nicht nur Handyunternehmen Rekordgewinne, sondern auch Banken und Lebensmittelketten, da das Mitgefühl bei diesen Unternehmen vollkommen fehlt, sondern nur der steigende Gewinn zählt.

Schweden - Wirtschaft/Arbeitsleben
Husqvarna, der größte Arbeitgeber der Region Jönköping mit weltweit rund 24.000 Angestellten, teilte gestern mit dass die Gewinne im letzten Quartal etwas zurückgingen und auch in Zukunft die gleiche Entwicklung zu erwarten sei, da die Kunden keine mit Benzin betriebenen Geräte mehr kaufen wollen, sondern nach elektrischen Geräten suchen, die Produktion also umgestellt werden muss. Aus diesem Grund müsse Husqvarna auch rund 1000 Mitarbeiter entlassen und habe bereits die entsprechenden Gespräche mit Angestellten und Gewerkschaften eingeleitet. Wie viele Arbeitnehmer in Schweden davon betroffen sind, konnte das Unternehmen bisher nicht mitteilen.

Schweden - Verkehr/Gesellschaft
Nach Analysen des Branchenverbands der schwedischen Automobilhersteller ist es, trotz der extrem hohen Strompreise, immer noch billiger ein Elektroauto zu fahren als ein Benzin- oder Dieselfahrzeug. Im statistischen Schnitt kommt man gegenwärtig bei einem Elektroauto immer noch um acht Kronen billiger (verglichen mit dem Literpreis) als mit einem Benzinauto und um fünf Kronen billiger als ein Dieselfahrzeug. Die Elektroladung zu Hause und der höhere Kaufpreis wurden bei diesen Berechnungen nicht berücksichtigt.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin



måndag, maj 14, 2012

Nachrichten vom 14. Mai 2012

Schweden - Politik
Nach den letzten Untersuchungen des Meinungsforschungsinstituts Sifos sind die Sverigedemokraterna, die rechteste Partei Schwedens, nun, nach den Sozialdemokraten, den Moderaten und den Grünen, mit 6,6 Prozent die viertstärkste Partei Schwedens und es ist zu erwarten, dass die Partei sogar weiterhin etwas anwachsen wird. Nach wie vor erreichen die Christdemokraten nicht einmal die Vier-Prozent-Schwelle und die Zentrumspartei liegt nur um 0,5 Prozent über der Sperrquote. Ohne große Veränderung seit dem letzten Monat sind die Sozialdemokraten immer noch die stärkste Partei Schwedens.

Schweden - Politik
Die Grünen Schwedens fordern, dass in Zukunft keinerlei Subventionen oder Steuererleichterungen gewährt werden, wenn die Aktivität die Umwelt in erhöhtem Masse belastet. Die Partei denkt dabei insbesondere an das Kilometergeld, das nur noch derjenige bekommen soll, der ein umweltfreundliches Auto fährt. Nach Berechnungen der Partei ist diese Maßnahme geeignet 50 Milliarden Kronen an staatlichen Ausgaben einzusparen. Auch Flugplätze sollen, nach Meinung der Partei, nicht mehr subventioniert werden.

Schweden - Politik/Arbeitsmarkt
Nach einer neuen Untersuchung der Fernsehanstalt SVT leben von den 123 Parlamentsmitgliedern, die 2010 ihr Amt abgeben mussten, noch immer 45 unter ihnen von der staatlichen Einkommensgarantie, die jedes Parlamentsmitglied, das sechs Jahre lang politisch aktiv war, nach seinem Ausscheiden erhält, da sie sich nicht um eine berufliche Aktivität kümmern und von den Steuern der anderen sehr gut leben können. So erhält, zum Beispiel, der 52-jährige grüne Politiker Mikael Johansson jeden Monat 37.667 Kronen ohne einen Finger zu rühren und kann diese Summe weiterhin abkassieren bis er 65 wird und die Pensionskasse die Zahlungen übernimmt. Besonders aktiv nützt der linke Flügel der Parteien die Möglichkeit der Einkommensgarantie ohne Gegenleistung aus.

Schweden - Arbeitsmarkt
Auf Grund der schwierigen Lage auf dem schwedischen Arbeitsmarkt suchen immer mehr Schweden eine Arbeitsstelle im Nachbarland Norwegen. Bereits heute haben rund 80.000 Schweden in Norwegen eine Personennummer beantragt, wobei es sich längst nicht mehr nur um Krankenschwestern und Restaurantbedienungen handelt, sondern selbst Führungskräfte zieht es immer mehr nach Norwegen, da dort die Arbeitslage weitaus besser ist und die Verdienste mehr den Leistungen angepasst werden als in Schweden.

Schweden - Gesundheit
Da eine Überempflindlicheit auf Duftstoffe wie Parfum nicht behandelt werden kann, erkennt die schwedische Sozialversicherung diese Krankheit auch nicht an und verweigert den betroffenen Personen in der Regel selbst bei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit Krankengeld. Obwohl Forscher des Universitätskrankenhauses in Göteborg der Meinung sind, dass etwa sechs Prozent der schwedischen Bevölkerung ein „duftfreien“ Arbeitsmilieu benötigen und die Übersensibiltät nachweisen konnten, wird diese bisher nicht als Krankheit angesehen.

Schweden - Gesundheit
Der schwedische Staat hat seit 2009 mit über zwei Milliarden Kronen die Kognitive Verhaltenstherapie unterstützt um die Anzahl der Krankschreibungen zu reduzieren, ohne dies jedoch in Europa anzumelden. Die dafür eingesetzten Therapeuten ersetzen zudem die höher ausgebildeten psychodynamischen Therapeuten und zieht Therapeuten der Nachbarländer an. Schweden riskiert daher erneut gegen das Europarecht zu verstoßen, wo eindeutig festgelegt ist welche Therapien vom Staat unterstützt werden dürfen und sich eindeutig über Konkurrenzregeln aussprechen.

Schweden - Gesellschaft
Wie teuer eine bürgerliche Ehe in Schweden wird, hängt mittlerweile ganz von den Gemeinden ab. Noch heute sind die Mehrheit der schwedischen Gemeinden bereit diesen Dienst kostenlos anzubieten. Geschäftstüchtige Gemeinden können aber auch bis zu 1000 Kronen dafür verlangen. Verständlich ist, dass einige Gemeinden sich von jenen bezahlen lassen, die nicht im entsprechenden Ort angemeldet sind, da dies mit gewissem Zusatzaufwand verbunden ist. Unter den größeren Städten nimmt nur das sehr kommerzielle Göteborg als einzige Stadt eine Abgabe von 500 Kronen von allen die dort heiraten wollen.

Schweden - Gesellschaft
Nach der schwedischen Namensreform Ende des 19. Jahrhunderts war der Familienname Johansson der häufigste Name Schwedens. Noch voriges Jahr gab es 255.205 Personen mit dem Familiennamen Johansson in Schweden, gefolgt von Andersson, dem Familienname, der sich immer mehr dem Spitzenreiter nähert. Noch dieses Jahr wird nun, nach dem Statistischen Amt Schwedens, Andersson die Spitze übernehmen, nachdem Johansson vor allem von Personen über 80 getragen wird, jüngere Familien jedoch öfter Andersson heißen.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.
Copyright: Herbert Kårlin