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fredag, juli 14, 2017

Nachrichten, 14. Juli 2017

Schweden - Politik
Auch wenn eine Studie voraussagte dass die Zulassung eines höheren Lärmpegels in Mietwohnungen den Baumarkt in Schweden nicht anheben werde, folgte die Regierung dem Druck der bürgerlichen Parteien und der Sverigedemokraterna und erhöhte zum 1. Juli des Jahres den zulässigen Lärmpegel bei Wohnungen von bis zu 35 Quadratmetern von 60 dB auf 65 dB und bei Wohnungen, die diese Größe übersteigen  von 55 dB auf 60 dB. Diese Bestimmung soll ermöglichen auch direkt an verkehrsreichen Straßen bauen zu können ohne eine bessere Lärmisolation vorsehen zu müssen als in weiter entfernten Gebäuden.

Schweden - Ausbildung
Rund acht Prozent, also etwa 25.500 Gymnasiasten, mussten letztes Jahr erleben dass ihnen der Studienbeitrag gestrichen wurde, weil sie mehr als vier Stunden innerhalb eines Monats unentschuldigt dem Unterricht fern geblieben waren. Das Schulamt sieht das Schwänzen des Unterrichts als größtes Problem für ein späteres Versagen im Beruf, da die meisten dieser Schüler den verlorenen Stoff auch  nicht nachholen und damit entweder nicht auf dem Gymnasium aufgenommen werden, oder aber ohne Schulabschluss abgehen. In Schweden müssen Lehrer das Fernbleiben vom Unterricht grundsätzlich der Direktion melden.

Schweden - Recht
Auch wenn es in Schweden keine rechtsradikalen Websites gibt die darauf spezialisiert sind rechtswidrige Kommentare zu veröffentlichen, so benutzen sehr viele Schweden die in Amerika liegenden Seiten um sich dort entsprechend auszulassen. Nach führenden Juristen Schwedens können diese Personen, auch wenn das Material nicht in Schweden veröffentlicht wird, dennoch wegen Volksverhetzung und der Verbreitung rassistischen Kommentare juristisch verfolgt werden. Problematisch sei dabei lediglich, dass es in Schweden in diesen Fragen bisher kein Grundsatzurteil gibt das den Gerichten den Weg weisen könnte.

Schweden - Kriminalität
Nachdem im vergangenen Jahr Bootsmotoren im Wert von insgesamt 200 Millionen Kronen gestohlen wurden und die entsprechende Zahl sich im ersten Halbjahr 2017 nochmals um 20 Prozent erhöhte, fordern die Versicherungsgesellschaften Schwedens eine Gesetzesänderung, die es ermöglicht, dass Polizei und Zoll mehr Befugnisse bei der Kontrolle von Fahrzeugen, die das Land verlassen, erhalten als bisher. Nach der schwedischen Polizei verschwinden etwa 70 Prozent der gestohlenen Bootsmotoren im Ausland, überwiegend in Osteuropa, von wo aus die Diebesbanden auch nach Schweden aufbrechen.

Schweden - Gesundheit
Mediziner sind über die Entscheidung eines höheren Lärmpegels beim Wohnungsbau entsetzt, denn schon heute sterben tausende von Schweden an Herz- und Kreislaufkrankheiten, die eindeutig mit einem zu hohen Lärmpegel in den Wohnungen verbunden sind. Die neuen Gesetze werden nach den Medizinern dazu führen dass in zahlreichen Neubauten noch mehr Personen an Herz- und Kreislauferkrankungen erkranken. Politiker, die das Gesetz durchdrückten, argumentieren indessen damit dass man nur die Fenster permanent geschlossen halten müsse um dem Problem zu entgehen, da die Werte ja jenen entsprechen, die an den Wänden und den Scheiben außen ankommen.

Schweden - Naturschutz
Schwedische Forscher sind davon überzeugt dass mehrere Tierarten des Landes von der Ausrottung bedroht sind, sollte die rot-grüne Politik nicht mehr für den Schutz mehrerer Tierarten unternehmen. Als extrem bedroht sehen die Forscher insbesondere den Vielfraß, den Luchs, den Wolf und die Wiesenweihe, aber auch den Polarfuchs und einige Arten an Fledermäusen. In einigen Fällen ist diese Entwicklung allerdings nicht aufzuhalten, insbesondere dann, wenn die Veränderungen in der Natur diesen Tieren das Leben unmöglich machen.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

tisdag, mars 28, 2017

Nachrichten, 28. März 2017

Schweden - Politik
Peter Eriksson, Minister für Wohnungsbau, gab gestern bekannt dass ab dem 1. Juli des Jahres auch Baugenehmigungen in lauteren Gebieten zulässig sein werden, d.h. dass dann auf der ruhigen Seite der Gebäude noch ein Lärmpegel von 60 dB gemessen werden kann, auch wenn dies die Gesundheit der Bewohner negativ beeinflussen kann. Mit diesem Schritt soll der Wohnungsbau in Schweden gefördert werden. Für die Grünen, die Eriksson als Minister vertritt, könnte dies zu einem weiteren Verlust an Wählerstimmen führen, da mit dieser Änderung des Baugesetzes die Politik der bürgerlichen Parteien geführt wird.

Schweden - Ausbildung
Nachdem das schwedische Staatsfernsehen SVT bekannt machte dass Schulen mit schlechten schulischen Leistungen und einem hohen Anteil an förderungsbedürftigen Schüler von den Gemeinden kaum das dafür notwendige Geld erhalten, hat sich nun der grüne Kultusminister Gustav Fridolin zu Wort gemeldet und diese Situation verurteilt, ohne jedoch eine klare Position einzunehmen, da es, in seinen Augen, natürlich falsch wäre Privatschulen mit sehr gutem Bildungsstand und rein schwedisch stammenden Schülern weniger Geld zu geben, zusätzliche Gelder jedoch, ohne Steuererhöhung, kaum zur Verfügung stehen. Auch wie die Segregation der Schüler verhindert werden soll, so dass nicht alle Asylanten in Schulen mit geringem Bildungsniveau zu finden sind und Kinder gut gebildeter Eltern nur in Eliteschulen gehen, ist dem Minister bisher unklar.

Schweden - Recht
Bei einer Kontrolle von 145 öffentlichen Bädern, die im vergangenen Jahr kontrolliert wurden, waren 40 mit Überwachungskameras ausgerüstet, und 29 davon wurden von der Inspektion kritisiert, da sie ohne entsprechende Genehmigung angebracht worden waren oder andere Bestimmungen verletzten, also die Integrität der Besucher kränkten. Die Kameras wurden in fast allen Fällen deswegen angebracht um das Angrabschen in den Bädern zu reduzieren oder zu verhindern, was an sich bereits ein juristisches Problem ist, da man die Integrität leicht bekleideter Personen in ihrer Freizeit nur in wenigen Fällen per Kamera überwachen darf.

Schweden - Gesundheit/Gesellschaft
Nach Statistiken des schwedischen Zentralamt für Gesundheit und Sozialwesen, die Journalisten des Staatsfunks Sveriges Radio zusammenstellten, hat sich die Anzahl der Personen zwischen 15 und 24 Jahren, die Erektionsprobleme haben, während der letzten zehn Jahre verdoppelt und lag 2016 offiziell bei 815 Personen, die aus diesem Grund Potenzmittel wie Viagra oder Cialis verschrieben bekamen. Nach einer Meinungsumfrage von Sifo dürfte die Zahl allerdings weitaus höher liegen, denn zehn Prozent der Befragten im Alter zwischen 15 und 35 Jahren gaben an bereits Potenzmittel genommen zu haben und jeder fünfte unter ihnen gab an bereits Erektionsprobleme gehabt zu haben.

Schweden - Gesellschaft
In keinem Land Europas ist die Bevölkerung so verschuldet wie in Schweden. Allein zwischen Januar und Februar des Jahres ging die Verschuldung der Haushalte um 7,2 Prozent, beziehungsweise 14 Milliarden Kronen, nach oben. Innerhalb eines Jahres erhöhte sich damit die Verschuldung um 236 Milliarden Kronen. Der größte Teil der Kredite steckt in Immobilien, die allerdings weitaus über ihrem tatsächlichen Wert gehandelt werden. Auch wenn diese Kredite nach Einführung eines gewissen Amortisierungszwangs und einer geringen Eigenfinanzierung nach unten gehen, wächst die Verschuldung der schwedischen Bevölkerung täglich um knapp 500 Millionen Kronen.

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Copyright: Herbert Kårlin

söndag, oktober 02, 2016

Nachrichten, 2. Oktober 2016

Schweden - Politik
Nach der sogenannten schwedischen Wählermeinung, die auf alle wichtigeren Meinungsumfragen baut, sind der bürgerliche und der linke Parteienblock nun etwa gleich groß, da die vier bürgerlichen Parteien insgesamt 40,4 Prozent der Wähler hinter sich vereinen und die drei linken Parteien gemeinsam 39,1 Prozent der Wähler. Nach Politikwissenschaftlern Schwedens wird sich dieses Verhältnis bis zu den kommenden Parlamentswahlen im Jahr 2018 auch kaum ändern, da nur wenige Wähler zu einem anderen politischen Block wechseln, selbst wenn sie eine andere Partei wählen. Dies wird 2018 auf jeden Fall dazu führen, dass die Sverigedemokraterna dann eine gleich große Rolle spielen wie während der letzten Wahlen.

Schweden - Politik
Nach den Dagens Nyheter haben im vergangenen Jahr schwedische Gemeinden bei der Ankunft der hohen Anzahl an Flüchtlingen langfristig so viele Wohnplätze bei Privatvermietern angemietet dass bereits in diesem Jahr etwa 200 Millionen Kronen für leerstehende Betten bezahlt werden mussten, die meisten der Verträge jedoch weiterlaufen ohne dass diese Betten je benutzt werden. Allein in Göteborg handelt es sich dieses Jahr bereits um über 50 Millionen Kronen, die der Steuerzahler ohne Gegenleistung finanzieren muss, da Göteborg als Empfangsstadt ausgezeichnet war. Arbeitsmarktministerin Ylva Johansson ist der Meinung dass die meisten dieser kostenaufwendigen Verträge neu verhandelt werden können.

Schweden - Arbeitswelt
Nahezu alle Arbeitsämter Schwedens klagen darüber, dass sie auf Grund der hohen Anzahl an Flüchtlingen, die bereits  eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten haben, sich nur noch um die Angelegenheiten der Asylanten kümmern können, was auch einen hohen administrativen Aufwand mit sich bringt, und daher der Aufgabe eines Arbeitsamts, nämlich allen Arbeitssuchenden zu helfen einen Arbeitsplatz zu finden, nicht mehr nachkommen können. Auch wenn diese Aussage bis zu einem gewissen Punkt zutrifft, gelang es den meisten Arbeitsämter bereits 2015 nicht ihren Aufgaben nachzukommen.

Schweden - Verkehr/Umwelt
Nach einer Studie der KTH (Königlich Technischen Hochschule) in Stockholm können steilere Anflüge bei der Landung den Arbeitsamt,Flüchtlinge,Dagens , ein Ergebnis, das auch ein Versuch am Flughafen Heathrow bestätigt. Allerdings hätte diese Anflugtechnik nicht nur den Vorteil, dass sich die Einflugschneise verkürzt, sondern auch die Sicherheit des Anflugs sinkt etwas und der Lärmpegel nahe der Landebahn steigt sogar an. Nach den Forschern der KTH sind daher mehrere Methoden zur Lärmreduzierung anzuwenden, wobei auch eine engere Zusammenarbeit mit Flughäfen und Flugzeugherstellern nötig sei.

Schweden - Recht/Verkehr
Nachdem in Schweden die Kosten für Strafzettel mit dem Auto folgen und nicht mit dem Eigentümer, nimmt das Geschäft mit sogenannten bilmålvakter, als Strohmännern als Autobesitzer, eine immer größere Rolle an. Nach einer Untersuchung der Dagens Nyheter besitzen nur drei Personen in Stockholm insgesamt 1743 Fahrzeuge und sind dem Staat zehn Millionen Kronen wegen unbezahlten Protokollen schuldig, obwohl keiner der drei Personen überhaupt über einen Führerschein verfügt. Seit Januar 2014 haben Gerichtsvollzieher und Polizei nun die Möglichkeit die Fahrzeuge zu beschlagnahmen sobald die Schuldsumme 5000 Kronen übersteigt. Strohmänner werden, gegen meist 10.000 Kronen in cash, als Fahrzeughalter benutzt um in den Städten vor allem auf Bürgersteigen oder an verbotenen Stellen parken zu können.

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Copyright: Herbert Kårlin

fredag, maj 01, 2015

Nachrichten, 1. Mai 2015

Schweden - Politik
Beatrice Ask, die Vorsitzende des Justizausschusses der Moderaterna fordert eine Gesetzesänderung in Bezug auf die Bettelei in Schweden. Ask will zwar nicht so weit gehen, die Bettelei einzelner Individien zu verbieten, jedoch jede Art von organisierter Bettelei untersagen. Außerdem forderst sie, dass jede Gemeinde des Landes eine Person dafür abstellt, die den Aufenthalt der Bettler überwacht um diese davon abzuhalten sich illegal an öffentlichen Plätzen niederzulassen, sondern diese, konform mit dem schwedischen Gesetz, dazu zwingen eine feste und legale Wohnung zu suchen, was für diese Gruppe an Personen natürlich unmöglich ist.

Schweden - Politik
Nach einer neuen Umfrage des Instituts Sifo im Auftrag der Fernsehanstalt SVT haben die Sozialdemokraten seit Regierungsantritt sowohl in wirtschaftspolitischen Fragen als auch in Fragen der Schulbildung und der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit nahezu ihr gesamtes Vertrauen bei den Wählern verspielt, da sie bisher in keinem der Punkte auch nur annähernd ihre Wahlversprechen einlösen konnten. Vergangenen Oktober waren noch 33 Prozent der Schweden der Meinung, dass die Sozialdemokraten die Arbeitslosigkeit abbauen können, heute liegt die Zahl nur noch bei 22 Prozent. Die Moderaterna stiegen bei dieser Frage von 32 Prozent auf mittlerweile 38 Prozent. Stefan Löfven hat als Ministerpräsident Schwedens nun nur noch sehr wenig Zeit zu beweisen, dass er die wichtigsten schwedischen Probleme in den Griff bekommen kann.

Schweden - Wirtschaft
Während das schwedische Staatsunternehmen Vattenfall bereits bekannt gab, dass die beiden Kernreaktoren in Ringhals ab 2018 abgewickelt werden sollen, will sich der deutsche Partner Eon in diesem Punkt noch nicht äußern, wobei Eon die Abwicklung auch verhindern kann. In erster Linie will Eon nun mit Vattenfall über die Ursache der Entscheidung diskutieren und die Wirtschaftlichkeit des Kernkraftwerkes Ringhals auswerten. Eine Entscheidung in dieser Hinsicht wird frühestens am 28. Mai des Jahres bei der Generalversammlung beider Unternehmen fallen.

Schweden - Immobilien/Politik
Das schwedische Parlament hat die Regierung aufgefordert den zulässigen Lärmpegel bei sämtlichen Neubauten anzuheben um damit zu ermöglichen, dass billigere Wohnungen in lauteren Gegenden errichtet werden können, da das Parlament davon ausgeht, dass dadurch die Wohnungsnot abgebaut werden kann. Bei allen neuen Wohnungen soll in Zukunft ein Lärmpegel von 60 Dezibel an den äußeren Mauern der Häuser erlaubt werden, was einer Erhöhung von fünf Dezibel entspricht, und bei Studentenwohnungen soll ein Pegel von 65 Dezibel erlaubt sein, beides Werte, die zu dauerhaften gesundheitlichen Störungen führen können. Studentenwohnungen sollen nach dem Parlament auch als Wohnungen für Behinderte zulässig sein.

Schweden - Verkehr
Eine Analyse der Unfallstatistiken durch das Straßenverkehrsamt zeigt, dass es mit Fahrzeugen, die älter als zehn Jahre sind, weitaus häufiger zu tödlichen Unfällen kommt als mit Neuwagen. Nach Schätzungen könnten durch den Abbau aller älteren Fahrzeuge etwa zusätzliche 700 Personen pro Jahr einen Unfall schadlos oder nur mit leichten Schäden überstehen als heute. Der Automobilklub Motormännen rät daher die Verschrottungsprämie von mindestens 10.000 Kronen erneut einzuführen, damit sich die Besitzer älterer Fahrzeuge leichter von ihren Gefährten trennen. Das Straßenverkehrsamt und die Polizei sehen jedoch weitergehendere Schritte als notwendig an um alte Fahrzeuge von den Straßen des Landes verbannen zu können.

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Visit Göteborg!

lördag, maj 31, 2014

Nachrichten vom 31. Mai 2014

Schweden - Politik
Gestern vereinten sich die Grünen Schwedens in Göteborg um ihr Wahlmanifest auszuarbeiten, das in mindestens 20 wichtigeren Punkten gegen die Ideen der Sozialdemokraten läuft, insbesondere jedoch in Fragen Kernkraft zu Spannungen führen wird, da die Grünen bis 2018 mindestens die zwei ältesten Kernkraftwerke des Landes abwickeln wollen, also noch während der kommenden Wahlperiode in der sie möglicherweise gemeinsam mit den Sozialdemokraten und den Linken an der Regierung sein werden. Gerade in dieser Frage zeigten sich die Grünen bisher zu keinem Kompromiss bereit.

Schweden - Politik/Ausbildung
Obwohl die Regierung es den einzelnen Gemeinden Schwedens seit 1. Juli 2013 ermöglicht einer kleineren Schicht von hochqualifizierten Lehrern retroaktiv 5000 Kronen mehr pro Monat zu bezahlen, gegen gewisse zukünftige Sonderleistungen, gibt es eine große Anzahl an Gemeinden, die die Gelder zurück an das Schulamt überweisen statt die Löhne einiger Lehrer retroaktiv zu erhöhen. Die Regierung setzte für diese „Hauptlehrer“ der Schulen ein Gesamtbudget von einer halben Milliarde Kronen an, die ausreichen um bis zu 17.000 dieser „gehobenen“ Lehrer zu schaffen und sie besser zu bezahlen.

Schweden - Ausbildung
Nach dem Besuch von bisher 500 Schulen hat das Arbeitsmilieuamt bereits 300 Schulen Auflagen erteilt, da dort das Lärmniveau zeitweise die zulässige Größenordnung bei weitem überschreitet. Der Lärmpegel in Schulräumen ist teilweise so hoch, dass Lehrer und Schüler dauerhafte Hörschäden riskieren und sich im Grunde nur mit einem Hörschutz im Klassenraum aufhalten dürften. Die Lärmmessungen wurden über mehrere Tage und zu unterschiedlichen Zeiten durchgeführt.

Schweden - Arbeitsmarkt
Obwohl die Arbeitslosigkeit unter Industriearbeitern mit elf Prozent überdurchschnittlich hoch ist, zeigt die von der Industriegewerkschaft vor knapp einem Jahr eingerichtete Arbeitsvermittlung kaum Erfolg, denn bisher haben sich in der Database gerade einmal 3800 arbeitsuchende Industriearbeiter eingetragen. Arbeitgeber zählt man sogar nur 160, was auf beiden Seiten vollkommen unzureichend ist um ein funktionsfähiges System zu schaffen. Die Gewerkschaft hatte diese eigene Arbeitsvermittlung eingerichtet, da das Arbeitsamt nicht in der Lage ist für die rund 30.000 arbeitslosen Industriearbeiter einen Arbeitsplatz zu finden, obwohl dort eine große Anzahl an Unternehmern ihre Kräfte suchen.

Schweden Verkehr
Während sich im Raum Göteborg die Zugprobleme in den letzten Tagen nur mehrmals verlagerten und dadurch immer neue Stellen behindert werden, ist nördlich Stockholms kaum damit zu rechnen, dass die Züge vor Ende nächster Woche wieder fahrplanmäßig verkehren können. Da dort die gerissen Hochspannungsleitungen einen Grasbrand auslösten, der wiederum die Signalanlagen beschädigte, muss nun wegen der Russablagerungen die gesamte Elektronik saniert werden bevor der Verkehr wieder reibungslos zwischen Stockholm und Uppsala verkehren kann.

Schweden - Gesellschaft/Kartographie
Da Verlage und das Amt für Landvermessung feststellen, dass der Verkauf von Land- und Stadtkarten in den letzten fünf Jahren um bis zu 60 Prozent nach unten ging, erwägt nun die Landvermessung auf die Herausgabe von jeder Art von gedrucktem Kartenmaterial ganz zu verzichten und auf die digitalen Dienste in Computern und Smartphones zu verweisen. Betroffen von diesen Restriktionen werden vor allem ältere Touristen sein, die bald keinerlei Wanderkarten, Stadtkarten oder anderes Kartenmaterial mehr in die Hand bekommen, jedoch nicht über die neuen Techniken verfügen oder damit nicht zurechtkommen.

Schweden - Gesellschaft
 Seit fünf Jahren werden sogenannte Liebesschlösser in ganz Schweden immer häufiger und verursachen an einigen Brückengeländern bereits Probleme, so dass sie von der Stadtverwaltung entfernt werden müssen. An bestimmten Brücken, an denen das Anbringen eines Hängeschlosses eine besonders lange Verbindung garantieren soll, wird jedoch nicht nur das Gewicht zum Problem, sondern auch, dass so manches Paar zu den billigsten Schlössern greift, die rosten und damit auch das Geländer zum Rosten bringen, da sämtliche Schlösser bei starkem Wind die Farbe abkratzen. In einigen Fällen müssen nun Brückengeländer bereits nach zwei bis drei Jahren ersetzt werden, auch wenn sie 20 Jahre halten könnten. Die Stadtverwaltung ist daher der Meinung, dass eine große Liebe auch ein teureres, rostfreies Schloss wert sein müsste.

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