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söndag, augusti 17, 2025

Nachrichten, 17. August

Schweden - Politik
Die schwedische Finanzministerin Elisabeth Svantesson versprach gestern am 22. September ein expansives Budget für das kommende Jahr zu präsentieren, da es dringend nötig sei die schwedische Wirtschaft in Schwung zu bringen. Ohne es genauer zu definieren, sprach die Ministerin davon die Steuern für Arbeitnehmer zu senken. Die Stromsteuer zu senken und das Wohngeld, oder auch das Kindergeld, anzuheben. Ob es der Ministerin damit gelingt die Kaufkraft des Durchschnittschwedens zu erhöhen, wird sich allerdings frühestens beim Weihnachtsgeschäft zeigen.

Schweden - Politik/Verkehr
Die nordschwedische Gemeinde Pajala hat sich dazu entschieden Elektrofahrzeuge im Pflegedienst wieder abzuschaffen, da die Probleme im Winter und der Mangel an Ladestationen dort den Einsatz von Elektroautos geradezu unmöglich macht. An kalten Tagen sind die Elektroautos der Gemeinde ohne einen in dieser Zeit nötigen Vierradantrieb nicht einsatzbereit und müssen durch Mietautos ersetzt werden, was zu unnötig hohen Kosten bei der Gemeinde führt.

Schweden - Lebensmittel/Konsum
Nachdem die Menge der Rinderzüchter, mangels Rentabilität, in Schweden immer mehr sinkt und kaum Nachwuchs unter den Landwirten auftaucht, kann man in Schweden nur noch die Hälfte des dort verzehrten Rindfleisches herstellen. Die restliche Menge muss überwiegend aus anderen europäischen Ländern importiert werden, was indes keine Dauerlösung sein kann, da die Produktion von Rindfleisch in ganz Europa nach unten geht.

Schweden - Religion

Nachdem in Schweden zu Jahresbeginn scharfere Regeln zur staatlichen, finanziellen Unterstützung von Glaubensgemeinschaft in Kraft traten, haben bereits rund ein Drittel aller dieser Glaubensgemeinschaften ihre Staatssubventionen nach einer Überprüfung verloren. Einige der, in der Regel freikirchlichen, Glaubensgemeinden sei diese politische Entscheidung ein Schlag gegen die Demokratie und Rligionsfreiheit des Landes.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin



måndag, april 07, 2025

Nachrichten, 7. April

Schweden - Politik/Ausbildung
Nachdem die schwedische Regierung bekannt gab dass sie bei Privatschulen, die staatliche Gelder empfangen, das Verteilen von Gewinnen an Aktionäre zu verbieten, antworten mehrere Privatschulen dass dies sehr negative Konsequenzen für gut funktionierende Schulen haben könne, denn sehr viele Privatschulen werden von Aktionären getragen die selbstverständlich auch Gewinne sehen wollen. Diese Privatschulen sind der Meinung dass man, bei Bedarf, eher zu Geldstrafen greifen solle, da dies ein gewisser Anreiz sei Schulen gut zu leiten.

Schweden - Wirtschaft/Lebensmittel
Der steigende Mangel an Rindfleisch wird in Schweden bereits ein großes Problem für die gesamte Kebabbranche, da das Fleisch immer teurer wird, weitaus schneller als man die Speisekarten ändern kann. Während Kebabgroßhändler bisher nur über schwindende Gewinne klagen, mussten einige Restaurants bereits schließen weil die Kunden bei steigenden Preisen fern bleiben. Nach mehreren Analysen kann der Preis für Rindfleisch in Schweden auch in den kommenden Monaten noch weiterhin steigen.

Schweden - Arbeitswelt
Nach Professor Lotta Delive sei es positiv am Freitag einen verkürzten Arbeitstag zu haben um am Wochenende über eine längere, zusammenhängende Freizeit zu verfügen, da dies die Erschöpfung durch die Arbeit reduzierte und zu einem besseren Lebensgefühl  führen kann. Nach der Professorin würde eine verkürzte Arbeitszeit am Freitag die Arbeitsleistung kaum oder gar nicht beeinflussen, da man am Freitag Nachmittag ohnehin die geringste Leistung bringe.

Schweden - Gesellschaft/Politik
Die Inspektion für Pflege und Fürsorge gab als top secret bezeichnete Angaben weiter, da das angewandte digitale Werkzeug den hierfür vorgesehenen Filter mehrmals abschaltete. Obwohl dieses Problem bereits seit einiger Zeit bekannt ist, hat sich die Inspektion erst dann dazu entschlossen die Sicherheit zu verbessern als die Presse zu viele Fragen zu diesem Problem zu stellen begann. Aber immer noch versucht die Inspektion den entstandenen Schaden  zu minimalisieren. Allerdings will die Inspektion nun keinerlei Fragen der Presse mehr beantworten.

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Copyright: Herbert Kårlin


måndag, april 02, 2018

Nachrichten, 2. April 2018

Schweden - Politik
Nach einer Analyse der Abstimmungen im Parlament nehmen die Sverigedemokraterna immer häufiger eine positive Stellung zu den Anträge und Vorschläge der Moderaterna ein, auch wenn die Moderaterna sich offiziell von der nationalistischen Partei distanzieren. Falls dieses Verhalten auch nach den kommenden Parlamentswahlen fortsetzt, so könnte eine offizielle linke Regierung kaum noch ein Projekt durchsetzen, da die bürgerlichen Parteien, zusammen mit den Sverigedemokraterna grundsätzlich die Mehrheit der Stimmen hätten, auch ohne dass die Sverigedemoraterna irgendeine Koalition oder Zusammenarbeit eingehen müssen. Genau genommen würde dies bedeuten, dass nur Vorschläge der Moderaterna eine Chance hätten durchgesetzt zu werden.

Schweden - Politik
Nachdem die Grünen Schwedens es nun erreicht haben, dass am 1. April eine Flugsteuer eingeführt wurde, die das Fliegen von schwedischen Flughäfen verteuert, jedoch, aus verschiedensten Gründen, kaum einen Erfolg zeigen kann, wollen die Grünen nun auch den staatlichen Betreiber von zehn schwedischen Flugplätzen dazu zwingen dafür zu sorgen, dass die Bevölkerung bei ihren Reisen weniger zum Flugzeug greift und überall Warnungen zur Umweltbelastung durch den Flugverkehr anbringt. Da die Grünen sich nur auf den Flugverkehr, den Lastwagentransport und den Tourismus beim Umweltschutz einschießen, jedoch andere andere, bedeutendere Belastungen sogar verteidigen, dürfte ihr Einzug ins Parlament bei den Herbstwahlen ein sehr großes Fragezeichen werden.

Schweden - Politik
Obwohl bekannt ist, das der Konsum von jedem Kilogramm an Rindfleisch für die Abgabe von 15 Kilogramm Kohlendioxid in die Atmosphäre verantwortlich ist, will sich keine der schwedischen Parteien, auch nicht die Grünen, für eine sogenannte Fleischsteuer einsetzen, die das Essverhalten der Bevölkerung ändern könnte. Eine Umstellung von Rindfleisch auf Hähnchen und Schweinefleisch könnte indes mehr bewirken als eine Flugsteuer oder eine Kilometersteuer für Lastwagen. Gegenwärtig isst, statistisch gesehen, jeder Schwede 24 Kilogramm Rindfleisch pro Jahr.

Schweden - Gesellschaft/Umwelt
Nach einer Studie des SOM-Instituts in Göteborg steigt seit 2011 und dem Unglück in Fukushima der Widerstand gegen die Kernkraft in Schweden permanent an und umfasst nun mehrheitlich auch jene Gruppen der Bevölkerung, die bisher als Fürsprecher galten. Nur noch jeder vierte Schwede ist mittlerweile für die weitere Satzung in Kernkraftwerke, gegen 44 Prozent des Jahres 2011. Gemäß einer Übereinkunft zwischen Regierung und bürgerlichen Parteien sollen die Kernkraftwerke Schwedens bis 2040 abgewickelt werden, dürfen in der Zwischenzeit jedoch modernisiert werden.

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Copyright: Herbert Kårlin

onsdag, september 09, 2015

Nachrichten, 9. September 2015

Schweden - Politik/Gesellschaft
Während die schwedische Politik von der Offenheit gegenüber dem Andrang von Flüchtlingen spricht, werden an der Grenze zu Schweden immer mehr sogenannte Menschenschmuggler festgenommen, die in ihren Fahrzeugen Syrier transportieren, denen es gelang von Deutschland nach Dänemark zu gelangen. Gleichzeitig weist die schwedische Regierung darauf hin, dass jeder Flüchtling, der in Schweden ankommt und bereits in einem anderen Land registriert wurde, in dieses Land zurückgeschickt wird. Eine Lösung wie in Deutschland oder Österreich wird es in Schweden also nicht geben.

Schweden - Wirtschaft
Nach den Zahlen des schwedischen Landwirtschaftsamts stieg der Preis von schwedischem Rindfleisch innerhalb eines Jahres um rund 30 Prozent, was jedoch das Kaufverhalten der Schweden nicht beeinflusste, die in immer größerem Masse nach schwedischem Fleisch greifen, was vermutlich mit der heiß geführten Debatte um die Qualität über importiertes Rind- und Schweinefleisch zusammenhängt, nach der schwedische Fleischprodukte weitaus weniger Rückstände aufweisen als importierte Ware und zudem der Tierschutz in Schweden ernster genommen wird als in anderen europäischen Ländern.

Schweden - Arbeitswelt
Eine gemeinsame Studie der Königlich Technischen Hochschule und des Karolinska Instituts belegt, dass Konflikte und Streitigkeiten zwischen Angestellten in offenen Bürolandschaften weitaus seltener sind als bei individuellen Büroräumen. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass fast ausschließlich Frauen positiv von der Bürolandschaft beeinflusst werden, da Konflikte bei Männern bei Einzelbüros und Bürolandschaften in gleicher Höhe auftreten. In einer idealen Bürolandschaft arbeiten nach der Studie 25 Personen oder mehr, wobei wechselnde Arbeitsplätze ebenfalls ein positives Signal geben.

Schweden - Arbeitswelt
Die Androhung der Regierung Frauenquoten bei an der Börse notierten Gesellschaften einzuführen, scheint gewisse Erfolge zu zeigen, denn innerhalb von nur einem Jahr stieg der Anteil der Frauen in der Führungsetage dieser Unternehmen von 25 auf 28 Prozent an, wobei allerdings zu bemerken ist, dass dies auch von der Branche abhängt, denn in Industrieunternehmen und Energieunternehmen versucht man Frauen in der Chefetage und dem Vorstand weiterhin zu vermeiden. In 24 schwedischen an der Börse notierten Unternehmen ist nach wie vor keine Frau mit Leitungsaufgaben betraut.

Schweden - Ausbildung
Nach dem schwedischen Kultusminister Gustav Fridolin will die Regierung nun einen Ausschuss einsetzen, der untersuchen soll, warum eine so große Menge an Grundschülern sehr lange Epochen vom Unterricht fernbleibt. Nach den letzten Statistiken des Schulamts blieben pro Jahr etwa 1650 Grundschüler mindestens einen Monat vom Unterricht fern und 600 sogar über ein halbes Jahr. Bisher ist der Grund für dieses Fernbleiben unbekannt, auch wenn deutlich ist, dass nicht nur die Schule bei diesen Kindern versagt, sondern auch Erwachsene, die sich nicht um diese Kinder kümmern.

Schweden - Gesellschaft
Nach einer Meinungsumfrage des Instituts Sifo im Auftrag des Svenska Dagbladet hat das Sensationsbild des dreijährigen Flüchtlingskindes Alan Kurdi die Einstellung der Schweden zur Flüchtlingsaufnahme geändert, denn die Anzahl der Schweden, die dafür sind mehr Flüchtlinge in Schweden aufzunehmen, stieg nach der Veröffentlichung des Fotos von 17 auf 25 Prozent an und die Gruppe, die dagegen ist, sank von 34 Prozent auf 29 Prozent, was jedoch immer noch den Eindruck vermittelt, dass über die Hälfte der Schweden gegen die Aufnahme weiterer Flüchtlinge ist und die Regierung bisher mit ihrer Migrationspolitik scheiterte.

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måndag, maj 06, 2013

Nachrichten vom 6. Mai 2013

Schweden - Politik
Bei der gestrigen Fernsehdebatte der Führer der schwedischen Parteien, die im Parlament vertreten sind, zeigte sich sehr deutlich wie weit die einzelnen Parteien in ihrem Programm voneinander entfernt sind, denn selbst wenn sie vom gleichen Ziel sprachen, so gingen die Wege teilweise in die entgegengesetzte Richtung. Man spürte auch sehr deutlich, dass es nicht um die Frage der zukünftigen schwedischen Politik geht, sondern um den eingeleiteten Wahlkampf für das kommende Jahr. Erstaunlicherweise wollte keiner der Parteiführer über Fehler sprechen, die bereits begangen wurden, obwohl jede Partei gerade aus seinen Fehlern lernen könnte.

Schweden - Immobilien
Nach einer neuen Studie liegen die Baupreise in Schweden um rund 72 Prozent über dem europäischen Durchschnitt und liegen damit an der Spitze der europäischen Baupreise. Die Ursache dafür ist insbesondere das für Schweden typische Bostadsrätt (Genossenschaftswohnung) bei denen Bauunternehmen die Möglichkeit haben den höchstmöglichen Gewinn auszuschöpfen, auch wenn dies die Preise für die Wohnungen erhöht. Hinzu kommt das Problem, dass sehr viele der Bauunternehmen den Städten gehören, die den Gewinn als sinnvolles Zusatzeinkommen betrachten, das sie unabhängigen Bauunternehmern abgewinnen können.

Schweden - Ausbildung
Nach dem Meinungsforschungsinstitut TFS Sifo sind 46 Prozent der Schweden der Meinung, dass die Schulbildung zentral vom Staat übernommen werden soll und nicht mehr von den Gemeinden, die sich zudem auf Privatschulen von Risikokapitalunternehmen verlassen. Aber auch wenn dies bedeutet, dass mehr Schweden für eine staatliche Schule sind als dagegen, so ist das schwedische Parlament mehrheitlich der Meinung, dass am aktuellen System nichts verändert werden soll. Die gewählten Politiker vertreten daher in diesem Punkt nicht mehr das Interesse ihrer Wähler.

Schweden - Gesundheit
Nachdem bisher nur etwa zehn Prozent der Schweden ihren Ärzten oder Apotheken die Nebenwirkung eines Medikaments mitteilen, hat sich das Arzneimittelamt dazu entschlossen auf Medikamenten ein großes schwarzes Dreieck aufzudrucken, das die Anwender darauf aufmerksam machen soll, dass sie eventuelle Nebenwirkungen melden sollen, was der Verbesserung der Medikamente dienen kann. Das Amt hofft indes, dass das Dreieck keine negative Wirkung hat und den Benutzern Angst macht, da dies weit entfernt von der erhofften Reaktion liegt.

Schweden - Ernährung
Im Brennpunkt der Tageszeitung SvD (Svenska Dagbladet) fordern mehrere Wissenschaftler, dass aus Gründen des Umweltschutzes die Produktion von Rindfleisch innerhalb Schwedens gefördert werden muss, nicht nur weil damit einheimisches Rindfleisch billiger in die Läden kommt, sondern weil schwedisches Rundfleisch, im Gegensatz zur Importware, umweltneutral produziert werden kann, falls sich die Landwirtschaft in einigen Punkten umstellt und umweltfreundlicher wird. Als Nebeneffekt würde der Konsument zusätzlich eine besser Fleischqualität auf den Tisch bekommen.

Schweden - Umwelt
Obwohl das Recycling von Autowracks in Schweden eindeutig geregelt ist, werden immer häufiger Firmen entdeckt, die den Gesetzen nicht folgen und in manchen Fällen über keinerlei Vorrichtung zum umweltgerechten Recycling besitzen und damit sämtliche umweltschädliche Flüssigkeiten im Boden verschwinden lassen. Mehrere Städte Schwedens haben nur die Bewohner aufgerufen diese Art von Verschrottungsunternehmen, deren Hauptziel ist Teile zu verkaufen und hohe Gewinne auf Kosten der Umwelt zu erzielen, den Ämtern zu melden.

Schweden - Umwelt
Im letzten Jahr hat jeder Schwede im Durchschnitt 154 Pfandflaschen oder Pfanddosen zum Recycling gegeben, was prozentual auch dem Ergebnis des Vorjahres entspricht. Insgesamt bedeutet dies, dass 2012 rund 1,5 Milliarden Pfandgefäße zurückgegeben wurden und etwa 200 Millionen im Haushaltsabfall landeten, die Situation also noch verbessert werden kann, obwohl das Ergebnis schon heute besser ist als der europäische Durchschnitt. Allerdings sind Großstadtbewohner weitaus weniger geneigt ihre Flaschen und Dosen zurückzubringen als die ländliche Bevölkerung, denn während in Stockholm pro Person und Jahr 127 Behälter zurückgehen, sind es im Värmland 228.

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Copyright: Herbert Kårlin