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torsdag, juni 11, 2020

Nachrichten, 11. Juni

Schweden - Kriminalität
Gestern teilte die schwedische Staatsanwaltschaft mit, dass sie der Meinung sei dass Stig Engström der Mörder des ehemaligen Ministerpräsidenten Olof Palme sei, ohne allerdings auch nur einen einzigen Beweis hierfür vorzulegen, sondern indem sie die Theorie eines Journalisten aufgriff. Bei dem gigantischen Medienrummel der Staatsanwaltschaft wurde in keiner Weise der Tod des Politikers erklärt, noch der mutmaßliche Täter, der mittlerweile verstorben ist, belastet. Die Spekulation zum Tod Palmes wird daher weitergehen, wobei Freunde und Nachbarn Engströms diesen als Täter sogar kategorisch ausschließen.

Schweden - Tourismus
Wenn in der kommenden Woche Österreich seine Grenzen wieder für den Tourismus öffnen werden, so gilt dies zwar für Länder wie Deutschland oder Dänemark, nicht jedoch für schwedische Touristen. Nach der Meinung der Regierung Österreichs kann Schweden nicht als coronasicheres Land betrachtet werden, da in Schweden im Schnitt immer noch zu viele Personen am Covid-19 sterben, und auch die Menge der Kranken weiterhin massiv ansteigt. Nachdem sich die schwedische Bevölkerung immer weniger der Eigenverantwortung bewusst ist, könnten Schweden den gesamten Sommer von zahlreichen Ländern ausgeschlossen werden.

Schweden - Sport
Gestern teilten die Veranstalter des Stockholm Marathon mit dass der diesjährige Marathon eingestellt wird, die angemeldeten Teilnehmer jedoch nicht damit rechnen können ihre Teilnahmebeiträge zurückbezahlt zu bekommen. Die Veranstalter bedauern dies, da sie angeblich ohne ihre treuen Teilnehmer nicht existieren können und daher auch sehr gerne die Gelder rückerstatten würden, aber, andererseits, soll der Stockholm Marathon natürlich überleben, und deshalb können die Gelder nicht zurückerstattet werden, auch wenn die Veranstalter hierfür absolut keine Gegenleistung bringen müssen.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

torsdag, april 23, 2015

Nachrichten, 23. April 2015

Schweden - Politik
Auch wenn sich das schwedische Parlament dazu entschieden hat, dass ein bedeutender Teil des Verteidigungsbudgets dafür angewendet werden soll fremde U-Boote, die in die Nationalgewässer eindringen, zu jagen, erklärt der U-Bootsoffizier Johan Clevesjö, dass dies eine unmögliche Aufgabe sei und nur dann möglich wäre, wenn ein oder mehrere U-Boote im gleichen Gebiet eindringen. Sollte dies an mehreren Stellen Schwedens gleichzeitig geschehen, so sei es, wegen der sehr langen Küste des Landes, unmöglich eine U-Boot-Jagd aufzunehmen, auch dann nicht, wenn das Budget weiterhin erhöht werden sollte.

Schweden - Politik
Wie Journalisten des privaten Fernsehkanals TV4 aufdecken konnten, weisen die Streitflugzeuge Jas Gripen seit fünf Jahren bedeutende Mängel auf, die den Flugeinsatz stark begrenzen und selbst dazu führen, dass die Bordmonitore teilweise während der Flüge ausfallen. Nachdem jedoch gerade die Jas Gripen die wichtigste Verteidigungsaufgabe Schwedens wahrnehmen sollen, fordert das Parlament nun klare Auskünfte der Verteidigung über die Situation der Flugzeuge.

Schweden - Recht/Politik
Dass es von Schweden nicht sehr klug ist als Mitglied der EU in sehr vielen Punkten eigene Wege gehen zu wollen, die gegen die Verordnungen Europas laufen, zeigt sich nun auch in Portofragen, denn nach jahrelangen Auseinandersetzungen hat der Europäische Gerichtshof Schweden nun erneut zu einer Gesetzesänderung gezwungen. Bisher hatte die Post grundsätzlich Mehrwertsteuer auf den Verkauf von Briefmarken berechnet, was nun schnellstmöglich geändert werden muss. Das Ergebnis ist jedoch nicht nur, dass dadurch das Porto in Schweden billiger wird, sondern dass sehr viele Organisationen und Unternehmen die zu Unrecht bezahlte Mehrwertsteuer auch zehn Jahre lang rückwirkend zurückfordern können.

Schweden - Gesundheit
Eine Studie des schwedischen Krebsfonds belegt, das sich die Anzahl der an Krebs Erkrankten seit 1970 geradezu verdoppelt hat und im vergangenen Jahr erstmals 60.000 Krebskranke registriert wurden, wobei zwei Drittel der Betroffenen bei der Krebserkennung über 65 Jahre als waren. Auch wenn Brustkrebs und Prostatakrebs nach wie vor die am häufigsten vorkommenden Krebsfälle in Schweden sind, so steigt die Anzahl der Hautkrebse in erschreckender Geschwindigkeit an.

Schweden - Tourismus
Nach der Statistik des schwedischen Campingverbands SCR wurden im vergangenen Jahr 15 Millionen Nächte auf Campingplätzen gebucht, was einer Steigerung von einer Million Nächten innerhalb von zwei Jahren entspricht und ein absoluter Rekord ist. Auch wenn die Gäste überwiegend aus Schweden kamen, so zählte man auch 15 Prozent an norwegischen und fünf Prozent an deutschen Gästen, die beide einen steigenden Trend zeigen. Allerdings kamen nur wenige mit dem klassischen Zelt auf den Campingplätzen an, denn die überwiegende Übernachtungsart war im Wohnwagen, knapp gefolgt von den Wohnmobilen, die vermutlich bald die erste Stelle einnehmen werden.

Schweden - Sport
Da seit 2001 kein nordischer Läufer mehr den Stockholm Marathon gewonnen hat, haben sich die Veranstalter nun dazu entschieden ab diesem Jahr die Preisgelder nur noch an nordische Läufer zu verteilen, was nach vielen Sportlern der Veranstaltung die Attraktion nehmen wird, da es für Läufer aus anderen Ländern uninteressant wird noch am Stockholm Marathon teilzunehmen, denn immerhin wurden an die Gewinner bisher jeweils 250.000 Kronen verteilt. Der schwedische Athletikverband begrüßt diese Entscheidung und glaubt nicht, dass sich dies negativ auf den Marathon auswirken wird.

Schweden - Gesellschaft
Die enorme Wohnungsnot Schwedens und der Zwang von Asylanten mit Aufenthaltsgenehmigung eine feste Wohnung nachzuweisen um die ihnen zustehende Unterstützung zu erhalten, ließ in den letzten Jahren eine neue Art der Kriminalität in Schweden wachsen, denn immer mehr Privatpersonen bieten betroffenen Personen eine Adresse in ihren Wohnungen an, allerdings gegen die Zahlung von mindestens 2000 Kronen pro Monat. Bei einer Routinekontrolle konnte das Finanzamt in Kristianstad entdecken, dass dort in einer einzigen Wohnung 45 Personen gemeldet waren, von denen selbstverständlich keine dort wohnen konnte, sondern lediglich für die Adresse bezahlte.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

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