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söndag, februari 06, 2022

Nachrichten, 6. Februar

Schweden - Wirtschaft
Nachdem man in der schwedischen Regierung und der Wirtschaft die Entscheidung eine Batteriefabrik in Göteborg zu bauen mit großem Enthusiasmus aufnahm, zeigt sich bereits einen Tag später dass dies noch lange nicht bedeutet dass die Fabrik auch tatsächlich ihre Arbeit aufnehmen werde. Zum einen findet man bisher in ganz Schweden nicht einmal die notwendigen Ausbildungen für die 3000 notwendigen Fachkräfte, wobei man allerdings in ganz Europa die gleichen Personen gleichzeitig suchen wird, und zum anderen ist die Energieversorgung der Fabrik nicht garantiert, da die Gemeinden der Region und die Verteidigung den Ausbau der Windkraft verhindern, die indes nötig ist um die Fabrik mit erneuerbarem Strom zu versorgen.

Schweden - Ausbildung
Die schwedische Verteidigung will um alle Umstände verhindern dass vor der Küste des Bohuslän ein geplanter Windpark entsteht, die so viel Strom liefern könnte wie die gesamte Stadt Göteborg verbraucht. Während die Verteidigung bisher lediglich damit argumentierte dass ein Windpark die Arbeit der Verteidigung erschwere, spricht man nun auch davon dass es entlang der Küste noch deutsche Minen aus dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg geben könne, die teilweise auch frei schwimmen können. Die Verteidigung vergisst allerdings zu sagen dass in diesem Fall auch der Fischfang in der Gegend nicht stattfinden dürfte, jedoch seit Ende des Zweiten Weltkriegs erhalten blieb, ohne auf Minen gestoßen zu sein.

Schweden - Gesundheit
Verglichen mit anderen Ländern Europas liegt Schweden bei den Corona-Boosterimpfungen immer noch zurück, denn während in Norwegen und in Deutschland bereits 63 Prozent der erwachsenen Bevölkerung eine dritte Spritze erhielt, sind es in Schweden immer noch gerade einmal 51 Prozent. Nach dem schwedischen Staatsepidemiologen Anders Tegnell liege dies daran dass die Regionen Zeit benötigten um an genügend Impfstoff zu kommen und die nötige Infrastruktur zu schaffen.

Schweden - Tourismus
Unmittelbar nachdem Schweden mitteilte dass sämtliche mit Corona zusammenhängende Begrenzungen aufgehoben werden, gingen die Buchungen für Charterreisen in Schweden geradezu sprunghaft nach oben. Die großen Reiseunternehmen Schwedens haben schon jetzt kaum noch Plätze zu den beliebtesten Sommerferienorten der Schweden frei. Die Reiselustigen akzeptieren nun selbst das Risiko in anderen Ländern auf Begrenzungen zu stoßen, sollten dort die Coronafälle wieder nach oben gehen, oder ob aktuelle Beschränkungen kurzfristig aufgehoben werden.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin


onsdag, juli 29, 2020

Nachrichten, 29. Juli

Schweden - Tourismus
Sämtliche großen Reisebüros Schwedens berichten nun davon dass ihre kommenden Charterreisen ausgebucht seien, auch jene, die in Länder führen, die weiterhin mit dem Covid-19 kämpfen. Diese Information führte gestern dazu, dass das Auswärtige Amt Schwedens eine Reisewarnung veröffentlichte, nicht um die Reisenden von ihren Flügen abzuhalten, sondern mit der Aussage, dass diese sich sehr genau über die Situation des Ziellandes informieren sollen und bedenken müssen dass sie, unter Umständen, selbst für sämtliche Kosten für einen verlängerten Aufenthalt aufkommen müssen, sollten sie vor Ort krank werden.

Schweden - Gesundheit
Ein Altersheim in Mölndal, einer Nachbargemeinde Göteborgs, fordert die Angehörigen der Bewohner dazu auf das Besuchsverbot ernst zu nehmen und auch einzuhalten. Dieser Aufruf erfolgte nachdem Angehörige bereits mit Leitern über verschiedene Fenster zu ihren Angehörigen vordrangen und das Personal bedrohten wenn sie einen Besuch verhindern wollten. Diese Situation, die in mehreren Altersheimen Schwedens bereits beobachtet wurde, bringt, nach Aussage der Einrichtungen, die älteren Bewohner der Heime in Lebensgefahr, zumal sich das Virus dort sehr schnell verbreiten kann, wenn sich die Bewohner treffen oder das Personal anstecken.

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Copyright: Herbert Kårlin

måndag, juli 27, 2020

Nachrichten, 27. Juli

Schweden - Wirtschaft
Nachdem Hotels in kleineren Städten und in ländlichen Gebieten bereits seit Ende Juni wieder mehr Besucher haben und dadurch das Coronajahr überleben können, zeichnet sich in den größeren Städten des Landes ein weitaus düstereres Bild ab, wobei Stockholm am stärksten von der Tourismusflucht betroffen ist. Nicht nur die Straßen der Altstadt sind zur wichtigsten Ferienzeit nahezu leer, was der Handel deutlich zu spüren bekommt, sondern auch die Hotels sind nur maximal zu 30 Prozent belegt, im besten Fall. Zahlreiche gut gelegene Hotels kommen gerade einmal auf eine Belegung von 20 Prozent und haben damit jeden Tag Verluste statt Gewinnen.

Schweden - Tourismus
Die großen schwedischen Reiseunternehmen kämpfen zwar dieses Jahr noch ums Überleben, sehen jedoch für das kommende Jahr bereits einen Boom des Chartergeschäfts. Die Hoffnungen beruhen darauf, dass sehr viele Reiselustige Schwedens ihre diesjährigen Sommerreisen auf kommendes Jahr umbuchten, zum anderen aber jetzt schon eine überdurchschnittlich große Menge an Neubuchungen eingeht, da die Lust auf Fernreisen mit Cotona nicht zurückging, viele Schweden jedoch Angst davor haben, dass die Charterreisen im kommenden Jahr sehr früh ausverkauft sein werden.

Schweden - Gesundheit
Nach einer Meinungsumfrage des Instituts Sifo stellt sich ein Drittel der schwedischen Bevölkerung sehr zweifelhaft zu einer eventuellen Impfung gegen das Covid-19, auch wenn sie nicht daran zweifeln dass jeder neue Impfstoff, zumindest vorübergehend, eine gewisse Sicherheit bildet. Diese Gruppe sieht jedoch ein Problem mit den möglichen Nebenwirkungen, die mit einer so kurzer Entwicklungs- und Testzeit nicht eingeschätzt werden können. Immerhin würden sich rund 80 Prozent der über 65-jährigen unmittelbar impfen lassen, da bei dieser Gruppe die Angst vor Corona größer ist als vor möglichen Nebenwirkungen.

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Copyright: Herbert Kårlin

tisdag, juni 09, 2020

Nachrichten, 9. Juni

Schweden - Politik
Nach dem Statistischen Amt Schwedens sind die Sozialdemokraten die größten Gewinner der Coronakrise, denn Ende Mai zählte man 33,7 Prozent an Wählern, die bei aktuellen Wahlen für die Sozialdemokraten stimmen würden. Mit zu den größten Verlieren gehören die Schwedendemokraten, die nun nur noch 17,1 Prozent der Wähler hinter sich haben. Aber auch die Situation der Liberalen und der Grünen zeigt sich extrem kritisch, denn die Liberalen liegen weit unter der Vier-Prozent-Schwelle und die Grünen können 4,1 Prozent der Wähler finden, liegen also sehr knapp oberhalb der Sperrgrenze.

Schweden - Politik/Recht
Die absolute Mehrheit des schwedischen Reichstags will beim Gesetzesvorschlag zur Vielehe weitaus weiter gehen als der hierfür eingesetzte Ausschuss nun vorschlägt. Während es für das Einwohnermeldeamt gegenwärtig noch möglich ist Mehrfachehen, die vor dem 1. Juli 2021 im Ausland legal eingegangen werden, auch in Schweden zu akzeptieren, wollen die Mehrheit der Parteien auch alle im früher im Ausland geschlossenen Ehen verbieten und annullieren, von wenigen Härtefällen, die individuell geprüft werden, abgesehen.

Schweden - Ausbildung
Nach einem Rapport eines Untersuchungsausschusses soll die Regierung mehr Einfluss auf die Ausbildungen an Gymnasien nehmen, damit die dortigen Berufsausbildungen mehr dem Bedarf der Wirtschaft und der Industrie angepasst werden können als dem Wunsch von Schülern, nach dem sich, aus wirtschaftlichen Gründen, vor allem viele Privatgymnasien richten. Der Ausschuss kam in seinem 7000 Seiten umfassenden Rapport allerdings nicht zum Schluss dass Gymnasien verstaatlicht werden sollen, auch wenn diese Maßnahmen die Schul- und die Berufswahl stark beschränken kann.

Schweden - Tourismus
Nach der schwedischen Abendzeitung Aftonbladet steigt die Buchung von Charterreisen in Schweden massiv an, allerdings nicht für dieses Jahr, denn die absolute Mehrheit der Buchungen betrifft bereits das kommende Jahr. Nach TUI ist diese Entwicklung geradezu erstaunlich, denn noch nie haben Schweden ihre Ferien so lange im Voraus gebucht wie nun. Auch wenn einige Mutige auch noch in diesem Jahr eine Reise bei den größeren Reiseunternehmen des Landes gebucht haben, so ist diese Menge sehr bescheiden und kann die Verluste des Jahres auf keinen Fall ausgleichen.

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Copyright: Herbert Kårlin