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måndag, maj 25, 2020

Nachrichten, 25. Mai

Schweden - Politik
Während eines Interviews mit der privaten Fernsehstation TV4 gab die schwedische Sozialministerin Lena Hallengren erstmals zu, dass es nicht sicher sei ob die schwedische Strategie im Kampf gegen Covid-19 die richtige war, auch wenn sie ihre Aussage durch die Zufügung abschwächte dass dies im Moment wohl noch niemand mit Sicherheit sagen könne. Gleichzeitig bedauerte die Ministerin dass so viele ältere Personen sterben mussten. Allerdings dürfte ihre Aussage auch damit zusammenhängen dass Schweden, selbst bei einem Öffnen der Grenzen, nicht einmal in die Nachbarländer reisen dürfen, da kaum jemand Vertrauen in die schwedische Strategie hat.

Schweden - Arbeitswelt/Tourismus
Auf Grund der Einschränkungen in der Tourismusbranche haben mittlerweile bereits 35.000 Arbeitskräfte in diesem Sektor ihre Arbeitsstelle verloren, und es ist, nach ersten Schätzungen, zu befürchten, dass es bis zum Sommer mindestens 80.000 Arbeitsstellen sein werden, die im Tourismus verschwinden. Diese Situation kann sich noch verschlechtern, sollte es Schweden nicht gelingen noch im Sommer wieder als Reiseland anerkannt zu werden, was natürlich nur gelingen kann wenn das Virus in Schweden besser eingedämmt werden kann und die Bevölkerung den sozialen Abstand auch in Zukunft weiter einhält. Saisonanstellung wurden bei den oben genannten Zahlen nicht eingerechnet.

Schweden - Umwelt
Bereits jetzt haben sieben Gemeinden Schwedens, darunter die Insel Gotland, ein Bewässerungsverbot erteilt, da das Grundwasserniveau schon einen kritischen Tiefststand erreicht hat. Sollte der nationale Tourismus in Gang kommen und der Sommer sehr trocken werden, wird es sowohl in großen Teilen des Götalands als auch im Svealands zu Problemen in der Wasserversorgung kommen. Während man versuchen wird den Touristen die täglichen Duschen zu garantieren, wird dann die Landwirtschaft sehr große Probleme haben. Ob das geringe Wasserniveau an der geringen Regenmenge des Jahres, oder einem wachsenden Wasserverbrauch liegt, wurde bisher nicht erforscht.

Schweden - Tourismus
Zypern gab gestern bekannt die Grenzen ab 9. Juni wieder für gewisse Länder zu öffnen, inklusive dem Fluglatz, und hofft dann wieder Gäste aus 19 Ländern empfangen zu können. Die Öffnung soll in zwei Stufen erfolgen, was bedeutet, dass „coronasichere“ Länder ab dem 9 Juni wieder akzeptiert werden, und mehr oder weniger sichere Länder wenig später im Juni den Reisebetrieb aufnehmen können. Während Dänemark, Norwegen und Finnland bereits in die erste Gruppe fallen, will Zypern Besucher aus Schweden auch in der zweiten Gruppe noch nicht sehen. Nach der Meinung Zyperns sind vor allem Schweden, Frankreich und Spanien in der Virusbekämpfung noch nicht so weit gekommen dass man Besucher aus diesen Ländern akzeptieren könne.

Copyright: Herbert Kårlin

torsdag, oktober 31, 2013

Nachrichten vom 31. Oktober 2013

Schweden - Recht
Telia Sonera unterstützt nicht nur die Diktatur in Usbekistan durch schwedisches Know How, sondern ist durch sein Subunternehmen Geocell auch in Georgien maßgeblich daran beteiligt, dass die Regierung Systemkritiker überwachen kann. Allerdings steht dort Telia Sonera, das Telefongespräche direkt an das Innenministerium Georgiens leitet, denn die Technik hierfür hat Ericsson geliefert. Nach der UN darf Schweden keine Leistungen in Länder liefern, die gegen die Menschenrechte verstoßen, was jedoch weder Ericsson noch Telia Sonera interessiert.

Schweden - Recht/Ernährung
Nach der Tageszeitung Metro wurde ein Restaurantbesitzer in Malmö wegen Volksverhetzung und Rassismus angezeigt, da man auf seiner Speisekarte eine „Zigeunersuppe“ mit „gestohlenen Zutaten“ findet. Der Restaurantbesitzer gibt sich indes gelassen und ist der Meinung, dass er keine Volksgruppe verunglimpft wenn er eine Suppe „Zigeunersuppe“ nennt und den Zusatz „gestohlene Zutaten“ sieht er als Witz, was allerdings die Vereinigungen der Roma nicht auf die gleiche Weise betrachten.

Schweden - Unterricht
Nachdem die schwedische Fernsehsendung Uppdrag Granskning aufdeckte, dass Privatschulen in Schweden schwächeren Schülern die Aufnahme verweigern um nur über gute und nicht aufständische Schüler zu verfügen und der Rektor einer Privatschule vor verstecktem Mikrofon bedauerte, dass man heute nicht mehr „Neger“ sagen darf, zeigt sich der Verband der Lehrer Schwedens entsetzt, da dies die freie Schulwahl verhindert, bzw. von Rassismus zeugt, wobei die Schulfreiheit in Schweden gesetzlich vorgeschrieben ist. Auch wenn es sehr gute Privatschulen gibt, die allen Gesetzen des Landes folgen, so zeigen einzelne Schulen, dass das System der Privatschulen als solches nicht funktioniert, zumal das Schulamt nur eingeschränkte Befugnisse hat.

Schweden - Gesundheit
Die Kosten für die Gesundheitsversorgung Schwedens sind geradezu am explodieren, denn das nötige Zeitpersonal, das gegenwärtig zu sehr hohen Preisen gemietet werden muss, liegt pro Jahr bereits bei knapp drei Milliarden Kronen an Kosten. Insbesondere der chronische Mangel an Ärzten, die 90 Prozent des Leihpersonals ausmachen, treibt die Kosten in die Höhe. Dennoch will die Regierung die Ausbildung zum Arzt an den schwedischen Universitäten nicht verstärken. Da die sogenannten Stafettenärzte auch sehr häufig die Orte wechseln müssen, ist diese Situation auch für die Patienten in Ärztehäusern und Krankenhäusern nicht wünschenswert, da diese oft mitten in einer Behandlung einsteigen oder vor Ende der Behandlung an einen anderen Ort kommen.

Schweden - Gesundheit
Nachdem die Stiftung für Strahlungssicherheit sämtliche Kindergärten und Schulen davor warnte drahtlose Netzwerke zu installieren, da dies der Gesundheit der Kinder schade, hat sich nun das Amt für Strahlungssicherheit eingeschaltet und teilt den Schulen mit, dass es für diese Behauptungen keinerlei wissenschaftliche Grundlage gibt, denn die eigenen Messungen beweisen, dass die Strahlungen in entsprechenden Schulen nicht höher sind als im normalen Stadtmilieu. Gesundheitliche Schäden durch drahtlose Netzwerke in diesen Fällen konnte auch des WHO nicht feststellen.

Schweden - Tourismus
Nach dem Verlag Lonely Planet ist Schweden mittlerweile das viertbeste Reiseland der Erde und wird nur noch von Brasilien, der Antarktis und Schottland übertrumpft. Auch wenn sich Visit Sweden darin einen wahren Aufschwung für Schweden erwartet, so folgen bisher die Zahlen der Besucher nicht dieser Einstufung. Es ist auch zu bedenken, dass Schweden vor allem wegen dem Erfolg von Stieg Larssen bekannt wurde und der Tatsache, dass Umeå als Kulturstadt durch die Weltpresse ging. Der Erfolg, auch jener der Küche, kann daher schnell vorbei sein falls die Tourismusverbände nun nicht wirklich am Ball bleiben.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin