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tisdag, augusti 14, 2018

Nachrichten, 14. August 2018

Schweden - Politik
Die Moderaterna wollen bei einem Wahlgewinn im September das Polizeiwesen modernisieren und mehre ihrer Aufgaben an andere Ämter auslagern, was dazu führen soll, dass die Polizei ihre Kernaufgaben besser erfüllen kann und effektiver arbeitet. Nach den Moderaterna sollen insbesondere der Gefangenentransport, das Passwesen und die Aufgabe als Fundamt an andere Ämter übergeben werden. Problematisch ist dabei lediglich, dass dabei bei anderen Ämtern Engpässe entstehen werden, da in allen schwedischen Ämtern bereits Personalmangel herrscht.

Schweden - Politik/Ausbildung
Obwohl es seit Januar des Jahres ein Gesetz gibt nach dem Flüchtlinge, die wegen einer zu geringen Ausbildung keine Arbeitsstelle finden können, eine Ausbildung machen müssen, haben von den 5500 Personen, die bereits von diesem Gesetz betroffen sind, nur 90 eine Ausbildung begonnen, und dies, obwohl alle anderen riskieren ihre Unterstützung zu verlieren. Nach Meinung der Regierung ist dies jedoch normal, da jede größere Reform Zeit beansprucht und sich Arbeitsämter und Gemeinden, die für die Vermittlung zuständig sind, eine Übergangsphase benötigen.

Schweden - Wirtschaft
Um konkurrenzfähig zu bleiben, bieten immer mehr Modefirmen, die ihre Waren über Internet anbieten, nicht nur eine kostenlose Lieferung, sondern ermöglichen auch eine kostenlose Rücklieferung bei Nichtgefallen, was letztendlich bereits dazu führte, dass die Firmen zwischen 40 und 50 Prozent ihrer Produkte zurückerhalten. Dieses Kundenverhalten führt, auf Grund der Verpackung und des Transports, auch zu einer wachsenden Umweltbelastung, was die Kunden relativ wenig interessiert, denn schon die Lieferung muss, oft zu Lasten der Umwelt, so schnell wie möglich erfolgen, nicht so umweltfreundlich wie möglich.

Schweden - Immobilien
Kaum eine Gemeinde Schwedens sorgt dafür, dass die jährlich landesweit nötigen 100.000 Wohnungen auch nur annähernd errrichtet werden. Und bei Wohnungen, die gebaut werden, entstehen überwiegend Wohnungen nach Bostadsrätt (Genossenschaftswohnungen), die sich sehr viele Schweden, insbesondere aber jüngere Leute, auf keinen Fall leisten können. Die Grünen fordern daher ein Gesetz, das sämtliche Gemeinden des Landes dazu zwingen soll ausreichend Mietwohnungen zu schaffen, während die Lieberalen voll auf Bostadsrätt setzen und allen, die erstmals eine entsprechende Wohnung „erwerben“ wollen, mit einer Steuererleichteurng von jährlich bis zu 7500 Kronen zu locken.


Copyright: Herbert Kårlin

onsdag, februari 01, 2017

Nachrichten, 1. Februar 2017

Schweden - Politik
Nach der jüngsten Meinungsumfrage des Instituts Ipsos im Auftrag der Dagens Nyheter müssen sich sowohl Christdemokraten als auch die Grünen Schwedens bedeutend anstrengen wenn sie bei den Wahlen des Jahres 2018 wieder den Sprung ins Parlament schaffen wollen, eine Situation, das beide großen politischen Blocks vor ein Problem stellt, da sie dadurch nur einen schwachen Widerstand gegen die Sverigedemokraterna leisten können, andererseits dies die Moderaterna, gemeinsam mit den Sverigedemokraterna, an die Spitze des Landes bringen kann. Unter den bürgerlichen Parteien liegen lediglich die Moderaterna und die Zentrumspartei (Centerpartiet) stabil.

Schweden - Wirtschaft
Wirtschaftsminister Mikael Damberg hat Repräsentanten des schwedischen Handels zu sich gerufen, da die Zahlungsmoral der schwedischen Firmen immer schlechter wird und kaum noch eine Rechnung innerhalb der offiziellen Zahlungsfrist von 30 Tagen bezahlt wird. Großbetriebe verlangen sehr häufig sogar 90 Tage Zahlungsziel, was für Kleinbetriebe unhaltbar ist. Die Dachverbände der Unternehmer sollen sich, nach Meinung des Ministers, nun verstärkt dafür einsetzen dass ihre Mitglieder wieder zu einer besseren Zahlungsmoral finden.

Schweden - Recht
Obwohl das schwedische Gesetz Geschlechtsverstümmelungen eindeutig verbietet, greifen immer mehr schwedische Frauen zu sogenannten kosmetischen Eingriffen um ihre Geschlechtsorgane einem „Ideal“ anzupassen. Kosmetische Operationen sind in Schweden nicht juristisch geregelt und entsprechende Geschlechtsverstümmelungen, die nur in Privatkliniken vorgenommen werden, können daher nicht juristisch verfolgt werden. Als Ursache für diesen steigenden Trend sehen Forscher den einfachen Zugang zu Pornografie und die wachsende Unkenntnis der schwedischen Frauen über ihren Körper und den Körper anderer.

Schweden - Umwelt
Am Tag der biologischen Vielfalt am 22. Mai organisiert eine schwedische Facebookgruppe den sogenannten Spindelblitz. Die Gruppe ruft an diesem Tag die schwedische Bevölkerung auf in einem kleineren Gebiet nach sämtlichen Spinnen zu suchen und jede gefundene Art kurz zu beschreiben. Der Spindelblitz (spindel = Spinne) soll dabei helfen mehr Kenntnisse über diese Tiere zu erwerben, da bisher kaum bekannt ist welche Spinnenarten und wie viele Spinnen man in Schweden gegenwärtig tatsächlich in welcher Menge finden kann.

Schweden - Gesellschaft/Politik
Nachdem gegenwärtig bereits 2700 Personen, die sich im Ausland befinden, ihren Studienkredit nicht zurückbezahlen, will das Amt CSN, das für die Vergabe und den Einzug der Kredite zuständig ist, nun mit Finanzamt und Botschaften zusammenarbeiten um an möglichst viele Adressen der Schuldner zu kommen und anschließend die Schulden eintreiben. Bisher ist dem CSN keine der Adressen bekannt, ebenso wenig in welchem Land sich die Schuldner aufhalten.

Schweden - Gesellschaft
Nach den neuesten Auswertungen wurden im vergangenen Jahr die beiden Namen Alice und Oscar am häufigsten vergeben, wobei Alice vorher auf dem zweiten Platz lag und Oscar auf dem vierten. Wie eine Rakete nach oben stiegen im vergangenen Jahr der Mädchenname Cleo und der Jungenname Nicolas, die beide auf dem besten Weg sind die Spitze der schwedischen Vornamen einzunehmen. Ein Aufsteiger ist auch der Mädchenname Alicia, der innerhalb eines Jahres vom 21. Platz auf den siebten Platz steigen konnte. Ausländische Namen liegen bisher immer noch weit abgeschlagen in den Listen der schwedischen Namenstage und der Namensvergabe.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

fredag, september 05, 2014

Nachrichten vom 5. September 2014

Schweden - Politik
Alle Meinungsumfrageinstitute Schwedens kommen mittlerweile zum Ergebnis, dass der linke Block die Mehrheit der Wählerstimmen erhalten wird und damit auch tatsächlich eine funktionsfähige Regierung bilden kann, wenn dabei nicht der kleine Haken wäre, dass alle Institute davon ausgehen, dass zumindest die Sozialdemokraten (Socialdemokraterna), die Grünen (Miljöpartiet) und die Linken (Vänsterpartiet) gemeinsam regieren. Nach Ipsos kommt nun auch noch die Feministische Initiative über vier Prozent und wird daher im linken Block eine gewisse Rolle spielen, ein Problem, das dem etwas rechtslastigen Stefan Löfven der Sozialdemokraten sicher schon heute schlaflose Nächte bereitet.

Schweden - Politik
Um im Endspurt der Parlamentswahlen noch Wähler zu gewinnen, schlägt die schwedische Zentrumspartei (Centerpartiet) finanzielle Belohnungen für Hochschulstudenten vor, die ihr Studium innerhalb der offiziellen Studienzeit oder schneller beenden. Diese Prämie soll ein Anreiz dafür werden, dass sich Studenten mehr Mühe geben so früh wie möglich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen. Nach den aktuellen Zahlen benötigen über 50 Prozent der schwedischen Studenten gegenwärtig mindestens sechs Jahre um ihr Studium abzuschließend, die einen Teil unter ihnen allerdings nur zur Arbeitslosigkeit führt.

Schweden - Wirtschaft
Während vor drei Jahren noch 43 Prozent der Klagen von Verbrauchern  beim Almänna reklamationsnämden ARN, das für den Verbraucherschutz zuständig ist, mit Erfolg klagten, ging diese Zahl nach Informationen der Göteborgs-Posten nun auf 34 Prozent zurück. Auch wenn die Ursache für diese Entwicklung nicht untersucht wurde, so ist zu befürchten, dass das Amt immer mehr die Neigung hat sich auf die Seite der Unternehmen zu schlagen und der Regierungslinie zu folgen. Jedes Jahr gehen zwischen 5000 und 6000 Klagen der Verbraucher beim ARN ein.

Schweden - Arbeitswelt
Der Akademikerverband Jusek belegt in einer Studie, dass Akademiker, die im Ausland geboren wurden im Schnitt in Schweden weniger verdienen als ihre schwedischen Kollegen, öfter arbeitslos sind und sehr häufig nicht gemäß ihrer Kompetenzen arbeiten können. Jusek sieht einen Teil des Problems an mangelnden Sprachkenntnissen und dem Unterangebot an fachlichem Sprachunterricht, ohne dies jedoch in der Studie belegen zu können.

Schweden - Arbeitswelt
Als erstes Unternehmen Schwedens bietet der Mobilfunkanbieter Tre nun seinen Mitarbeitern an fünf offizielle schwedische Feiertage gegen fünf frei zu wählende Feiertage anderer Kulturen auszutauschen. Allerdings ist dieser Schritt mehr symbolisch zu sehen, da zum einen eine Zustimmung des einzelnen Firmenleiters nötig ist, zum anderen aber arbeitsrechtliche Fragen nicht geklärt sind, da man an Feiertagen besser verdient und die Entlohnung bei inoffiziellen Feiertagen ebenfalls noch juristische Probleme bereitet. Die Gewerkschaft Unionen begrüßt das Angebot auf Grund seines Symbolgehaltes, sieht jedoch eine politische Lösung als notwendig an.

Schweden - Verkehr
Nachdem die automatischen Alkoholkontrollen von Lastwagenfahrern bei der Ankunft der Fähre aus Deutschland ein bedeutender Erfolg war, werden diese Kontrollen nun auch auf andere schwedische Häfen und auf Personenwagen ausgedehnt. Ab sofort gibt es, zumindest in Göteborg, keinen Autofahrer mehr, der mit Alkohol im Blut auf die schwedischen Straßen kommt. Zudem wird die Polizei diese Schranken mit automatischer Alkoholkontrolle auch mobil einsetzen. Da die Alkoholkontrollen dieser Art nur 1,5 Sekunden beanspruchen, wird auch durch Massenkontrollen der Verkehr kaum behindert.

Schweden - Recht/Gesellschaft
Auch wenn es in Schweden unmöglich ist mit Schulden eine Firma zu gründen oder auch nur  einen Handyvertrag zu unterschreiben, so gelten ähnliche Einschränkungen nicht für Politiker, die im Grunde ein Vorbild darstellen sollen, denn 1420 Personen, die man in Schweden auf einem der Wahlzettel findet, haben insgesamt rund 233  Millionen Kronen an Schulden, die beim Amt der Gerichtsvollzieher eingetragen sind. Die Betroffenen findet man in allen Parteien und auf den Wahlzetteln aller drei parallelen Wahlen. Ein Politiker der Grünen in Arjeplog hat selbst 250.000 Kronen Schulden an die eigene Gemeinde und hofft auf einen politischen Auftrag.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg