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lördag, januari 25, 2020

Nachrichten, 25. Januar

Schweden - Politik
Der Distrikt Sörmland nominierte die Politikerin Ulla Andersson als Kandidatin für den Parteivorsitz der Linken, eine Politikerin, die aus Arbeiterkreisen kommt und innerhalb der Kommunalpolitik ausreichend Erfahrungen gesammelt hat um beim kommenden Parteikongress der Linken dem aktuellen Vorsitzenden Jonas Sjöstedt an der Sitze der Partei zu folgen. Allerdings will Sörmland auf keinen Fall eine zwischen Mann und Frau geteilte Parteiführung, was in Teilen der Partei laut diskutiert wurde. Andersson hat bisher weder Ja noch Nein zu einer möglichen Parteiführung gesagt.

Schweden - Politik
Die Übereinkunft zur Budgetänderung für das Gesundheitswesen, das Moderate, Christdemokraten und Linke der Regierung, mit der Unterstützung der Schwedendemokraten, aufrücken wollen, ist möglicherweise unter anderen Voraussetzungen gelaufen als Moderate und Linke versicherten, die beide nicht mit den Sverigedemokraterna über diese Forderung diskutieren wollten, denn Ebba Busch Thor, die Vorsitzende der Christdemokraten ging nun mit der Aussage an die Öffentlichkeit, dass sie sehr wohl ein Bindeglied zu den Schwedendemokraten war, da sie nicht an einem aussichtslosen Unternehmen beteiligt sein wollte, zum anderen aber auch immer schon sagte, dass sie mit sämtlichen im Parlament vertretenen Parteien verhandeln werde.

Schweden - Wirtschaft/Umwelt
Während die Regierung die Abgaswerte für Automobile in Schweden anhob um auch große Fahrzeuge von Volvo als umweltfreundlich bezeichnen zu können, geht die schwedische Wirtschaft einen anderen Weg, denn rund 60 Prozent der an der Börse notierten Unternehmen zahlen nur noch für jene Firmenfahrzeuge einen Zuschuss, die sich an die von Europa festgelegte Norm halten, was bereits dazu führte, dass Direktoren und Geschäftsführung weitgehend zu umweltfreundlichen Fahrzeugen greifen, auch wenn es sich dabei noch oft um Plug-in-Hybride handelt, die, nach neuen Forschungen, kaum als sehr umweltfreundlich gelten können.

Schweden Fischfang
Die schwedische Regierung plant die Regelungen für die Anwendung von Schleppnetzen auf dem Meeresgrund zu schärfen, zumindest in Schutzgebieten, und nur noch in Ausnahmefällen zu genehmigen, da diese Methode des Fischfangs die Fauna und Flora am Meeresgrund nachhaltig zerstört. Die Berufsfischer gehen davon aus, dass diese Schutzmaßnahme dazu führen wird, dass dann etwa 40 Prozent weniger Garnelen und 30 Prozent weniger Krebse gefangen werden können, die Fischer daher nicht mehr vom Fischfang leben können. Nach den Berufsfischern hätte dies zudem zur Folge, dass dann mehr Garnelen und Krebse importiert werden, von Ländern, die sich in keiner Weise um die Meeresökologie kümmern.

Weitere Information stehen der presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

torsdag, november 22, 2018

Nachrichten, 22. November 2018

Schweden - Politik
Die schwedische EU-Parlamentarierin Corazza Bildt will um ihren Platz auf den Listen zu den kommenden Europa-Wahlen kämpfen und klagt den Wahlausschuss indirekt der Diskriminierung an, weil dieser die Politikerin nicht mehr mit aufstellen will, mit der Aussage die Europapolitik erneuern zu wollen, da die Moderaten, denen Bildt angehört, während der vergangenen Wahlen ständig weniger Stimmen erhielten. Bildt ist davon überzeugt, dass sie weiterhin eine wichtige Rolle in der Europapolitik einnehmen kann, obwohl sie gerade wegen ihrem schwachen Einsatz und ihrem Führungsstil bereits mehrmals kritisiert worden war. Bildt weist insbesondere auf ihr Netzwerk hin, das andere Politiker erst aufbauen müssen.

Schweden - Wirtschaft/Politik
Nach einer Analyse der Tageszeitung Dagens Nyheter und von Journalisten des staatlichen Fernsehkanals SVT hatte die 2014 eingeführte Prämie für den Kauf von elektrischen Fahrzeugen bei weitem nicht die erhoffte Wirkung, denn allein für den Weiterverkauf dieser Fahrzeuge ins Ausland, insbesondere nach Norwegen, mussten die Steuerzahler rund 60 Millionen Kronen aufbringen, die nie Endkäufern zu Gute kamen. Da die übereilte Regelung schlecht formuliert war, haben vor allem Firmen von der Prämie profitiert, die die Autos dann exportierten, und Privatkäufer nehmen nur eine kleine Nebenrolle ein, und haben zudem teilweise nach Ablauf von drei Jahren ihre Fahrzeuge ebenfalls exportierten, da der schwedische Zuschuss nur für Neuwagen gilt, in Norwegen jedoch auch für den Gebrauchtwagenmarkt.

Schweden - Gesundheit
Nach einer Studie der Sporthochschule in Stockholm haben bereits 46 Prozent der Schweden eine so schlechte Kondition, dass diese geradezu die Gesundheit dieser Gruppe gefährdet. Noch 1995 hatten nur 27 Prozent der Schweden eine so schlechte Kondition, was nach der Hochschule vor allem mit dem veränderten Berufsleben zusammenhängt, da eine immer größere Menge an Personen nur noch vor einem Bildschirm sitzt und sich kaum noch bewegt. Besonders stark von der schlechten Kondition betroffen sind jüngere Schweden und Personen mit einem geringen Bildungsniveau, aber auch unter der Landbevölkerung steigt die Zahl der Personen bedeutend an, die keine zehnminütige schnellere Wanderung schaffen ohne bereits erschöpft zu sein.

Schweden - Verkehr
Die Zahlen des schwedischen Straßenverkehrsamts zeigen sehr deutlich, dass immer mehr elektrische Fahrräder in schwere Unfälle verwickelt sind und im vergangenen Jahr auch zwei Tote unter Elektro-Fahrradfahrern zu finden waren. Die Ursache liegt insbesondere daran, dass diese Fahrräder schwerer sind und auch eine höhere Geschwindigkeit erreichen, die Käuferschicht jedoch vor allem unter wenig trainierten und älteren Personen zu finden ist, die ihr Reaktionsvermögen falsch einschätzen und elektrische Fahrräder den traditionellen Fahrrädern gegenüberstellen.

Schweden - Fischfang/Umwelt
Obwohl der Fischfang mit Schleppnetzen in Meeresschutzgebieten verboten ist, konnten Journalisten des staatlichen Nachrichtenagentur Ekot aufdecken, dass das Amt für Meeresangelegenheiten allein an der schwedischen Westküste rund 100 Fälle der illegalen Schleppnetzfischerei aufdeckte ohne diese Fälle zur Anzeige zu bringen, was nach den gültigen Gesetzen vorgesehen ist. Statt dessen hat das Amt die betroffenen Kapitäne lediglich auf die Rechtslage aufmerksam gemacht, was bei weitem nicht immer den erwünschten Erfolg hatte.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin