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måndag, september 26, 2022

Nachrichten, 26. September

Schweden - Politik
Da eine mögliche rechts orientierte Regierung, nach Meinung der Sozialdemokraten, kaum eine Stabilität zeigen könne, da die vier betroffenen Parteien teilweise sehr unterschiedliche Ziele und unterschiedliche Funktionen in der kommenden Politik sehen, machen sich die Sozialdemokraten, bereits bevor die kommende Regierung existiert, bereit die nächste Regierung zu übernehmen. Sollte die Regierungsübernahme nicht in kürzerer Zeit erfolgen, so wollen die Sozialdemokraten jedoch auf jeden Fall eine konstruktive, sehr harte Opposition bilden, die die kommende Regierung herausfordern werde.

Schweden - Politik
Nooshi Dadgostar, die Vorsitzende der Linken Schwedens, teilte gestern mit dass die Partei bereit sei auch einen Politiker der Zentrumspartei zum Reichstagspräsidenten oder Vicepräsidenten zu wählen, wenn sie damit den nationalistischen Schwedendemokraten auf diese Weise dieses Amt nehmen können. Gestern hatte die Zentrumspartei noch keinen Kandidaten für das Amt nominiert, wobei hinzukommt, dass nach bisherigen Regeln den Linken ein entsprechendes Amt zustehe, da sie mehr Mandate haben als die Zentrumspartei, jedoch mit Sicherheit von mehreren Parteien abgelehnt werden.

Schweden - Wirtschaft
Nachdem bereits die Zinsen nach oben gingen und sowohl Essen und Strom, als auch Treibstoff erheblich teurer wurden, haben sich nun die ersten Gemeinden Schwedens auch dazu entschieden die Preise für Wasser anzuheben. Die Stadt Stockholm teilte, zum Beispiel, mit dass die Preise für Wasser, auf Grund der höheren Reinigungskosten und höheren Stromkosten, um 25 Prozent teurer werde. Stockholm meint indes dass die Preissteigerung sehr moderat sei, verglichen mit den anderen Preissteigerungen Schwedens, da man gegenwärtig lediglich fünf Öre pro Liter Wasser bezahle.

Schweden - Wirtschaft
Die hohen, ständig steigenden Preise für Lebensmittel führen dazu dass nun mehrere Grossisten ihre Läden für Endverbraucher öffnen, und auch neue Großhändler in Schweden öffnen wollen, die sich direkt an Endverbraucher wenden. Gegen eine Jahresmitgliedschaft von zwischen 300 und 500 Kronen können die Mitglieder dort Großverpackungen erwerben, die verständlicherweise pro Einheit weitaus günstiger sind als in anderen Lebensmittelläden. Hinzu kommt dass die Grossisten auch andere Produkte zu günstigen Preisen anbieten.

Schweden - Arbeitswelt
Nach einer Analyse von 174 Berufen hat das schwedische Arbeitsamt nun die Liste jener Berufe veröffentlicht bei denen man die besten Zukunftschancen hat und unmittelbar nach Ende der Ausbildung einen Arbeitsplatz findet. Entsprechend empfiehlt das Arbeitsamt dass für die kommenden fünf Jahre die Studien zum Arzt, zur Krankenschwester, zum Ingenieur, zum Systemanalytiker und zum Arbeitstherapeuten die besten Zukunftsaussichten versprechen. Allerdings sollten alle Studenten daran denken, dass die Digitalisierung immer wichtiger und umfassender wird, also in jedem Beruf entsprechende Spezialkenntnisse nötig seien.

Schweden - Recht
Jedes Jahr müssen bei den schwedischen Gerichten rund zehn Prozent aller Hauptverhandlungen eingestellt werden, was damit zusammenhängt dass die Ladungen zu Verhandlungen nicht nur an die Geladenen per Einschreiben geschickt werden müssen, sondern diese auch eine Bestätigung zurückschicken müssen, es also von den Beschuldigten und den Zeugen abhängt ob eine Verhandlung stattfindet. Die Gerichte des Landes fordern seit Jahren eine Änderung dieses überholten Systems, ohne indes bisher damit Gehör zu finden.

Schweden - Recht
Ein Untersuchungsausschuss der schwedischen Regierung schlägt ein neues Gesetz vor nach dem auch psychische Misshandlung unter Strafe gestellt wird, nicht nur physische. Die Polizei hat nun, als eine der ersten betroffenen Instanzen, ihr Gutachten zu diesem Gesetz vorgelegt. Nach Meinung der Polizei sei dieser Vorstoß sehr positiv, aber es sei nötig das kommende Gesetz sehr genau nach seiner Anwendbarkeit zu überprüfen, da bisher keine der betroffenen Instanzen über ausreichende Kenntnisse in diesen Fragen verfüge.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin


onsdag, maj 04, 2011

Nachrichten vom 4. Mai 2011

Schweden - Politik
Obwohl die schwedische Miljöpartiet (Grünen) mit der aktuellen Regierung vor zwei Monaten überein kamen, dass schwer kranke Asylanten eine Aufenthaltsgenehmigung in Schweden bekommen sollten, will Migrationsminister Tobias Billström die gegenwärtige Situation nicht ändern, bei der das Ausländeramt selbst schwer kranke Asylanten zwangsweise ausweisen kann, obwohl sie in den Heimatländer keine medizinische Hilfe bekommen können.

Schweden - Politik
Bei der Präsentation der neuen Schattenbudgets der Oppositionsparteien zeigte sich, dass die Ideen der Sozialisten, der Linken und der Grünen immer weiter auseinaderklaffen und man kaum noch von einem gemeinsamen Block sprechen kann. Weder bei der Arbeitsmarktpolitik, der Sozialfürsorge noch der Steuerpolitik finden die drei Parteien einen Konsens.

Schweden - Politik
Die schwedische Justizministerin Beatrice Ask lehnt jede Diskussion über die Einführung eines muslimischen Feiertags in Schweden kategorisch ab und hält damit die Forderung der Parteisekretärin der Sozialistischen Partei, Carin Jämtin, für nicht finanzierbar und uninteressant, da die aktuellen Feiertage in Schweden eine gute Lösung sind. Auch der Austausch eines christlichen Feiertags gegen einen muslimischen kommt nach Aussagen von Beatrice Ask nicht in Frage.


Schweden - Unterricht/Gesellschaft
Nachdem mehrere Schulen Schwedens bei nationalen Prüfungen zulassen, dass Schüler ihr Handy mit im Prüfungssaal haben, will der schwedische Erziehungsminister Jan Björklund nun die Regeln verschärfen und Handys aus den Prüfungsräumen grundsätzlich verbannen, da man mit den modernen Handys Fragen ohne Probleme über Google beantwortet finden kann.


Schweden - Gesellschaft
Nach einer Untersuchung der Universität Uppsala geben immer mehr schwedische Eltern ihren Kindern Vornamen, die sie mit dem gewünschten zukünftigen Beruf des Nachwuchses in Verbindung bringen. Sie wollen daher bereits bei der Geburt über den zukünftigen Erfolg entscheiden. Die häufigst vergebenen Vornamen des Jahres 2010 waren für Mädchen Maja, Alice und Julia und für Jungen Oscar, William und Lucas.



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Copyright: Herbert Kårlin