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lördag, juli 11, 2026

Nachrichten, 11. Juli

Schweden - Politik
Nachdem immer mehr Schweden durch Überschuldung in große Schwierigkeiten geraten, da alle Rückzahlungen zuerst für Zinsen und andere Kosten verwendet werden, aber die tatsächliche Schuld oft auch nach 30 Jahren nicht im geringsten abgetragen ist, will die schwedische Regierung nun für eine Änderung sorgen. Nach einem neuen Gesetz sollen in Zukunft erst die tatsächlichen Schulden abgetragen werden, so dass die Zinsen regelmäßig abnehmen, und erst wenn die Hauptschulden abgetragen sind, sollen dann Zinsen und andere Kosten bezahlt werden.

Schweden - Arbeitswelt
Obwohl die schwedische Regierung entschieden hat keinen Beerenpflückern aus außereuropäischen Ländern eine Aufenthalts- und eine Arbeitsgenehmigung zu geben, hat das Migrationsamt nun 950 Beerenpflückern, die überwiegend aus Thailand anreisen, genau diese Genehmigungen erteilt, allerdings mit dem Hintergrund einer europäischen Direktive. Gleichzeitig konnten allerdings die schwedischen Arbeitgeber nachweisen dass die zeitbegrenzten Angestellten korrekt untergebracht werden und entsprechend bezahlt und versichert werden, was bisher nicht der Fall war.

Schweden - Ausbildung
Gestern wurden insgesamt 420.000 Abiturienten an schwedischen Hochschulen und Universitäten zugelassen um nach den Sommerferien ihr Studium antreten zu können. Allerdings waren es weitaus mehr Abiturienten als die vergangenen Jahre, die auf ihr Traumstudium hofften, und gleichzeitig wurden rund 10.000 Abiturienten weniger zugelassen als noch im vergangenen Jahr, da die Wirtschaftslage in Schweden als sehr unsicher gilt und große Unternehmen mit Neuanstellungen sehr zurückhaltend sind, und auch nicht daran glauben, dass sich dies in den kommenden Jahren verbessern wird.

Schweden - Tourismus
Obwohl der Bergtourismus am Kebnekaise noch nicht ernsthaft begonnen hat, war die Bergwacht während der letzten drei Tage bereits gezwungen täglich jemanden zu retten der beim Bezwingen des legendären Bergs in Not geraten war. Nachdem jedes Jahr mehr Touristen ohne Bergerfahrung den Kebnekaise besteigen wollen und den Aufstieg nicht vorbereiten, rechnen die Bergretter dieses Jahr mit einer Steigerung ihrer Einsätze  und rechnen damit auf jeden Fall weitere 30 Personen aus Bergnot retten zu müssen.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

söndag, december 22, 2024

Nachrichten, 22. Dezember

Schweden - Politik
Benjamin Dousa, der schwedische Minister für Entwicklungshilfe, teilte mit dass Schweden keinerlei Gelder mehr an die UN-Organisation UNRWA bezahlen werde, da nicht sicher sei ob diese Organisation weiterhin den Gaza-Bewohnern helfen könne, da Israel diese Organisation als Terroristengruppe einstufte und daher ab 31. Januar 2025 verboten hat. Die Gelder sollen in Zukunft nur an andere dort arbeitenden Hilfsorganisationen ausbezahlt werden, was jedoch das Problem hat dass ausschließlich UNRWA eine solide Hilfsstruktur in Gaza hat.

Schweden - Politik
Die schwedische Regierung hat sich dazu entschieden die Unterstützung von Verwaltungsgemeinden und nationalen Minoritätensprachen erheblich zu kürzen. 100 Gemeinden, die verpflichtet sind ihren Minoritäten einen entsprechenden Sprachunterricht anzubieten, werden im kommenden Jahr rund 15 Prozent weniger erhalten um ihrer Pflicht nachkommen zu können, was statistisch bedeutet dass jede der betroffenen Gemeinden noch 5650 Kronen pro Jahr erhalten wird, was nicht einmal für das Lehrmaterial ausreicht. Dies liegt im Rahmen der Regierung Minoritäten möglichst wenige Rechte zu gewähren.

Schweden - Politik/Kernkraft
Auch wenn die schwedische Regierung immer wieder versichert dass die Sicherheit bei und in Kernkraftwerken extrem erst genommen werde, zeigt sich nun dass im Kernkraftwerk Forsmark 75 Container mit Kernabfall auf falsche und unsichere Weise gelagert wird. Nun liegt es an der Regierung zu entscheiden wie die mit der Lagerung beauftragte Firma den radioaktiven Abfall behandeln soll. Da es sich um radioaktiven Abfall aus den Jahren 1980 bis 2001 handelt, können die Kosten für eine sichere Verwahrung der Container bei 70 Millionen Kronen liegen.

Schweden - Landwirtschaft
Die nordschwedische Großmolkerei Norrmejerier fordert die Regierung dazu auf Maßnahmen in die Wege zu leiten die Milchwirtschaft Nordschwedens retten werde und auch in Krisen oder im Falle eines Krieges die Ernährung in Nordschweden sichere. Als Ursache hierfür nennt die Molkerei dass in Nordschweden seit 2010 bereits die Hälfte aller Milchbauern aufgeben mussten und die Molkerei nun jedes Jahr rund 20 Prozent ihrer Mitglieder verliere, das Ende der nordschwedischen Milchwirtschaft also immer näher rücke.

Schweden - Politik
Die schwedische Umweltministerin Romina Pourmokhtari gab bekannt dass die Regierung das seit 2018 existierende Verbot zum Abbau von Uran auf schwedischem Raum aufgehoben werde, zumal man Uran auch für den Betrieb von Kernkraftwerken benötige. Bei kleineren Urangruben sollen zudem die Gemeinden kein Vetorecht mehr ausüben können. Ob das gewonnene Uran nur für Kernkraftwerke oder auch den Bau von Atomwaffen genutzt werden kann, ging aus den Aussagen der Ministerin nicht hervor, zumal Schweden das einzige nordische Land ist in dem auch Kernwaffen hergestellt werden können.

Schweden - Gesellschaft
Nach dem schwedischen Konjunkturinstitutt ist die schwedische Wirtschaft extrem schwach und wird sich kaum vor 2027 erholen. Dies hat auch zur Folge dass die schwedische Bevölkerung kaum noch daran glaubt dass sich die eigene Wirtschaftslage bald verbessere. Ein großer Teil der Bevölkerung, insbesondere jener Teil mit geringem Einkommen, geht davon aus dass die kommenden zwölf Monate mit Sparmaßnahmen verbunden seien und so mancher Kauf von Elektronik oder Möbeln aufgeschoben werden muss. Dennoch muss man davon ausgehen dass die Reichsbank die Zinsen in dieser Zeit weitere zweimal senken werde um den Konsum zu fördern.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin


lördag, februari 08, 2020

Nachrichten, 8. Februar

Schweden - Politik
Nach einigem Überlegen haben nun auch die Christdemokraten ihre Vorschläge zur Arbeitskrafteinwanderung vorgelegt und dabei ihre bisherige Haltung hierzu sehr deutlich verändert. Nach dem neuen Vorschlag der Partei soll man die Aufenthaltsgenehmigung zur Arbeitseinwanderung nur noch dann erhalten wenn man monatlich mindestens 35.000 Kronen verdient. Sollte jemand, auf Grund des Berufes, diese Summe nicht erreichen, soll ein staatliches Amt überprüfen ob es sich dabei um einen Mangelberuf handelt bei dem es definitiv keine schwedische Bewerber gibt. Gewerkschaften sollen hierbei bei jedem Entscheidungsprozess ausgeschlossen werden.

Schweden - Wirtschaft/Arbeitsmarkt
Nachdem die Industriegewerkschaft vor kurzer Zeit für den kommenden Tarifvertrag eine Lohnerhöhung von drei Prozent forderte, kam gestern das Gegenangebot der Industrie, die der Meinung ist, dass, auf Grund der Wirtschaftslage 1,4 Prozent Lohnerhöhung angemessen sei, was die Gewerkschaft geradezu als lächerlich betrachtet, da der Aufschwung und die Gewinne der Industrie weitaus über diesen Werten liegen. Die beiden Parteien haben nun bis zum 31. März Zeit um eine Lösung zu finden, denn an diesem Tag wird der aktuelle Tarifvertrag ablaufen. Die Gewerkschaften fordern von der Industrie auch stärkere Bemühungen hinsichtlich der Gleichstellung zwischen Mann und Frau.

Schweden - Kultur
Nachdem die bisher geplanten Standorte für das Nobelzentrum in Stockholm bisher alle abgelehnt wurden, kamen nun die Stadt Stockholm und die Nobelstiftung überein das neue Zentrum zwischen Slussen und dem Fotografiska zu planen. Wann dass Zentrum allerdings entstehen wird und wie es aussehen wird, ist bisher unbekannt, zumal auch die Finanzierung bisher nicht geklärt ist. Stockholm und die Nobelstiftung konnten sich lediglich über einen wahrscheinlichen Standort einigen, und dies mit Unterstützung der Mehrheit des Stadtrates.

Schweden - Tourismus/Wirtschaft
Die Skianlagen im südlichen Schweden leiden finanziell stark unter dem sehr milden Winter, da kaum eine der Anlagen bisher in Betrieb genommen werden konnte. Während Isaberg, die größte der Anlagen mit zwölf Abfahrten und acht Liftanlagen, bisher nicht einen Tag öffnen konnte, kommt das finanzielle Desaster bereits in der kommenden Woche, wenn in Schweden die Sportferien beginnen und die Anlage üblicherweise zwei Wochen voll ausgebucht ist. Falls es daher nicht innerhalb kürzester Zeit sehr kalt wird, verliert die Anlage diesen Winter etwa 30 Millionen Kronen, ohne die Verluste der rund 100 Zeitarbeitskräfte zu rechnen, die bisher ebenfalls nicht eingesetzt werden konnten und ebenfalls auf Kälte warten. Als kleinen „Trost“ öffnete Isaberg nun die Minigolfanlage, die sonst erst im April in Betrieb genommen wird.

Schweden - Gesellschaft/Politik
Die Gemeinden Schwedens werden immer mehr von den Zahlungen an Sozialhilfe belastet, da diese Summe von Jahr zu Jahr ansteigt, ohne dass der Einzelne tatsächlich mehr bekäme und harte Regeln angewandt werden. Die Ursache liegt an der hohen Anzahl an Asylanten, die nun die Ausbildungsphase der Arbeitsamt verlassen ohne indes eine Arbeitsstelle zu finden, zum anderen ist es auch für das Arbeitsamt, aus finanziellen Gründen, immer schwieriger weitere Aus- und Fortbildungsmaßnahmen zu finanzieren. Das größte Problem dabei ist, dass eine immer größere Schicht an Asylanten in die Langzeitarbeitslosigkeit fällt, die eine Vermittlung noch erschwert.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin