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måndag, september 06, 2021

Nachrichten, 6. September

Schweden - Arbeitsmarkt
Obwohl die Arbeitslosigkeit in Schweden weiterhin sehr hoch ist, so suchen zahlreiche Unternehmen verzweifelt nach Angestellten und der Mangel an guten Spitzenkräften steigt sogar weiterhin an. Nach der Handelskammer in Stockholm zeigt sich dies in der schwedischen Hauptstadt sogar deutlicher als in anderen Städten des Landes, wobei insbesondere Restaurants und Hotels kaum Fachkräfte finden, da frühere Angestellte sehr oft den Beruf gewechselt haben und nicht mehr zu den früheren Berufen zurückkehren wollen, da sie nun bessere Bezahlung, bessere Arbeitszeiten und weniger Stress erlebt haben.

Schweden - Recht
Nach zuverlässigen Quellen wurden gestern drei Frauen mit schwedischer Staatsbürgerschaft mit ihren Kindern aus den IS-Läger in Syrien ausgewiesen und per Flug nach Schweden transportiert, unter der Voraussetzung dass diese Frauen in Schweden als Kriegsverbrecherinnen vor Gericht gestellt werden, was indes jedoch sehr unwahrscheinlich scheint, da die Beweislage für schwedische Staatsanwälte und Richter in der Regel als unzureichend betrachtet wird. Dennoch wurden die Frauen bei der Ankunft erst einmal von der Polizei verhört und die Kinder wurden dem Sozialamt übergeben, das voraussichtlich auch für die weitere Erziehung sorgen wird.

Schweden - Recht
Nach einer Analyse von Journalisten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks Schwedens handelt es sich bei 30 Prozent der seit 2016 wegen Drogen verurteilten Personen um Personen, die vorher nie mit dem Gesetz in Konflikt gekommen waren. Nach der Polizei ist dies eine beachtenswerte Entwicklung, die man nie zuvor in diesem Ausmaß finden konnte. Die Ursache dieser Entwicklung wurde bisher allerdings nicht untersucht, auch wenn man davon ausgeht dass dies mit der wachsenden internationalen Bandenkriminalität in Schweden zusammenhängt.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin


torsdag, maj 20, 2021

Nachrichten, 20. Mai

Schweden - Politik
Bereits jetzt fordern zahlreiche führende Politiker der Liberalen dass während des Landestreffen im Herbst entschieden werde dass die Partei in keiner Weise Budgetverhandlungen mit den Schwedendemokraten eingehe, da das Ziel der Liberalen sein müsse parteiübergreifende Entscheidungen mit jeder Partei zu finden die im Reichstag vertreten ist. Die Annäherung an den rechten Block mache lediglich deutlich dass die Partei bei den kommenden Wahlen ein bürgerliche Regierung anstrebe.

Schweden - Politik
Auch wenn die dänische Regierung bereits am Dienstag ankündigte dass sie auch drei IS-Frauen mit ihren Kindern nach Dänemark holen werde, die sich gegenwärtig in den kurdischen Gefangenenlager in Syrien befinden, betonte gestern der schwedische Innenminister Mikael Damberg dass sich die Haltungsweise Schwedens nicht ändern werde. IS-Kinder seien in Schweden grundsätzlich willkommen, IS-Frauen sollen jedoch vor örtliche Gerichte in Syrien gestellt werden, auch wenn dies eine sehr lange Haft für diese Frauen bedeuten kann.

Schweden - Politik
Auch wenn die nordschwedische Gemeinde Vindeln zu den samischen Verwaltungsgemeinden gehört, so fordert der Ort dass eine Familie mit nomadischer Rentierhaltung für ihre Tochter nur einen Kindergarten wählen könne und während der Wanderungen das Kind eben im Kindergarten in Vindeln abmelden werden müsse, zumindest so lange die Tochter sich an einem anderen Ort aufhalte. Bei der Rückkehr nach Vindeln könne dann ja erneut ein Kindergartenplatz gesucht werden, wenn auch ohne Garantie wieder aufgenommen zu werden, da die Plätze dort begrenzt seien. Andere nordische Gemeinden respektieren indes das nomadische Leben samischer Rentierhalter auch in Kindergartenfragen.

Schweden - Politik
Der schwedische Innenminister Mikael Damberg teilte gestern mit dass die Polizei des Landes in Zukunft weitaus mehr auf biometrische Hilfsmittel zurückgreifen dürfe und solle als bisher und bei der Verbrechensbekämpfung vor allem mit dem ausgedehnten DNA-Abgleich und der Gesichtserkennung arbeiten dürfe. Gleichzeitig sollen alle vermuteten und vorbestraften Täter registriert werden können, in einem Register, das dann landesweit von der Polizei zugänglich sei. Ein Ausschuss soll nun festlegen wann und auf welche Weise die Verbrechensbekämpfung vor dem Persönlichkeitsschutz liegen solle.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin